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Objektivadapter Pentax K an EOS 1000D

schulle01

Mitglied
Mitglied seit
4 Mrz 2010
Beiträge
17
Hallo,
dies ist meine erste Aktivität in diesem Forum, ich bitte daher um Nachsicht, falls ich irgendwelche Fehler machen sollte.

Bin seit Januar 2010 Besitzer eines nagelneuen EOS 1000D Bundles, konnte damit bisher aber nur Indoor-Erfahrungen sammeln.

Mein Problem:
Mittels eines Objektivadapters möchte ich meine alten (recht lichtstarken) Objektive Auto Revuenon MC f = 50mm 1:1,4 sowie Auto Revuenon MC f = 28mm 1:2,8 mit Pentax K-Bajonett wieder zum Einsatz bringen. Trotz intensiver Suche fand ich im Netz nur zwei Anbieter für diese scheinbar recht seltene Kombination, letztendlich kam das Teil heute von Amazon (TFE-Shop) hier an. Es kostete "nur" EUR 22,40 gegenüber dem zweiten Angebot mit EUR 31,99, beide Teile scheinen gemäß Fotos/Verkaufsvideo identisch zu sein.

Nun zu den Einsatzergebnissen:
Das zwangsläufig manuelle Fokussieren gestaltet sich ausgesprochen schwierig, der Schnittbild-Entfernungsmesser der seinerzeitigen AC 2 war deutlich besser zu nutzen (bin zwischenzeitlich allerdings auch Brillenträger).

Der Blendenverschluss ist permanent aktiv, d. h. kleinster Blendenwert = Sucherbild ist hell, größter Blendenwert = Sucherbild ist deutlich abgedunkelt. Die >Taste für die Schärfentiefenprüfung< ist ohne Funktion.
Bis hier hin ist aus meiner Sicht noch alles logisch.

Fotos gelingen aber nur mit jeweils den beiden kleinsten Blendenwerten, je größer der Blendenwert dann wird, desto stärker ist das Ergebnis überbelichtet.

An der Kamera hatte ich >P< = Programmautomatik eingestellt, da ich aus dem (m. E. nicht wirklich allgemeinverständlichen) Manual keine passendere Einstellung herauslesen konnte.

Meine Erwartungshaltung wäre folgende: Gerade weil der Blendenverschluss permanent aktiv ist, wird ja die Belichtungszeit z. B. bei Blende 22 durch ein entsprechend "abgedunkeltes" Objektiv berechnet, folglich hätte doch alles stimmig sein müssen.

1. Wo liegt möglicherweise mein Denkfehler?
2. Welche Programmeinstellung wäre die richtige?
3. Oder funktioniert diese Notlösung rein technisch nur bei den beiden kleinsten Blendenwerten? Dann würde ich den Adapter wieder zurückschicken.

Hatte hier bereits eine Suche nach "Objektivadapter" gestartet, bei den 3 "Treffern" war aber nichts Passendes dabei.

Im Voraus vielen Dank für eventuelle Beiträge.

Schulle01
 
Programmautomatik kann nicht funktionieren, da das Objektiv bzw. der Adapter keine Werte an die Kamera überträgt. Das müsste aber für P so sein. Stell die Kamera auf AV (Zeitautomatik) und stelle die Blende nach Bedarf am Objektiv manuell ein. Die Kamera ermittelt dann bei Arbeitsblende den entsprechenden Wert, allerdings klappt das bei der 1000D nicht immer linear, es kommt immer wieder zu Fehlbelichtungen, wenn auch meist nur im Bereich von +/- 1 Blende. Das ist wohl bei den 3- und 4-stelligen digitalen EOS so, das Thema gab es schon mal in der fc, ich weiß leider den Grund nicht mehr. da man das Bild ja direkt danach sieht, kann man dann manuell gegensteuern per Belichtungskorrekturtaste.
Dass dazu nichts in der Anleitung steht, ist klar. Canon möchte natürlich nicht, dass du solche Linsen an der Kamera betreibst.
 
Hallo TeeGee,

vielen Dank für die Hilfe, werde mich morgen dann wieder bei Tageslicht dem Thema nähern.

Grüße aus Berlin
 
Hallo TeeGee,

Wetter heute eher erbärmlich, Regen und somit bedeckter Himmel.

