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Erfahrungsbericht Takumar A 2,8/28mm

ricochet

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3 Okt 2006
Beiträge
308
Erfahrungsbericht Takumar A 2,8/28mm

Ich habe bewusst den Begriff "Erfahrungsbericht" statt "Test" gewählt,weil es meine subjektive Meinung ist und ich nicht mit lustigen,bunten Grafiken und abfotografierten Siemenssternen dienen kann. Im Grunde müsste man auch mehrere Objektive testen,um Serienstreuungen auszuschließen

Beschreibung:Vor der K-Bajonett Ära hatten Pentax Objektive einen M42 Anschluß und durften der klangvollen Namen "Takumar" tragen.Damals stand auch noch "Ashahi Pentax" auf den Spiegelreflex Kameras.
In der 1980er Jahren entschloss sich Pentax eine kostengünstige Objektivreihe vorzustellen,ähnlich wie Nikon.Im Gegensatz zu den günstigen Nikon Objektiven,die sich "Serie E" statt "Nikkor"nennen mussten,durften die "Billigobjektive" den traditionsreichen Namen "Takumar" tragen.Der wesentliche Unterschied zu den normalen Pentax Objektiven besteht darin,dass die Takumare eine MC statt eine SMC Vergütung haben.
Es gibt zwei Versionen:Takumar A mit A-Blendenring und einer Version ohne A am Blendenring,die sich Takumar Bayonett nennt.

Verarbeitung:Trotz dem Ruf ein Billigobjektiv zu sein,ist die Verarbeitung sehr gut.Der Blendenring und der Objektivtubus ist aus Metall gefertigt.Der Fokussierring ist ausreichend breit und lässt sich geschmeidig drehen.Die Blendenzahlen und die Entfernungswerte sind eingraviert.Sogar eine Tiefenschärfenskala ist vorhanden (Blende 4-22).

Bildqualität:Getestet wurde das Objektiv an einer K20D.Wenn man bedenkt wie wählerisch die K20D bezüglich der Objektivwahl ist,erzielt man erstaunliche Ergebnisse.
Bei Offenblende sind die Aufnahmen (natürlich) nicht optimal,d.h.die Aufnahmen sind etwas flau und wenig kontrastreich.Ab Blende 4 schon deutlich besser und ab Blende 5,6 in meinen Augen richtig gut.
Chromatische Aberrationen sind in der 100% Ansicht bei Blende 2,8 sichtbar und ab Blende 5,6 ganz verschwunden.
Die Farbwiedergabe ist natürlich und von meiner Seite gibt es da nichts zu kritisieren.Im normalen Fotoalltag spielten Verzeichnungen keine Rolle.
Trotz fehlender SMC Vergütung konnte ich keine extremen Überstrahlungen bzw Geisterbilder feststellen.

Fazit:Alles andere als ein Billigobjektiv.Die Verarbeitung ist sehr gut und die Bildqualität kann sich sehen lassen.Als kleines,leichtes Back-up Objektiv ist es ideal.Mit Filtergröße 49mm und 180g passt es in jede Fototasche.
Eigentlich war ich auf der Suche nach einem FA 2,8/28mm.Falls überhaupt eines angeboten wird,muss man horrende Preise zahlen.So suchte ich nach einer MF Alternative.
Ich konnte das Takumar A 2,8/28mm für unter 50 Euro ergattern.Zu diesem Preis kann man bedenkenlos zugreifen.
 
Danke für Dein Beicht,

ich fand ihn sehr intressant da ich selbst alte Objektive nutze (auch M42) aber nun keine von Pentax. Aber vielleicht kommt es ja noch.

Kannst du noch ein, zwei , drei Bilder hochladen,
das wäre Super.

Gruß Sven.
 
Hallo Sven,

das Hochladen verwertbarer Aufnahmen ist nicht möglich,da ich über ein analoges 56K Modem verfüge,das nur max.40kBit/s überträgt.
icon8.gif


Gruß ricochet
 
Hallo Ricochet,

vielen Dank für deinen Beitrag. Gestern kam endlich mein M42 Adapter.
Heute hab ich gleich mal mein Pentacon 135/2.8 spazieren geführt.
Das sollte auch auf mindestens Blende 4 abgeblendet werden.

