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Ändert sich Euer Fotografierverhalten?

Hat sich Dein Fotografieverhalten geändert?

  • Ja

  • Nein

  • Jetzt bis zu ca. 30% mit dem Smartphone

  • Jetzt bis zu ca. 50% mit dem Smartphone

  • Jetzt bis zu ca. 70% mit dem Smartphone

  • Jetzt bis zu ca. 90% mit dem Smartphone

  • Mehr mit einer Kompaktkamera (welche?)

  • Mehr mit einem Kamerasystem

  • MFT (MicroFourThirds)

  • Fuji X Bajonett

  • Anderes APS-C Kamerasystem

  • Vollformatsystem

  • Mittelformatsystem

  • DSLR

  • Spiegelloses Kamerasystem

  • Ich fotografiere momentan/in letzter Zeit viel weniger

  • Wegen Corona

  • Nicht wegen Corona

  • Ich plane in Zukunft mehr zu fotografieren

  • Ich plane in Zukunft weniger zu fotografieren


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.

dirk

CI Gründer
Admin
Hallo,

man liest ja viel über die Fotoindustrie. Die Verkaufszahlen gehen immer weiter dramatisch runter. Angeblich weil die Smartphones den Kameraherstellern das Leben schwer machen. Ich frage mich aber manchmal, ob das wirklich die Hauptursache ist.

Ich vermute jeder von uns hat im Jahr 2022 ein Smartphone, mit dem man einigermassen gute Bilder machen kann. Alle hier werden auch "echte" oder "klassische" SLRs oder DSLRs oder MLU Kameras besitzen.

Mich würde einmal interessieren, ob sich Euer Verhalten in den letzten bspw. 5 Jahren spürbar verändert hat. Sowohl was die Fotomotive angeht, als auch die Ausrüstung, die Ihr dafür nutzt.

Das ist mit 2 Coronajahren natürlich schwieriger zu beurteilen, aber wir können es ja einmal versuchen und vielleicht auch den thread dann in 1 Jahr wieder aktualisieren.

Bei mir persönlich ist es so, dass das Smartphone bis jetzt weiterhin eher ein Schattendasein für die Fotografie darstellt. Ich benutze es häufig zum Fotografieren aber meist nur zu Dokumentationszwecken oder wenn ich einmal schnell einen Familienschnappschuss benötige, der sofort über Social Media mit den Schwiegereltern geteilt werden soll.

In den letzten 12 Monaten wurde es aber dann komischerweise mehr. Gerade bei kurzen Städtereisen verwendete ich immer öfter das Smartphone. Faulheit? Vielleicht. In Kombination mit dem Smartphone benutzte ich aber auch oft meine Ricoh GR und GRx. Ich vermute der Hauptgrund für diese Änderung war weniger die bessere Bildqualität im neuen Smartphone als die Helligkeitsregelung des Displays im Vgl. zu meinen Ricoh GR's. Wenn die Sonne stark knallt, ist es auf dem Display einer Ricoh GR wirklich deutlich schlechter zu sehen als auf dem Smartphone. Wenn ich dann zu Hause bin und mir die Bilder ansehe, ärgere ich mich dann aber doch, seltener die GR's genutzt zu haben. Trotzdem sehe ich hier eine Tendenz zur Faulheit und ich weiß noch nicht, ob mir das so gefällt.

MFT, APS-C oder Vollformatkameras haben in der Einsatzhäufigkeit abgenommen. Entweder weil die 24MP im APS-C Sensor der Ricoh GR's mir reichten oder weil ich vielleicht durch Corona nicht die Fotogelegenheiten hatte wir vor Corona. Dann packt man einfach anders. Das versuche ich diesen Sommer anders zu machen. Entweder mit MFT oder VF. Ist noch nicht entschieden. Sicher ist aber, dass mein Fuji System zwischen den beiden verliert und es bleibt ganz sicher diesmal zu Hause.

