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Analoge Fotografie wird teurer

Canonfantom

Bringt häufig das Frühstück mit
Mitglied seit
1 Okt 2003
Beiträge
1,367
Hallo,
heute habe ich einige Infos bekommen, die sicher von Interesse sind.

Danach sieht es so aus, dass in Deutschland die analoge Fotografie bundesweit auf breiter Front teurer wird. Nach brancheninternen Mitteilungen der Fotoindustrie sollen im März 2010 die Preise für Aufnahmematerial und Laborleistungen bundesweit um 10 Prozent steigen.

Gleichzeitig arbeiten die Labore auf eine weitere Zurückdrängung der analogen Verfahren und eine Stärkung der digitalen Verarbeitung hin, um die Kosten zu minimieren.

Von den wenigen verbliebenen Großlaboren hat CeWe-Color bereits damit begonnen, allen Filmentwicklungsaufträgen zwangsweise eine Bilder-CD für 2,50 Euro beizulegen. Damit sollen die Kunden bewegt werden, für Nachbestellungen nicht mehr Filme, sondern digitale Medien einzureichen.

Ich will keine Panik machen, aber es wäre Gelegenheit, zu überlegen, ob es nicht Sinn macht, den nächsten Filmeinkauf etwas vorzuverlegen. Was meint Ihr?

LG, Thomas
 
Danach sieht es so aus, dass in Deutschland die analoge Fotografie bundesweit auf breiter Front teurer wird. Nach brancheninternen Mitteilungen der Fotoindustrie sollen im März 2010 die Preise für Aufnahmematerial und Laborleistungen bundesweit um 10 Prozent steigen.

Das ist immer noch die bessere Nachricht als wenn die Hersteller damit begaennen, analoges Aufnahme- und Verarbeitungsmaterial aus ihrem Sortiment zu streichen!

Meine Meinung:

  • Der Massenmarkt ist schon laengst "digitalisiert"
  • Analog wird bleiben, aber als (hoeherpreisige) Nische
  • Selbstverarbeitung wird noch mehr zur Notwendigkeit als bisher
  • je mehr Fotografen sich (wieder) der analogen Fotografie zuwenden, desto guenstiger werden die Preise fuer alle - hoffentlich ;)
 
die Kodak-Direktentwicklung in Stuttgart gibt es nicht mehr, oder?

Vielleicht wird's ja auch teurer, weil die Nachfrage steigt - hab ich in letzter Zeit häufiger gehört...

Grüße
Franki
 
Warten wir mal ab, aber 10 % sind sicher eine Hausnummer. Da kann man sich durchaus mal Gedanken machen noch schnell einzudecken.

Gleichwohl, Bis März ist ja nicht mehr weit, ne. Und die Thematik freie Marktwirschaft, also Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, ist auch häufig Unfug. Denkt mal an die Zeit zurück, als die Filmpreise anstiegen, weil das Silber teurer wurde!!! Was war, als die Silberpreise fielen?? Unabhängig davon wissen wir, daß bei der Entwicklung des Films das weitaus meiste Silber zurückgewonnen wurde, also...

Fakt ist auch, daß die Masse digital fotografiert. Es hat sicher Vorteile. Ich kann da nicht wirklich mitreden, ich knipse nur analog. Ich nehme mal an, daß die Analogknipser ohnehin eine Minderheit sind, aber es rechnet sich für die Labors noch, noch, aber wie lange noch? Und ich -glaube- nicht, daß wir das wirklich beeinflussen können. Es werden am Ende vielleicht ein oder zwei Labors diese Leistungen weiter anbieten, z entsprechenden Konditonen natürlich, d.h. es wird teurer, oder man entwickelt selber, oder es findet sich eine INteressengemeinschaft, die die Geräte anschafft und es dann fortschreibt. Wäre doch ein Gedanke.....
 
Das wir mittelfristig ohne Film dastehen ist bestimmt nicht zu befürchten,das Filme teurer werden,und das Sortiment weiter gestraft wird,ist sicher zu befürchten,aber es war schon immer etwas teurer nicht mit der breiten Masse zu schwimmen.

Aber wenn man andererseits sieht das viele Museen und Institute,ihre wichtigen und wertvollen digitalisierten Unterlagen wieder auf SW Film sichern,ist doch klar das Film in einigen Bereichen immer noch seine Vorteile ausspielen kann,und man kann natürlich auch im Bekanntenkreis anmerken das es immer noch Filme gibt,und besonders das selbst entwickeln von SW Filmen hat immer noch sehr viele Anhänger.

Also schaun wir doch nach vorn!
 
