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Nochmal andere IRFilter

arne_s

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
10 Nov 2004
Beiträge
464
Leica hat die Spezifikationen der UV/IR-Filter in den Größen E55, 60 und E67 geändert.
Die bisherigen sollen ab Firmware 1.10 nicht mehr mit Objektiven <28mm verwendet werden.
Diejenigen, die bereits Filter in den betroffenen Größen erhalten haben, bekommen noch einmal neue Exemplare geschickt.

Auslieferung:

Bestellnummer Bezeichnung Lieferstart
13413 Filter E55 UV/IR schwarz ab KW 22
13414 Filter E60 UV/IR schwarz ab KW 21
13415 Filter E67 UV/IR schwarz ab KW 24
13419 Filter E 55 UV/IR silbern ab KW 24

Es wird empfohlen, die bisherigen zu markieren, da sich die neuen äußerlich nicht von ihnen unterscheiden werden!

Gruß, Arne
 
Hallo Arne,

das ist echt ein Witz!!
Ich habe mir die Größe E55 von B&W gekauft, und nun soll
dieser Kauf für die Objektive Tri-Elmar 28-50 und Elmarit m 24mm
nicht mehr gültig sein, wenn die 1.10 rauskommt?

Ich werde die B&W Filter dann an Leica zum Umtausch senden.

Bin bisher mit den B&W Filtern bestens zurecht gekommen.
Warten wir es mal ab und testen die B&W mit 1.10

Gruß aus der Domstadt Freising
Hans
 
Hallo Hans,

von Umtausch ist keine Rede, wenn Du betroffene Filter von Leica erhalten hattest, bekommst Du die neuen zusätzlich geschickt.

Leica hat nie versprochen, daß die Cyan-Vignettierungskorrektur (ab Firmware 1.10) mit Fremdfiltern wie B&W oder Heliopan 100%ig funktioniert. Vielleicht hat Leica ja auch nur den Lieferanten gewechselt und die neuen Gläser sind jetzt von Schneider (B&W), wer weiß?

Ich glaube, daß das ganze für Kuddelmuddel sorgen wird, denn wenn die neuen sich nicht unterscheiden, wie soll man dann beim Kauf oder Gebrauchtkauf sicher sein, daß es sich um ein Neuexemplar handelt.

VG, Arne
 
Hallo Arne,

warten wir doch einfach mal ab.
Was mir viel größere Sorgen macht, daß ist das
Verschmutzen des Sensors.
Bei meiner 5D ist der Sensor nach über 1 Jahr immer noch o.K.
Bei meiner M8 ist jetzt nach der Reinigung in Solms, ohne Objektivwechsel!!!, wieder Schmutz auf dem Sensor.

Gruß aus der Domstadt Freising
Hans
 
Hallo,
darf ich mal eine allgemeine Frage stellen?
Warum braucht man bei den, meist japanischen, Mitbewerbern keinen solchen Filterschnickschnack? Zumindest funktioniert unsere Digitale Spiegelreflex einwandfrei mit allen Objektiven, sogar adaptierten R-Objektiven in bestechender Qualität!

Udo
 
Hallo Udo,

das hat technische Gründe und hängt mit der bei der Leica M aufgrund des kurzen Abstandes zwischen Hinterlinse und Sensor verschärften Randstrahlenproblematik zusammen.
Leica mußte den IR Absorptionsfilter über dem Sensor sehr dünn gestalten, so daß er nicht sonderlich effektiv ist.
Hätte man das Filter dicker gestaltet, hätte man Probleme mit weniger Schärfe in Randbereichen und Vignettierung bekommen.

Vermutlich hat man bei Leica bevor die Filterlösungen kamen gehofft, daß es keinem auffällt, wie bei der Nikon D1, D70 oder Epson R-D1, die im Prinzip das gleiche Phänomen hatten.
Oder Canon, wo man bei der EOS 1ds die gleiche Bandingproblematik hatte, wie bei der ersten ausgelieferten Serie der M8, die dann per Hardwareupgrade kostenlos behoben wurde.
Im Gegensatz hat Leica kostenlose Abhilfe (immerhin 2 Filter gratis)geschaffen, wogegen die Käufer der japanischen Mitbewerberprodukte erst mit Kauf der Nachfolgemodelle Abhilfe schaffen konnten, oder selbst auf die Filterlösung zurückgreifen müssen, eine Korrektur der bei kurzen Brennweiten auftretenden Cyanvignettierung ist dort allerdings nicht möglich, bei Leica aber aktuell in Vorbereitung, aber wohl nur für codierte Objektive.

