News Olympus hört auf

heribert

Aktives Mitglied
@dirk: meine Bemerkung war jetzt eher auf das Fuji System gemünzt. Wenn mFT mit kleinerem Sensor nicht kompakter wäre, wäre ja böse was schief gelaufen.
 

olympikon

Läuft öfters hier vorbei
Schade!!!!!!!!!!!
OM2 war mein Lieblingskamera, die ich dann, als die Gummis klebrig wurden durch eine OM4Ti ersatzte...
Die erste erschwingliche Nikon D70 - ich habe anfangs nicht begriffen, daß die Belichtungsmessung bei Start der Aufnahme vorbei ist - hat mittlerweile auch schon klebrige Gummies...

...als nächstes APS-C. Ich kann nur hoffen das KB noch hält bis ich mich verabschiede? Der Zeitpunkt wird kommen, ob in 5 Jahren oder in 50 Jahren...
Die Physik hilft (noch), daß größere Sensoren (noch eine Weile) überleben werden. Hmmm, möglicherweise nicht im Massenprodukt. Aber eine APSC ist auch schon kein Massenprodukt mehr.

Gruß
Matthias

PS: was mache ich jetzt nur mit meiner Duka, Jobo, Durst, usw...
 

olympikon

Läuft öfters hier vorbei
hmm, möglicherweise hilt mir meine Neuer Dunkeltisch oder Lichtraum mit AMD Unterstützung :)
 

dirk

CI Gründer
Admin
DAS hier ist das eigentliche Problem aus meiner Sicht für Olympus gewesen: In den letzten Jahren zu grosse Bodies mit zu grossen Objektiven und in den anderen Bodies absichtlich Funktionen vorenthalten. Jemand der sich für MFT entscheidet, will ein kleines und leichtes System haben.

e-m1-iiivsz6_990.jpg


Links Nikon Z6 (Vollformat!) mit 24-200 Zoom. Preis: $2,494. Gewicht: 1,155g // Rechts Olympus E-M1 III mit 12-100/4.0. Preis: $2,798. Gewicht: 1,141g.

Ich hoffe, dass Pansonic daraus lernt. Meines Erachtens ist es kein Problem, ein grösseres Top-Modell anzubieten wie die obige EM1 III oder eine Lumix G9. Aber man muss zum einen den Preis dabei im Vgl. zur Konkurrenz im Auge behalten und sicherstellen, dass man genügend kleinere MFT-Modelle als Alternative im Programm hat, die nicht künstlich in Funktionen oder beim Sensor limitiert werden.

Wenn ich als MFT Benutzer nur in dem grössten und schwersten Modell alle neuen Funktionen und Sensor bekomme und diese Modell gleich oder ähnlich teuer und gross ist, wie ein Vollformatmodell, dann werde ich mich logischerwiese für den grösseren Sensor entscheiden.

Die Nikon Z Optiken Z35, Z50 und Z85 sind hervorraged in der Bildqualität und für Vollformat sehr kompakt. Das ist der Druck von der einen Seite. Von der anderen Seite haben wir bspw. die Fuji XE3 (APS-C Sensor) mit den 3 WR Optiken 23, 35 und 50. Die sind alle ähnlich gross/schwer wie bspw. meine Lumix GX80 mit äquivalenten Optiken.

fuji_XE3_Lumix_GX80.jpg

Wenn dann eine GX80 oder GX9 oder ein Nachfolgemodell von diesen dann auch noch im Sucher oder in den Funktionen oder im Sensor oder in den ooc Jpegs künstlich limitiert sind, dann ist es für Fuji ein leichtes Spiel, mich als Kunden zu gewinnen.

Was die Hersteller allgemein nicht verstehen wollen: Ich kaufe mir nicht den grösseren Body, weil ich die anderen Funktion nicht in den kleineren Bodies habe, sondern weil ich eine grossen Body will. Selbst wenn alle kleineren Bodies das Gleiche könnten, würde ich dann den grösseren Body kaufen.