Habe trotzdem vom Balkon aus einige Testaufnahmen geschossen und bin dabei Deinem Rat gefolgt, also Kamera auf >AV< gestellt und jeweils ein Foto pro Blende geschossen, immer den selben Bildausschnitt.
Ergebnis aber identisch wie mit Einstellung >P<: Kleinster Blendenwert = o.k., je größer der Blendenwert, desto stärker die Überbelichtung.

Habe danach noch folgende Variante probiert: Mit Einstellung >P< den errechneten Zeitwert abgelesen, dann auf Einstellung >Tv< (Manual = Blendenautomatik-Modus, Tv steht für „Time Value“ (Zeitwert)) umgeschaltet, den gemerkten Zeitwert per Stellrad eingegeben und abgedrückt. Ergebnis ist deutlich besser, wenn auch insgesamt nur befriedigend, die Überbelichtung bei großen Blendenwerten fällt aber doch deutlich geringer aus und ist einigermaßen per PC-Nachbearbeitung korrigierbar.

Ist das technisch nun alles, was machbar ist? Dann würde ich das Thema Adapter-Objektive nämlich abhaken.

Grüße aus Berlin
 
Tja, dann funzt das bei Pentax-Linsen offenbar andersrum besser als bei meinen Zeiss-Linsen, die ich schonmal adaptiere, da geht das bei Av ganz gut. Bei Tv musst du aber auch die Blende manuell einstellen, ist klar, oder? Eigentlich ist dein Vorgehen, das, was man als manuellen Abgleich bezeichnet. D.h. du könntest auch die Einstellung "M" benutzen, hat den gleichen Effekt.

Bez. deiner Abschlussfrage: Ja, mehr kann man offenbar bei den kleinen EOS DSLRs nicht erreichen, an den ein- und zweistelligen soll es besser klappen. Es gibt ja etliche Fotografen, die alte Objektive per Adapter an EOS nutzen.
 
Na ja, wenn ich das Manual richtig verstanden habe, dann müsste ich ja bei Einstellung >M< selber wissen, welchen Wert ich für Blende als auch für Zeit einzustellen habe. Außer der Weisheit "wenn die Sonne lacht, nimm Blende 8" (oder so ähnlich) fällt mir dazu nicht ein, früher bin ich ja deshalb mit einem separaten Belichtungsmesser durch die Welt gezogen. Dazu fehlt mir also ganz klar das Knowhow.

Eben deshalb wollte ich mich ja auf die TTL-Messung in der Einstellung >P< respektive >AV< verlassen können.

Grüße aus Berlin
 
Falsch gedacht, Schulle! Bei M stellt sich die Belichtungsmessung ja nicht ab, du stellst nur beide Werte manuell ein, aber die Kamera wird dir immer zurückmelden, ob deine Einstellungen zu korrekter Belichtung führen oder nicht. Außerdem musst du ja mal immer einen Wert vorgeben, wenn du nicht in P fotografierst.
Nehmen wir also an, du willst mit f/5,6 fotografieren, dann stellst du das in deinem Fall an dem Pentax-Objektiv manuell am Blendenring ein und guckst mal in den Sucher, was die Kamera dazu für eine Zeit vorschlägt. Diese kannst du dann übernehmen und einstellen oder aber ignorieren und weas anderes einstellen. Im Gegensatz zu Tv und Av wird die Kamera dann diesen, von dir eingestellten Wert übernehmen und damit belichten, während in Av z. B. die Kamera einen Wert automatisch dazu nehmen würde.
 
Also wohl doch grundsätzlich mein Denkfehler.
Aber mit Einstellung >M< hatte ich ohnehin noch nichts probiert, weil ich bisher mit den Ergebnissen aus Einstellung >A< wunschlos glücklich war. Außerdem ist das Manual - wie ich bereits am Anfang ausführte - aus meiner Sicht ziemliche Grütze, was wohl kaum an meinen fotografischen Grundkenntnissen liegt, sondern vielmehr an den gewählten Formulierungen. Deshalb bastele ich mir in Excel Stück für Stück ein "privates" Manual zusammen, wenn ich den entsprechenden Punkt aus dem Canon-Manual durch eigenes Ausprobieren nachempfunden habe. Wie gesagt, den Text zur Einstellung >M< hatte ich bisher allenfalls überflogen.

Also vielen Dank für diesen Hinweis, werde morgen bei Tageslicht weiter testen.

Grüße aus Berlin
 
Hallo TeeGee,

hatte erst gestern 'mal etwas Zeit gefunden, mich mit der Einstellung >M< in Zusammenhang mit Testbildern vom Balkon aus zu beschäftigen, ist aber überhaupt nichts Sinnvolles dabei herausgekommen.

