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Habt Ihr Tipps zur Sportfotografie

abenjamin

Mitglied
Hallo,

in der kommenden Woche muss ich Aufnahmen in einer Sporthalle von einem Basketball-Spiel machen. Neben der D70 mit dem 18-70 Kit-Objektiv habe ich noch ein Nikkor 80-200/2,8 dabei. Auf das lichtstarke Tele werde ich ja wohl in erster Linie setzen müssen. Reicht das Sportprogramm oder empfehlt Ihr andere Einstellungen? Brauche ich ein Einbein-Stativ? Wo ist Eurer Meinung nach der beste Standplatz? Fragen über Fragen, wäre schön, wenn jemand schon Erfahrungen gesammelt hat. Mir ist natürlich auch klar, dass eine D2 und ein lichtstärkeres Normal-Zoom besser für diesen Zweck geeignet wäre. Doch ich bin kein hauptberuflicher Sportfotograf, und deshalb muss die Ausrüstung genügen, die ich eben momentan habe - ich muss eben das Beste draus machen.

Danke schon mal,

benjamin
 

virgil

Bleibt öfters zum Abendessen
Hallo Benjamin,

schätze mal den besten Platz gibt´s ned - evtl. vis-a-vis von der Betreuerbank, da Du so auch die Reaktionen der teammates und des trainers einfangen kannst.

Was wohl bei einer Halle eher das Problem werden könnte ist das Licht - solltest einen Weisabgleich vor Ort machen, damit Du da korrekte Ergebnisse kriegst.

Stativ würd ich sowieso verwenden ausser Du hast ein verdammt ruhigs Händchen.

Viel Spass und poste Deine Ergebnisse - bin ja schon neugierig :)

Cheers
Virgil
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rakso

Läuft öfters hier vorbei
Ein Patentrezept kann es wegen den unterschiedlichen Gegebenheiten nicht geben.

Hinweise:
Es bietet sich der M-Modus an:
Zeit minimum ca 1/200 - wobei es da aber schon teilweise Bewegungsunschärfe gibt. Drüber wird der Hintergrund / Farben bei Einsatz eines Blitzes (in Halle empfohlen, bzw notwendig!) etwas mehr weggeblitzt. Stativ schränkt dich nur ein und ist der Faustregel nach eh nicht notwendig. Bei Zeiten kleiner 1/200 sind die Bilder wegen Bewegunsgunschräfe (außer: Künstler) nicht brauchbar.

Nochmals in Kurzform:

- M-Modus
- Zeit 1/200 - eher kürzer, bis 1/500 (max. D70 Blitzsynchro.)
- Blitz (zum Aufhellen - Manuell oder iTTL, meist etwas abschächen)
- 80-200 f/2.8 (18-70 höchstens für Mannschaftsaufnahmen)
- AF-C
- Blende: 2.8 ist mit der Optik ja kein Problem, falls Schärfetiefe zu gering ist, halt etwas abblenden.
- ISO 800
- EIN AF-Messfeld - mittig bzw ggf. ein anderes.

Kannst dich auch gerne mit irgendwelchen undurchsichtigen (ja ich weiss, irgendwo finden sich dazu Erklärungen) herumschlagen... falls das nichts hilft, setz auf meine Tips ;)
 

abenjamin

Mitglied
Hallo, prima Eure Tipps.

Ja, Rakso, so wie du es beschreibst, könnte es klappen. Das klingt sehr einleuchtend.

Ein paar Fragen bleiben noch: IS0 1600 "körnt" wohl zu sehr auf, oder? Bei der Verwendung eines Blitzes hatte ich in der Halle bisher immer etwas Skrupel. Nicht jeder Sportler ist davon begeistert, beim konzentrierten Dribbling unter dem Korb oder beim Wurf aufs Tor geblitzt zu werden. Aufhell-Blitz dürfte ja aber wohl gehen.

Ich mache jedenfalls gleich morgen mal ein paar Probeaufnahmen beim Training. Sehr gut, wieder was gelernt hier. Danke.
 

rakso

Läuft öfters hier vorbei
Die Tischtennis-Bilder in meiner Galerie (
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) sind mit ISO 1600, Offenblende beim VR 70-200 + D70 entstanden. Auch größer sind sie noch ansehbar. Ansonsten kann Software wie Noiseware helfen. Also das ginge auch.
Aber wirklich nötig ist das nur bei Sportarten wie Tischtennis, bei denen Geblitze beeinträchtigend ist. Bei Handball ist das kein Problem (wird zumindest geduldet), und ebenso müsste das dann auch bei Artverwandten wie Basketball sein.

Wenn vom Blitzen die Rede ist, ist eigentlich immer "Aufhellblitz" gemeint. Je höher die Blitzleistung, je länger ist die Nachladezeit und kürzer die Akkustandzeit. Allein aus Geschwindigkeitsgründen sollte darauf geachtet werden, das der Blitz wenig feuern muss. d.h., viel natürliches ("umgebungs"-) Licht auf dem Sensor. Also, offene Blende (eh klar), und hohe Empfindlichkeit. ISO 800 ist noch erträglich. In Extremsituationen mehr.