Es fällt mir schon auf, dass egal was ich benutze, die BQ mir meist ausreicht/mich vollkommen zufriedenstellt. Egal welche Sensorgrösse ich benutze. MFT, APS-C, VF. Klar kann man hier und da Unterschiede merken, aber mein "good enough" Level ist für mich bei allen Systemen schon erreicht. Egal welche Marke oder Objektive. Deswegen sitzt mein Fuji System bildlich zwischen den Stühlen. Wenn ich APS-C will, kann ich auch eine Ricoh GR nehmen. Oder eine Nikon Zfc mit dem 28/2.8 und 40/2.0.

Ich versuche eh nie mehr als 3 Objektve mitzunehmen. Ich habe für mich festgestellt, dass je weniger Objektive ich mitnehme, mir das Fotografieren umso mehr Spaß macht und die Ausbeute deutlich höher ist.

Nur bei dem Smartphone reicht mir die BQ noch nicht. Das liegt aber daran, dass ich einfach zu geizig bin mir ein sehr teures Smartphone zu kaufen, dass diese Lücke dann noch weiter schliessen könnte und die Ricoh GR3 einfach so leicht mit nur einer Hand bedient werden kann, dass es die wahre Freude ist.

Wie sieht das bei Euch aus? Was hat sich bei Euch geändert und warum? Was nutzt Ihr am meisten und warum?
 

F r a n k

Rookie
Glück Auf,
das mit dem Smartfon sehe ich genau so - abgesehen davon das ich keins habe, weil eines das wirklich ordentliche Bilder macht ist mir zu teuer.
Ein Smartfon kann viel, aber alles nicht richtig, zum Telefonieren nehme ich lieber mein kleines Tastenhandy - ca. 14 Jahre alt, ich weis garnicht wie
oft mir das schon runtergefallen ist ohne kaputt zu gehen, da nehme ich das Wort Nachhaltigkeit noch garnicht in den Mund.
Wenn ich mir die Bilder vom Huawei P8 Lite mit 12 MP ansehe, dann hat die null Chance gegen meine 6MP Pentax, alleine im Kontrastumfang liegen die Welten
auseinander und die angegebenen 12MP des Smartfon ist grob gesagt Matsch - ok wenn ich nur im Postkartenformat die Bilder angucke, mags noch gehen.
Internet auf den Smartfon ist nur Notbehelf, da nehme ich lieber mein Laptop mit mobilen Internet.
 

dirk

CI Gründer
Admin
Bitte nicht vergessen, ganz oben in der Umfrage die Haken jeweils zu setzen. Mehrfachnennungen sind möglich. Ich bin gespannt, was bei der Umfrage und den Kommentaren herauskommt
 

FloIst72

Rookie
Hallo,
ich habe noch nie mit dem Handy fotografiert. Also höchstens irgendwas abfotografiert was ich noch brauchte. Veranstaltungsplakate, Stadtpläne etc...würde nie darauf kommen damit "richtig" zu fotografieren. Es sieht einfach nicht gut aus...der Sensor ist ja auch mikroskopisch klein. Fotografiere Vollformat Digital und auch noch mit echten Filmen,
 

addispentax

Aktives Mitglied
Zuviel Bohei um zuviele Pixel. Am liebsten fotografiere ich immer noch analog. Mittelformat und 35mm, digital gerne Vollformat, kann aber den Aufrüstungswahn nicht nachvollziehen, da für mich selbst die fotografische Qualität trotz höherer Pixelzahlen nicht besser wurde. Vielleicht haben diese im technisch - wissenschaftlischen Bereich ihre Berechtigung. Aber so sehen dann manche Fotos eben auch aus: steril und leblos, technisch. Handy nutze ich als mein Fototagebuch.
 

AndreasD

Rookie
Mit meinem S21 Smartphone mache ich vielleicht 10 Erinnerungsbilder im Jahr, weil es schnell gehen musste, die aber niemals den Weg auf Papier oder in soziale Medien finden. Alle übrigen Smartphone Bilder sind für Privatverkäufe, dienen als optische Notizzettel oder untermalen WhatsApp Nachrichten und finden allesamt nach geraumer Zeit den Weg in den Papierkorb.

Wenn es um mein Hobby Fotografie geht, nutze ich Kameras mit Wechselobjektiven und der Möglichkeit über Brennweite, Fokussierung, Blende und Belichtungszeit mein Bild zu gestalten. Alle Aufnahmen liegen in RAW Format vor und lassen sich vernünftig bearbeiten und ausdrucken.

