stefan_shanghai
Läuft öfters hier vorbei
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- 13 Jan 2008
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Ich habe meiner Frau gerade die Panasonic-Variante der leica C-lux1 gekauft, und da es bisher noch keine Kommentare zu diesem neuen Modell gibt, gebe ich mal einen kurzen Erfahrungsbericht. Da die Lumix mit der Leica baugleich ist (und jetzt bitteschoen keine Hinweise darauf, die Panasonic sei zweite Ware! Das glaubt eh keiner mehr), sind die Ergebnisse ja auch vergeichbar.
1. Handling
Vom Handling her ist die C-Lux vergleichbar mit anderen digitalen Kompaktkameras. Auch die Bedienungselemente sind aehnlich. Die Menues sind selbsterklaerend und einfach und werden ueber einen Vierfach-Kippschalter neben dem Display bedient. Ein separater Knopf zum Loeschen von Bildern ist praktisch, aber glaube ich auch nichts wirklich neues.
Das 2,5" Display ist hell, scharf und die Menus gross und gut lesbar. Man kann ein Gittermuster als Sucherbild einspielen, was ich extrem hilfreich finde.
Die Verarbeitung meiner Lumix ist hervorragend. Ganzmetallgehaeuse und sehr solide und edel. ich gehe davon aus, dass die Leica mindestans genauso gut ist, wenn nicht besser.
2. Funktionen
Die C-Lux1 ist vollautomatisch, es gibt keine Moeglichkeit der manuellen Belichtungskontrolle. Das haette mich beinahe davon abgehalten, sie zu kaufen. Da dies aber eine "Point & Shoot" Kamera ist und sehr klein, gehe ich davon aus, dass ich mir die Muehe der manuellen Einstellung sowieso fast nie gemacht haette.
Fuer individuelle Anpassungen gibt es eine ganze Reihe von Motivprogrammen (Soft Skin, Candle Light, Portrait, Landscape etc.). Dafuer, dass ich immer schon ein vehementer Gegner solcher Idiotenprogramme war, benutze ich sie jetzt erstaunlich oft. Warum? Weil die Ergebnisse bisher absolut ueberzeugend sind. Gerade bei der Benutzung des Blitzes in Raeumen kann man Ueberstrahlungen gut vermeiden.
Natuerlich darf man hier nicht dasselbe erwarten wie von einer digitalen SLR. Aber das sollte jedem eigentlich klar sein.
Es gibt bei der C-Lux1 keine Moeglichkeit von s/w-Funktionen, Sepiatonung etc.. Ich denke, dass man hier zugunsten anderer qualitativer Aspekte darauf verzichtet hat. Letztendlich ist die Konvertierung am PC eh besser als ein Programm, dass bei einer Kamera dieser Groesse nur unzureichend sein kann.
Die C-Lux1 bietet ausserdem auch ein Anti-Shake System. Ob die Ergebnisse dadurch erheblich besser werden, habe ich noch nicht ausreichend testen koennen.
Die Bildgroesse kann man auf deselben Bildformate einstellen wie die DLux, d.h. normal KB, 4:3, oder Panorama 28mm.
3. Aufloesung
Die C-Lux1 hat 6 Megapixel. Ich habe diese den 8MP oder sogar 10MP Modellen der Konkurrenz vorgezogen, da ich bei mehr Pixeln auch mit mehr Bildrauschen rechnen muss (Pixelgroesse). Fuer den normalen Hausgebrauch sind 6MP ja eh genug. Da ich die Kamera fast immer auf ISO 200 eingestellt habe, habe ich auch kein Rauschproblem. Bei hoeheren ISO-Zahlen muss man natuerlich mit hoeherem Bildrauschen rechnen. Getestet habe ich das aber nicht.
De Aufloesung und Schaerfe der Bilde ist bei normalem Hausgebrauch hervorragend.
4. Ausloeseverzoegerung
Die Ausloeseverzoegerung ist das, was jede Kompaktkamera fuer den Photographen, der analog gewoehnt ist, oder eine digitale SLR der besseren Art besitzt, zum Albtraum macht. Auch die C-Lux1 hat natuerlich eine Verzoegerung (Datails bitte woanders nachschauen), die zusammen mit dem automatischen AF dafuer sorgt, dass einige der Schnappschuesse in die Hose gehen. Als Vater von zwei Kindern kann ich davon ein Lied singen. Zum Glueck geht die Versagerquote hier nicht auf den Geldbeutel wie bei einer Filmkamera. Durch das Ausschalten des Blitzes und bei Weitwinkeleinstellung kann man die Ausloeseverzoegerung ausserdem auf ein ertraegliches Mass zurueckfahren. Dann ist es ganz OK. Wunder darf man bei einer Kompaktkamera eben nicht erwarten.
5. Optik
Ist hervorragend, wie von leica auch nicht anders zu erwarten. Als Weitwinkelfan finde ich vor allem das lichtstarke 28mm Objektiv grossartig. Auf Tele gezoomt habe ich bisher fast gar nicht, da ich vor allem Portrait photographiere und dafuer auch nah herangehe. Im Telebereich nimmt natuerlich die Lichtstaerke ab und die Verwacklungsgefahr zu. Eine 28mm Festbrennweite wie bei der Ricoh GR digital haette ich deshalb auch nicht verkehrt gefunden.