Sobald ich Zeit habe kommt natürlich auch das 29/2.8 und 200/4 drauf zum testen.
Leider funktioniert beim 200/4 die Fokusfalle nicht, das es am M42 Gewinde trichterförmig aufgeht und man keine Alu-Folie, zum Kontakte überbrücken, einklemmen kann.

Ansonsten finde ich es von Pentax genial, dass man die "alten" M42-Objektive so schön verwenden kann. War ja auch einer der Gründe mich für Pentax zu entscheiden.

Gruß
Marcus
 
Hallo Marcus,
mit welchen Funktionseinschränkungen (außer Fokusfalle) sind mit M42 + Adapter zu rechnen?
Gruß ricochet
 
Hallo Ricochet,

vielen Dank für deinen Beitrag. Ich bin selber am überlegen, ob ich mir nicht einen M42-Adapter zulegen werde, obwohl ich eigentlich kein Altglaslager anlegen möchte. Die Bilder von Sven tun ihres dazu mich auch auf das M42-Bankett zu werfen. Mal sehen, was sich so ergibt....

lg Bernhard
 
Hallo Ricochet,

also Fokusfalle (Catch-In) funktioniert wenn die Kontakte am Bajonett überbrückt sind.
Ich habe ne Weile gesucht, da ich ansonsten alle Einstellungen dafür richtig hatte (laut aller Tips in diversen Foren).
Aber die Pentacon sind auch an der Unterseite zum Bajonett hin lackiert und leiten nicht.
Deswegen halt die Alufolie dazwischen geklemmen (siehe Pentax-FAQ im DSLR-Forum) oder man muss den Lack abkratzen.

Ansonsten funktioniert auch der Antishake wenn man die richtige Brennweite einstellt.
Leider gibt es bei der K200D keine 29er Brennweite - nur 28 und dann 30.
Wie es da bei der K20D aussieht weiß ich nicht, auch nicht ob es soo wichtig ist.
Daran erkennt man auch ob die Kontakte gebrückt sind (und ein Objektiv als vorhanden erkannt wird).
Sind sie es nämlich nicht, fragt die Kamera nicht gleich nach der Brennweite nach dem Anschalten.
Kann man ja aber auch im Menü ändern.

Ansonsten müßte alles wie bei deinem sein, durch die fehlende Blendwertübertragung und Objektivinfos (nur zentrales AF-Feld und nur mittenbetonte bzw. Spot-Messung).

Was bei meinem 200er noch ist, dadurch dass es vom M42-Gewinde aus sich trichterförmig im Durchmesser vergrößert,
zieht es auch den Adapter im Bajonet nicht richtig straff und wackelt ganz leicht.
Ich bin da am überlegen ob ich nicht noch einen Adapter mit Kragen kaufe.
Der würde dann hoffentlich besser sitzten und die Fokusfalle müßte funktionieren.
Der Verzicht auf des Unendlich-scharf wäre halt ein notwendiger Kompromiss.
Dies wäre vielleicht auch für meine M42 Zwischenringe sinnvoll - und ich könnte mit denen mal wieder rumspielen.

Was auch etwas blöd ist, man braucht etwas längere Fingernägel um den Adapter aus dem Bajonett zu bekommen (zum Feder lösen und raus nehmen).
Für die Nutzung der eigentlichen Objektivverriegelung müßte man ja eine Vertiefung in die Objektivunterseite fräsen.

Bei Gelegenheit werde ich mal einen Erfahrungsbericht zu meinen M42ern und dem Adapter schreiben.
Vielleicht macht Sven das ja auch über seine oder ergänzt wenn ich irgendwas vergessen haben sollte. ;)

Gruß
Marcus
 
Hallo Marcus,

momentan merke ich, das ich weniger Zeit habe.
Dazu kommt nun mal auch, das ich eine ältere Kamera habe welche nicht so viele Möglichkeiten bietet wie ne K200d, auch Menüaufbau.

Das mit den "Kontakten abkleben" habe ich noch nicht ganz begriffen.
Aber das die Fokusfalle bei den M42 nicht funktioniert ist mir auch schon aufgefallen. Werde mir Deinen Beitrag nochmal in ruhe (und nicht bei der Arbeit) durchlesen.

Gruß Sven.
 
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