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Daumen-hoch fuer das FD-System!

Ando

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
7 Jan 2010
Beiträge
355
Ich hab mir zu meiner A-1 unlaengst noch zwei AE-1 Program und eine AL-1 quick focus angeschafft. Dazu eine feine Reihe von FD-Fixbrennweiten. Ich bin von diesem System begeistert, die Kameras sind durchdacht und die Glaeser erstklassig. Jede Kamera hat ihren eigenen Reiz - ich kann nur jedem Analog-Fan raten, sich das FD-System naeher anzusehen. Bei den guenstigen Preisen in der Bucht eine wirkliche Empfehlung! :z04_yes:
 
Hallo Ando,


das hört sich gut an. Jahrzehntelang schworen die Fotografen auf das FD-System, aus gutem Grund.
Schwierig dürfte es allerdings sein, aus den über 100 verschiedenen FD-Objektiven die richtige Handvoll auszusuchen. Da hilft am ehesten der Erfahrungsaustausch in unserer Objektiv-Rubrik.

Toll finde ich, dass du die AL-1 nutzt. Eine geniale Kamera aus der Anfangszeit der Autofokustechnik, als alle Firmen noch experimentierten, wo die Reise hingehen soll.

Als ideale Kamera hätte ich mir damals ein F-1N-Gehäuse mit der Ausstattung der T90 und der Autofokus-Bestätigung der AL-1 gewünscht. Dann hätte ich keine EOS gebraucht...

Das Design der AL-1 weicht übrigens geringfügig von den Linien aller anderen A-Kameras ab. Das Prisma ist leicht geschwungen, da lassen Leica und Porsche grüßen...

LG, Thomas

P.S.: Eine Krankheit vieler AL-1 ist ein nicht mehr schließender Batteriefachdeckel. Einfachstes Gegenmittel ist das Montieren eines Winders A (kann auch defekt sein), er hält die Batteriefachklappe zu und sorgt für ein griffigeres Gehäuse.
 
Toll finde ich, dass du die AL-1 nutzt. Eine geniale Kamera aus der Anfangszeit der Autofokustechnik, als alle Firmen noch experimentierten, wo die Reise hingehen soll.

Ich finde, die Canons aus dieser Zeit (Ende 70er-/Anfang 80er-Jahre) haben einen ganz besonderen Charme. Heute war ich mit meiner AE-1 Program + FD 50/1.4 + A2-Powerwinder + Ektar 100 unterwegs. Ein bisschen Eingewoehnung brauchte es bei mir, weil ich Blendenautomatik nicht gewohnt bin, dann ist man wieder gefordert, wenn es um die Abschaetzung der Lichtverhaeltnisse geht (Matrix-Messung macht denkfaul ...) und wenn der Motor aufjault, wundert sich nur die Jugend auf der Strasse, die Aelteren laecheln wissend ... ;-) Meine Filme scanne ich und lasse sie durch einen recht umfangreichen Photoshop-Workflow laufen.

Diese Art von Fotografie ist fuer mich eine wunderbare Erholung, wobei ich grunds. jedes Fotogeraet schaetze, also auch meine digitale EOS :)

Das FD-System habe ich als Geheimtipp fuer mich entdeckt, ich kann nur jedem empfehlen, sich damit zu beschaeftigen ...
 
Canon FD & Co.

Hallo Ando,

es freut mich, dass es doch noch eine - wenn auch recht übersichtliche - Fangemeinde gibt, die Gefallen an den guten alten Canons der 60er bis 80er Jahre findet.

Bei mir geht die Begeisterung so weit, dass ich inzwischen alle Canon-SLR ab FL-Bajonett bis zum Ende der A-Serie zur Auswahl habe, wenn's mich im rechten Zeigefinger juckt. Manchmal nehme ich auch nur das eine oder andere Modell in die Hand, setze Winder oder Motor wie unterschiedliche Objektive an und genieße einfach den Anblick und das Gefühl gesunder und haltbarer Mechanik.

Auch ich habe mich für die Hybrid-Fotografie entschieden, um einerseits die alten Stücke verwenden zu können, andererseits aber auch die Vorzüge der digitalen Bildbearbeitung nutzen zu können. Dazu reproduziere ich Negative oder Dias mittels Makroobjektiv (FD 4/100) und einer noch im Bau befindlichen Tubuskonstruktion an der EOS 40D und erhalte erstklassige Bilddateien, aus denen dann Fotos mit einem Tonwertumfang entstehen, die ein bezahlbares Labor kaum zu schaffen in der Lage ist.