Ich kann zwar per Stellrad Einfluss nehmen auf die Belichtungszeit, nicht aber auf die Blende(n-Einstellung) der Kamera, denn letztere ist auf dem Display gesperrt.

Werde mich besser 'mal zuerst mit einem DSLR-User persönlich zusammenhocken und mich dann erst einmal mit (elektronischem) Grundwissen versorgen lassen.

Danke für Deine bisherige Geduld.

Grüße aus Berlin.
 
Das kann ja auch nicht sein, dass du bei einem adaptierten Objektiv die Blende per Einstellrad verstellen kannst. Wie soll das denn technisch gehen? Die EOS wartet auf elektronische Übertragungswerte, die dein Objektiv ja nicht liefern kann. Ich dachte, es wäre mittlerweile klar, dass du am Objektiv die Blende nach Wunsch einstellst und dann die Zeit nachführst, bis dass dir das Display signalisiert, dass es zu keiner Fehlbelichtung kommt. Dafür hat die EOS ja eine Lichtwaage im Sucher.
 
Hallo Schulle,

TeeGee hat das schon richtig dargestellt, man muss sich erstmal bewusst machen, was da eigentlich so in der Kamera passiert. Was du am Objektiv einstellst, bekommt die Kamera ja nur auf Umwegen mit und du musst ihr schon genaueres mitteilen.
Die 1000r hatte ich noch nicht in der Hand, aber als vierstelliges Modell hat sie (wie schon die früheren analogen Modelle) sicher geringere Eingriffs- (und dadurch Fehler)-möglichkeiten) als die ein- oder zweistelligen Modelle.

Grundsätzlich würde ich aber darauf tippen, dass die Kamera auch in der Einstellung Av alles richtig belichten müsste, allerdings gilt seit den ersten EOS Modellen von 1987 der Hinweis (aus der Bedienungsanleitung), dass dann im Av-Modus der Blendenwert an der Kamera auf 1,0 oder 0,0 (je nach Modell) einzustellen ist. Einige Modelle machen das automatisch, andere nicht, denen muss man das nach jedem Einschalten erneut eingeben.

Offenbar scheinen deine Objektive durch den Adapter ja gleich dauerhaft abgeblendet zu sein, so dass du immer mit wirksamer Arbeitsblende einstelst und fotografierst (das Sucherbild wird immer dunkler je weiter die Blende zugedreht wird). Auf diesen Umstand muss das Belichtungsmessersystem durch die Einstellung auf 0,0 oder 1,0 eingestellt werden.
Mit einem manuell abgeblendeten Nicht-EF-Objektiv im Modus "M" zu fotografieren stelle ich mir gerade wegen dieses Efektes etwas schwierig vor. Ich müsste es jetzt erstmal mit verschiedenen Kameras durchprobieren (die 1000D wie gesagt habe ich nicht) um das Ergebnis zu testen. Normalerweise geht die Kamera davon aus, dass die Belichtung immer bei voll geöffnetem Objektiv erfolgt, durch die Blendeneinstellung (egal ob durch Vorwahl in P, Av oder M) oder per Automatik (Tv) wird der Kamera nur simuliert, dass eine andere als die volle Öffnung eingestellt ist. Wenn du dann statt mit voller Öffnung mit abgeblendetem (z.B. 5,6) Objektiv arbeitest, muss eine falsche Belichtung (hier Überbelichtung) herauskommen.

Was das Scharfstellen angeht: Viele der einfacheren Kameras (3 und 4-stellig Typen) haben keinen Prismensucher mehr, sondern einen einfacher zu bauenden Spiegelsucher (Porro-Sucher) und auch keine echte mattscheibe mehr zum Scharsftellen, sondern sie verfügen nur über einen Luftbildsucher, bei dem das scheinbare Bild irgendwo im Raum steht, aber nicht in einer bestimmten Ebene. Manuelles Scharfstelle erfolgt dann am sichersten über die Entfernungsskala.

Mein Tipp: Wenn es um die hohe Öffnung bei 50mm geht, solltest du mal ein gebrauchtes EF 1,8/50mm suchen, dann sind die Belichtungsprobleme vergessen. Das Objektiv gibts in zwei Varianten (Typ I und II), von denen es nur noch den Typ II neu gibt. Viele Fotografen bevorzugen das stabilere und angenehmer zu handhabende erste Modelle, von der Optik ist das Typ II aber nahezu gleich.

Viel Erfolg.

LG Thomas





 
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