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Fd 50/1.8 s.c.

Ando

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
7 Jan 2010
Beiträge
355
Voellig ueberraschend kam ich vorgestern in den Besitz einer neuwertigen AV-1 mit FD 50/1.8 S.C. :)

Das ist mein erstes FD-Objektiv mit Klemmring und ich hab dazu zwei Fragen:

  • Auf dem Fokusring ist vorne ein kleiner Zapfen angebracht, welchen Zweck hat dieser?
  • Ist es tatsaechlich so, dass der Klemmring keine Sicherung gegen versehentliches Aufdrehen hat?
 
Hallo Ando,

Glückwunsch zu dem neuen Fang (Canons einzige reine Zeitautomatik-SLR).


  • Der Zapfen vorne unten ist der Kontakthebel für die Adapter der früheren CAT-Blitzautomatik. Sie funktionierte mit dem Blitzgerät 133D und zwei speziellen Adaptern für 35- und 50mm-Objektive. Beim Drehen des Entfernungsrings wurde ein elektrisches Signal an den Blitz bzw die Kamera weitergegeben und damit die Blende entfernungsabhängig gesteuert. Nicht so sensibel wie die heutige TTL-Messung, aber insofern vorteilhaft, weil sie sich nicht durch starke Reflexe (weiße Tischdecken, Spiegel etc) irritieren ließ. Dafür geeignete kameras haben neben dem Mittenkontakt noch zwei kleine weitere Kontakte rechts hinten. Die folgenden Blitze ab der A-ASerie haben die 2 oder 4 Zusatzkontakte dann gleichmäßig rechts und links verteilt. Leider funktionierte das CAT-System nur bei Dunkelheit brauchbar, nicht zum Aufhellen.
  • Bei dem Chromring besteht eigentlich nicht die Gefahr, dass er sich versehentlich losdreht. Denn erstens muss man ihn von Hand festdrehen und da der Flansch eine gewisse Steigung hat, kann man das gut regulieren, dass er nicht locker sitzt, aber auch nicht so fest angeknallt wird, dass man einen Ölfilterschlüssel zum Lösen bräuchte. Zum anderen ist bei den meisten (außer den ganz frühen Ausführungen) eine Feder eingebaut, die den Ring nach dem Ansetzen an das Gehäuse automatisch ein Stück dreht, so dass das Objektiv ab da schon nicht mehr abfallen kann. Bei den FDn-Objektiven halte ich die Gefahr rein theoretisch sogar für größer (aber auch da ist es mir noch nie passiert).
Gruß, Thomas
 
Vielen Dank wieder fuer Info und Expertise, Thomas! :)
 
Das man das Objektiv unbeabsichtigt im Betrieb löst, sollte eigentlich nicht passieren. Außerdem ist keine dynamische Last auf dem Klemmring, die ihn langsam losrütteln könnte.

Einziges Problem: Das Objektiv läßt sich schräg aufsetzen. Der Klemmring kann aber trotzdem verdreht werden. Damit bekommt man das Objektiv zwar fest an die Kamera, läuft aber auch Gefahr, den Kemmring und evtl. das Kamerabajonett zu verbiegen.

Grüße
Volzotan
 
Zum anderen ist bei den meisten (außer den ganz frühen Ausführungen) eine Feder eingebaut, die den Ring nach dem Ansetzen an das gehäuse automatisch ein Stück dreht, so dass das Objektiv ab da schon nicht mehr abfallen kann.

Das ist ein geniales Feature, fast schon magisch, wie sich der Klemmring nach Ansetzen von selbst dreht! :z02_respekt:

Ein Speedlite 177A war auch noch bei der Kamera dabei, sogar die Streuscheibe fuer Weitwinkel steckte noch im dafuer vorgesehenen Fach der Tasche. Alles in neuwertigem Zustand (Spiegelschlagdaempfer und Lichtdichtungen ihrem Alter entsprechend Austauschkandidaten), und obwohl die Kamera (laut Vorbesitzerin) schon lange nicht mehr benutzt wurde, funktioniert alles wie am ersten Tag. Auch mit der original BDA hab ich meine Freude.

Ich hab mich zwar von allen "kleinen" Canons getrennt, diese hier bleibt jedoch als wertige Vertreterin der A-Serie.
 
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