Würde mich freuen, hier wieder von dir zu lesen.

Herzliche Grüße

Martin
 
Auch ich habe mich für die Hybrid-Fotografie entschieden, um einerseits die alten Stücke verwenden zu können, andererseits aber auch die Vorzüge der digitalen Bildbearbeitung nutzen zu können.

Wir koennen uns gerne im Forum (event. in einem anderen Thread) ueber die hybride Fotografie unterhalten, wuerde mich freuen!

Ich fotografiere seit 1985, damals mit eigener SW-Duka, habe das Aufkommen der D-Fotografie lange mit Skepsis verfolgt und bin dann 2002 mit einer Nikon Coolpix 2000 (2 MP) eingestiegen. War sofort begeistert, ebenso vom beigelegten Adobe Photoshop Elements 1.0. Gelandet bin ich im Lauf der Jahre dann bei Canons Vollformat und einem ausgekluegelten, immer nachjustierten RAW-Workflow mit Photoshop.

2008 hab ich mir eine EOS 1vHS zugelegt, eigentlich recht spontan, und festgestellt, dass mir das Arbeiten mit Film (hybrid, also mit Filmscanner digitalisierte Negative + elektron. Bildbearbeitung) fast mehr Spass macht, als das digitale Werkeln. Digital war mir fast zu perfekt, zu wenig spannend, zu berechenbar. Film ist immer ein bisschen ein Geheimnis und eine Ueberraschung zugleich ...

Heute arbeite ich parallel in beiden Welten - digital und analog - und denke, uns ist es als Fotografen nie besser gegangen als heute (hab dazu kurz was in meinen Blog geschrieben). Filme gibts noch in grosser Auswahl, hochwertige Scanner (Nikon) verschwinden zwar leider vom Markt, aber in der Bucht ist ja alles zu finden.

Analog ist fuer mich ein eigenes Medium mit eigener Bildaussage, die man auch digital nicht gleichwertig emulieren kann, trotz aller Plugins fuer Kornsimulation etc.

Und warum analoge Fotografie mit Kameras aus den 1980ern? Weil das ein ganz anderer Zugang ist, ich muss mehr mitdenken beim Aufnehmen, mich um verschiedene Einstellungen kuemmern und insb. habe ich keine Matrixmessung, die mich faul macht. Es ist insgesamt mehr Hand- und Kopfarbeit und das macht mir Spass!
 
Hallo Ando,

willkommen im Club. Wie Martin bin ich auch Anhänger der guten alten FD-Reihe und der dazu passenden Kameras. Wenn ich nicht beruflich digital fotografieren müsste, würde ich nach wie vor ausschließlich auf Film fotografieren.
Derzeit nutze ich die analogen Kameras im Urlaub und in der Freizeit und vor allem, um mich zu entspannen.

Mit der Spannung und in gewissem Maße auch Unberechenbarkeit des Bildergebnisses beim Film hast du einen ganz entscheidenden Aspekt angesprochen. Denn wenn die heute jemandem erzählst, dass du noch auf Film fotografierst, dann schütteln die von der Werbung betäubten Digitalfotografen bedauernd den Kopf. Ohne zu ahnen, wann sie all ihren Bilderschätzen hinterhertrauern, wenn der nächste Festplattencrash alles zunichte gemacht hat.

Natürlich kann man Sicherheitskopien machen, aber auch die Firmen, die ihr Geld mit Datensicherung verdienen, wissen, wie viele Nutzer das tatsächlich konsequent machen. Bei Schwarzweißfilmen dagegen weiß ich, dass die Jahrzehnte überstehen, ohne ständig kopiert werden zu müssen (was ihnen ja auch nicht gut bekäme).

Warum nicht einen eigenen Thread einrichten für die Hybrid-Fotografen? Meine Unterstützung habt ihr.

Gruß, Thomas
 
Hallo Andreas,

die Idee mit dem neuen Thread finde ich prima. Ich denke, es würde Sinn machen, diesem Thema einen eigenen Bereich zu gönnen.

