Bis vor kurzem hatte ich eine Minolta CLE, nun ist sie leider kaputt. Minolta repariert diese Kamera nicht mehr. Es sollen aber noch Werkstätten geben, die eine Reparatur durchführen können. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mir bei meiner Suche nach einer geeigneten Werkstatt helfen könntet! Man sieht hier wieder einmal, dass die Firma Leica offensichtlich zu älteren, ausgelaufenen Modellen eine andere Einstellung hat als die Firma Minolta.
Dieses persönliche Erlebnis soll aber nicht der Grund für meinen Beitrag sein. Ich möchte euch diese Kamera als Vorläuferin der M7 vorstellen.
Obwohl die CLE (= Compact Leica Electronic) schon 1980 auf den Markt kam, ist sie die eigentliche Vorläuferin der M7. Trotz ihrer Fortschrittlichkeit wurde sie zu ihrer Zeit nur wenig beachtet, so dass sie schon 1984 wieder vom Markt verschwand.
Sie ist die erste Messsucherkamera mit einem elktronisch gesteuerten Verschluss, der sogar noch während der Aufnahme Korrekturen vornimmt. Die Kamera besaß damit einen Zeitautomat. Diese Idee wurde bei Leica erst 21 Jahre später mit der M7 aufgegriffen.
Die CLE hatte schon damals einen TTL-Blitzbetrieb. Auch wenn er etwas einfacher wirkte, als man es heute gewöhnt ist. So wurde der Blitz nur dann ausgelöst, wenn das Blitzen aufgrund sonstiger Unterbelichtung unbedingt notwendig war. Übrigens gab es ein kleines leistungsfähiges CLE-Blitzgerät. Bei Leica wurde der TTL-Blitzbetrieb erst 1998 (also 18 Jahre später) durch die Einführung der M6 TTL realisiert.
Die CLE kann bezüglich der TTL-Belichtungsmessung auch als Vorläuferin der M6 Classic (ab 1984) angesehen werden. Denn die Messmethode ist mit ihr durchaus vergleichbar.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die CLE sehr leicht und klein ist.
Die Minolta CLE ist sicherlich eine bemerkenswerte, in ihrer Zeit zukunftsweisende Kamera; kann man sie etwa als gleichwertig zu einer M7 ansehen?- Wohl kaum.
Die CLE hat nicht nur zukunftsweisende Features.
Beispielsweise fehlt der Bildfeldwähler.
Außerdem sind die Leica M-Objektive nicht voll kompatibel. Adaptiert man beispielsweise ein 35mm-Objektiv von Leica an die CLE, so wird der 28mm-Rahmen angezeigt. Bei Verwendung eines 50mm-Objektivs wird ein 40mm Rahmen angezeigt. Nur ein 90mm-Objektiv lässt sich kompatibel adaptieren. Für 35-, 50-, 75- und 135mm-Objektive ist bei der CLE kein Leuchtrahmen vorgesehen. Benutzt man diese Leica-Objektive, lässt sich zwar die Entfernung messen, allerdings muss man den Sucherausschnitt über einen zusätzlichen Sucher beurteilen.
Die CLE hat keinen Messwertspeicher. Wenn beispielsweise die Belichtung des Bildes mit der Belichtung der Bildmitte nicht übereinstimmt, muss man auf manuellen Betrieb umstellen, bei dem keine Belichtungsmessung möglich ist. Das heißt, die im Automatikbetrieb ernittelten Daten werden dann manuell übertragen (Zeit + Blende).
Die CLE hat keine mechanisch gesteuerten Verschusszeiten. Das bedeutet, dass nichts mehr läuft, wenn die Batterien leer sind. Von vielen Fotografen wird dies als sehr wichtigest Argument gegen eine solche Kamera angesehen. Ich selbst finde das nicht so wichtig, da man sich ja vorher mit mehreren Batterien eindecken kann.
