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Digitale Entschleunigung

eisbaer

Kennt den Türsteher
Mitglied seit
10 Jan 2008
Beiträge
881
Hallo Leute,

Eure Meinung würde mich mal interessieren: Drück mich.

Zusammengefasst und vereinfacht heisst das: Weil CMOS-Sensoren offenbar nur exakt gerichtetes Licht einfangen und dies bei voll geöffneten, schnellen Linsen nicht so recht vorhanden ist, schummeln die Gehäuse-Hersteller. Sie ersetzten das nicht sauber gerichtete Licht durch Signalverstärkung, nach aussen sieht alles normal aus, Blende und Belichtung sind wie vom Fotografen gewollt. Das Foto hinterher rauscht mehr und hat nicht die erwartete Schärfentiefe. Etwas überzogen formuliert heisst das nun, dass man sich an einer digitalen Kamera schelle Linsen sparen kann. ?????????

:z04_smiliebath:

Viele Grüsse
Marc
 
Hallo Eisbär,

so richtig kann ich das noch nicht nachvollziehen.

Die s.g. schnellen Linsen helfen doch nur "bei der Geschwindigkeit" um das Foto in den Sensor (Kasten) zu bekommen.

Die ganze Technik ist darauf ausgerichtet mit den Kameratypen die User
zu erfreuen, wie das geschieht ist doch eigentlich egal.
So gesehen können wir unser auch in die Kamera Steinzeit bomben, dann
haben wir immer noch das Problem mit dem Linearen Licht das durch die
mikrige Öffnung muß.

Danke für den Anstoss !
Gruß Heinz
 
Hi,
das "speed" bedeutet kameratechnisch übersetzt nicht "schnell", sondern "empfindlich".
Daß "empfindliche" Objektive mit großer Offenblende nicht unbedingt entsprechend mehr Licht durchlassen, ist ja schon länger bekannt.
Das Entscheidende bei großen Offenblenden ist ja auch mehr der Unschärfezugewinn beim Freistellen ... und einen automatischen elektronischen "Ausgleich" der Empfindlichkeit bei max. Offenblende, damit die übrigen Belichtungsparameter stimmen, nehme ich gerne mit.

Gruß
Gerd
 
Hi Gerd,

dass "empfindliche" Objektive mit großer Offenblende nicht unbedingt entsprechend mehr Licht durchlassen war mir jetzt nicht bekannt. Ich dachte immer, die Blendenzahl sei ein standardisierter Wert und liesse sich 1:1 auf Belichtungsstufen bzw. Lichtwerte umlegen. Oder meinst Du die Vignettierung? Vielleicht hast Du auch eine Quelle für mich.

Davon abgesehen geht es hier ja weniger um einen Verlust durch das Objektiv, sondern um einen Verlust am Sensor. Und der ist wohl bewiesen. Diesen Umstand alleine finde ich noch nicht so tragisch, ist halt ein technisches Problem. Ärgerlich finde ich aber, dass darüber nicht offen geredet wird und die Kamera stillschweigend (in der BDA oder den Exifs steht nix davon) korrigiert. Ich frage mich übrigens, was bei High-ISO passiert. Da nippelt dann entweder was ab oder die Bilder werden unterbelichtet und keiner weiss, warum.

Natürlich haben die Lichtriesen von Canon (EF 24 1.4L, 35 1.4L, 50 1.2L, 85 1.2L) auch noch andere Vorzüge als nur die hohe Lichtstärke. Die Abbildungsleistung allgemein finde ich immer wieder frappierend, das alleine rechtfertigt für mich durchaus den Preis. Die Schärfentiefe ist ein weiterer Vorzug, da gebe ich Dir recht. Nur, dieser Artikel behauptet ja auch, dass genau diese Schärfentiefe durch das geschilderte Problem ab einer gewissen Öffnung nicht mehr kleiner wird. Was allerdings wohl nicht wirklich belegt ist. Wenn es aber nun stimmt und jemand genau wegen und nur wegen der Schärfentiefe ein solches Objektiv kauft, ist das mehr als übel.

Mich wundert auch, dass das alles vorher noch keiner gemerkt hat. Aber das könnte evtl. daran liegen, dass die Lichtriesen vielleicht primär an Vollformat zum Einsatz kommen und dieser Effekt dort kaum auftritt. Nun ja, mehr Fragen als Antworten bislang. ;)

Viele Grüsse
Marc
 
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