Bei diesem Bedingungen habe ich bei den ersten Ergebnissen keine Vignettierung oder Randverzeichnungen feststellen koennen. Haette mich auch ueberrascht.
Bei manchen Aussenaufnahmen habe ich einen starken Blaustich festgestellt. Ich muss noch ausprobieren, ob man das durch die entsprechende Wahl eines der Motivprogramme verbessern kann.
6. Synchronisation mit dem PC/Mac
Problemlos ueber eine USB-Verbindung. Man kann die Kamera ausserdem direkt mit dem DVD-Player verbinden und die Bilder auf dem fernsehr anschauen, wenn man will.
Die Kamera speichert alle Bilder im JPG-Format. Wer mehr will, also RAW und/oder TIFF, sollte sich etwas anderes kaufen.
7. VIDEO
Man kann natuerlich auch kleine Filme mit der Kamera produzieren. Habe ich aber noch nicht gemacht, weil mich das weniger interessiert.
Zusammenfassung:
Die C-Lux1 ist eine kleine, aber auch sehr feine Kompaktkamera. Ich habe das Gefuehl, dass hier viel Wert auf die Qualitaet der Verarbeitung und der Bildergebnisse gelegt worden ist, ohne auch Aspekte wie Bedienungscomfort etc. ausser Acht zu lassen. Dafuer bekommt man eine hervorragende Optik und sehr gute Motivprogramme.
Extrem hilfreich finde ich das grosse Display und das einspielbare Gittermuster bei gleichzeitiger Ausschaltung aller anderen Anzeigen. Das ist fuer die Bildkomposition super!
Was an der Kamera fehlt, sind die manuellen Belichtungsfunktionen. Dafuer sollte man sich dann die D-Lux kaufen.
Man darf bei der C-Lux nicht vergessen, dass es sich um eine Kompakt-Schnappschusskamera handelt. Zwar von hervorragender Qualitaet, aber natuerlich nicht vergleichbar mit einer SLR. Fuer wirklich anspruchsvolle Projekte im Bereich Natuer, Architektur etc. halte ich sie fuer weniger geeignet.
Ich habe das nicht gemacht, weil ich denke, dass ich dann besser eine wirklich gute Digitalkamera haben will. Leider gibt es von Leica bisher nichts, was mich interessiert. Das DMR ist mir zu klobig und teuer, EUR 4.000,- fuer die digitale M ist meiner Meinung nach ein Preis fuer Bekloppte (wenn ich mir die wesentlich guenstigere Konkurrenz anschaue), und eine volldigitale R noch nicht in Sicht (schade!). Also wird's wohl eine Canon...
1. Handling
Vom Handling her ist die C-Lux vergleichbar mit anderen digitalen Kompaktkameras. Auch die Bedienungselemente sind aehnlich. Die Menues sind selbsterklaerend und einfach und werden ueber einen Vierfach-Kippschalter neben dem Display bedient. Ein separater Knopf zum Loeschen von Bildern ist praktisch, aber glaube ich auch nichts wirklich neues.
Das 2,5" Display ist hell, scharf und die Menus gross und gut lesbar. Man kann ein Gittermuster als Sucherbild einspielen, was ich extrem hilfreich finde.
Die Verarbeitung meiner Lumix ist hervorragend. Ganzmetallgehaeuse und sehr solide und edel. ich gehe davon aus, dass die Leica mindestans genauso gut ist, wenn nicht besser.
2. Funktionen
Die C-Lux1 ist vollautomatisch, es gibt keine Moeglichkeit der manuellen Belichtungskontrolle. Das haette mich beinahe davon abgehalten, sie zu kaufen. Da dies aber eine "Point & Shoot" Kamera ist und sehr klein, gehe ich davon aus, dass ich mir die Muehe der manuellen Einstellung sowieso fast nie gemacht haette.
Fuer individuelle Anpassungen gibt es eine ganze Reihe von Motivprogrammen (Soft Skin, Candle Light, Portrait, Landscape etc.). Dafuer, dass ich immer schon ein vehementer Gegner solcher Idiotenprogramme war, benutze ich sie jetzt erstaunlich oft. Warum? Weil die Ergebnisse bisher absolut ueberzeugend sind. Gerade bei der Benutzung des Blitzes in Raeumen kann man Ueberstrahlungen gut vermeiden.
Natuerlich darf man hier nicht dasselbe erwarten wie von einer digitalen SLR. Aber das sollte jedem eigentlich klar sein.
Es gibt bei der C-Lux1 keine Moeglichkeit von s/w-Funktionen, Sepiatonung etc.. Ich denke, dass man hier zugunsten anderer qualitativer Aspekte darauf verzichtet hat. Letztendlich ist die Konvertierung am PC eh besser als ein Programm, dass bei einer Kamera dieser Groesse nur unzureichend sein kann.