Deinen Blog habe ich mir angesehen und muss gestehen, dass du mir aus der Seele schreibst. In meinen ersten digitalen Jahren konnte ich einen schier nicht mehr zu bewältigenden Zuwachs an Bildmaterial verzeichnen. Erst füllten sich CDs, dann DVDs und Festplatten, von denen es natürlich auch noch mehrfache Sicherheitskopien gibt (die ersten Datenverluste taten schon weh!), bevor dann der Tag kam, an dem ich mich fragte, ob ich es jemals schaffen würde, die wenigen guten Bilder aus diesem riesigen Fundus herauszusuchen und dann auch noch zu bearbeiten und auszudrucken/-belichten.

Inzwischen habe ich gemerkt, wie viel mehr Spaß es bereitet, wie in meinen ersten Jahren der bewussten Fotografie (Ende der 1970er Jahre) jede Aufnahme zu planen und vor dem Auslösen zu durchdenken, zu komponieren und die Belichtung beeinflussende Gegebenheiten zu berücksichtigen. Klasse statt Masse ist eines der Argumente für die analoge Fotografie, ein anderes sicher auch die Haptik und die bodenständige Technik, die in den schweren und kantigen Gehäusen und Fassungen zu Hause ist. Die Haltbarkeit analoger Bilder bildet schließlich das Sahnehäubchen.

Trotz diese Vorlieben weiß ich nicht, ob ich jemals wieder meine gute alte Dunkelkammer in Betrieb nehmen werde. Das Bad blockieren, es abdunkeln, Geräte aufbauen, Chemie ansetzen und sich dann erst einmal wieder einarbeiten, um letztlich eine Hand voll Bilder zu vergrößern - da ist dann das Arbeiten mit PS doch deutlich entspannter und ganz bestimmt auch wesentlich vielseitiger. Abwedeln und Nachbelichten, Ausschnitte wählen und die Gradation beeinflussen - viel mehr war damals nicht drin.

Ja, es geht uns Fotografen heute wirklich sehr, sehr gut. Beruflich kann ich mir ein Arbeiten ohne Digitaltechnik nicht mehr vorstellen, privat dagegen unbedingt.

Tatsächlich sehe ich die Anschaffung alter Canon-Kameras und -Objektive wie du als späte Erfüllung vieler Träume. Die AE-1 war 1980 mit elterlichem Sponsoring gerade noch erschwinglich, die F-1 dagegen jenseits von Gut und Böse. Heute freue ich mich, dass es Menschen gibt, die ihre guten Stücke jahrzehntelang gehegt und gepflegt haben, um sie mir jetzt zu verkaufen. Das Bessere mag des Guten Feind sein, doch trotzdem kann ich mich heute fast wie ein Kind über diese guten Stücke freuen.

Filmmaterial gibt es zwar nicht mehr in jedem Fachmarkt vor der Haustür, doch sind die verbliebenen Quellen dank Internet schnell ausgemacht. Gelegentlich stoße ich aber auch auf Sonderposten mit Filmen, deren Mindesthalbarkeitsdatum bald erreicht oder bereits überschritten ist. Stimmt der Preis, schlage ich in aller Regel zu und reduziere dann den Platz für Lebensmittel in unserem Gefrierschrank. Bei entsprechender Lagerung und baldiger Entwicklung bleibt selbst Uraltmaterial absolut farbtreu.

Das soll's für heute erst einmal gewesen sein.

Es grüßt aus dem Norden des deutschsprachigen Raumes

Martin
 
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es ist doch wunderbar, dass man danbk des Digi_hypes die schönen FD-Schätzchen fst nachgeschmissen bekommt. Für meine erste Kamera, eine AE-1p, musste ich 1986 noch 549 DM hinlegen. Letztens habe ich ihr noch eine schwarze Schwester dazu gekauft, für 35 €.
Früher konnte ich mir nur billige third-party Objektive leiste, mittlerweile habe ich ein riesiges Sortiment von originalen FD-Linsen, von denen mich das teuerste 100€ gekostet hat.
Für mich werde ich in Zuknft so weiter vorgehen: Dia und sw werden analog gemacht, alles, was früher Farbnegativfilm verlangte wird künftig digital ablaufen, jedenfalls nachdem das Eisfach leer ist, da lagern nämlich noch dutzende C41-Filme.
 