Das kann man sehr gut bei Panasonic sehen, wenn man die GX Reihe mit der G Reihe vergleicht,. Beide von der Funktionalität her fast identisch. Trotzdem werden manche User nie die "Sucherkamera" kaufen, obwohl diese kleiner ist als das Schwestermodell mit DSLR Aussehen.
 
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dirk

CI Gründer
Admin
Der Vorteil bei kleineren Sensoren ist ja, dass man normalerweise bei Weitwinkelzooms und bei Telezooms kompaktere Objektive bauen kann. Schauen wir einmal, wie es Olympus und wie es Panasonic im Vgl. zu Fuji (APS-C) gelöst haben:

fuji_XE3_Lumix_GX80b.jpg
Panasonic


fuji_XE3_Lumix_GX80c.jpg
Olympus

Bei beiden Bildern ist das dritte von rechts immer ein Oly 9-18mm WW-Zoom, um zu veranschaulichen, was mit MFT möglich ist. Auf dem zweiten Bild ganz rechts ist das Oly 7-14/2.8. Die hohe Lichtstärke macht es im Vgl. zum Fuji 10-24 sehr gross. Aber es gibt bei Olympus keine lichtschwächere Alternative zum 7-14er, nur eben das 9-18, das aber einen anderen Brennweitenbereich hat.

Bitte bei beiden WW-Objektiven von Olympus und Panasonic die Streulichblende wegdenken. Sie sind also beide deutlich kürzer, das Lumix 7-14 aber auch deutlich schmaler und kommt dadurch leichter in sehr kleine Fototaschen noch unter. Man nimmt es eher einmal auf Verdacht mit, da es weniger Platz in der Tasche verbraucht.

Bzgl. zu hohe Lichstärke als einzige Option auch gilt für den klassischen Bereich 70-200mm (umgerechnet). Oly bietet nur 2.8 an. Das ist ein riesen Objektiv im Vgl. zum Lumix 35-100/2.8 (auf beiden Bildern ganz links aussen) und dem Fuji 50-140/F2.8 daneben.

Die Lösung von Panasonic ist hier eindeutig sinnvoller für MFT.
 
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nikodemus

CI-Pate
Hallo Verehrungswürdige,

hier ein Artikel dazu aus der FAZ vom 26.06.20, der einen kleinen Überblick über die Historie und über das wenige, was hinsichtlich der Zukunft bekannt ist oder spekuliert wird.
Die Verbreitung der "Handys" wird auch anderen Herstellern das Leben noch schwerer machen.
Ich habe mit Agfa angefangen, habe auch einige Gehäuse und Objektive von Minolta weggeschenkt, bin bei Canon nicht mehr geblieben, als man dort digital wurde und dann, nach reiflicherer Überlegung als jeweils vorher, bei Nikon gelandet. Auch Nikon stand schon am Abgrund.

Es wäre gut für unsere Orientierung, wenn das Camera-Forum die derzeit bestehenden Marken in der Reihenfolge (etwa) ihrer Zukunftsaussichten unverbindlich (wie auch sonst) darstellen könnte. Dazu gehören auch die Smartphones, mit denen man sich, was die Bilder betrifft, immer mehr den hier vertretenen Marken annähern kann. Im "Handling" sind sie schon überlegen, und wenn man sich die zeitgenössischen Naturfilme im Fernsehen anschaut, enteilen Fotografie und Film immer schneller, und allen zur Kenntnis, dem, was ein ambitionierter Amatuier-Fotograf erreichen kann. Dazwischen bewegen wir uns hier, aber wir bewegen uns noch. Des woll'n wir froh sein für und für!

