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VR in Kamera oder Objektiv

werbespezi

Bleibt öfters zum Abendessen
Im Objektivbereich wird gerade über VR oder nicht VR diskutiert.

Berichten zufolge sind die VR Linsen zumindest meßtechnisch mitunter schlechter in der Bildqualität, wie auch ich bereits mehrfach gelesen habe.

Da stellt sich mir nun die Frage:

Ist ein VR in der Kamera besser untergebracht als in dem Objektiv?

Gibt es hier vergleichende Tests?

Wenn VR im Objektiv schlechter ist, sollten die Hersteller konsequenterweise die Kameras hier nachbessern bzw. entsprechend entwickeln.

Bin gespannt auf Eure Infos!

Helmut

(der jetzt erst mal bei einer Geburtstagsfeier auftauchen wird - nicht der eigenen!)
 

Martina

Gesperrt
Hallo Helmut,

das interessiert mich auch. Habe aber erstmal eine Gegen- und eine Anschlussfrage:

Was genau meinst du mit "schlechter in der Bildqualität"?

Zweitens: Ich konnte neulich ein 70-200 VR an fliegenden Möwen ausprobieren (auf AF-C gestellt) und hatte den Eindruck, dass der VR die Auslösung verzögerte.
Fotos, die ich anschließend mit meinem 80-200 ED Schiebezoom von den Möwen gemacht habe, waren schärfer. War vielleicht reiner Zufall, aber ich vermute, dass hier der VR "schuld" war.
Kann das wirklich stimmen?

LG
Martina
 

werbespezi

Bleibt öfters zum Abendessen
Hallo Martina,

bezüglich Deiner Anschlussfrage ist mein wichtigstes Wort: meßtechnisch.

Ich habe bisher nur mit dem 80-200er Schiebezoom analoge Ergebnisse vorliegen und die sind über jeden Zweifel erhaben!

VR habe ich digital mit dem 18-200er vorliegen und empfinde die optische Leistung durchaus als gut, wenn auch bei weitem nicht als sehr gut direkt aus der Kamera - dafür aber mit dem Quentchen Zeitgewinn, was mir so manches Bild rettet, dass ich von statischen Motiven mit vorhandenem Licht gemacht habe.

Die Auslöseverzögerung dürfte dann eintreten, wenn Du den VR nicht schon aktiviert hattest durch Antippen des Auslösers. Dann muss die "Maschinerie" tatsächlich erst mal anspringen, bevor es zur Aufnahme übergehen kann.

Wenn ich nun in dem anderen Beitrag lese, dass das AF-S 80-200 Optik 10 hat und das 70-200 VR "nur" 9,4, dann halte ich das für die praktische Fotografie ehrlich gesagt für marginal! Andererseits würde es u.U. das letzte Quentchen an Qualitätsgewinn bringen, wenn die VR-Funktionalität im Kameragehäuse untergebracht ist und man dann ein AF-S 80-200 einsetzen kann ...

Hier kommt aber für mich die Unbekannte ins Spiel, inwieweit die VR-Aufhängung des Kamerasensors ev. wiederum zu Unschärfen oder Vignettierungen führt, die dadurch verursacht würden, dass sich der Sensor quasi aus dem telezentrischen Bereich herausbewegt.

Hier würde ich gerne mal Praxiswerte sehen, z.B. mit der Komi 7D oder Pentax K100D ... wobei ich nicht weiß, ob es das 80-400 OS Sigma mit diesen Anschlüssen gibt, damit mal mit Objektivstabilisierung und mal mit Kamera-Bildstabilisierung fotografiert werden könnte ...

Im Internet habe ich bis dato auch noch keinen Erfahrungsbericht gefunden ...

Darum mein Beitrag zum Thema.

Bezüglich Deiner Erfahrungen bei den Möwenbildern ... finde ich interessant zu hören und wäre anhand der Bilddaten sicherlich interessant zu prüfen, woran das gelegen haben könnte.

Schönen Abend

Helmut

... mit Kuchenbauch :))
 

Martina

Gesperrt
Hallo Helmut!


113471.gif


Hab sie schon wieder gelöscht. Habe zu dem Zeitpunkt nicht daran gedacht, dass ich den Vergleich hier ins Forum tragen könnte. *schäm*

LG
Martina
 

werbespezi

Bleibt öfters zum Abendessen
Hallo Martina,

das spricht für Dich ... denn es zeugt in Zeiten wachsenden Speichervolumens von einer wirklichen Größe, wenn man/frau dem reinen Bildersammeltrieb noch widerstehen kann und wirklich nur die guten und ausgesuchten Bilder aufgehoben werden.

Diesbezüglich muss ich mich selber auch mal ernsthaft an die Nase fassen
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Allerdings finde ich es erstaunlich, dass wir beiden - sozusagen alleine auf weiter Flur - hier ungestört schreiben können und keine weiteren Beiträge kommen.