Ich gedenke auch nicht daran etwas zu ändern, egal was die Industrie noch an raffinierter Technik in Smartphones implementiert (echtes Zoom / KI / etc.). Ein Minisensor bleibt ein Minisensor, so wie aus einem 20" Klapprad niemals ein 28" Rennrad wird. Auch wenn man mit beiden von A nach B kommt, ebenbürtige Fahrer kämen niemals zeitgleich dort an.
 

Roxy

Rookie
Mein Smartphone nutze ich nur mal zur Not, wenn ich gerade mal keine Kamera dabei habe.
Zu den Verkaufzahlen: Diese sind zur Zeit nicht wirklich aussagekräftig, denn sehr vieles rund um die Fotografie ist zur Zeit nicht lieferbar oder mit sehr langen Lieferzeiten verbunden. So warte ich nun schon seit einigen Wochen auf eine Kameratasche. Auch Ersatz für ein defektes Objektiv war nirgends kurzfristig neu zu bekommen. Es ist abzusehen, im nächsten Jahr werden die Zahlen vermutlich noch schlechter sein. Die steigenden Preise, im Allgemeinen, wie auch für das Fotoprodukt an sich, werden da nicht förderlich sein.
 

m-hermann

Rookie
Ich fotografiere überhaupt nicht mit einem Smartphone (also ==> 0%) ! Diese Dinger sind für mich nur zum Telefonieren, evtl. noch zum Mailen oder Surfen geeignet.
Leider gibt es diese Option gar nicht in der Auswahl der Abstimmung! Warum?

Falls es interessiert, warum sich mein Fotografieverhalten geändert hat: Ich nutze heute viel häufiger spiegellose Systemkameras neben den DSLRs als noch vor ca. 5 Jahren.
 
Zuletzt bearbeitet:

dirk

CI Gründer
Admin

Naja, "bis zu 30% können theoretisch auch 0% sein. Für genauere Aussagen oder Extreme wie bspw. 0% sollen dann die Kommentare sein..

Es kommt hier auch nicht auf eine exakte Zahl an, sondern eher um einen Trend. Ich ging bei der Formulierung der Fragen davon aus, dass viel mehr User während Corona zum Smartphone als Ersatz zur Kamera griffen. Das scheint gar nicht so stark der Fall gewesen zu sein.

Warten wir mal ab, was sonst noch an Angaben und Kommentaren kommt. Ist ja megaspannend.
 

Hydro

Rookie
Hallo Community,
ich fotografiere schon eine ganze weile, schon über 25 Jahre, Anfang natürlich analog auf Papier, dann DIA und seit der Canon EOS 300D dann Digital.
Kinder, Familie und Ausflüge waren die Hauptmotive über viele Jahre was ich aber heute eher als "Knipsen" bezeichnen würde.
Viele gute Youtuber haben die Lust auf fotografieren wieder gut angeheizt und meine Sicht der Dinge stark verändert.
So richtig mit Bildkomposition, drittel Regel, Goldener Schnitt, Verlauffilter Stativ, Langzeitbelichtung nachts usw. mach ich noch nicht allzu lang,
war bei spielenden Kindern auch nicht immer möglich und im Urlaub "richtig" fotografieren mit der Familie geht einfach nicht. Keiner hat Lust zu
warten bis ich fertig bin. Also knipsen. Habe mir im letzten Jahr für viel Geld Zubehör gekauft und es macht mittlerweile mehr Spaß den je.
Die Qualität mit dem Handy hat schon gut zugelegt und ich nutzte es schon und bin bemüht auch das mit der Bildgestaltung usw. genau so
zu behandeln die mit meiner DSLR. Die Tatsache das das Handy so gut wir immer dabei ist und auch schnell verfügbar halte ich für sehr gut.
Knipsen mit der DSLR o. mit dem Handy macht für mich keinen Unterschied und gelöscht sind sie ja auch gleich wieder....
Fotografieren geht für mich nur mit der DSLR. Was ich allerdings mache wenn ich auf Motivsuche gehe, dann mach ich das mit dem Handy,
schau mit Daheim die Bilder am Rechner an und sollten mir die Bilder gefallen dann ab mit der DSLR und dann wird fotografiert.
Für mich immer noch das schönste Hobby.
 
