Hallo chombachomba,
das ist jetzt schon etwas klarer. läßt sich aber kaum in wenigen Sätzen beantworten.
Wie schon gesagt, ohne Stativ wird das ganz nichts werden, da bei Nachtaufnahmen immer sehr lange Belichtungszeiten notwenidig sind. In der Regel ist es dabei besser, die ISO-Zahl niedrig zu lassen und dafür lieber eine längere Belichtungszeit zu wählen. geht natürlich nicht bei bewegten Motiven. Es sei denn, man macht aus der Not eine Tugend und arbeitet mit verwischten Bildern, Lichstspuren etc., was im Einzelfall zu faszinierenden Aufnahmen führen kann. Wenn du etwas Erfahrung gesammelt hast, kannst du digital auch HDR-Aufnahmen machen. Da werden mehrere verschieden belichtete Bilder des gleichen Motivs miteinander verrechnet, was einen größeren Dynamikumfang im fertigen Bild ermöglicht. Ist aber erst was, wenn du die Grundlagen beherrschst.
Neben dem Stativ brauchst du eine Kamera und ein Objektiv. Hilfreich ist, wenn die Kamera im Automatikmodus sehr lange Zeiten steuern kann. Idealerweise sollte sie zudem einen B-Stellung haben, d.h. man kann eine beliebig lange Zeit dadurch erzielen, das der Verschluß solange geöffnet bleibt, wie der Auslöser gedrückt ist. Wer es dann ganz genau machen will kann natürlich einen Handbelichtungsmesser nutzen. Digital kann man aber auch mal eine Aufnahme machen, das Ergebnis kontrollieren und notfalls mit korrigierten Werten wiederholen. Je nach Motiv sind im Prinzip alle Objektive geeignet. Wenn man genug Geld in die Hand nimmt, sind natürlich die lichtstaken Objektive besonders geeignet, da schon allein das Sucherbild wesentlich heller ist und man besser einstellen kann. Für den Einstieg kommt man aber auch mit den Setobjektiven gut zurecht. und meist wird man für die Aufnahme auch die lichtstarken Objektive etwas abblenden, damit man die gewünschte Tiefenschärfe bekommt. Ansonsten funktionieren nachtaufnahmen mehr oder weniger genauso wie Tagesaufnahmen. Man hat halt nur längere Belcihtungszeit. Sicherlich muss man aber noch etwas mehr auf Belichtungskorrekturen ahcten, das viele nachtmotive einen sehr hohen Kontrast haben, der meist den Belichtungsspielraum der kamera übersteigt. Hier muss der Fotograf etwas mehr mitdenekn und sollte sich nicht zu sehr auf die Automatik verlassen.
Wenn dich das Theme mehr interessiert, kann ich z.B. das Buch "Langzeitfotografie-Fotgrafieren, wenn´s dunkel wird" von Daniel Schmidt (Augustus Verlag, 1997) empfehlen. Das ist zwar noch aus Analogzeiten, aber im Prinzip gibt es da kaum Unterschiede. Für Einsteiger gibt es einen ganz guten Überblick über das Gebiet.
Auf konkrete Einzelfragen kann ich aber auch gerne hier noch mal antworten. Nur man kann hier unmöglich einen ganzen Fotokurs auf diesem Weg ersetzen. Googel aber mal zum Thema, da finden sich bestimmt auch noch eine Menge Anregungen und Infos.
Gruß Uli