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[wie mache ich] Bildverarbeitung Bühnefotografie

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Gestern war ich in der Vario Bar und habe Wortklang fotografiert.
Vario Bar ist die Bühne in orangen Licht und Wortklang ist die Veranstaltung mir Musik , gesprochenem Wort und Literatur.
Dabei rückte ein Thema in meinen Fokus, fast schon wortwörtlich gesprochen.
Ich versuche mal meinen Eindruck der Bühnen Licht, Raum, Zuschauer und daraus folgend, die Bearbeitung zu beschreiben.
 

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Meine Beschreibung soll jede Umgebung und Veranstaltung umfassen, wo ich fotografieren kann. Jede Bühne und Theater hat seinen eigenen Charakter und seine Eigenheiten.
 

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Eines möchte ich noch vorausschicken, es ist meine Sichtweise, meine Art zu fotografieren, meine Vorgehensweise und meine Bearbeitung. Darüber können wir uns unterhalten und uns austauschen.
Fotografieren ist was persönliches, etwas kulturelles und etwas anerzogenes. Es zeigt die persönliche Einstellung, den eigenen Geschmack, das eigene Sehen und die eigene Entwicklung.
Es ist also nicht meine Wahrheit und nicht mein letzter Schluss.
 

blende8

CI-Pate
Denn man tau - würde der Bewohner küstennaher Landstriche in Deutschland sagen.
 

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Vario Bar
Die Bühne ist im Keller. Man geht eine enge Wendeltreppe hinunter. In diesem raum ist an einem Ende die Bühne und nach hinten und Seite sind die Stühle und Tische angeordnet. Der Raum ist eigentlich wie ein L geformt. In der Ecke kann man gut fotografieren und es ist möglich, in den Gang nach hinten oder seitwärts ausweichen. Mitten im Raum hat es dann noch eine Stütze um die man rum muss.

Bild 1 direkt aus Kamera, leicht unterbelichtet, wegen Scheinwerfer.

2019-02-14-19-58-19.JPG
 

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
2. Bild

2019-02-14-20-19-06.JPG

Einfach aus der Kamera. Bei beiden Bilder sind die EXIFs dabei. Gewöhnt euch dies nur nicht an. Irgendwann fallen sie dann wieder weg
 

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
So, nun anhand eines richtigen Bildes.
Wie schon erwähnt, ist es meine Verarbeitung und mein Vorgehen. Das heisst nicht, dass dies so korrekt ist. Wer die Programme besser beherrscht, dem sind weitere Bearbeitungen offen.

Zuerst das Ausgangsbild. Da immer alles mit dem Moderator/Gastgeber anfängt, gebührt im das erste Bild. Ich bearbeite eigentlich linear auf der Zeitachse, von Anfang zum Ende.
Die Kamera wird auf manuelle Belichtung eingestellt. Wegen den Scheinwerfer werden die Bilder ca. 1-2 Blende unterbelichtet. Das ist abhängig von den Kleider, Hauttyp und Kopfbedeckung. Aber es ist schon so, regelmässige Kontrolle der Bilder muss schon sein. Je nach dem beleuchter ist man ständig am Korrigieren, wobei man sich immer überlegen muss, soll ich nun die Zeit oder die Blende?
Die Zeit muss kurz sein, kürzer als 1/160igstel Die Blende soll so um die 6.3 bis 7.1 betragen. Kürzere Verschlusszeit ist von Vorteil. daher soll die Blende zuerst angepasst werden, geöffnet werden. kann die Blende dagegen geschlossen werden, soll zuerst die Verschlusszeit angepasst werden.

2019-02-14-20-21-37.jpg
EXIF:
Canon 5DM4, 230mm, 6400ASA, Blende 5.0; Zeit 1/200, Weissabgleich auf auto

Das Licht war wirklich nicht gut, für Fotografen zu dunkel.

Aber in DPP kann man nun einiges korrigieren. Das geht auch im Olympus- oder Nikon-Programm. daher nehme ich an, das geht auch in allen "Mit-der-Lieferung-der-Kamera-enthaltenes-Progamm".