Sind wir hier etwa die letzten verbliebenen - AKTIVEN - FD-Fotografen?? :z04_nic_0075:

Ganz sicher nicht!
Bin selbst zwar erst vor 3 Jahren auf das FD System gekommen, habe aber schon einige Verkäufer von Objektiven kennen gelernt, die ihre Ausrüstung noch aktiv nutzen.
Mein Weg ging über eine "Plastikkamera" Ricoh XR 20sp in den 80ern, über diverse Kompakte AF bis zur A1. Ist eigentlich auch gar nicht abwertend gemeint, denn die Ricoh war mit Wechselobjektiven, dass was damals als Geschenk im Budget meiner Großeltern lag, die selbst mit einer Porst deutlich günstigeres Material hatten.
Mit dem soliden FD System habe ich mich also deutlich verbessert und das Interesse am Fotografieren wurde wieder neu geweckt. Ausschlaggebend für Canon war aber sicherlich das aktuelle Preisniveau der FD Serie.
 
ABer Hallo hier,

ich bin auch noch da.

ich habe:

eine EOS 300x, eine A1, Olympus XA und eine µ II

Die A1 ist meine Liebingskamera mit mittlerweilen einigen FDn-Festbrennweiten:
35mm/50mm/80mm und last but notleast 135mm. Ich glaube, mein Durst an FD ist erstmal befriedigt. Leider wird immer mehr Bastelschrott für teueres Geld angeboten. Mittlerweile häufen sich bei mir die Fehlkäufe. Ich hatte neulich Nr. 4.
Ich kann nur raten von Ebay(Privat) Abstand zunehmen und bei seriösen Händlern zu kaufen.

Warum die A1? Sie liegt gut mit ihren MF-Motor schön in der Hand. Der Sucher ist klar, und die ANzeige traumhaft einfach, nicht überladen und selbst unter harten Bedingungen sehr gut lesbar. Mehr braucht man nicht. Mehrfachbelichtung ist möglich. Für die Zonenfotgrafie im KB-Format eine wichtig Funktion.

Daseinzige was ich zu bemängeln habe ist: Sie hat keine Vorauslösung und keine Selektivmessung. Ich würde sofort blöde Integralmessung gegen die Selektivmessung alla F1 tauschen. Und das Batteriedeckelchen, was ich Canon da gedacht hat? Nicht viel?
EIne FTb würde mir noch gefallen und eine F1. Und eine EF.

Achja,das Thema. Mein Liebingsobjektiv ist das 50mm/1.4 und das 80mm/1.8 m(mit einer saublöden Zwischenblende)

Viel Spass

Thomas
 
Ich glaube, mein Durst an FD ist erstmal befriedigt. Leider wird immer mehr Bastelschrott für teueres Geld angeboten. Mittlerweile häufen sich bei mir die Fehlkäufe. Ich hatte neulich Nr. 4.
Ich kann nur raten von Ebay(Privat) Abstand zunehmen und bei seriösen Händlern zu kaufen.

Warum machst Du es nicht wie die anderen Ebay Verkäufer?
Schlechte Sachen einfach wieder Verkaufen.
Meine Erfahrungen bei Ebay sind überwiegend positiv. Ein hoher Kaufpreis und das Risiko auf Schrott sind natürlich eine schlechte Kombination. Oft ignoriert man da die Warnzeichen weil man unbedingt das gute Stück haben will.

In Köln kenne ich keinen Händler der preislich für mich in Frage kommt. Allerdings kaufe ich auch keine L Linsen. Könnte mir vorstellen, das da der Preisunterschied nicht mehr so groß ist.
Für mich bedeutet das FD System zur Zeit hochwertige Linsen und massive Gehäuse zum kleinsten Preis. EF wäre nur in der Oberklasse eine Alternative, sonst gibts zu viel Plastik.

Gruß
Jürgen
 
Ich glaube, mein Durst an FD ist erstmal befriedigt. Leider wird immer mehr Bastelschrott für teueres Geld angeboten. Mittlerweile häufen sich bei mir die Fehlkäufe. Ich hatte neulich Nr. 4.
Ich kann nur raten von Ebay(Privat) Abstand zunehmen und bei seriösen Händlern zu kaufen.