Mit besten Grüßen und Wünschen,
Nikodemus

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Olympus gibt sein Kamerageschäft auf - F.A.Z. – Unternehmen Freitag, 26.06.2020/
Nach 84 Jahren übernimmt eine Beteiligungsgesellschaft

pwe. TOKIO. Das traditionsreiche japanische Unternehmen Olympus gibt nach 84 Jahren die verlustreiche Produktion von Fotoapparaten auf. Olympus kündigte an, das Kamerageschäft an die private Beteiligungsgesellschaft Japan Industrial Partner (JIP) abgeben zu wollen. Beide Partner wollen sich darüber bis Ende September einigen und den Geschäftsübergang zum Jahresende festlegen. Die genauen Bedingungen der Geschäftsübergabe sind nach der gemeinsamen Absichtserklärung noch nicht ausgehandelt.

Olympus hatte die erste Kamera 1936 entwickelt und sich über die Jahrzehnte unter Fotofreunden einen guten Ruf für kleine und innovative Kameras erworben. Mit den immer besser werdenden Kameras in Smartphones aber schrumpft der herkömmliche Kameramarkt, der mit der Digitalisierung der Fotografie nach der Jahrtausendwende einen großen Aufschwung erlebt hatte. Olympus gehörte zuletzt zu den schwächeren Herstellern und buchte im Fotogeschäft drei Jahre nacheinander Verluste. Das Unternehmen nennt das als Grund dafür, sich von der Sparte zu trennen. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete die Kamerasparte einen Umsatz von 43,6 Milliarden Yen (360 Millionen Euro), der mit einem operativen Verlust von 10,4 Milliarden Yen erkauft wurde. Für Olympus ist die Aufgabe des Kamerageschäfts historisch ein Einschnitt, wirtschaftlich aber eine Befreiung. Das Kamerasegment trug zuletzt weniger als 6 Prozent zum Umsatz des Unternehmens bei, das sich schon seit langem auf medizinisches Gerät wie Endoskope spezialisiert hat.

Die Kamerasparte soll unter Leitung von JIP als eigenständiges Unternehmen weitergeführt und unter anderem Service für die Olympus-Kameras und Objektive leisten. Forschung und Entwicklung sowie Produktion sollen erhalten bleiben. Was das genau für das Kamerasystem bedeutet, das bisher unter dem Namen Olympus verkauft wurde, ist offen. Japan Industrial Partners ist eine Beteiligungsgesellschaft, die unter anderen mit der amerikanischen Beteiligungsgesellschaft KKR zusammenarbeitet. JIP hatte unter anderen 2014 von Sony das Vaio-Computergeschäft übernommen und die Marke bis heute weitergeführt.
 

dingo

CI-Pate
Olympus verliert etwa 5% seines Umsatzes und einen Verlustbringer, das ist vor allem für die betroffenen Mitarbeiter bedauerlich. Schade ist, dass wahrscheinlich die Artenvielfalt bei Kameras zurückgehen wird. Aber der Rückgang des Artenreichtums in der Natur hat größere Aufmerksamkeit verdient.
 

La Douce

CI-Pate
Moin,
Aber der Rückgang des Artenreichtums in der Natur hat größere Aufmerksamkeit verdient.
Das stimmt allerdings!
Natürlich ist der Verkauf der Kamerasparte kein gutes Signal, aber zum jetzigen Zeitpunkt weiß niemand, ob es nicht doch irgendwie weitergeht mit Kameras und Objektiven von Olympus.
 

Dicki

Da fällt uns kein Titel mehr ein
ich denke ja immer noch "Der Mensch will kreativ sein!"

Von daher ist mir um die Kamerasparte nicht bange. Bei APS-C teile ich die Einschätzung von Pentax und Fuji das dies eben das Consumerprodukt ist, da leichter und kostengünstiger als Vollformat. Für Olympus scheint es düster auszusehen, doch gibt es ja auch noch Panasonic. Die sind ja nicht ohne Erfolg in dem Gemenge. Von daher sehe ich da schon auch die Möglichkeit das Panasonic Olympus übernhmen wird. Es geht jsa auch darum das Olympus des M4third System entwickelt und freigegeben hat. Wenn ich Panasonic wäre würde ich nicht darauf bauen das es der Nachfolger auch so hält. Folglich würde ich da eher den ganzen Krams übernhemen.
 
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