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Kleiner Haken bei AFS Objektiven

umatter

Aktives Mitglied
Nach einigen Tests bei meinem Händler habe ich mich inzwischen zum Kauf des AF-S 17-55 DX von Nikon entschlossen, obwohl dieses nicht an meiner F5 einzusetzen ist. Während dieser Tests (dann auch mit anderen AF-S Objektiven an mehreren Gehäusen durchgeführt) hatte ich den subjektiven Eindruck, dass die Fokusierung im Vergleich mit "klassischen" AF-Objektiven leicht verzögert einsetzt.
Von der nahezu lautlosen Fokusierung bin ich zwar sehr angetan, aber durch diesen Befund - da die Reaktionsschnelligkeit des AF für mich beim Fechtsport eine große Bedeutung hat - auch etwas konsterniert.
Habe ich mich mit diesem Phänomen einfach "verschätzt" oder ist es eine Tatsache?
An einer suboptimalen Unterstützung von AF-S-Optiken kann es bei einer D200 ja wohl nicht gelegen haben
wink.gif

Gruß
Urs
 

haime

Bringt häufig das Frühstück mit
Es ist ja bekannt, dass nicht jedes AF-S Objektiv ist gleich schnell ist. Aber dass AF-S Objektive generell langsamer reagieren, als AF Objektive, das habe ich noch nie gehört und würde gegen sämtliche Tatsachen, Erfahrungsberichte usw. des AF-S Antriebs sprechen. Ich kenne aber speziell das AF-S 17-55 DX nicht und kann zu dem Objektiv nichts sagen.
Gerade bei Teleobjektiven, wo die Linsenelemente, die bewegt werden müssen mehr Masse haben, ist ein AF-S eigentlich immer schneller. Der Sprung von meinem AF 4,0 300 zum AF-S 4,0 300 war schon gewaltig. Mein jetziges AF-S 2,8 300 ist nochmal ein gutes Stück schneller und von einer Verzögerung ist im Gegensatz zu den älteren Stangen AF-Objektiven nichts zu merken. Gerade bei kleinen Kameras, mit schwachem AF-Motor, hat ein AF-S Antrieb schon deutliche Vorteile. Wenn ich ein normales Stangen AF Objektiv, erst an meiner F5 und dann an meiner D70 benutze, merke ich immer, wie groß der Unterschied, der kamerainternen Motoren ist. Habe ich das AF-S Objektiv an beiden Kameras, ist der Unterschied teilweise kaum noch spürbar (die F5 ist nachwievor sicherer im Fokussieren, als die D70, aber einen Unterschied in der Schnelligkeit kann ich kaum feststellen.)
Bei Flugaufnahmen von Vögeln, wo das AF-System extrem gefordert wird, habe ich mit älteren AF Objektiven um einiges mehr Ausschuss gehabt, als mit dem jetzigen AF-S Objektiv. Bilder:
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Gruß
Heiko
 

umatter

Aktives Mitglied
Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt - es geht weniger um die Geschiwindigkeit des eigentlichen Fokusiervorganges, sondern darum, dass die AF-S-Objektive eine kleine "Denkpause" einzulegen scheinen, bevor der Fokusiervorgang beginnt.
Es ist mir durchaus bewusst, dass bei der F5 die Unterschiede durch den sehr schnellen AF-Antrieb geringer ausfallen und auch die D200 scheint in dieser Beziehung recht großzügig ausgestattet worden zu sein.
Natürlich könnte man das Problem umgehen, indem man ab Beginn des Gefechts kontinuierlich die Schärfenachführung aktiviert - dies ist aber schwierig, wenn man als Jugendtrainer eines "normalen" Vereins auf mindestens 3 verschiedenen Bahnen in der Halle Gefechte beobachten und ab und zu für die Eltern (oder die eigene Analyse im Trainerteam) fotografieren muss/möchte.
Gruß
Urs
 
M

Mickman

Hi Umatter,

wichtig zu wissen wäre, welcher AF-Modus eingestellt war/ist.

Bei der ständigen Schärfenachführung zum Beispiel ist diese Verzögerung zu beinflussen durch die Einstellung AF-Lock. Diese Einstellung lässt die sofortige Schärfekorrektur zu oder auch die verzögerte. Das soll verhindern, dass der AF sofort "anspringt", wenn du zum Beispiel auf ein Objekt fixiert bist und gelegentich mal Leute durch das Bild laufen.