Warum machst Du es nicht wie die anderen Ebay Verkäufer?
Schlechte Sachen einfach wieder Verkaufen.
Meine Erfahrungen bei Ebay sind überwiegend positiv. Ein hoher Kaufpreis und das Risiko auf Schrott sind natürlich eine schlechte Kombination. Oft ignoriert man da die Warnzeichen weil man unbedingt das gute Stück haben will.

In Köln kenne ich keinen Händler der preislich für mich in Frage kommt. Allerdings kaufe ich auch keine L Linsen. Könnte mir vorstellen, das da der Preisunterschied nicht mehr so groß ist.
Für mich bedeutet das FD System zur Zeit hochwertige Linsen und massive Gehäuse zum kleinsten Preis. EF wäre nur in der Oberklasse eine Alternative, sonst gibts zu viel Plastik.

Gruß
Jürgen

Hallo,

Ich habe auch durchweg gute Erfahrungen mit Ebay. Aber ein paar Clowns gibt es immer. Meine Trefferquote war bei 50%. OK

Die EF ist eine TOP-Kamera , eine Weiterentwicklung aus der F-Serie. HAt nichts mit dem AF-System zutun.

Gruß Thomas
 
ABer Hallo hier,

Daseinzige was ich zu bemängeln habe ist: Sie hat keine Vorauslösung und keine Selektivmessung. Ich würde sofort blöde Integralmessung gegen die Selektivmessung alla F1 tauschen. Und das Batteriedeckelchen, was ich Canon da gedacht hat? Nicht viel?
EIne FTb würde mir noch gefallen und eine F1. Und eine EF.

Achja,das Thema. Mein Liebingsobjektiv ist das 50mm/1.4 und das 80mm/1.8 m(mit einer saublöden Zwischenblende)

Viel Spass

Thomas

Hm, hatte die alte F-1 eine Selektivmessung? Die neue F-1 hat nämlich von haus aus keine, nur mit entsprechender Einstellslcheibe.
Was hast du gegen das Batteriedeckelchen der A1 oder meintest du die Abdeckung der Batterietür? Ich finde das Ding als Griffverstärkung sehr sinnvoll.
Ein 80er gibt es bei Canon übrigens gar nicht, du meisnt sicher das 85er. Aber was meinst du mit Zwischenblende? Ich habe das FD 1,8/85mm SSC und kann mir unter Zwischenblende nichts Rechtes vorstellen.
 
Hallo,

mit Zwischenblende meint Thomas sicherlich die "krumme" Lichtstärke von 1,8, weil nach 2,8 als nächste ganze Stufe 2,0 und dann 1,4 folgen müssten. Die halbe Rastblende beim 1,8/85 bedeutet aber nicht 2,0 sondern 2,4, danach folgt statt 2,0 gleich die 1,8 als größte Öffnung.

Einige Objektive (z.B. ein FL 3,5/200) haben knapp daneben noch eine Rastung für die 4,0 als nächsten "runden" Wert, doch beim 85 ist für sowas kein Platz. Das 1,2/85 ist genauso ein Objektiv mit abweichender Blendenstufung (zwischen 1,0 und 1,4).

Die Blendenwerte (und damit die durchgelassene Lichtmenge) verdoppeln/halbieren sich jeweils um den Faktor Wurzel 2 (also 1,41...), gerundet ergeben sich dann die bekannten Blendenwerte. An vielen EOS-Kameras kann man sogar Drittel-Blenden- und -zeitwerte (entsprechend den ASA-Schritten) einstellen.

Wozu diese ganze Pingeligkeit? Wenn man mit Ansel Adams Zonensystem (für die Schwarzweißfotografie) arbeitet, kommt es auf genaueste Belichtung und Berechnung der Belichtungsstufen an, da machen Drittelblenden schon viel aus. In Photoshop-Zeiten ist das vielleicht nicht mehr für jeden nachvollziehbar, sich für perfekte Abzüge solche Mühe zu geben.

Zur Intergral- und Selektivmessung: Die alte F-1 besitzt nur Scheiben mit einem 12prozentigen (sehr zuverlässigen und praxisorientierten) Selektivmessfeld, mit dem sich genau zielen lässt, deutlich mehr als bei einer oft kritischen Spotmessung, aber viel genauer als mit einer Integralmessung über das ganze Bild, was vor allem bei großen Himmelsbereichen Probleme macht.

