Hoch oder Breit? Das ist hier die Frage...

Balou

CI-Pate
Hallo Leute,

habe heute bei einem Spaziergang diese Fotos geschossen und frage mich eigentlich,
was wirkt besser, Hochkant oder Breitformat?

Was meint ihr?

_DSC6581_forum.jpg

-2-
_DSC6577_forum.jpg

Bitte mir auch erklären warum ihr hoch oder breit besser findet. Ich möchte ja lernen aus euren Angaben.

Danke

Gruss
 

Balou

CI-Pate
Weder besser noch schlechter, einfach zwei unterschiedliche Aufnahmen...

Gruß
Wolf
Den Wolf muss man immer gezielte Fragen stellen, sonst wird das nix.... :)

Hättest du, um die Sonnenspiegelung oben und das Spiegelbild unten hochkant fotografiert oder Quer?
Ja, ich weiß, so ein Scheiß hättest du nicht mal in Pixeln festgehalten weil die Bäume zu weit weg sind....
Aber nehmen wir mal an.... o_O

Gruss aus der Wolfsstadt
 

grauer_wolf

Gesperrt
Den Wolf muss man immer gezielte Fragen stellen, sonst wird das nix.... :)
:D

Hättest du, um die Sonnenspiegelung oben und das Spiegelbild unten hochkant fotografiert oder Quer?
Ja, ich weiß, so ein Scheiß hättest du nicht mal in Pixeln festgehalten weil die Bäume zu weit weg sind....
Aber nehmen wir mal an.... o_O
Angesichts dieser Landschaft hätte ich Querformat genommen, aber eine etwas andere Position eingenommen, die es erlaubt, die Sonne samt Spiegelbild etwas weiter innen zu plazieren, etwa auf 33% der Bildbreite (links oder rechts, je nachdem wie das da aussieht). Das Spiegelbild hätte ich auch deutlicher in die Wasserfläche gesetzt, nicht nur am Rand, und wenn ich dazu nasse Füße bekommen hätte. Sinnvoll wäre ggf. auch eine etwas tiefere Position um Raum zu schaffen, damit der Horizont aus der Mitte kommt.
Eine ganze Menge "hätte" und "wäre", aber ohne vor Ort zu sein, kann ich Dir nichts genaueres mitgeben...

Gruß
Wolf
 

Balou

CI-Pate
:D


Angesichts dieser Landschaft hätte ich Querformat genommen, aber eine etwas andere Position eingenommen, die es erlaubt, die Sonne samt Spiegelbild etwas weiter innen zu plazieren, etwa auf 33% der Bildbreite (links oder rechts, je nachdem wie das da aussieht). Das Spiegelbild hätte ich auch deutlicher in die Wasserfläche gesetzt, nicht nur am Rand, und wenn ich dazu nasse Füße bekommen hätte. Sinnvoll wäre ggf. auch eine etwas tiefere Position um Raum zu schaffen, damit der Horizont aus der Mitte kommt.
Eine ganze Menge "hätte" und "wäre", aber ohne vor Ort zu sein, kann ich Dir nichts genaueres mitgeben...

Gruß
Wolf
Na geht doch... wieder was gelernt für heute.... Danke.
Gleich noch mal los...... :z04_Flucht:

Gruss
 

jürgen_kuhn

Kennt den Türsteher
Hallo Micha,
da ich nicht weiss wie Deine Fotokenntnisse in der Bildgestalung von Landschaften sind,möchte ich mal in etwas verkürzter Form beschreiben,wie ich z.B. bei Landschaftaufnahmen vorgehen würde:

Ich würde mich fragen: Warum will ich diese Aufnahme machen - und was will ich wie zeigen und wie erreiche ich das ? Welches Bildformat "Hoch-oder Querformat" unterstreicht das,was ich im Bild ausdrücken möchte.Dazu suche ich mir immer den geeigneten Standpunkt - und betrachte mir vor der Aufnahme nochmals das Motiv - und entscheide dann,ob es besser im Hoch-oder Querformat fotografiert werden sollte,um evtl. mehr "Spannung" oder "Ruhe" im Bild zu erzeugen (je nach Motiv).Auf jeden Fall sollte das Hauptmotiv an der richtigen Stelle im Bild plaziert werden und evtl. auch die Nebenmotive dabei berücksichtigen.Hauptmotiv z.B. mit dem Nebenmotiv(en) mit Verbindungslinien verbinden,durch sogenannte Führungslinien z.B. Baumreihen,Strassen,Zäune,Schatten,ein Bach usw.,die zu einem harmonischen Bildaufbau (Goldener Schnitt) führen.Die Unterscheidung von Haupt-und Nebenmotiv(en) wird dann wichtig,wenn mehrere Details in einem Bild sind und der Blick des Betrachters auf das Hauptmotlv gelenkt werden soll.Dazu gehören auch das entsprechende Objektiv bzw. Bildausschnitt z.B. heranzoomen des Motivs oder mehr Weite einer Landschaft zeigen.Weitere Gestaltungselemente sind auch Tageszeit,Sonnenstand,Schärfeverteilung,Perspektive,um einen räumlichen Eindruck der Landschaft und der Strukturen hervorzuheben.All diese Dinge haben grosse Auswirkungen auf das Motiv und das Bild.Im Zweifel mache ich je eine Aufnahme im Hoch - und im Querformat.Wenn man natürlich auf Reisen ist,ist es nicht immer möglich alles zu berücksichtigen(z.B. Sonnenstand,Tageszeit usw.).Denn zu einem guten Bild gehört auch eine gute Bildgestaltung vor der Aufnahme,wenn man nicht nur "knipsen" möchte.
 

