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Das Universalgenie von Makro bis 200

sarduri

Rookie
Hallo Alle zusammen.
Eigentlich wollte ich mich hier nur durch das Forum lesen, und so etwas mehr Input bekommen. Nun sehe ich aber, wie hier geduldig un kompetent geantwortet wird, und erlaube mir darum, mein spezifisches "Problem" hier einzustellen.
Ich habe mich in die Leistungsmerkmale der neuen D200 verliebt. Hauptsächlich werde ich sie für den Einsatz im Gebirge verwenden. Nun ich habe bereits lange genug an der Beantwortung der Frage, ob ich ein gewichtiges SRL Equipment mitschleppen soll gequält. Aber die Qualität ist mir halt schon wichtig.
Nun möchte ich aber nicht ach noch 10 verschiedene Gläser hoch tragen müssen. Also suche ich möglichst ein Objektiv, dass alles kann.
Meine Anforderungen reichen von Wildbeobachtungen über Landschaftsaufnahmen bis hin zur Flora und Kleingetier.
Eigentlich tönt für mich das ebenfalls neue AF-S DX VR 18–200 mm 1:3.5–5.6 G IF ED
Nicht schlecht. Aber eben.. gaaanz schön wäre halt, wenn der Makrobereich auch mit drin wäre. Früher habe ich mit einer Minolta 7000 gearbeitet. Dort hatte ich ein Ojektiv, dass man mit einem Schalter vom Normalzoom (28 – 85) in den Makromodus stellen konnte
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.
Sowas würde mir sehr entgegenkommen. Kennt jemand irgend so etwas für Nikon?
Zum anderen habe ich seit der Digitalfotografie viel die Sony DSC P1 dabei gehabt (handlich und leicht halt) ich hatte aber häufig Probleme, dass das grelle Licht die Weitsicht auf den Fotos stark beeinträchtigt hat. Ich konnte das Problem beheben, indem ich einen Graufilter vor die Linse hielt. Nun bilde ich mir ein, ich müsse einen Graufilter für die Nikon D200 haben. Ich finde aber keinen. Was ist Eure erlauchte Meinung dazu? Kann man das mit Blende- und Verschluss- Einstellungen auch lösen, oder ist ein Filter besser?
Besten Dank für den Rat.
 

haime

Bringt häufig das Frühstück mit
Hallöchen!
Zum Objektiv: Ein Alleskönner, der von Makro über Weitwinkel bis Tele optimale Ergebnisse liefert gibt es nicht. Nicht umsonst laufen viele Fotografen mit mehreren Objektiven rum.
Wie das neue 18-200 ist, wird man abwarten müssen. Wenn die optischen Leistungen in dem Bereich der meisten anderen Superzooms liegt, würde ich persönlich eher auf zwei Objektive aufteilen (Normalzoom und Telebrennweite). Was nützt mir eine Highend Kamera, wenn ich einen krummen Horizont in der WW Einstellung habe usw. Aber vielleicht wird's ja auch ganz gut, das neue Nikon... Dann noch eine gute achromatische Nahlinse oder einen Zwischenring für Makros, das sollte dann alles nicht zu schwer sein.
Meine Meinung, es gibt da sicher auch andere Ansichten.

Zum Filter: Graufilter werden benutzt, um die Belichtungszeit zu verlängern --> z.B. verwischte Aufnahmen vom Wasserfall usw.

Grauverlauffilter werden benutzt, um die hellen Himmelsbereiche abzudunkeln und bessere Wolkenzeichnung zu bekommen. Man kann auch in der EBV einen Verlauffilter einbauen, aber: Die Wirkung läßt sich nicht mit einem richtigen Verlauffilter vergleichen. Dieser verhindert, dass an der grauen Stelle zu viel Licht im auf den Sensor kommt und der Himmel ausgefressen ist. Benutzt man ihn nicht, lässt sich das auch per EBV nicht wieder herstellen.
Ich würde mir auf jeden Fall einen verschiebbaren (eckigen) Verlauffilter zulegen. Z.B. von Cokin. Einen runder Verlauffilter, dessen Verlauf man nicht an die Bildkomposition/Horizont anpassen kann, finde ich persönlich absolut unbrauchbar.
Weiterhin würde ich mir einen UV-Filter anschaffen. Der Filter sperrt die unsichtbaren UV Strahlen, welche Unschärfe verursachen können (besonders im Gebirge).