Preissteigerungen sind natürlich nicht angenehm, aber auch ich halte die Verfügbarkeit des Materials für wichtiger.
Die Ergebnisse der Großlabore gefallen mir schon lange nicht mehr. Digital verarbeiteten Abzügen vom Negativ sieht man die bescheidene Qualität beim Einscannen an. Eine neulich mit bestellte CD eines Dia Films kann ich ohne Übertreibung als Unverschämtheit bezeichnen.
Leider kommt es auch immer wieder vor, dass die so genannten Telegrafendrähte den Dia Film verzieren.
Dennoch kommt ein Ausstieg aus der analogen Fotografie für mich nicht in Frage!
 
Leider kommt es auch immer wieder vor, dass die so genannten Telegrafendrähte den Dia Film verzieren.
Dennoch kommt ein Ausstieg aus der analogen Fotografie für mich nicht in Frage!

Wenn es ein teurer Diafilm mit wertvollen Aufnahmen ist kann ich Dir das Photostudio 13,in Stuttgart empfehlen,ist zwar etwas teurer,aber absolut professionelle Qualität.
 
Hallo,

damit habe ich kein Probleme, mein Fotolabor steht und mittlerweile printe ich erfolgreich. Die Standardisierung meiner Arbeitsweise und Verfahren ist fast abgeschlossen, erstmal in Schwarzweiss. C41 oder E6 folgt. Wobei die Entwicklung etwas komplexer ist als bei SW.

Das nächste was ansteht ist ein leistungsfähiger Scanner. Der hybriden Arbeitsweise werde ich mich nicht verschliessen können. Step by Step.
Zur Zeit jage ich wöchentlich 10 Aufnahmen durch den Vergrößerer.

Übrings Filme und Papier sind zur Zeit sehr günstig. Zeit ist günstig sich gut ein zukaufen. Nach wie vor scheint noch viel Material aus der AGFA-Insolvenz den Markt beeinflussen.

Jene die weiterhin analog fotografieren wollen, sollten sich einsetzen dass es nicht weniger werden. Häme sollte man sich nicht hingeben, auch wenn es sich um durch kräftigen Griff angeknackste Batteriedeckelchen handelt.
Ihr wißt was ich meine


Gruß Thomas
 
Hallo liebe Leute,

auf Nachfragen konnte mein Händler mir die Filmpreiserhöhung aus den Branchennachrichten doch nicht belegen.
Was bleibt, ist die zehnprozentige Laborkostenerhöhung, die bei CeWe-Coor bereits erfolgt ist, beim Großlabor DLP steht sie bevor. Von Fuji gibt es noch keine Angaben. Auch die Zwangs-DVD bei CeWe existiert weiterhin.

Sorry für die Irritationen.

Gruß, Thomas
 
gibt es irgendwo eine Auflistung der Labore in D (A-CH), die noch im eigenen Haus entwickeln? Ich kenne zwar wenige, aber das ist natürlich nicht systematisch. Wäre das eine Idee? Ist das überhaupt eine Alternative?

Grüße
Frank
 
Hallo Frank,

ich wohne auch irgendwo im DACH. Weit weg von irgend welchen namhaften Laboren. Auch weit weg von diversen Fotoclubs. Den ländlichen digitalen EOS 5D -Schwenker-Club möchte ich nicht angehören. Endlose Diskussionen welche Kamera wohl besser ....., halte ich für ziemlich bescheuert.

Ich kann dir von meiner Position aus raten, sich in die Labortechnik einzuarbeiten. Danach bekommst du einen anderen Blickwinkel und plötzlich merkst du das der kameratyp für die Bildgestaltung so entscheidend ist wie die Benzinmarke deines Auto. Derzeit scheinen Preise für gebrauchte Laborartikel wieder an zuziehen. Wo man frührer ein Kaiser Vergrößerer (MF-Format) für schlampe 20,-€ zu haben war, mußt du heute richtig blechen.

Auch an gute Literatur kommt man nur noch schwer dran. Illustrierte Hochglanz-Broschüren mit Null-Informationsinhalt gibt es massenweise. Es war nicht alles gut was zwischen 1960 und 2000 so geschrieben wurde.

Die Investition meiner LAborausrüstung kommt so auf ca. 500,00€. Wobei ich ca 50,- für Fehleinkäufe in der großen Bucht, spezielle für Literatur verbuche. Ein Laboranalysegerät steht in Aussicht, Kostenpunkt ca. 500,-€

Filme, Chemie und Papier solltest du ausschließich von namhaften Lieferanten beziehen. Filme, Chemie und Paier haben ein Haltbarkeitsdatum und auch die LAgerung wirkt sich auf die Qualität aus. Filme und Papier falsch und zu warm gelagert verlieren ihre Qualität. Fachhändler habe zur Lagerung Kühlzellen und geben Garantie. Ich frage mich wer diesen ganzen Grempel an alten Papier und Filmen in der großen Bucht kauft?

