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Filmen mit der FOTOkamera

OttoM

Mitglied
Mitglied seit
24 Jul 2011
Beiträge
24
Hallo !

Wie die Belichung des Sensors beim Fotografieren funktioniert ist mir klar, (Auslöser drücken, Spiegel klappt hoch - 1.Vorhang gibt den Weg zum Sensor frei - 2. Vorhang beendet die Belichtung - Spiegel fällt).
Mit den meisten Spiegelreflexkameras kann man ja nun aber auch filmen. Wie funktioniert denn da die Belichtung ?
Um einen "flüssigen" Film zu produzieren braucht man ja etwa 25 Aufnahmen pro Sekunde. Wenn der Verschluss einer Fotokamera für 100 000 Aufnahmen konzipiert ist, so wäre die Kamera ja nach reichlich 1 Stunde Filmarbeit so ziemlich am Ende der Leistungsfähigkeit (25 x 3600 = 90 000), dass kann es ja nicht sein.
Also wie funktioniert die Belichtung beim Filmen mit einer DSLR ?

Danke !
Gruß
OttoM
 
Moin,

der Verschluss bleibt natürlich die gesamte Zeit über offen. Es gibt auch keine DSLR, die eine solche Bildwiederholrate schaffen könnte. Die Belichtung funktioniert genauso, wie auch bei jeder anderen digitalen Videokamera. Die "Verschußzeit" wird über das Auslesen der Daten realisiert.

Grüße,

Heiner
 
Die Belichtung funktioniert genauso, wie auch bei jeder anderen digitalen Videokamera. Die "Verschußzeit" wird über das Auslesen der Daten realisiert.

Hab ich mir gedacht, dass der Verschluss offen bleibt, aber wie der Rest funktioniert ist mir noch nicht klar - da hätte ich gerne genauere Infos.

Gruß
OttoM
 
Na, ja - ganz interessant. Aber woher weiss der Sensor wann das Einzelbild fertig ist und das nächste Bild aufgenommen werden soll, ein Film entsteht ja durch die Aneinanderreihung von Einzelaufnahmen ?

Gruß
OttoM
 
Moin,

der Sensor weiß das gar nicht. Der bekommt vom Prozessor ein Signal, dass er anfangen soll, alle Photonen zu sammeln, die er bekommt. Irgendwann später sagt der Prozessor STOP, und beginnt auszulesen. Anschließend wird der Sensor resettet und bekommt erneut ein "GO". Das ist jetzt zwar ein wenig vereinfacht, aber im Prinzip läuft es so.

Im Grunde bräuchte man auch für das normale Photographieren keinen mechanischen Verschluß, und viele Kompaktkameras haben auch keinen mehr. Die Zeitsteuerung bei einem mechanischen Verschluß ist aber immer noch präziser als eine rein software-technische Umsetzung.

Grüße,

Heiner
 
Ah, ja. Es funktioniert also ähnlich wie früher bei den Olympus Kameras. Die Lichtmessung erfolgte auf dem Vorhang bzw. auf dem Film und wenn der Belichtungsmesser gesagt hat: "Belichtung ist ok", dann hat der Vorhang dicht gemacht.

Nochmals Danke.
Gruß
OttoM
 
Hi,
das Stichwort ist "Rolling shutter".
Hier ein Utube:
Im ollen analog TV werden die Bidpunkte Zeile für Zeile nacheinander geschrieben.
Hier ist das also ähnlich. Die einzelnen Pixel einer Zeile werden also "belichtet" und anschließend gespeichert indem sie seriell ausgelesen werden (wie ein Schieberegister). Danach wird die Zeile gelöscht und wieder für die Belichtung freigeschaltet. Die nächste Zeile wird gelesen.
Das ist der Unterschied zum Film, der wirklich 24 (25) ganze Bilder pro Sekunde aufnimmt.
Gruß
Matthias

PS. Man könnte ja auch DigiVideoCams bauen mit einer umlaufenden Sektorenblende, die den Schlitzverschluß ersetzt.
 
Ahhhh!

:-)

Auch eine Art von Aliasing. Wird auch Stroboskopeffekt genannt, oder?

Gruß
Matthias
 
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