Gruß
Heiko
 

eberhard

Bleibt öfters zum Abendessen
Hallo Zis,
Wie Heiko schon andeutete, von dem 18-200 sollte man diese Wunderdinge nicht erwarten. Es gibt aber ein Nikon AF 28-105, f3,5-4,5, welches man in den Makromodus 1:2 umschalten kann. Mit der Abbildungsleistung bin ich sehr zufrieden. Es fehlt natürlch AF-S und VR (wer es braucht).

Gruß Eberhard
 

sarduri

Rookie
Vielen Dank. Das geht ja rasend hier. Wie ich aus Euren Aussagen merke, würdet Ihr eher ein zusätzliches TeleZoom anschaffen anstelle eines mit einem ganz weiten bereich. Was VR bedeutet weiss ich nicht (ich bin neu in der Thematik und mein wissen ist vorerst hauptsächlich auf die Theorie begrenzt. Aber das Makro mit dem Normalzoom kombinieren ist O.K.? Reichen die 28 (mal 1.5 bei Digicams hab' ich gelernt) um Landschaftsfotografie zu betreiben? Hatte früher wie schon gesagt eines das bei 28 anfängt aber nicht mal 1,5.... Das wäre auch ok. Dann könnte ich ein echtes Telezoom so von 100 - 300 dazukaufen. Wäre für Wild vermutlich eh besser... @Heiko. UV Linse! Noch nie davon gehört. Wurde immer nur als Schutzglas diskutiert. Natürlich ist die UV Strahlung in 2500 m erheblich. Ich wusste gar nicht, dass dies das Bild verwaschen kann. Zum Graufilter: also kann ich nicht die Blende mehr schliessen und die Belichtungszeit erhöhen, um denselben Effekt zu haben?
 

agerer

Bringt häufig das Frühstück mit
Hallo,
MEIN Allround-Objektiv ist das Nikkor 3,5-4,5/24-85mm, mit einer Naheinstellgrenze bei allen Brennweiten von 38 cm. Da gelingen ganz gute Nahaufnahmen.

Außerdem hab ich mit 24mm (= 36mm KB) noch ein wenig Weitwinkel dabei .

Gruß Sebastian
 

eberhard

Bleibt öfters zum Abendessen
Hallo Zis,
VR heißt bei NIkon "Vibration Reduktion". Diese hilft gegen Verwacklungsunschärfe, durch den Fotografen verursacht, bei längeren Belichtungszeiten. Sie hilft nicht gegen Bewegungunschärfe durch Bewegungen des Objekts.
Was die Superzooms betrifft, kann man generell sagen, daß bei größer werdendem Brennweitenbereich die optische Qualität nachläßt. Deshalb ist es auf jeden Fall besser, mehrere Objektive zu haben. Dazu hat man ja eigentlich auch eine Kamera mit Wechseloptik. Wenn möglich, sollte man schon ein gutes Weitwinkel von 12-24 (18-36 digital), ein Normalzoom und ein Telezoom haben. Ob ein spezielles Makro nötig ist und wieviel Tele man braucht, muß jeder selbst entscheiden. Ich bevorzuge, auf jedem Objektiv einen UV (Schutzfilter) von guter Qualität zu haben (B&W, Hoya u.a.).