2019-02-14-20-21-37-DPP.jpg
Belichtungskorrektur: +0.67
Farbtemp: 2000K
Schatten: +3
Lichter: -3
Unschärfemaske: Stärke: 5, Feinheit: 2, Schwelle: 2
 

Juergen64

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Ich pendle bislang bei solchen Aufnahmen immer grob um den Faktor 1:1 (Brennweite = Belichtungszeit), also bei meiner Lieblingslinse mit 85 mm bei minimal 1/60 Sekunde, tendenziel eher kürzer, und reiße die Blende dafür gerne auf - 1,8 ist keine Seltenheit! Kommt für mich immer mehr auf die Dynamik des Motivs an: je schneller das Motiv sich bewegt, desto kürzer die Belichtung oder ich ziehe mit. Und mit der Blende bestimme ich die Schärfentiefe - die aber ist beim 85er mit diesen Distanzen für mich bislang auch bei Offenblende ausreichend.

Aber ich werde mir Deine Anregungen bei nächster Gelegenheit mal annehmen und ausprobieren. Schließlich sehe ich von Dir hervorragende Bilder von der Bühne. Gut, die Nikon D610 rauscht da vielleicht etwas mehr, aber lieber ein rauschendes Bild als gar kein Bild! Als nächste Linse habe ich mir das 135er Sigma Art in den Kopf gesetzt. Derzeit endet mein Telebereich beim 85er. Nein, nicht ganz, ich habe noch ein altes 70-300 Schiebezoom, aber das schleppe ich nur, nutze es höchst selten. Vielleicht komme ich mit dem 135er in den Bereich wo ich tatsächlich abblenden muss?

Ich ringe auch mit der Z6: einerseits reizt mich das Neue und auch der schwenkbare Monitor und die WLan-Anbindung, andererseits sehe ich keinen fotografischen Gewinn gegenüber meiner Kamera. Gut, deutlich mehr Rauscharmut im High-Iso-Bereich, aber meistens bin ich bei Iso 100. Deutlich höhere Serienbildraten, aber 99 % sind Singleshots bei mir. Gewichtsvorteil? Derzeit schleppe ich 2 Akkus mit, dann für die gleiche Reichweite 6 - leider verloren! Ein echter Vorteil wäre das 14-30 Z-Objektiv: gegenüber meinem 16-35 ein deutlicher Gewinn im Weitwinkel, und dazu kleiner und leichter - ein echter Systemvorteil durch das geringe Auflagemaß! Deswegen denke ich auch über kurz oder lang bei diesem System zu landen. Aber die aktuellen Modelle werde ich wohl noch übergehen.

Eine Z6 aber hat mit Iso 12800 keine Probleme, es darf auch eine Stufe mehr sein. Wer das braucht, da ist die ganz klar vorne dabei! Ziemlich pervers, wenn ich an meine Analogzeit denke, wo ich Iso 800 schon nur in Ausnahmefällen gekauft habe weil mir die Körnung eigentlich zu grob war! Denke ich jetzt an die nächste Generation (wo ich dann vermutlich auch zuschlagen werde), dann werden vermutlich Iso-Werte um die 100.000 Stamdard in dieser Klasse sein?
 

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Jürgen, Danke
Ich hatte schon mal 12800ASA mit der 5DM3, Offenblende und unter einen 100stel. Es kommt wirklich auf das Licht drauf an. Ich kann das nicht steuern.
Das Licht kommt vom Künstler nicht vom Fotografen. Auf einer Geburtstagsparty musste ich sogar mal das Fotografieren einstellen. Da haben sie auf der Bühne das Weisslicht ganz abgestellt. Da bleibt wirklich nichts mehr.
Wichtig ist die Unterbelichtet. Schweiss, Glatze und freie Stirne reflektieren das Licht. Dort gibt es dann diese krassen überstrahlten Bereich. Dieser soll klein sein. Dort ist dann auch der Umriss aufgefressen. Das sollte die Mark4 besser lösen können.
 