Vielleicht hat das irgendetwas damit zu tun.
 

umatter

Aktives Mitglied
Es war ein von mir vorgewähltes AF-Messfeld aktiv, der Autofokus war im Single-Modus - ich sehe eigentlich nicht, dass ich da eine "Fehleinstellung" nach einem Jahrzehnt n'mit NIkon-Kameras vorgenommen hätte (zumal meine klassischen AF-Objektive ohne diese "Denkpause" reagieren).
Da das Phänomen darüber hinaus sowohl an meiner neuen D200, als auch an meiner D100 und der F5 auftrat, schließe ich eine kameraseitige Einstellung als Ursache eigentlich relativ sicher aus.

Gruß
Urs
 

mattes

Hat vergessen, wo er wohnt
Hallo Urs.

Ich habe bei meinen beiden AF-S-Optiken (17-55 und 80-200) sowohl an der D70, D100, D1X und D2H nie eine solche Verzögerung beim Ansprechen bemerkt. Sie sprechen immer sofort an und springen in die Schärfeebene. Auch beim Nachführen des AF kann ich keine Verzögerung feststellen. Die D2H bietet einiges an AF-Einstellungen, die auch miteinander kombinierbar sind, was den AF-Betrieb teilweise deutlich beeinflusst. Was eine D200 da an Möglichkeiten bietet, weiß ich nicht.

Tritt das bei Dir mit allen AF-S-Objektiven auf, oder nur beim 17-55 ? Vielleicht ist das Objektiv ja nicht ganz okay. Vielleicht kannst Du das mit einem anderen AF-S (geliehen oder im Laden, falls Du kein anderes hast), einfach mal prüfen.

Wenn Du es mit mehreren Kameras getestet hast, scheidet die AF-Einstellung der Kamera als Ursache ja praktisch aus.
 

umatter

Aktives Mitglied
Danke für den "input" - vielleicht war wirklich das spezielle 17-55er nicht 100% ok oder mein Zeitgefühl an dem speziellen Tag "schlecht eingestellt".
Das jetzt von mir erworbene Exemplar weist dieses Problem nicht auf und wird am Wochenende auf einem Turnier gebührend eingeweiht
happy.gif

Die Autofokusgeschwindigkeit ist meines Erachtens aber immer noch ein bisschen von der Kameraelektronik abhängig - am schnellsten ist der AF-S des 17-55er (bitte nicht lachen) an meiner F5, an der ich den AF-Test spaßeshalber auch einmal durchgeführt habe. Das hat die unangenehme Konsequenz, dass ich wohl auf weitere AF-S-Objektive hin sparen werde...
Allerdings ringe ich da noch sehr mit mir, ob das wirklich sein muss. Optisch habe ich z.B. an dem Drehzoom 2,8/80-200 nichts auszusetzen. Aber das bessere ist ja bekanntlich der Feind des Guten.

Gruß
Urs
 

umatter

Aktives Mitglied
Nachtrag: Ich vermute, dass das AF-Modul der F5 einfach schneller die Entfernungsänderung verarbeitet und an das Objektiv "weitergibt" und sich daraus der gefühlte Unterschied bei der Schärfenachführung ergibt - auf die Schärfe der einzelnen Bilder hat dies an der D200 aber keinen negativen Einfluss.
 

mattes

Hat vergessen, wo er wohnt
Hallo Urs.

Gerade bei längeren Brennweiten (und - gute Lichtstärke vorausgesetzt - entsprechendem Gewicht der Optik) macht sich AF-S sehr angenehm bemerkbar.

Ich benutze das AF-S 2.8/80-200 mm sehr gerne. Optisch ist es den neueren 80-200ern (ohne AF-S, meine ich) ebenbürtig; der schnelle und treffsichere AF ist dann noch das kleine bischen mehr, das so richtig Spaß macht.

Grüße

Mattes
 

banty

Kennt den Türsteher
Hallo,

@Matthias:
Hast du dein AF-S mal gegen ein AF-D antreten lassen?
Das würde mich mal interessieren, ich habe nur ein AF-D und bin schon erstaunt, wie schnell diese rein mechanische Lösung fokussiert. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeit mit einem AF-S, aber gegen die anderen AF-D-Linsen, die ich so habe, scheint das 80-200er echt eine ziemlich gute Mechanik zu haben. Das 50er und 20er, beide ohne D, sind trotz geringer Masse, nicht wirklich so schnell, nur das 28-105 3,5-4,5 IF ist auch ziemlich schnell. Nur leider nicht ernsthaft von Hand zu bedienen...

Ciao Matthias
 
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