Die C-Lux1 bietet ausserdem auch ein Anti-Shake System. Ob die Ergebnisse dadurch erheblich besser werden, habe ich noch nicht ausreichend testen koennen.
Die Bildgroesse kann man auf deselben Bildformate einstellen wie die DLux, d.h. normal KB, 4:3, oder Panorama 28mm.
3. Aufloesung
Die C-Lux1 hat 6 Megapixel. Ich habe diese den 8MP oder sogar 10MP Modellen der Konkurrenz vorgezogen, da ich bei mehr Pixeln auch mit mehr Bildrauschen rechnen muss (Pixelgroesse). Fuer den normalen Hausgebrauch sind 6MP ja eh genug. Da ich die Kamera fast immer auf ISO 200 eingestellt habe, habe ich auch kein Rauschproblem. Bei hoeheren ISO-Zahlen muss man natuerlich mit hoeherem Bildrauschen rechnen. Getestet habe ich das aber nicht.
De Aufloesung und Schaerfe der Bilde ist bei normalem Hausgebrauch hervorragend.
4. Ausloeseverzoegerung
Die Ausloeseverzoegerung ist das, was jede Kompaktkamera fuer den Photographen, der analog gewoehnt ist, oder eine digitale SLR der besseren Art besitzt, zum Albtraum macht. Auch die C-Lux1 hat natuerlich eine Verzoegerung (Datails bitte woanders nachschauen), die zusammen mit dem automatischen AF dafuer sorgt, dass einige der Schnappschuesse in die Hose gehen. Als Vater von zwei Kindern kann ich davon ein Lied singen. Zum Glueck geht die Versagerquote hier nicht auf den Geldbeutel wie bei einer Filmkamera. Durch das Ausschalten des Blitzes und bei Weitwinkeleinstellung kann man die Ausloeseverzoegerung ausserdem auf ein ertraegliches Mass zurueckfahren. Dann ist es ganz OK. Wunder darf man bei einer Kompaktkamera eben nicht erwarten.
5. Optik
Ist hervorragend, wie von leica auch nicht anders zu erwarten. Als Weitwinkelfan finde ich vor allem das lichtstarke 28mm Objektiv grossartig. Auf Tele gezoomt habe ich bisher fast gar nicht, da ich vor allem Portrait photographiere und dafuer auch nah herangehe. Im Telebereich nimmt natuerlich die Lichtstaerke ab und die Verwacklungsgefahr zu. Eine 28mm Festbrennweite wie bei der Ricoh GR digital haette ich deshalb auch nicht verkehrt gefunden.
Bei diesem Bedingungen habe ich bei den ersten Ergebnissen keine Vignettierung oder Randverzeichnungen feststellen koennen. Haette mich auch ueberrascht.
Bei manchen Aussenaufnahmen habe ich einen starken Blaustich festgestellt. Ich muss noch ausprobieren, ob man das durch die entsprechende Wahl eines der Motivprogramme verbessern kann.
6. Synchronisation mit dem PC/Mac
Problemlos ueber eine USB-Verbindung. Man kann die Kamera ausserdem direkt mit dem DVD-Player verbinden und die Bilder auf dem fernsehr anschauen, wenn man will.
Die Kamera speichert alle Bilder im JPG-Format. Wer mehr will, also RAW und/oder TIFF, sollte sich etwas anderes kaufen.
7. VIDEO
Man kann natuerlich auch kleine Filme mit der Kamera produzieren. Habe ich aber noch nicht gemacht, weil mich das weniger interessiert.
Zusammenfassung:
Die C-Lux1 ist eine kleine, aber auch sehr feine Kompaktkamera. Ich habe das Gefuehl, dass hier viel Wert auf die Qualitaet der Verarbeitung und der Bildergebnisse gelegt worden ist, ohne auch Aspekte wie Bedienungscomfort etc. ausser Acht zu lassen. Dafuer bekommt man eine hervorragende Optik und sehr gute Motivprogramme.
Extrem hilfreich finde ich das grosse Display und das einspielbare Gittermuster bei gleichzeitiger Ausschaltung aller anderen Anzeigen. Das ist fuer die Bildkomposition super!
Was an der Kamera fehlt, sind die manuellen Belichtungsfunktionen. Dafuer sollte man sich dann die D-Lux kaufen.
Man darf bei der C-Lux nicht vergessen, dass es sich um eine Kompakt-Schnappschusskamera handelt. Zwar von hervorragender Qualitaet, aber natuerlich nicht vergleichbar mit einer SLR. Fuer wirklich anspruchsvolle Projekte im Bereich Natuer, Architektur etc. halte ich sie fuer weniger geeignet.
Ich habe das nicht gemacht, weil ich denke, dass ich dann besser eine wirklich gute Digitalkamera haben will. Leider gibt es von Leica bisher nichts, was mich interessiert. Das DMR ist mir zu klobig und teuer, EUR 4.000,- fuer die digitale M ist meiner Meinung nach ein Preis fuer Bekloppte (wenn ich mir die wesentlich guenstigere Konkurrenz anschaue), und eine volldigitale R noch nicht in Sicht (schade!). Also wird's wohl eine Canon...