Wenn du Hilfe brauchst kann ich dir sagen wie ich es gemacht habe und was man bestimmt nicht tunen sollte.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

das ist ja mal eine Antwort: Du meinst also, alles selbst entwickeln - von der Entwicklung der Filmrolle bis zum belichteten Papier? Mich scheut ehrlich gesagt der zeitliche Aufwand. Und der Typ für die Dunkelkammer bin ich auch nicht, glaube ich. Mögen aber Vorurteile sein. Ich überlege zurzeit, die Negative per Scanner zu sichten und dann auszuwählen, welche Bilder ich auf Papier ablichten lassen will. Letzteres könnte ich ja selbst machen - ob digital ausgedruckt oder live per Chemie und Vergrößerer. Das fehlt mir aber komplett die Infrastruktur im Moment. Gerne nehme ich weitere Vorschläge und Erfahrungen entgegen - ob von Dir oder anderen Forumsteilnehmern. Um die Literatur komme ich aber eh nicht 'rum, oder?

Schönen Sonntag noch, beste Grüße
Frank
 
HAllo Frank,

zeitintensiv ist die Einarbeitung in die LAborarbeit.

Hast du dich eingeareitet geht das Printen relativ schnell. Ich arbite derzeit so, dass ich nur 10 Bilder belichte und binnen einer Woche dann verarbeite.

Bei mir schaut der Zeitaufwand so aus:

Filmentwickeln ca. 1,5Stunden. dazugehört Gerätschaften herrichten, Film einspulen, Entwicklungslösungen herstellen und Bereitstellen entwickeln, Dokumentieren und Gerätschaften wieder reinigen.


Für das vergrößeren von 10 Bilder auf 9x13 brauche etwa 2 Stunden.

ISt ein Feiner Abzug dabei, verwende ich für diesen Abzug etwa 3 Stunden.

Für Dokumentation und kommunikation ist die Digitalisierung von großem Vorteil. Nunmal ist das Hauptmedium der PC mit Internetanschluß. Davor kann ich mich auch nicht verschliessen.

Das Printen ist eine besondere Art der darstellende Kunst und gehört zur Oberliga.

Oft printe ich für die Rundablage.

Gruß Thomas

12 gute Bilder in einem Jahr ist eine gute Ausbeute
(A.ADAM)
 
Für Dokumentation und kommunikation ist die Digitalisierung von großem Vorteil.

Die elektronische Bildbearbeitung ist der grosse Fortschritt, seit es die Dunkelkammer gibt. In Photoshop ist alles moeglich oder auch nichts, das haengt - wie auch in der Duka - ganz vom "Operator" ab. Vorteile elektronische Bildbearbeitung:


  • feinste Kontrolle ueber (lokalen) Kontrast, Farben, Helligkeit
  • Ergebnisse 1 : 1 reproduzierbar
  • Arbeiten bei Raumbeleuchtung moeglich (Normlicht empfohlen)
  • Experimente gehen schnell und koennen Schritt fuer Schritt rueckgaengig gemacht werden
  • keine Chemie, Zeitgewinn
  • Ausgabe beliebig: fuer Monitor/Web, fuer Printer, fuer Ausbelichter > immer absolut reproduzierbar
  • akt. Tintenstrahler-Technologie macht den klass. Duka-Verfahren schwerste Konkurrenz
Nichts gegen die Duka - das ist ein eigener Weg :-)
 
Hallo Andreas,

ich betreibe Fotografie als Ausgleich zu meinem Beruf. Die digitale Fotografie wäre nie eine Option. Negative einzuscannen oder Abzüge auf einen hochauflösenden Scanner zulegen wäre nur dazu da um sich mit zuteilen. Digitale Bildbearbeitung wäre nichts für mich.

Gruß Thomas
 
ich betreibe Fotografie als Ausgleich zu meinem Beruf. Die digitale Fotografie wäre nie eine Option. Negative einzuscannen oder Abzüge auf einen hochauflösenden Scanner zulegen wäre nur dazu da um sich mit zuteilen. Digitale Bildbearbeitung wäre nichts für mich.

Moege der Pluralismus uns erhalten bleiben. Analoge - hybride - digitale Fotografie sind fuer mich alles eigene Zugaenge, eigene Wege. Keiner besser, keiner schlechter.
 
Gute Idee, Stichwort "hybride Fotografie", s. http://www.subworld.at/blog.html?b=359 (das bisschen Eigenwerbung bitte ich zu entschuldigen ;)

Hi Ando,

na, mir gehts' schon um die einfachere Betrachtung der Negativstreifen und die Auswahl der Bilder. Ich würd' hier nicht gleich von hybrider Fotografie sprechen. Aber gut, so heißt der Trend wohl. Eventuell wage ich mich sogar an den eigenen Druck, aber Priorität hat bei mir eigentlich die Diafotografie und das Betrachten per Projektor. Leider hat mein Erstling von 19irgendwann seinen Geist aufgegeben und Neugeräte - das ist ja echt schwierig... Schauen wir mal.

Grüße
Frank
 
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