Aber ist ja erst der zweite Tag! Mal sehen, wer uns am Wochenende entdeckt
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benegit

Läuft öfters hier vorbei
Hi zusammen,

meiner Meinung nach kann man mit den VR Linsen in jeder Hinsicht zufrieden sein. Ich kenn's allerdings nur vom 70-200Vr.

Martina, wenn man Möwen im Flug fotografiert, gibts ja eh keinen Grund den VR zu benutzen.
Und der AF-S des 70-200er's ist wirklich sehr schnell. Da kommt so ein 80-200 Schiebezoom, aber auch das Drehzoom, welches schon recht fix ist, nicht mit. Wenn man also mit einem der 80-200er weniger Ausschuss hat, liegt das definitiv am Benutzer...
Besonders an einer D70 usw. ist der Unterschied sehr groß. An ner D2X/H schrumpft das ein wenig zusammen.

Schöne Grüße
Benedikt
 

virgil

Bleibt öfters zum Abendessen
Hi Martina,

VR ist grundsätzlich eine feine Sache für lichtschwache Situationen in denen man normalerweise das 70-200VR @ 200mm wegpacken würde/müßte. Dass der VR die Bildqualität nachteilig beeinflussen kann ist bereits bekannt. Da Bildstabilisierungen mechanisch wirken und eine gewisse Zeit brauchen bis sie bereit sind ist zwar nicht unmöglich aber doch eher unwahrscheinlich, daß die in-camera Stabis jenen in den Objektiven überlegen sind. Ich bin schon mal froh, daß jemand diese Technologie erfunden hat und diese ständig weiterentwickelt wird auch wenn nicht jeder shot optimal scharf ist. Und wenn ich an das shooting beim America's Cup vom schwankenden Schiff denke würde ich nicht wissen wollen wieviel höher der Ausschuss ohne VR active gewesen wäre ;-)

Cheers
Virgil
 

staufer

Aktives Mitglied
Hallo Helmut,

das Sigma 80-400 OS gibt es nicht für Sony- bzw. Pentax-Anschluss. Die Aufhängung des Linsensystems bei VR-Objektiven soll ja gegenüber Nicht-VR-Objektiven etwas weichere Bilder erzeugen. Beim Abschalten des VR soll sich daran allerdings nichts ändern. Folglich würde ein Vergleichstest mit Objektiv-VR abschalten und Kamera-VR zuschalten nichts bringen.
Ich kann mich noch an aufkommende Diskussionen bezüglich der Kompatibilität des AS mit für APS-C gerechnete Linsen in anderen Foren erinnern, als KoMi die 7D herausbrachte. Allerdings hat KoMi dann selbst solche Linsen ins Programm genommen(umgelabelte Tamrons), AS sollte also auch mit diesen Linsen ohne gravierende Nachteile in der Abbildungsqualität funktionieren. Tests sind mir dazu aber auch nicht bekannt.
In Colorfoto 11/2006 gab es übrigens auch einen Beitrag zum Thema Kamera-VR. Ich zitiere aus dem Schluss: "Ein weiteres Problem, über das man bisher wenig weiß, ist die Lebensdauer solcher Systeme. Bei einer Minolta A1 der Redaktion ist bei durchschnittlicher Benutzung nach ca. 2 Jahren das AS ausgefallen. Dies ist natürlich nicht repräsentativ und auch nicht unbedingt besorgniserregend, doch halten stabilisierte Objektive auch bei hartem Profieinsatz länger durch. Da beim Sensor-AS eine ganze Plattform mit dem Sensor teils recht weit verschoben werden muss, wirken meist größere Kräfte auf die Mechanik als bei Objektiven, in denen nur eine Linse bewegt wird. Insbesondere bei den großen SLR-Sensoren dürften die Kräfte nochmals um einiges höher sein als bei der A1."
Der AS meiner A1 (über 2 Jahre alt) funktioniert allerdings noch.
Persönlich habe ich auch schon in Richtung Sony/Pentax geschielt, da die Sache zum einen recht preiswert ist und ich mir zum anderen manchmal auch im WW-Bereich bei Available-Light-Aufnahmen VR wünsche.
Andererseits funktioniert Kamera-VR nicht bei Mitziehern und das sehe ich persönlich wieder als Nachteil gegenüber Objektiv-VR an.
An einen sichtbaren Vorteil von Kamera-VR gegenüber Objektiv-VR glaube ich nicht.
Deswegen lautet mein Fazit momentan: Prinzipiell gebe ich Objektiv-VR den Vorzug. Bitte in alle Objektive einbauen und das Ganze preislich attraktiver machen.

Grüße
Wolfgang
 
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