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Brennweite = Belichtungszeit

Im Prinzip ja, aber...
Meine Zooms haben ja Bildstabilisator. Dieser ist tasächlich hilfreich. Auf der andern Seite steht man hin und stabilisiert ja mit Arm und Körper die Ausrüstung, eine natürliche Fotografenstellung. Diese macht man schon reflexartig. Daher ist diese Regel nicht mehr ganz zeitgemäss. Aber auf der andern Seite merkt man dann an den Bilder schon, dass die Schärfe "leidet", den Bilder das letzte Quentchen Schärfe fehlt. Es liegt eine gewisse Unschärfe über dem Bild. Das ist in einem gewissen Masse auch nicht störend. Alle andern Bilder soll man dann nicht weitergeben oder veröffentlichen...
 

graf_d

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Zurück zum Bild.
Das Bild wird in TIFF in einen Zwischenordner gespeichert. Dort warten die Bilder dann darauf, dass ich sie in PS fertig bearbeite.

Trotz Farbtemperatur-Korrektur sind die Bilder noch leicht rotstichig. Mit der vorhergehende, in DPP, gemachte Farbtemperatur-Korrektur können die Bilder einen Blau-oder Rotstich bekommen. Blaustich vermeide ich, Rotstich kann ich besser korrigieren.
Leider beherrsche ich den Kanalmixer nicht. Da könnte man gezielter die Fehlfarben korrigieren. Diese Funktion könnte dann auch bei Tageslichtbilder interessant sein.
Nun erstelle ich eine Einstellungsebene "Fotofilter". Darin wähle ich ein Kaltfilter (82) aus und ziehe den Prozentregler auf die gewünschte Korrektur.
Ich habe mit diesem Filter die besten Ergebnisse erzielt. Die Voreinstellung liegt bei 25%. Aber der wahre Wert, den ich einstelle, liegt tiefer, meistens zwischen 10% und 15%.
Hier, bei unserem Bild, liegt der Wert bei 20%.

2019-02-14-20-21-37-farbkorrektur.jpg

Wichtig finde ich und daran orientiere ich mich auch, ist der Hautton. Er soll natürlich wirken. Meine Beobachtungen und Erfahrungen zeigen mir, dass unser Auge vieles korrigiert. Auch bei extremen Lichtspiel sehen wir die Hauttöne in natürlicher Farbe. Wir können weiterhin die verschiedenen Hauttönen, "weiss" oder "dunkel" unterscheiden.
 

Juergen64

Da fällt uns kein Titel mehr ein


Dieter, wir müssen an dieser Stelle unterscheiden zwischen Verwacklungsunschärfe und Bewegungsunschärfe: Du fotografierst Motive die sich bewegen. Da ist 1/100 vielleicht oft schon grenzwertig? Je nachdem wie schnell sich Dein Motiv bewegt, da nützt ein Bildstabilisator rein gar nichts! Wenn ich am Nürburgring das Auto, das mit über 200 km/h an mir vorbeirauscht, scharf abzeichnen will, dann hilft nur ein Mitzieher - mit viel Ausschuss! Fotografiere ich aber den Kölner Dom, dann steht der fest - zumindest solange keine U-Bahn drunter durch fährt. Da kann ich belichten solange ich will, Hauptsache ich halte Ruhe - oder mein Stativ! An dieser Stelle helfen High-Iso und Wackeldackel wenn ich kein Stativ dabei habe. Den Rhein mit einer Langzeitbelichtung glätten aber kann ich damit immer noch nicht: ein paar Minuten Belichtung, das schafft auch kein Wackeldackel!
 

graf_d

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Korrekt Jürgen
Ich beziehe mich hier aber absolut nur auf die Bühnenfotogtarie. Alles andere ist ausgeklammert. Daher gilt im Prinzip nur der erste Satz.


Auf der Bühne, je nach Künstler, hat man dann auch beide Unschärfe im Spiel, aber eben im Rahmen des Künstlers und im Rahmen oder Verhältnis dieses speziellen Thema.
 
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