Zuletzt bearbeitet:

traveler

CI-Pate
Moin Dirk,
wie das so bei Umfragen ist, eine genaue Bestimmung ist oftmals sehr schwierig , da es viele Graubereiche gibt.
Daher der Text.

Von Pentax kommend, wechselte ich vor ein paar Jahren zurück in das Olympus-Lager.
Ein Hauptgrund war die Gewichtsreduzierung für die Reisen, da immer mehr Airlines genauer auf das Gewicht des Handgepäcks achteten.
Der sehr behagliche Nebeneffekt, ist es auch, das man selber nicht so viel mit herum schleppen muss.
Auf Reisen kommt ein 12-100mm , 100-400mm, ein 60mm Marko und ggf. ein adaptiertes Fisheye mit.
Damit sind alle meine Bedürfnisse abgedeckt.
Bei "freien Fototagen" auf den Reisen, ersetzen unsere Smartphones die Aufgabe, da immer dabei und flexibel einsetzbar.
In Prozent, sind das eher max. 10 % meiner gemachten Aufnahmen, wenn überhaupt, die ich dann auch weiter benutze.
Geht es zu bestimmten Fotospots, wo ich viel Zeit verbringe, dann mit einem klappbaren Bollerwagen, für Fotoausrüstung, Sitzgelegenheit und
Versorgungeinheiten....:)
Das zur technischen Seite.

Corona gab mir die Chance, mein altes Hobby mehr zu aktivieren, da wir lange, lange Wochen unser Geschäft schließen mussten.
Neben den vielen Spaziergängen, wurden viele alte und auch neue Gebiete rund um unseren Wohnort erkundet und neu entdeckt.
So gibt es noch viele andere fotografische Themen, die auf meiner Liste stehen, die ich bis jetzt völlig vernachlässige.
Mit noch mehr Freizeit in den nächsten Jahren, wird das sicherlich intensiviert werden.
Wie viele andere war ich in auch, gerade seit den Neuvorstellungen der letzten Monate in Versuchung, nochmals einen Systemwechsel ins Auge zu fassen.
Doch mit der nun erschienenen OM-1 , werde ich der Marke treu bleiben, denn sie bietet mir die Dinge, die ich vorher bei anderen
Systemen als Kaufargument angesehen hatte und ist daher auch trotz der neuen Geldausgabe, immer noch die "sparsamste Variante".
Nur muss sie auch bald wieder lieferbar sein im Shop.;)
 

dirk

CI Gründer
Admin

graf_d

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Ich musste auf die Theaterfotografie die beiden Coronajahre grösstenteils verzichten. Ansonsten hat sich nichts geändert, bin also in den Ferien mit der Olympus MFT unterwegs und beim Theater mit den beiden Canons 5DM3 und M4. Hier überlege ich mir ernsthaft die R6 zuzulegen. Damit wäre ich dann im Theater auch lautlos unterwegs. Für Makro bin ich ja weiterhin mit der Nikon D700 dabei, einfach weill ich dafür das passende Objektiv habe. (meine Frau braucht das Makro für die Olympus, obwohl das Objektiv zur Hälfte auch mir gehört ;-) )
Aber die Coronazeit war wirklich eine Trockenphase.
Das Smartphone benutze ich nur gelegentlich, eher selten bis gar nicht, fühlt sich wirklich nicht nach Fotografieren an, ist also nur, wenn ich mir was merken muss oder dann wirklich eine Erinnerung auf dem Smartphone "begraben".
War jetzt 4 Wochen in Kanada, keine der beiden Airlines haben die Abmasse des Rucksacks (ist in der Grösse aber zulässig) und schon gar nicht das Gewicht kontrolliert. Und wenn ich dann sehe, was als Handgepäck durchgeht, bin ich wirklich mit "Kleinstgepäck" unterwegs. Aber da ist die Olympus wirklich Gold wert, Kamera und Objektive klein, leicht und handlich.
Aber das Zoom 40-150mm und das Stativ von Peak Design werden endgültig zu Hause bleiben. Das grosse Zoom kam auch nur mit, weil wir Whale Watching machen wollten. Aber im Mai bis Juli/August ist da so wie so nichts zu machen. Die Wale kommen nur nach oben um Luft zu schnappen. Ansonsten bleiben sie unten und fressen sich satt. Die Kanadier waren auch nicht im Tourifieber. Vieles war zu oder erst in Vorbereitung. Bei denen (Nova Scotia) ist ja erst mal der Winter vorbei.
 