Da die F-1 alt als Kamera mit Handeinstellung der Blende ausgelegt ist, hat der Fotograf beim Messen die volle Kontrolle und kann sich das für die Belichtung entscheidende Element aussuchen und die Belichtung verändert sich dann auch nicht durch eine eigenwillige Automatik.

Zur Kamera mit Integralmessung kann die alte F-1 allerdings (trotz der Selektivscheiben) doch werden, wenn man z.B. den Servosucher EE benutzt, der für automatische Belichtung (damals z.B. für Überwachungszwecke) doch besser das gesamte Sucherbild berücksichtigt.

Die F-1 New wurde in der Grundausstattung (wenn ich mich nicht sehr irre, die Unterlagen müsste ich erst raussuchen) mit einfachem Standard-Sucher mit Nachführmessung sowie Selektivscheiben angeboten (Standardtyp war Scheibe "E" mit Mikroprismenring und einfachem Schnittbildindikator).

Die Kamera konnte auch mit Automatiksucher als Zeitautomat (bei Blendenvorwahl) gekauft werden und wurde mit Motor oder Winder zum Blendenautomaten. Das Gehäuse allein (egal welcher Sucher) beherrscht nur Nachführmessung und Zeitautomatik, Blendenautomatik gabs nur mit Motorantrieb, was aus damaliger konstruktiver Zeit durchaus Sinn machte, auch wenn viele (vor allem AE-1- und A-1-Fotografen) das Fehlen der Blendenautomatik in der Grundausstattung kritisierten.

Damit konnte die F-1 New kaum viel mehr als die alte F-1 - mit dem Unterschied, jederzeit von Spotmessung (3 Prozent) auf Selektivmessung (12 Prozent) und mittenbetonte Integralmessung (50 Prozent) wechseln zu können.

Für Fotografen, die von der F-1 alt kamen, war das übrigens eine Offenbarung, denn endlich konnte die Messung ans Motiv angepasst werden (z.B. für Bühnenfotografie und Automatikserien).

Andererseits war das eine kostspielige und unpraktische Sache, die Scheiben waren sehr teuer (198 DM) und mussten eben notfalls auch bei schlechtem Wetter gewechselt werden, während Kameras anderer Hersteller die Messartumstellung schon intern bewerkstelligten.

Erst mit dem Paukenschlag der T90 hat Canon dann vieles nachgeholt, aber leider auch die Wechselsucher aufgegeben. Sowas wie den "Kino"-Lupensucher FN 6-fach gibts leider nicht mehr....

LG, Thomas

P.S.: Der Motor zur A-1 und AE-1P heißt übrigens Motordrive MA, der MF dagegen ist das zweite Modell für die F-1 alt (das erste Modell heißt MD), der Motor zur F-1 New heißt Motordrive FN.
 
Hallo,

Ich habe auch durchweg gute Erfahrungen mit Ebay. Aber ein paar Clowns gibt es immer. Meine Trefferquote war bei 50%. OK

Die EF ist eine TOP-Kamera , eine Weiterentwicklung aus der F-Serie. HAt nichts mit dem AF-System zutun.

Gruß Thomas


Was heißt denn Clowns? Wenn die Objektive defekt waren sind es Betrüger, sonst nichts anderes als Du auch, wenn Du Deinen Gebrauchtwagen verkaufst. Im übrigen waren die meisten Objektive Gebrauchsgegenstände, logisch also, dass bei Ebay nicht nur Sahnestücke angeboten werden.

Mit EF meinte ich natürlich die AF Objektive von Canon, welche in den einfachen Versionen wenig stabil wirken.
 
[A1] Daseinzige was ich zu bemängeln habe ist: Sie hat keine Vorauslösung und keine Selektivmessung.

Und sie hat keine brauchbare Abblendvorrichtung, das stoert mich bei der FD-Reihe wirklich. Der Workaround mit manuellem Eindrehen von Blendenwerten + umstaendlichem Procedere > Verschluss vorspannen etc. (soweit ich das verstanden habe) und wieder zurueck in die Halbautomatikprogramme ist nicht praxisgerecht, leider. :z04_head_wall:
 
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