Ein solides Objektiv, besonders mechanisch.
Das, wofür Leica mit seinen extrem teuren Optiken heute gepriesen wird und damit Leica-Qualität zum Minolta-Preis? Sicherlich nicht!
Soll es ein Geheimtipp sein, dann ist es sicherlich das 4/35-70, welches gut gebaut ist (Japan) aber eine aktuelle Leica-Rechnung darstellt (wie das 80-200).
Max. Qualität stellen natürlich die echten Solmser dar, z.B. das 28-90!
Der Hintergrund nach meinem Wissen:
Es gab im Versuch den Japanern zu begegnen zumindest nach Ende des Familienunternehmens Leitz (Leitz III. in den 60ern?) verschiedene Abkehrungen von eigenen Stärken (hohe Kosten gerechtfertigt mit max. Qualität). Dazu gehört das heutige Werk Portugal (Einzelteile, kleine Ferngläser etc. - keine Kameraoptiken!), das Werk Kanada (Produktion der einfacheren und der aus Umweltschutzgründen nicht in D fertigbaren Optiken z.B. das Noctilux), welches heute als Elcan einem anderen Konzern gehört und u.a. die viele Panavision-Optiken für die Filmindustrie rechnet und fertigt und durch konsequente, jahrzehntelange Knowhow/Qualitätstransfer-Bemühungen sicherlich der qualitativ beste ausländische Leica-Produktionsort war, sowie Kooperationen mit japanischen Herstellern (besonders Minolta). Ich denke das 3,5/35-70 entstammt letzterer Kooperation.
Meines Wissens gab es durch einen Optikchef Ende der 80er Jahre eine Rückbesinnung auf technologisch/qualitative Maximierung, angefangen mit dem Apo 100, woraus alle Maßstäbe setzenden Optiken der heutigen Zeit folgten - mit der Konsequenz der Aufgabe der billigeren Standorte.
Selbstverständlich ist die Produktion ein wesentlicher Bestandteil der resultierenden Produktqualität - auch wenn dies in Zeiten der sogenannten Globalisierung und eine Verlagerung vieler Produktion in Billiglohn-Länder nicht gerne gehört wird (die, die Verlagerungen beschließen sind nicht selten die, die am weitesten von dieser entfernt sind - monetär als auch im Wissen über Produktion).