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Sensor verunreinigt, ein häufiges Problem?

Balou

Gold CI-Pate
CI-Pate
Mitglied seit
11 Jan 2008
Beiträge
4,618
Hallo Freunde des Lichts,

ich habe schon mal ein ähnliches Thema gepostet, möchte dieses Mal aber nicht auf die Art der Reinigung hinaus. Jedenfalls nicht nur.

Ich hatte früher mit meiner Yashika nicht einmal ein solches Problem. OK, ich hatte nicht so viel Objektive zum Tauschen, das muss ich zugeben, aber wieso tritt das jetzt so häufig auf? Ich habe schon wieder zwei Schmutz-Punkt auf dem Sensor der D800.

Erst zum Anfang des Jahres war ich in Hamburg bei Nikon und habe meine D700 und D800 den Sensor reinigen lassen. Ich gehe jetzt schon mit 2 Kameras los damit ich nicht im Gelände die Objektive tauschen muss. Und trotzdem erwischt es mich regelmäßig mit Dreck auf dem Sensor.

Woher kann der denn nun noch kommen? Ich tausche nur noch im Arbeitszimmer die Objektive und nicht mehr draußen in der Natur. Ich halte das Gehäuse dabei nie nach Oben und sehe zu, dass die Zeit mit offenem Gehäuse so kurz wie möglich ist.

Frage: Wie oft im Jahr passiert das bei euch?
Wechselt ihr im Gelände die Objektive? Wenn ja wie macht ihr das dann?
Kennt ihr noch Tipps wie man Dreck auf dem Sensor noch besser vermeiden kann?

Danke für Infos und Anregungen

Gruss
 
Hallo Micha,

ich wechsele die Objektive häufig im Gelände und bin auch nicht vor Schmutz gefeit

Kamera vor dem Wechsel ausstellen und Gehäuse nach unten halten und trotzdem sieht der Sensor meiner D700 nach einiger Zeit wieder gesprenkelt aus

Sieht man meistens erst wenn bei stark geschlossener Blende fotografiert wird und der HG recht hell ist

Ein Patentrezept habe ich nicht

Merkwürdigerweise verschmutzt die D3000 meiner Frau nicht so sehr und sie wechselt auch häufig das Objektiv

Es kann natürlich auch sein das größere Sensoren schmutzanfälliger sind

Viele Grüsse

Ludwig
 
Staubprobleme habe ich auch, nicht sehr viele, aber sie sind fast unvermeidlich. Ich wechsele oft, da 90% meiner Aufnahmen mit Festbrennweiten gemacht werden. Die Objektive tragen bei mir grundsätzlich kameraseitig den Schutzdeckel. Der muss INNEN genauso sauber gehalten werden wie das Objektiv und dort aufbewahrt werden, wo es sauber ist. Sonst wandert der Staub von der Kameratasche zum Deckel, zum Objektiv auf den Sensor. Ob man das Gehäuse nach unten oder oben hält hat wenig Auswirkungen. Staub ist nicht schwer und wenn das Gehäuse nach unten zeigt, zeigt das Objektiv nach oben, nicht wahr? Wer glaubt dem Problem durch „Superzooms“ zu entkommen irrt wahrscheinlich. Viele Zooms sind wahre Luftpumpen. Ach ja, und wie stets mit dem Rauchen? Feine Asche und Rauch in der Luft ist auch eine Möglichkeit, sich den Sensor zu versauen, und man muss dazu nicht einmal selbst Raucher sein. Nur ein paar Denkanstöße...

Gruß
Klaus
 
Frage: Wie oft im Jahr passiert das bei euch?
Wechselt ihr im Gelände die Objektive? Wenn ja wie macht ihr das dann?
Kennt ihr noch Tipps wie man Dreck auf dem Sensor noch besser vermeiden kann?
Also ich führe jetzt nicht Buch drüber, aber Dreck ist immer mal wieder in der Cam. Läßt sich gar nicht vermeiden trotz etwas Vorsicht beim Linsenwechsel (ich mache da keinen Kult draus, besonders, wenn's schnell gehen soll). Allerdings reinige ich die Cams vor Shootings prophyllaktisch und sofort nach dem Shooting, wenn's besonders dreckig zuging (nette Feierabendbeschäftigung :D ). Einmal pusten ist entschieden weniger Arbeit als auszuflecken. Objektivwechsel draußen geschieht alle Nase lang, bei jedem Wetter. Ansonsten hat Klaus ja schon etliches gesagt: Objektive besonders auch hinten möglichst sauber halten.

Ansonsten kann ich Dir nur sagen, mach Dich nicht verrückt. Auch schon zu analogen Zeiten war das Staubproblem vorhanden. Nur fiel's durch ständiges Neueinlegen des "Sensors" gewöhnlich nicht auf. Aber wer hatte nicht schon einmal einen "Telegrafendraht" zu beklagen? Auch damals hieß es, bei jedem Filmwechsel das Kamerainnere kurz auszupinseln. Das war einfach als Automatismus in Fleisch und Blut übergegangen.
Also halt einfach Deine Cams routinemäßig und "automatisiert" sauber ohne einen Kult draus oder Dich selbst verrückt zu machen und gut ist. Jetzt anzufangen, draußen keine Objektive mehr zu wechseln, schränkt Dich nur massiv ein.