Wie es bei Umfragen so ist, führen sie gelegentlich durch Beschränkungen auf die falsche Fährte. Ich hatte Corona zwar angekreuzt, aber nur weil mich die falschen Entscheidungen der Ärzte und Politik extrem genervt hatten. So blieb ich mehr zu Hause und hatte meine Ruhe.
Außerdem bin ich halb von Vollformat auf APSC zurückgegangen. Meine Sony Alpha 7s nutze ich, wenn ich ein gutes Lowlightverhalten benötige, sonst bin ich wegen des Crops und der Preis- bzw. Gewichtsvorteile mit einer S a 6400 unterwegs. Meine S a 7Rii nahm mir mit Freuden der Händler ab.^^
Da nun außer Lauterbach und Montgomery alle wieder einigermaßen normal werden, bin ich auch wieder unterwegs.
Ach, da war ja noch das Smartphone: Ja klar, aber nur für Facebook, Tele- oder Instagram
 
Zuletzt bearbeitet:

Karl Knips

Aktives Mitglied
Hallo in die Runde,
ja, ich fotografiere zur Zeit weniger, was aber nicht unbedingt an Corona liegt. Nach der analogen Hobby-Fotografie in den 70-90iger Jahre habe ich dann mein Hobby zum Beruf gemacht und fast 30 Jahre freiberuflich sehr viel fotografiert. Auf technische Qualität und Bildaussage lege ich bis heute viel wert. Daher war ich bis zur Jahrtausendwende meist mit der mittelformatigen Pentacon SIX unterwegs. Danach stieg auch die ersten digitalen Olympus-Kameras E10 und E300 um, die qualitativ damals ganz gut waren. Aus der früheren Laborarbeit wurde jetzt die digitale Bildbearbeitung. Photoshop ab Version 2.5 war meine damalige Wahl dazu. Als Nikon dann um 2010 die ersten FX-Kameras herausbrachte, konnte man endlich wieder im Vollformat fotografieren, das ich auch heute nicht mehr missen möchte. Derzeit plane ich den Umstieg auf die spiegellosen Nikons, mit denen sich ja mein in den Jahren angehäuftes "Altglas" auch noch nutzen läßt.
Mit dem Smartphone fotografiere ich unter 1% - z.B zum Zählerablesen oder für ein Rezept, das an die Krankenkasse gehen soll. Für Fotos reicht mir die Qualität der bezahlbaren Teile nicht bzw. für vierstellige Beträge kann ich mir auch eine "richtige" Kamera kaufen, statt eines Smartphones.

Sehe ich mir die Größe meiner Archivordner an, stelle ich fest, das ich in den letzten 2 Jahren zwar weniger aber dafür intensiver fotografiert habe. Bei der "Wald- und Wiesenfotografie " habe ich manchmal das Gefühl, alles schon mal abgelichtet zu haben. Zur Zeit nehme ich mir eher gezielte Projekte vor, wie etwa die hier auch vorgestellten Bernsteine. Die Macro- und Mikrofotografie ist derzeit für mich interessant, zumal aus gesundheitlichen Gründen die Kraft für größere Unternehmungen wie Wanderungen und Urlaube fehlt.
 

