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Nur Frust mit ständig kaputter F3

J

Jaenner

Hallo,

ich bin neu hier im forum und das ist mein erster Beitrag. Eigentlich hab ich mich nur angemeldet um meinen Frust über eine vor 1 Jahr gekaufte F3 loszuwerden.

Ich hab mich vor ca. einem Jahr entschlossen eine F3 zu kaufen, weil ich überall lese wie robust und stabil und unzerstörbar eine F3 ist. Dann hab ich die Kamera in die Hand genommen und war begeistert! Also hab ich mir eine F3/T gekauft, die innen und außen wie neu aussah.

Ich benutze die Kamera nur hobbymaäßig und sie wird sicher nicht sehr beansprucht, trotzdem, nach kurzer Zeit gings los:

1. Zuerst fiel der Knopf für die Lichtwertmessung heraus. Hmm. Also gut, Reparatur.

2. Dann fing auf einmal der Rückspulknopf beim Filmvorspulen an zu quietschen-> Werkstatt hats behoben.

3. Dann die Katastrophe: Verschluß kaputt. Ließ sich plötzlich weder spannen noch auslösen. Reparatur mit 240 Euro Kosten. Da war ich wirklich sauer.

4. im Winter dann, als es etwas kälter war hab ich mich über unterbelichtete Bilder gewundert. Der Fehler war, daß der Blendenmitnamering klemmte bei den Minusgraden. Ist das normal????

5. Heute leg ich die Kamera auf meinen Tisch, wie gesagt, ich LEGE sie, ich schmeiße sie nicht, und als ich sie wieder hochhebe ist der Pin ganz rechts auf der Spannhebelseite in den der MD4 reingehört einfach rausgefallen/gebrochen. Läßt sich auch nicht wieder reinschrauben -> totes Gewinde. Meines erachtens ein Konstruktionsfehler, denn die Schraube ist höchstens die ersten beiden Windungen im Gehäuse befestigt.

Ich bin STINKSAUER!!!! Ist das normal??? Ständig fliegen irgendwelche Teile ab!!! Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?? Langsam hab ich das Gefühl, daß ich ein russisches Fake von einer F3 gekauft habe.

Mein Vater hat eine F und die funktioniert seit bald 50 Jahren problemlos, ebenso die Voigtländer von meiner Mutter. Und die vielgepriesene F3 geht ständig kaputt.

Im übrigen bin ich mittlerweile der Meinung, daß die F3 äußerst billig gebaut ist, auch die Titanversion. Das Blech ist so dünn, daß man tumindest am Prisma mit den leichtesten Stößen dicke Dellen reinbekommt.

ich hoffe die bauen bei Nikon mal wieder eine stabile Kamera. Wie die Contarex von Zeiss zum Beispiel.

Grüße Jaenner.

P.S. Man kann den Eindruck krigen ich behndle meine F3 schlecht, das Gegenteil ist der Fall, ich ging IMMER sehr behutsam mit ihr um, ganz billig war sie ja auch nicht!.
 

buschkoeln

Mitglied
Das ist wirklich sehr schade. Meine "neue" F3 hat problemlos einen Absturz meinerseits verkraftet. Ich bin auf sie drauf geknallt und hatte 3 Wochen einen mordsmäßigen blauen Fleck auf den Rippen. Die Schäden an der F3 habe ich mit einem Taschentuch behoben: nur Schmutz vom Hang an der Uniwiese.

Vielleicht ist die T doch mehr eine Vitrinenkamera für Sammler.

Oder du hast ein Montagsmodell erwischt.

Oder die ist wie ein BMW konstruiert. Nach der vom Werk gewünschten "Halbwertzeit" fällt sie langsam auseinander, damit du die nächste Nikon kaufst.

Gruß
Jochen
 
H

Hdelijanis

Tja wirklich schade...aber man weiss ja nicht wie der Vorgänger mit der Kamera umgegangen ist, das lässt sich nicht immer an Gebrauchsspuren beurteilen.
Zu 1) Ist bekannt, kam bei bestimmten Jahrgängen vor.