Beim Tischtennis gab das Beichtungszeiten von 1/200 und etwas schneller. Ist an der Grenze vor Bewegungsunschärfe. Dann eben etwas "ruhigere" Phasen abwarten, wie aufschläge. Aber mir sind auch andere Szenen gelungen (IMO ;-) )


Wer in solchen schwierigen Situationen war wird spätestens dann um die den Unterschied einer hochwetigen Optik wie 70/80-200 vs 28-300 bescheid wissen. Für Stilleben-Aufnahmen fällt der Unterschied zum 189.- Suppenzoom nicht so arg ins Gewicht. Aber auf Sportplätzen und insbesondere in Hallen kann man diese Scherben einfach nur wegschmeissen (200 f/2.0 oder 300 f/2.0 wäre evtl noch besser)... Ohne Optik bessere Bilder ;) ... sorry, musste an dieser Stelle sein
happy.gif




Würde mich über Kritik meiner Bilder freuen, ebenso natürlich auch über deine Ergebnisse!
 

abenjamin

Mitglied
Rakso, deine Fotos sind wirklich klasse. Ich nehme an, du bist beim Handball so vorgegangen, wie du es mir für das Basketballspiel empfohlen hast? Der Unterschied ist im Vergleich zum Tischtennis (wo du ja nicht geblitzt hast) sehr schön zu sehen, finde ich: Die Handball-Fotos sind sehr scharf, die Mimik der Spieler und ihre Anstrengungen sind sehr gut zu sehen. Bei den Tischtennis-Fotos ist dagegen eine gewisse leichte Bewegungsunschärfe drin. Dafür finde ich die Tischtennis-Fotos von der Atmosphäre und den Farben her "dichter".

Ich denke, ich werde schon auch mal mit 1600 ISO ein bisschen experimentieren. Leichte Bewegungsunschärfe finde ich ja bei Sportfotos akzeptabel, ja, sie erhöht ja manchmal auch den Eindruck von Dynamik.

Was mir noch ein bisschen Sorgen macht bei meinem Basketball-Projekt, ist der Bereich unter dem Korb. Ich sollte da ja ziemlich nahe hin, das Tele ist da wohl eher fehl am Platz. Aber einerseits fehlt mir dazu das richtige Objektiv, andererseits kann und möchte ich nicht während des Spiels Objektive schrauben. Zwei Kameras wären mit unterschiedlichen Objektiven wären da natürlich das Beste.

A propos Objektive: Ich habe mir schon überlegt, mein 18-70-Kit-Zoom gegen ein 24-120 mit VR von Nikon einzutauschen. Aber ob die Verwacklungsreduktion was bringt, gerade in Sachen Sport? Es hilft ja nur mir, die Kamera still zu halten, und bringt nicht mehr Licht. Dann dachte ich auch an ein 24-70/2,8, etwa von Sigma - doch der schnelle Autofokus von Nikons AF-S-Objektiven würde mir wohl fehlen.

Zum dem, was du zu den "Suppenzooms" sagst, hast du sicher Recht. Andererseits kann ich die Leute aber auch verstehen: Nicht jeder kann und will soviel in die Ausrüstung investieren, und so ein Tele für 1500 Euro oder mehr schlägt halt doch zu Buche. Also nehmen die Leute was, was ihnen einen großen Brennweitenbereich bietet und unter guten Lichtverhältnissen noch akzeptable Fotos macht. Und dann will man irgendwann noch Fotos vom wichtigen Spiel des eigenen Sportvereins machen - und müht sich dann eben mit dem ab, was man hat.

Beste Grüße,

benjamin

P.S. Na ja, bevor ich eigene Fotos präsentiere, will ich zuerst noch bisschen üben. Ich will mich ja nicht blamieren!
happy.gif
 

rakso

Läuft öfters hier vorbei
> du bist beim Handball so vorgegangen, wie du es mir für das Basketballspiel empfohlen hast

Ja, ich meine, das habe ich doch auch so geschrieben.


Baskettball habe ich in kleinem Rahmen im Freien auch schonmal versucht. Die "Vorgehensweise" ist im Prinzip mit kleinen Abwandlungen immer ähnlich.

Achja, beim Hallen-Tischtennis (oder analog zu anderen wenig-Licht Events) sind die Fokus-Speicher Tasten des VR 70-200 Objektives sehr nützlich. Im Normalfall wird die Serienbildgeschwindigkeit durch den AF bei "schlechtem" Licht extrem verlangsamt (ist ja eh schon lahm genug ;) ). Bei Fokus-Speicherung bzw. AF-S ist das nicht der Fall. Bei TT bietet sich das an, da die Spieler in einem halbwegs vorhersehbaren Bereich sich aufhalten. Bei Basketball bietet sich als AF/MF-Punkt die Körbe oder bei Fussball die Tore an.


Warum solltest du an die Körbe nahe hin? In Hallen hat man nach hinten meist keinen Platz, aber evtl. seitlich mit Tele müsste doch gehn. Mit 2 Bodys biste auch nur am herumstressen bzw beiden, und hast jeweils dann doch die falsche. Nehme doch für ein Zeitabschnitt das 80-200, und dann ne Weile wieder das andere.


VR bringt da eigentlich garnichts, da du die Zeit nach der Faustformel ( 1 / <brennweite> ) wegen der Bewegungsunschärfte sogar beim Tele übertreffen solltest. Also mind. 1/200. Mit 1/320 müsste sogar ein 300mm Tele freihand handhabbar sein.

VR beim Sport ist also ein großer Denkfehler. Mit 1/20 hast du zwar nicht verwackelt, aber wegen der Bewegung ist trotzdem nichts scharf zu erkennen ;)

Dann IMO lieber etwas mehr Lichtstärke.
 
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