grauer_wolf

Gesperrt
Dazu suche ich mir immer den geeigneten Standpunkt - und betrachte mir vor der Aufnahme nochmals das Motiv - und entscheide dann,ob es besser im Hoch-oder Querformat fotografiert werden sollte,um evtl. mehr "Spannung" oder "Ruhe" im Bild zu erzeugen (je nach Motiv).Auf jeden Fall sollte das Hauptmotiv an der richtigen Stelle im Bild plaziert werden und evtl. auch die Nebenmotive dabei berücksichtigen.Hauptmotiv z.B. mit dem Nebenmotiv(en) mit Verbindungslinien verbinden,durch sogenannte Führungslinien z.B. Baumreihen,Strassen,Zäune,Schatten,ein Bach usw.,die zu einem harmonischen Bildaufbau (Goldener Schnitt) führen.Die Unterscheidung von Haupt-und Nebenmotiv(en) wird dann wichtig,wenn mehrere Details in einem Bild sind und der Blick des Betrachters auf das Hauptmotlv gelenkt werden soll.Dazu gehören auch das entsprechende Objektiv bzw. Bildausschnitt z.B. heranzoomen des Motivs oder mehr Weite einer Landschaft zeigen.Weitere Gestaltungselemente sind auch Tageszeit,Sonnenstand,Schärfeverteilung,Perspektive,um einen räumlichen Eindruck der Landschaft und der Strukturen hervorzuheben.All diese Dinge haben grosse Auswirkungen auf das Motiv und das Bild.Im Zweifel mache ich je eine Aufnahme im Hoch - und im Querformat.Wenn man natürlich auf Reisen ist,ist es nicht immer möglich alles zu berücksichtigen(z.B. Sonnenstand,Tageszeit usw.).Denn zu einem guten Bild gehört auch eine gute Bildgestaltung vor der Aufnahme,wenn man nicht nur "knipsen" möchte.
Hmmm, eine sehr technizistische Betrachtungsweise... Ich denke über solche Theorien und Regeln überhaupt nicht bewußt nach, sondern photographiere rein instinktiv/intuitiv, verstoße dabei sehr oft gegen "photographische Regeln" wie z.B. den "Goldenen Schnitt", gestalte gegen die oft zitierte Sichtweise von links nach rechts etc... Auch die oft zitierten "Führungslinien", die sich zu einfachen Geraden, Drei-, Vier- Fünf- oder Wasweißichwievielecken zusammenfügen werden oft genug erst im Nachherein in ein Bild interpretiert. Ich selbst habe noch nie danach ein Bild "zusammengesetzt".
Das Schaffen von guten Bildern bedingt m.M.n. ein intuitives, emotionelles Herangehen, kein verstandesmäßiges. Ein guter Bildhauer wird oft mit den Worten zitiert: "Die Statue ist schon längst vorhanden, ich muß sie nur in dem Steinblock finden und befreien." Bei der Photographie ist es ähnlich: Das Bild ist schon vorhanden, ist Teil der wahrgenommenen, der subjektiven Realität und muß nur noch "erfühlt" und mit der Cam festgehalten werden. Der schöpferische Prozeß dazu läßt sich m.E. nicht mit Regeln beschreiben oder in Anleitungen fügen oder anders ausgedrückt, wie ich es oft formuliere, Photographieren kann man nur in sehr engen Grenzen erlernen, denn das photographische Sehen, die Fähigkeit der Visualisierung, aus der die photographische Handschrift, der photographische Stil resultiert, muß angeboren sein. Der winzige Rest (!) ist dann nur noch Handwerk und Technik, welche allerdings aus dem FF beherrscht sein wollen, damit sie nicht dem schöpferischen Tun im Weg sind, andererseits aber keinesfalls zum Selbstzweck werden sollten.

Gruß
Wolf
 

Balou

CI-Pate
Hallo Jürgen,

ich halte es meist wie Wolf, aus dem Bauch raus entscheiden. Allerdings bei Landschaftsaufnahmen kann man meist nur Quer die Wirkung erzielen. In meinem speziellen Fall
mit der Sonne die sich spiegelt ist es mir aber Hochkant auch entgegen gekommen. Die Frage habe ich daher den Profis gestellt, wie die Formate ankommen.
Die Erfahrung von 200.000 Auslösungen und mehr sollte man nutzen, wenn man selbst nur 20.000 auf dem Konto digitale Fotografie aufweisen kann. Analog mal ausgenommen.

Gruss
 
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