VG, Arne
 
Manoman,
da sieht man mal, wie die digitale Fotografie noch in den Kinderschuhen steckt. Übrigens fände ich es aufgrund dieser Problematik eigentlich wieder sinnvoll, die Probleme möglicherweise doch mit speziellen Optiken zu lösen, die dann eben (leider) doch nur digital funktionieren (oder?).

Udo
 
Hallo Udo,

eines der Hauptargumente für die M8 ist, daß praktisch alle Objektive aus aus 55 Jahren M-Geschichte verwendet werden können, das wollte man bei Leica auf keinen Fall opfern.

Und letztendlich klappt das ja ganz gut, jedenfalls sind die Objektive so gut, daß sie auch digital ein gutes Bild abgeben, wogegen man bei anderen Herstellern teilweise bei der Verwendung von "analogen" Objektiven bitter enttäuscht wird und viel Nachbearbeitung in der EBV nötig ist, um Vignettierung, chromatische Aberration und Unschärfen zu korrigieren.

Von Kinderschuhen kann man m.E. nicht mehr unbedingt reden, die Physik läßt sich eben nicht so ohne weiteres überlisten, die Entwicklung geht eben stetig weiter, war die Objektiventwicklung allerdings analog letztendlich zum Stillstand gekommen, wird sie nun in der digitalen Aera fortgesetzt.

VG, Arne
 
Danke Arne für die fundierten und sachlichen Ausfürungen.
Das bringt Ruhe und Vernunft in die emotionsgeladenen Diskussionen.

Soweit so gut.
Versteh ich alles. Systempflege finde ich auch gut.
Es wäre hingegen auch denkbar, daß es sich irgendwann einfach rächt, an den alten Tugenden zu lange festzuhalten ... (ein rein philosophischer Ansatz.) Mal abwarten.

Mein Wunsch wäre, einen CCD-Chip zu Konstruieren, der frei von solchen unzulänglichkeiten ist. Einer, der einfach nur das Licht dort in der Farbe einfängt, wo sie auftritt. Mögen die Ingenieure mich erhören...

Udo
 
Hallo Udo
Ich denke auch, dass es wichtiger ist am Chip zu arbeiten, als Objektive, die jahr(zehnt)elang halten, an einen unzulänglichen Chip anzupassen, der nach wenigen Jahren (Monaten?) schon durch etwas besseres ersetzt werden kann. Insofern stimme ich Dir mit den Kinderschuhen, in den die Digitalfotografie steckt in gewisser Weise zu. Aber wie würde die Fotogemeinde über Leica herziehen, wenn sie jetzt noch immer nichts Digtales für R- und vor allem (weil mehr) M-Fotografen hätte?
Ich denke, Leica hat mit dem Einstieg in die digitale Systemfotografie den richtigen Zeitpunkt und einen recht guten Chip gewählt. Wären sie früher gekommen, hätte es wahrscheilich mehr Probleme gegeben, hätten sie immer noch nichts, siehe oben.
Insgesamt bieten sowohl DMR als auch M8 hervorragende Leistungen, mit toller Schärfe und wunderschöner Farbwiedergabe wie von Leica Objektiven seit jeher gewohnt. Mit der Filterlösung kann man gut leben und hat perfekte Farben. Das sehe ich für mich zwar eher als Zugabe, da ich meine Ms früher fast ausschliesslich mit Schwarz-Weiss-Film betrieben habe. Auch heute sind die Bilder, die meinen Drucker verlassen in der Regel schwarz-weiss. Ich könnte also auch ohne Filter arbeiten. Wenn es dann mal ausnahmsweise ein Motiv gibt, dass farbig besser wirkt, habe ich immer noch die farbigen Rohdaten. Daher sind die Filter – habe leider bisher nur B&Ws für Noctilux und 35Lux – trotzdem immer drauf.
's Grüessli

Till
 
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