Gruß Eberhard
 

haime

Bringt häufig das Frühstück mit
Ich würde auch keinen billigen Filter kaufen. Ich habe das alles schon hinter mir und die ganzen billigen Filter, die ich vor 15 Jahren gekauft habe, liegen inzwischen irgendwo im Schrank. Ich bevorzuge B&W. Was den UV-Filter als Schutzglas der Frontlinse angeht...da gehen die Meinungen auseinander. Manche sagen es ist ein Muss, manche sagen es beeinflusst die optische Qualität des Objektives zu stark. Im Gebirge würde ich ihn aber auf jeden Fall dabeihaben!
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"Zum Graufilter: also kann ich nicht die Blende mehr schliessen und die Belichtungszeit erhöhen, um denselben Effekt zu haben?"

Ein Graufilter (nicht Grauverlauf...) ist dazu da um die Belichtungszeit möglichst lang zu machen. Besonders am Tag reicht es oft nicht aus, wenn man die Blende ganz schließt. Dann ist die Belichtungszeit noch immer nicht so lang, dass man schön verwaschene Wasserfälle, Küstenbrandung usw. hat. Dann muss ein Graufilter her, der nochmal zusätzlich Licht schluckt und man mit längeren Zeiten arbeiten kann. OK? :)

Was noch ganz nützlich für Landschaftsaufnahmen ist: Ein Polfilter. Verstärkt den blauen Himmel, den Kontrast zu den Wolken, Reflexionen auf z.B. Wasserflächen werden vermindert usw. Es gibt aber ein paar Dinge zu beachten (bei Weitwinkelobjektiven, Winkel zur Sonne usw.)

Gruß
Heiko
 

ohelm

Läuft öfters hier vorbei
Klar kann man statt eines Graufilters auch die Blende schließen. Nur kann es halt nicht nur (wie schon beschrieben) dazu kommen, dass man am "Ende" ist und die Belichtungszeit ist immer noch zu hoch...

Es gibt noch einen weiteren Grund: Die Tiefenunschärfe. Vielleicht willst Du ja den Baum oder den Wasserfall ganz bewusst hervortreten lassen und den Hintergrund (wie bei Portraits) in etwas Unschärfe verschwimmen lassen... Bei Blende 22 oder dunkler ist aber alles scharf... Der Wasserfall, die Bäume dahinter und vielleicht sogar der blöde Hochspannungsmast im Hintergrund. Das Auge des Betrachters wird dann auf eine Fülle von Objekten im Bild stoßen anstatt sofort (nur) "den" Wasserfall zu sehen...

Punkt Drei:
Habe früher viel mit geschlossener Blende Fotografiert (Makro). Und wenn das Objektiv gar Blende 56 ermöglichte, dann hab ich bis zum Anschlag zugedreht... Bis mir dann jemand sagte, dass bei geschlossener Blende die Bilder immer schlechter sind. Die Lichtstrahlen (Photonen), die sich direkt am Rand des engen Loches durchmogeln müssen, werden wohl abgelenkt oder so...
Daher sollte man mit dem Micro-Nikkor 105 2.8 also weder mit 2.8 noch mit 56 fotografieren. Die besten Bilder gehen so ab 3.5 los und ab 22 wirds dann wieder schwammig... Dieses Prinzip gilt für jedes Objektiv.

Also sowohl gewollte (Portrait-) Tiefenunschärfe wie auch der optimale Blendenbereich eines Objektivs (nicht der aufgedruckte) gibt Deinen Spielraum vor. Musst Du ihn verlassen, dann versuch mit anderen Mitteln (Graufilter zum Dunkel machen oder ISO-Einstelung in die andere Richtung) wieder in diesen idealen Bereich zu kommen.

Gruß,

Axel
 

werbespezi

Bleibt öfters zum Abendessen
Auch wenn es hier niemand bisher erwähnt hat ...

aber wenn ich Gebirge höre und Gewichtsfragen durchaus eine Rolle spielen, dann würde ich - aus guter Erfahrung heraus - die Coolpix 8800 empfehlen.
Der Brennweitenbereich beträgt 35-350 mm, Makro und Bildstabilisierung integriert und gewichtsmäßig sehr gut für lange Touren geeignet.