DocLange

Rookie
Ich besitze derzeit zum Fotografieren

* eine Sigma SD1 Merrill von 2014 (APS-C, Foveon-Chip),
* eine Sony RX 100 I und ein
* Shiftphone Shift 6mq.
Vor zehn Jahren bin ich stets mit der SLR losgezogen, wenn ich "richtig" fotografieren wollte -- und auch heute noch macht sie aus meiner Sicht bei hinreichend viel Licht die besten Bilder. Hinzu kommt die Variabilität dank vieler Objektive.
2015 allerdings wurde mir meine Kameratasche in Antwerpen entwendet -- mit allen allen Objektiven außer dem 10-20. In den ersten Tagen war für mich klar, ich kaufe mir alles wieder, vor allem das 80-400 vermisste ich schmerzlich, aber auch so einiges andere. Danach begann ich, mein Gehirn einzuschalten, denn schon seit geraumer Zeit musste ich heftige Kompromisse schließen: Die komplette Kameratasche konnte ich nur noch mitnehmen, wenn ich bis direkt zum Aufnahmeort fahren konnte und mich da auch nicht lange aufhielt -- mehr macht mein Rücken einfach nicht mehr mit. Wollte ich weitere Wege zu Fuß bewältigen, stopfte ich mir ein, maximal zwei Objektive plus ein oder zwei Akkus (die SD1 braucht viele) in die Hosentaschen und zog ohne Kameratasche los. Was also nützte mir eine vollständige Fotoausrüstung, wenn ich sie nicht zum Motiv bringen kann?
Schließlich kaufte ich mir als Ersatz ein Sigma Art 24-105, das 10-20 hatte ich ja noch, dazu eine passende, deutlich kleinere und leichtere Tasche und bin damit bis heute zufrieden.
2016 flog ich erstmals nach Brasilien. Mir wurde aus Gründen der Lebensgefahr (wer eine Spiegelreflex hat, ist reich, wer reich ist, wird entweder ausgeraubt und umgebracht, weil er nicht genug bei sich hat, oder entführt und danach oft umgebracht) dringend davon abgeraten, mit einer SLR zu erscheinen. Ich solle eine Kompaktkamera oder ein Smartphone mitbringen, die seien auch in Brasilien üblich, damit sei die Gefahr gering.
Meine Canon Ixus 80 IS war auch 2015 in Amsterdam mit abhanden gekommen, ich besaß keine Kompaktkamera mehr. Und ich wollte eigentlich auch keine wieder kaufen, ich hatte zu wenig damit fotografiert, weil mir die BQ zu schlecht erschien. Und jetzt wollte ich zum ersten Mal in meinem Leben nach Südamerika und sollte da mit minderwertigem Equipment aufkreuzen? Ich grummelte und überlegte ...
Eine Bridgekamera kam nicht infrage, die hätte ähnliche Probleme bereitet wie eine SLR. ich brauchte eine relativ kleine Kompakte. Schließlich stieß ich auf die Sony RX 100 I: Mit Ein-Zoll-Sensor, dafür winzig, gute BQ, wegen des noch nicht -- wie in allen neueren Versionen -- klappbaren Displays etwas robuster und noch etwas dünner, also unauffälliger.
Mittlerweile hat diese Kamera nach 35.000 Auslösungen bei einem der weiteren Brasilienaufenthalte aufgegeben, ich musste sie vor Ort aufschrauben und die gedruckte Leitung mit Tesafilm provisorisch flicken, schon der Erwerb der Schraubendreher war ein kleines Abenteuer. Wieder zuhause angekommen habe ich mir dasselbe Modell wenig gebraucht erneut zugelegt und bin immer noch sehr zufrieden damit: Bei Dunkelheit kann ich die ISO etwa viermal höher drehen als bei meiner SLR, ja, die Bilder der SLR sind immer noch etwas schöner, sie ist auch immer noch etwas variabler -- aber mit der RX100 komme ich einfach deutlich weiter.
2015 habe ich mir nach langem Zögern mein erstes Smartphone zugelegt, ein kurz gebrauchtes Samsung Note 4, auch wegen der guten Kamera. Aus meiner Sicht war die BQ vergleichbar der Canon Ixus 80 IS, das passte auch rechnerisch, wenngleich mit leichten gestalterischen Abstrichen wegen des fehlenden Zooms. Das Smartphone habe ich dann immer benutzt, wenn ich auf die anderen Kameras nicht zugreifen konnte -- nicht dabei oder Akku leer: Jedes Foto ist besser als kein Foto, Bildgestaltung ist mir wichtiger als technische Bildqualität. Dennoch war das Samsung Note 4 stets nur eine Rückfallebene.
