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Warum ich mir keine Digilux 2 zulege

stefan_shanghai

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
13 Jan 2008
Beiträge
462
Hallo,
letzte Woche war ich in Hong Kong und hatte eigentlich die Absicht, mir das identische Schwestermodell der D2, die Panasonic DMC-LC1 zuzulegen. Nach etwa einer halben Stunde testen im Laden und dem Erwerb einer CM Zoom fuer meinen Vater habe ich mir die Kamera dann doch nicht gekauft. Warum?

1. Beim letzten mal hatte mir der Verkaeufer gesagt, der Preis waere schon auf EUR 4.300,- gefallen. Das war eine Ente. Die LC1 kostet auch in HK immer noch etwa EUR 800,-.

2. Das Handling der Kamera und die Funktionen haben mir alle sehr gut gefallen. Was mir aber ueberhaupt nicht gefiel, war der Sucher. Ich weiss nicht, wie andere mit der D2 manuell fokussieren, aber mir geht das Geflimmer ziemlich auf die Nerven. Ich habe deshalb schon nach zwei Versuchen aufgegeben und den AF zugeschaltet.
Was aber letztendlich den Ausschlag gegeben hat, war das Feeling beim Photographieren. Der Grund, warum ich vor drei Jahren von Nikon nach leica M gewechselt habe, war der Spass an mechanischen Kameras, das Gefuehl in der Hand und das Wissen, noch ganz nah am Prozess der Bildkreation zu sein.
Mit der LC1 hatte ich genau dasselbe Gefuehl des "Knipsens" wie bei meiner Sony Cypershot Digiknipse. Man drueckt auf einen Knopf und es kommt irgendwie auf der anderen Seite ein Bild heraus. Ueber die Qualitaet laesst sich nicht meckern, aber Spass macht mir das nicht mehr. Insofern hat mir dieser Test mal wieder deutlich gemacht, dass Digitalphotographie zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nix fuer mich ist.

Mit einer digitalen M + echten (d.h. nicht elektronischen) Sucher saehe das vielleicht anders aus. So kam ich ich mir aber vor, als wenn ich aus einem 1950er Bentley in einen Toyota Corola steige. Praktisch aber ohne Seele!

Sorry, stefan
 
Lieber Stefan,

ich habe zwar nur die Digilux1 kenne aber auch den ständigen Vergleich mit Digilux2 und der angblich baugleichen etc. Panasonic.
Du hast leider nicht die Digilux2 getestet sondern die Panasonic. Es ist nicht das selbe (kann es sowieso nicht sein aber auch nicht das gleiche!
Kürzlich war ich dabei als ein Freund von mir vor der gleichen Wahl stand und hat sich - wegen des geringeren Preises - für die Panasonic entschieden ....
sad.gif
denn sie ist ja fast wie usw. usw, aber eben nur fast und dieser kleine aber m.E. wesentliche Unterschied machte es aus und rechtfertigt es, sich für die Leica zu entscheiden.

Diese Mail ist für mich gleichzeitig Testmail für das Antworten als eMail. Mal gucke was da jetzt anders funktioniert.

Funktioniert bei mir nicht, weil ich aus Sicherheitsgründen über einen anderen Server die Mails empfange und dieser Server als Absender fungiert.
Herzliche Grüße aus Bonn