Ein wichtiges Argument gegen die CLE ist die sehr kleine effektive Messbasis von nur 28.8mm (M 0,58x = 40,2 mm; M 0,72x = 49,3; M 0,85x = 59,1mm), so dass lichtstarke Objektive nicht präzise fokussiert werden können. Ich hatte mit meiner CLE deutlich Fokussierungsprobleme.
Gruß Jochen
Dieses persönliche Erlebnis soll aber nicht der Grund für meinen Beitrag sein. Ich möchte euch diese Kamera als Vorläuferin der M7 vorstellen.
Obwohl die CLE (= Compact Leica Electronic) schon 1980 auf den Markt kam, ist sie die eigentliche Vorläuferin der M7. Trotz ihrer Fortschrittlichkeit wurde sie zu ihrer Zeit nur wenig beachtet, so dass sie schon 1984 wieder vom Markt verschwand.
Sie ist die erste Messsucherkamera mit einem elktronisch gesteuerten Verschluss, der sogar noch während der Aufnahme Korrekturen vornimmt. Die Kamera besaß damit einen Zeitautomat. Diese Idee wurde bei Leica erst 21 Jahre später mit der M7 aufgegriffen.
Die CLE hatte schon damals einen TTL-Blitzbetrieb. Auch wenn er etwas einfacher wirkte, als man es heute gewöhnt ist. So wurde der Blitz nur dann ausgelöst, wenn das Blitzen aufgrund sonstiger Unterbelichtung unbedingt notwendig war. Übrigens gab es ein kleines leistungsfähiges CLE-Blitzgerät. Bei Leica wurde der TTL-Blitzbetrieb erst 1998 (also 18 Jahre später) durch die Einführung der M6 TTL realisiert.
Die CLE kann bezüglich der TTL-Belichtungsmessung auch als Vorläuferin der M6 Classic (ab 1984) angesehen werden. Denn die Messmethode ist mit ihr durchaus vergleichbar.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die CLE sehr leicht und klein ist.
Die Minolta CLE ist sicherlich eine bemerkenswerte, in ihrer Zeit zukunftsweisende Kamera; kann man sie etwa als gleichwertig zu einer M7 ansehen?- Wohl kaum.
Die CLE hat nicht nur zukunftsweisende Features.
Beispielsweise fehlt der Bildfeldwähler.
Außerdem sind die Leica M-Objektive nicht voll kompatibel. Adaptiert man beispielsweise ein 35mm-Objektiv von Leica an die CLE, so wird der 28mm-Rahmen angezeigt. Bei Verwendung eines 50mm-Objektivs wird ein 40mm Rahmen angezeigt. Nur ein 90mm-Objektiv lässt sich kompatibel adaptieren. Für 35-, 50-, 75- und 135mm-Objektive ist bei der CLE kein Leuchtrahmen vorgesehen. Benutzt man diese Leica-Objektive, lässt sich zwar die Entfernung messen, allerdings muss man den Sucherausschnitt über einen zusätzlichen Sucher beurteilen.
Die CLE hat keinen Messwertspeicher. Wenn beispielsweise die Belichtung des Bildes mit der Belichtung der Bildmitte nicht übereinstimmt, muss man auf manuellen Betrieb umstellen, bei dem keine Belichtungsmessung möglich ist. Das heißt, die im Automatikbetrieb ernittelten Daten werden dann manuell übertragen (Zeit + Blende).
Die CLE hat keine mechanisch gesteuerten Verschusszeiten. Das bedeutet, dass nichts mehr läuft, wenn die Batterien leer sind. Von vielen Fotografen wird dies als sehr wichtigest Argument gegen eine solche Kamera angesehen. Ich selbst finde das nicht so wichtig, da man sich ja vorher mit mehreren Batterien eindecken kann.
Ein wichtiges Argument gegen die CLE ist die sehr kleine effektive Messbasis von nur 28.8mm (M 0,58x = 40,2 mm; M 0,72x = 49,3; M 0,85x = 59,1mm), so dass lichtstarke Objektive nicht präzise fokussiert werden können. Ich hatte mit meiner CLE deutlich Fokussierungsprobleme.
Gruß Jochen