...und einiges wie z.B. das Auge ziemlich dunkel...
Nicht nur insgesamt zu dunkel, sondern allgemein schlecht gestaltet (einfach schräg von oben draufgehalten). Sorry!
Dabei lassen sich solche Käferaufnahmen auch spannend gestalten. Man darf sich nur nicht scheuen, sich selbst und die Kamera direkt auf den Boden zu legen, evtl. sogar noch schnell eine passende Mulde für sie auszuheben: Käfer aus der Käferperspektive.
Nach ersten Aufnahmen (nach dem Motto: Ich hab' ihn zumindest) den Käfer weiter verfolgen und schauen, ob er sich in eine photogenere Umgebung bemüht. Oft ergeben sich dann völlig neue Möglichkeiten.
Ein Insekt so extrem formatfüllend aufzunehmen ist m.E. auch nicht der Weisheit letzter Schluß. 1/2-, 1/3- oder gar nur 1/4-formatfüllend zeigt ein Photo das Krabbeltier als Lebewesen in seiner angestammten Umwelt, was viel lebendiger wirkt. Bei so einem Tierchen komme ich mal schnell auf 30, 40 Aufnahmen, aus denen ich dann selektieren kann. Z.B.:
"Uff, noch 3 Käferlängen..."
Wald-Mistkäfer
Anoplotrupes stercorosus
© Grauer Wolf
Den Wald-Mistkäfer habe ich mit Absicht so klein dargestellt, um die für ihn gigantische Umgebung zu visualisieren: Der kleine Kerle hatte gewaltige Probleme, die Wurzel raufzuklettern und brauchte dafür mit Pausen fast 10 Minuten...
Hätte ich ihn formatfüllend photographiert, wäre die Atmosphäre (die Anstrengung des Tierchens) weg gewesen. Dann wär's einfach nur ein x-beliebiges Makro für'n Bestimmungsbuch...
Den Satz "Davon kann man nur...", den kann ich als Photograph nicht stehen lassen.
Alles geht, wenn man nur will und sich 100% einsetzt...
Gruß
Grauer Wolf