Monti
 
Lieber Stefan,

wenn Du eine Kamera mit Seele wünschst, ist die Digilux denkbar ungeeignet. Sie passt auch nicht so ganz zum klassischen Leicamythos.
Dafür ist sie aber sehr nahe an den Ideen von einem gewissen Herrn Barnack, der sicherlich auch erst mal laut gelacht hätte, wenn jemand in seinen Produkten eine Seele und nicht ein Werkzeug suchte. Die D2 ist schlicht Werkzeug, Seele bekommt sie erst durch ihren Anwender. Dies wiederum lässt sich mit der D2 relativ leicht realisieren, in technischer Hinsicht durch die klassisch-manuelle Bedienungsmöglichkeit und - für die, die's brauchen, in Form eines roten Punktes als Motivation, über sich selber hinauszuwachsen.
Aber des einen Uhl ist ja bekanntlich des anderen Nachtigall, und so gestehe ich, dass ich mit den Suchern der D2 sehr gut zurechtkomme. Dies verlangte allerdings auch ein Stück Entgegenkommen meinerseits. Aber wenn ich dann so rüberschaue, mit welchen Nachteilen M-Fotografen so im Alltag leben und sich dabei erfolgreich und täglich einreden, es gäbe nichts Besseres...naja.
Ich würde meine jedenfalls nicht mehr hergeben. Und nachdem ich mich erst mal auf die D2 eingeschossen hatte, sind mir viele, sehr gute Bilder damit gelungen, nichts Kreatives, aber doch Bilder, die ich gerne anschaue, und neuerdings sogar publizieren soll, wenn auch in analoger, gedruckter Form.

Gruss, Tante I.
 
Hallo zusammen

Mir ging es gleich wie Stefan. Ich hatte eigentlich auch die Absicht eine D2 zu kaufen. Aber der Flimmersucher war für mich der Töter. Die Linse hätte mir schon gefallen und auch das Gehäuse. Der Sucher ist aber für mich schon noch ein wichtiges Element an einer Kamera.

Da ich nicht Umsteiger sondern Sowohlalsaucher - bitte bei Gelegenheit in den Duden aufnehmen :-) - bin, habe ich mich halt mit der kleinen DSLR von Canon und einem vergleichbaren - pardon, natürlich nur in Brennweite und Lichtstärke - Objektiv von Sigma getröstet.

Ich danke an dieser Stelle für die Anteilnahme und die Beileidsbezeugungen, die ich dafür schon empfangen durfte :-)

Wenn ich aber dann die Ergebnisse in A3 aus dem Printer empfange, bin ich mit mir, der Welt und der kleinen Canon doch recht zufrieden.

Immerhin kann ich doch schon was machen, während andere noch auf ihre heiss ersehnten und schweinteuren Digitalbacks warten. Da ist wohl auch ein wenig Anteilnahme angesagt.

Ich liebe es, machmal ein wenig ketzerisch zu sein.

Freundliche Grüsse

Hans
 
Hallo,

ähnlich wie die Tante möchte ich auch auf meine D2 nicht verzichten. Ich hatte mich vor 14 Monaten zum Kauf entschlossen und habe seitdem mit keiner anderen Digi geliebäugelt.
Der Sucher ist kein Finder. Aber nach ein paar Monaten M-Nutzung war mir das Schnittbild der R auch zu unpräzise und manuelles Fokussieren mit der D sollte man bleiben lassen. Und wenn es für den AF zu dunkel wird, dann hilft nur eine M.
Wenn ich mich heute entscheiden müsste, ob ich mir eine D2 oder eine Canon/Nikon zulege, dann würde die Sparsamkeit siegen. Vor einem Jahr waren 5 Mio Pixel Stand der Technik, heute sind es 8 Mio, morgen mehr als 10. Der Wertverlust in erlebter Bildqualität ist eminent. Wenn ich mir vor 20 Mio Pixel doch noch eine Digitale zulegen sollte, dann eine günstige Plastikversion, deren Preis mit der Halbwertszeit der Technik übereinstimmt.
Aber von der Bedienbarkeit und der Optik aus gesehen, produziert die D2 das was ich haben möchte: Bilder an denen ich sofort das Verbesserungspotenzial sehe und es ohne Handbuch auch umsetzen kann.
Über die Seele der D2 können wir reden, wenn das Fotohandy allgegenwärtig ist. Für mich hat die R8/9 auch keine Seele. Und die M hat meine Seele.

Gruß Uwe
 
Hallo Oliver,
ich kann Deinen Standpunkt schon verstehen. Die D2 liefert natuerlich gute Ergebnisse und ist ein gutes "Werkzeug".
Ich muss aber auch zugeben, dass meine leicas fuer mich, als Hobbyphotographen, eben vor allem "Spielzeug" sind
kiss.gif
. Und deshalb gehoert das Feeling einer mechanischen Kamera absolut dazu.
Gruesse, stefan
 
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