Gruß
Wolf
 
Ich sehe schon, ich muss mich von dem Anschaffungspreis der beiden "Kleinen" (D700&D800) lösen und zur normalen Benutzung übergehen.
Der Tipp mit dem Objektiv ist mir ehrlich gesagt nicht gekommen. Das Glas sollte ich mir mal anschauen unter der Verschlusskappe.... das wäre
eine Möglichkeit. Auch die "Luftpumpe" bei den großen 50-500mm Sigma ist nicht zu unterschätzen. Danke dafür.

Jetzt muss ich nur noch den richtigen Püsterich haben und vielleicht feine Wattestäbchen für Fotosäuberung um kleine Dinge selbst zu machen.
Bisher hatte ich den Köttel in der Hose wenn ich da ran musste.... das ist ja nicht eben billig wenn ich da was versaue.... :uhoh:

Danke bis dahin für eure Hilfe.

Gruss
 
2 rein subjektive Beobachtungen zu diesem ewigen Thema:

1. Zumindest bei den letzten 3 Kamerakkäufen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Sensordreck ein "Anfangsproblem" war, das nach einigen Monaten sich auf ein normales Maß eingependelt hat. Liegt wohl auch an minimalen Rückständen aus der Produktion (Abrieb), wie ich mal irgendwo gelesen habe. Diese Rückstände sind dann häufig noch schwieriger wegzubekommen, weil idR minimal oelig.

2. Was den Staub in der Umgebung beim Objektivwechsel angeht: Ich habe mir konsequent angewöhnt, den Objektivwechsel in Lee (Windschatten) durchzuführen, sprich mich mit dem Rücken zum Wind zu stellen. Seit ich das konsequent mache, muss ich viel seltener pusten. Ansonsten gilt das von Wolf Geschriebene zum Thema "sauber halten".

Gruß, Holger
 
Ich sehe schon, ich muss mich von dem Anschaffungspreis der beiden "Kleinen" (D700&D800) lösen und zur normalen Benutzung übergehen.
Das ist die halbe Miete. Kameras sind keine Juwelen, die man hegt und pflegt, bis sie makellos blitzen, und von allen Fährnissen des Tages 100%ig abhält, es sind Werkzeuge zum Bildermachen, nicht mehr und nicht weniger. Mit "ooch, die war aber sooo teuer" schaffst Du Dir nur Barrieren. Gerade professionelle Kameras sind zum Arbeiten gemacht und halten ganz entschieden mehr aus als Deine "Angstgrenze". Vernünftige Vorsicht und Pflege ja (das macht auch der Bildhauer mit einer guten Steinfräse oder der Kunstmaler mit seinen Pinseln), aber "hüten wie ein Augapfel" nein!

Gruß
Wolf ;)
 
Hallo Micha
Noch ein kleiner Tipp!!!
Wenn Du dir einen Püsterich zulegst, achte darauf das die Luft die hinten rein geht gefiltert wird!!! Filter gibts im Fotofachhandel für kleines Geld zu kaufen.
Was nützt Dir der beste Blasebalg wenn Du den Staub hinten ansaugst und vorne dann voll in die Kamera bläst?!?!?
LG
Denis
 
Hallo Micha,
mich plagt der Staub offenbar wenig (D800E): in einem Jahr einmal Staub gewischt und Sensor gepustet, ansonsten automatische Sensor(schüttel)reinigung beim Einschalten, mehr war nicht .

Das hat vielleicht auch was mit dem Kameratransport zu tun. Ich trage die Kamera und Objektive über längere Strecken nicht über der Schulter, sondern im kleinen (Tages)-Rucksack. Die gesamte Ausrüstung ist bei Nichtgebrauch immer in einem grossen Rucksack verstaut, dessen Innenauskleidung sich nicht statisch auflädt. Da hat der Staub schon mal wenig Chancen sich auf oder in die Kamera zu setzen.
Auch schon zu Mittelformatzeiten habe ich das nicht anders gemacht.

Natürlich ist die Kamera Werkzeug, aber muss man sie als Staublappen einsetzen ?
Ich sehe immer wieder Fotografen, die relativ sorglos ihre Kamera irgendwo zwischen Hüfte und Knien am Riemen baumeln lassen. Beim Gang durch die Stadt oder entlang von Feldern und Wiesen ist so die Staubaufnahme in allen Ritzen der Kamera sicher nicht zu unterbinden.

Viele Grüsse
Johannes
 
Jetzt muss ich nur noch den richtigen Püsterich haben und vielleicht feine Wattestäbchen für Fotosäuberung um kleine Dinge selbst zu machen.

Moin Micha,

vorweg, ich reinige meine Kamera nie "draußen" im Spiegelgehäuse, mache es wie die meisten hier, Objektive mit Rückdeckel in der Tasche und beim Wechseln die Kameraöffnung nach unten und wenn es eben geht zügig wechseln - gereinigt wird die Kamera zu hause mit dem Giottos Q-Ball im Spiegelkasten, das reicht in über 90% der Fälle aus, und das mache ich nach jeder Tour je nach Verschmutzung.

Wattestäbchen hab ich noch nie benutzt, die fusseln und das brauche ich nicht.

Als sehr gute Möglichkeit Staub und Flecken von Hinterlinsen oder Frontlinsen zu entfernen benutze ich Einweg-Alkoholtupfer aus der Medizinsparte, die haben 70-80% Isopropanol fusseln gar nicht und machen keine Wasserflecken, nachgewischt wird mit einem Mikrofasertuch (bekommt man gratis beim Optiker des Vertrauens) - auch das Glas wird nach jeder Tour gereinigt.

:z04_bier01:
 
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