Die anderen Fehler lassen eher auf einen unsachgemässen Umgang des Vorgängers mit der Kamera schliessen, normal ist sowas bestimmt nicht.
Möglicherweise war die Kamera vielleicht mal zu feucht gelagert, oder dem Regen ausgesetzt..usw...
Ich habe selbst eine F3T und die ist einwandfrei. Die Kamera ist wirklich stabil gebaut, ausser dem misslichen Lichtschalter und obige 1) ist nichts auszusetzen.
Ich würde sagen, da hast du eben wirklich Pech gehabt mit dem Kauf, das ist ärgerlich, aber keinesfalls nun zu verallgemeinern.

Natürlich waren ältere Kameras, wie z.B. FT3,F2 etc. zum Teil stabiler, aber bei der F2 z.B. befindet sich der Belichtungsmesser im Prisma und war so Stössen gegenüber noch anfälliger als z.B. bei der F3 wo sich der Belichtungsmesser `geschützt` im Gehäuse befindet.
Die Mär, dass man mit den alten F2 Nägel in die Wand klopfen konnte, ist somit also weit hergeholt und wird immer noch verbreitet, entspricht aber keinesfalls der Realität.

Grüsse
 

sverige

Aktives Mitglied
Hallo Jan!
Das ist bedauerlich zu lesen und ich höre so viele Klagen auf einmal wirklich zum ersten mal. Seit vielen Jahren photographiere ich mit Nikon,seit den 70zigern hat mich meine F2 noch nie im Stich gelassen und das gleiche gilt fuer meine F3. Du scheinst da wirklich ein sehr merkwuerdiges Exemplar erwischt zu haben.

Gruss aus Schweden!
Siegfried
 
Normal ist solcher Ärger mit einer F3 nicht, mit einer F3/T noch weniger. Hast Du eigentlich eine schwarze oder eine silbergraue Ausführung? In jedem Fall solltest Du sie mal vom Nikon-Service komplett checken lassen. Da kommt dann auch heraus, ob die Elektronik noch in Ordnung ist oder auch schon Korrosionserscheinungen zeigt. „Typisch F3“ ist das jedenfalls alles nicht, die alte Tante stellt eigentlich eines der robustesten Arbeitstiere dar, die Nikon je auf den Markt gebracht hat.

Gruß, Hans
 

rei

Mitglied
Hallo Jaenner,
meine F3 war ein ähnlicher Fall (12xx Seriennummer kein T). Ich hatte mich wegen des gepflegten Äusseren eine gebrauchte Kamera entschieden und sehr bald fiel der Belichtungsmessspeicher aus. Es folgte die Rückwandentriegelung, die Auslöseelektronik, na das wars dann auch schon. Als ich sie letztes mal durchchecken liess, weil sie bei feuchtem Wetter das Auslösen unterliess wurde mir beschieden, dass die Verschlussmagnete erneuert werden müssten.
Ich habe mir ne andere F3 gekauft, die auch bei schlechtem Wetter funktioniert und nehme die bisherige nur noch solange sie geht für Innen. Nachdem die F3 mittlerweile richtig günstig ist wünsche ich Dir viel Glück, solltest Du Dich nach Ersatz umsehen wollen. Prinzipell bleibt die F3 (samt System) für mich DIE Kamera, weil sie mit ihrem Zubehör alles ohne Einschränkungen kann (das geht mit den späteren F nicht, die können dafür halt sonst mehr,was solls;)
Du siehst, es gibt wirklich Montagsmodelle. Inwiefern die Titanmodelle tasächlich robuster sind würde mich auch mal interessieren, ich finde, die sehen immer besonders abgenudelt aus, v.A die Champagnerversion.

Nicht ärgern, Kopf hoch,
LG
Stephan
 
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