2018 war es plötzlich von einem Tag auf den anderen kaputt: Speicherfehler, der Speicher war hinsichtlich der Anzahl der Änderungen des Speicherinhalts unterdimensioniert. Ich schrieb Samsung einen geharnischten Brief -- man bot mir das Nachfolgemodell zum Standardpreis an. Ich war bereit, das Phone selbst zu reparieren, scheiterte aber an der Ersatzteilbeschaffung: Man musste das komplette Mainboard tauschen, das gab es neu bereits nicht mehr. Und gebraucht hätte es morgen schon mit gelicher Ursache wieder ausfallen können, der Schaden war wohl das übliche Ende eines Samsung Note 4. Ich knirschte mit den Zähnen, das nutzte aber auch nicht viel. Aber so einen Murks wollte ich nicht nochmals für viel Geld kaufen.
Ich stieß auf die Firma Shiftphones. Die warben mit Entwicklung in Deutschland ethisch und ökologisch optimierter Fertigung und nach den Papierdaten sollte die Kamera ihres Shift 6m mit der meines Note 4 mithalten können. Ich kaute eines, wieder ein kurz gebrauchtes, zum Neupreis, die Lieferzeit dauerte mir zu lang. Und war anfangs enttäuscht wegen der BQ. Schrieb der Firma einen geharnischten Brief -- und erhielt völlig unerwartet eine sehr freundliche Antwort. In der Folge unternahm ich mannigfaltige Tests, um Umfang und Ursachen der schlechten Bildqualität herauszufinden. Es stellte sich heraus: Optik und Sensor der Kamera waren eigentlich recht gut, "nur" in der Software haperte es. ich schrieb etwa 100 Seiten Testbericht ...
Zu meinem Glück nahm sich die Firma anschließend der Fehler auch an, in der Folge wurde die BQ immer besser. Und ich stellte bei meinen vielen Tests fest, dass es sogar einen passenden Google Camera Hack gab, der eine erstaunliche Bildqualität zuließ: Durch die besondere dabei genutzte Mathematik (ich bin Ingenieur für Elektrotechnik) lässt sich die Beschränkung kleiner Sensoren für das Rauschen umgehen, bei Dunkelheit erhalte ich mindestens ebenso gute, wenn nicht bessere BQ als mit meiner SLR -- natürlich weiterhin mit Beschränkungen hinsichtlich des Zooms wegen der Festbrennweite.
Schließlich erhielt ich vor einem halben Jahr das Nachfolge- oder Parallelmodell Shift 6mq als Geschenk. Von 20 auf 16 Megapixel reduzierte Auflösung, aber mittlerweile nochmals deutlich verbesserte Software, wegen des schnelleren SoCs läuft auch ein deutlich besserer Google Camera Hack darauf, ich kann jetzt noch vertretbare Fotos bekommen, wenn ich mit bloßem Auge praktisch gar nichts mehr sehe -- da können weder meine SLR noch meine RX 100 I mithalten.
Ziehe ich heute nun gezielt zum Fotografieren los, kommt die SLR nur mit, wenn das Motiv nicht wiet vom Parkplatz liegt. Sonst benutze ich Shift 6mq und RX 100 I, je nachdem welches von beiden für die jeweilige Aufgabe besser geeignet ist.
Und wenn ich unverhofft einmal unterwegs auf ein lohnendes Fotomotiv stoße: Das Smartphone habe ich ja praktisch immer dabei, es enttäuscht mich fast nie ...
 

strauch

Moderator
Mein Fotografierverhalten hat sich schon 2018 nach dem Umstieg auf mft geändert
Ich fotografiere dank der leichteren Ausrüstung entspannter und habe mindestens eine Kamera immer einsatzbereit in Griffweite liegen falls sich draußen im Garten etwas tut
Früher lag die Kamera in der Regel im Fotorucksack da zu groß für den Tisch
Mit dem Handy fotografiere ich höchst selten, mir liegt eine richtige Kamera einfach besser

Viele Grüße

Ludwig
 

dirk

CI Gründer
Admin
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