Vereinzelt gibt es die Kamera noch nagelneu für knapp 800 EUR zu kaufen.

Ist vielleicht etwas ungewöhnlich bei den bisher erfolgten Statements, würde ich aber durchaus in Erwägung ziehen.
 

hzeller

Rookie
Hallo Leute,

möchte mich mal hier einklinken. Auch ich bin auf der Suche nach einem Allroundobjektiv.
Jetzt habe ich zwei Stk. günstig und gut angeboten bekommen. Einmal das
AF 24-120mm/3.5-5.6D IF und AF 28-200mm/3.5-5.6G IF-ED, beide ohne VR.
Welches davon ist das bessere.

Gruß Harald
 

agerer

Bringt häufig das Frühstück mit
Hallo Harald,
welches das bessere ist, kann ich nicht sagen.
Ich hab das Nikkor 28-200mm G.

Folgende Bilderserie wurden mit diesem gemacht:

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Gruß Sebastian
 

agerer

Bringt häufig das Frühstück mit
Hallo Harald,

"G" bedeutet, dass es ich um Objektiv OHNE Blendenring handelt. Es nicht für Nikon-Bodys der älteren Generation geeignet. Für alle D-SLRs natürlich schon.

Ciao Sebastian
 

sarduri

Rookie
Vielen Dank für die Mannigfaltigen Meinungen.
@Helmut: Mit eben einem Gedanken wie dem Deinen habe ich mich lange herumgeschlagen. Da ich aber die Kamera auch für jede Menge anderes gebrauche, und nicht zuletzt für Printsachen auf Offsetmaschienen, glaube ich halt einfach, dass eine SLR mehr kann...
zudem: wenn ich immer 2000g mehr mitschleppe, nehme ich diese vieleicht ja selbs dabei ab :)
@Sebastian Ich nehme an, Sie können in diesem Falle das 28 - 200 G wärmstens empfehlen Genau so stelle ich mir die Resultate vor. mit einer Hohen Farbbrillianz, auch wenn das Licht nicht das beste ist (viele Fotos wurden ja offensichtlich im Schatten gemacht). Was war das für eine Kamera?
Was haltet Ihr von Nahlinsen an stelle von Makros? dann könnte ich wenigstens 500 g gewicht sparen.
und, was kann oder soll ich von Objektiven von dritttanbietern wie Sigma oder Tamron halten? da gibt es ja häufig ähnliche Produkte, die bedeutend weniger kosten als die NikonOriginale....
Ich sehe, je weiter ich mich hineinarbeite, je weniger weiss ich, was als Grundaustsattung sinn macht...
Saluti SarDuri
 

agerer

Bringt häufig das Frühstück mit
@ Sarduri:
Ich war hinsichtlich der Nikkors 28-200mm eigentlich sehr misstrauisch. Es hat mich aber positiv überrascht. Fotografiert hab ich der Nikon D70.

Nahlinsen sollte man wg. der Qualität nur auf Festbrennweiten schrauben. Ich empfehle wg. der Qualität sog. Achromaten ab +3 Dioprin.

Sie ersetzen aber kaum Makroobjektive, mit denen man noch größere Abbildungsmaßstäbe erzielen kann. Ich hab auch mit Nahlinsen angefangen und war zufrieden damit. Aber irgend wann steigen die Ansprüche und ich kaufte mir ein Makroobjektiv.

Gruß Sebastian
 

sailer

Aktives Mitglied
Hallo SarDuri!
Ich hab mit dem Sigma Macro AF 3,5/180 mm hervorragende Erfahrungen gemacht!! Superscharf, Makro bis 1:1, nicht nur im Nahbereich einsetzbar, leicht - einfach klasse!! Und damit brauchst du auch nur ein kleines Normalzoom (3,5-4,5/28-105 mm).
Viel Spaß und gutes Licht beim Fotografieren, Joachim
 
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