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Welcher Anschluss und welcher Marktwert derzeit Zeiss 1000er Tele

nikonian

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Mitglied seit
9 Jan 2008
Beiträge
6
Hallo, liebe Rollei-Fans.

Ich wildere als Nikonian nun in Eurem Forum. Wo sonst könnte ich mich informieren und Hilfe holen, wenn nicht hier.

Also, ich habe ein schickes und monströses 1000er Tele mit einer Öffnung 8. Nun ja, ich vermute, weiß es aber nicht genau, dass es sich hierbei um ein Tele-Tessar für die SL66 handelt. Ich hänge Euch gern mal ein paar Bilder an; ich bin mir sicher, dass Ihr es kennt.

Ist es tatsächlich ein SL66-Anschluss? Ist der chromfarbene Anschluss für den Filtereinsatz?

Gibt es denn für dieses Objektiv Adapter für Canon oder Nikon (auch über Umwege mittels T2)?

Und die letzte Frage. Ich habe bisher nur ein Händler gefunden, der in Norwegen ein 8/1000 Tele-Tessar anbietet, für umgerechnet 24.000,00 Euro. Welcher Wert ist denn für dieses "Monster" üblich? 12.000-15.000 Euro? Das entspräche knapp der Hälfte des Neupreises, wenn es denn neu wirklich so teuer ist.

Für Eure Hilfe bedanke ich mich herzlich.
Viele Grüße.
Andreas


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Ist schon ganz richtig erkannt, ein Tele-Tessar für SL 66 und wenn man den Tubus abnimmt, kommt ein Bajonett Größe VI zum Vorschein, damit mam Filter montieren kann.

Preis? Na ja, Optimisten gibt es immer und überall ... aufgrund der geringen Stückzahl wäre es aber unsinnig von "üblichen" Preisen zu sprechen.

Adapter? VOn Rollei gab es mal einen mit Eintellschnecke auf QBM (Das Bajonette für Rolleis 35mm SLR Kameras), von da aus geht es ... na ja, gerade mal noch nach Canon EOS. Hier wäre dann wohl Bastelarbeit und ein Balgen (das Objektiv hat ja sonst weiter keine Entfernungseinstellung, gelle!?) angezeigt.

Das simpelste (und da Zeit auch Geld ist auch das billigste) dürfte der Erwerb einer passenden SL 66 oder SL 66 E sein.

Grüße
Jan
 
Hallo Ja, ich danke dir herzlich für die Infos. Na ja, Mittelformat habe ich ja schon (P6 nebst 50er Flektogon und ein 120er Biometar).

Ich gehe mal davon aus, dass ich es wohl besser veräußere und mir mit dem erworbenen Geld mein F-Bajonett füttere. ;-) Mit den Nikons bin ich aufgrund der Kompaktheit doch häufiger auf Motivsuche.

Beste Grüße.
Andi
 
ach je, marktpreis....

ich glaube nicht, daß es jemanden gibt, der mit der sl66 und einem 1000er Tele auf Motivjagd geht.

Auf Kleinbild zu fotografieren ist blödsinn, MF objektive verlieren da stark an Qualität.

Ist eine absolute Rarität mit derzeit sehr geringem Gebrauchswert, halte deine Preisvorstellung für jenseits von gut und böse,
bei ebay eingestellt tippe ich unter 2000 Euro Erlös
 
2000,- sind vermutlich eher am unteren Ende, man braucht ja immer nur einen einzigen Dummen ... vor ein paar Jahren (wenn mein Gedächtnis mich nicht belügt) lag so eines "etwas länger" in einem Münchner Schaufenster für 16.000,-DM ...

"Neu" gehört dann noch eine Alu-Tragekiste dazu.

Der Umstieg von P-Six zu SL 66 hätte ja nicht nur den Vorteil, dieses Objektiv verwenden zu können, auch bei Planlage und Bildabstand ergäben sich Vorteile und dann noch Wechselmagazine ;-)
 
jan, mal im Ernst, wenn du Telefotos machen willst, würdest du damit auf die Pirsch gehen? Analog, und dann noch Mittelformat? riesige Kosten, unhandlich, 12/24 Bilder bis zum wechseln....
da siegt doch eine digitale Canon/Nikon um Welten, ich wette ein L-Objektiv schlägt dieses Objektiv auch noch in der Auflösung um Längen...
 
Hallo, ich glaube mit dem Objektiv und einer SL 66 daran wird man nicht auf Pirsch gehen, aber vom Ansitz aus exzellente Aufnahmen machen. Saubere Scans vorausgesetzt, wird man Bilddaten bekommen, die nicht schlechter sind als digital fotografierte Dateien.

Gut Licht Heinz-Wilhelm
 
seid bitte so gut & bleibt sachlich - nicht nur die Auflösung von digitalen Bildwandlern spricht gegen für oder gegen ein analoges Medium ... Farbtiefe, Kontrast usw usw - wer mag findet da genügend gute Abhandlungen im Netz, solange sie nicht von Verkäuferinteressen geschöhnt oder gar getrübt sind.
Was mich bei den Brennweiten eher zu was modernem greifen ließe wäre die chromatische Längsabberation (siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Abbildungsfehler#Farbl.C3.A4ngsfehler).
Diese Abberation ist steht in festem Zusammenhang mit der Brennweite (kleine Bildwandler wie KB oder gar 4/3 dann also klar im Vorteil ;o) - ich meine 0,2µm pro mm Brennweite.
Das bekommt man durch teildispersive Gläser in den Griff (auch Asphären schaden sicher nicht ;o) - und darin liegt der Vorteil der sog. apochromatisch korrigeirten optischen Systeme (auch einfach APO genannt, manche Hersteller nehmen ED andere FL).
Intesessanterweise können das Spiegel auch sehr gut, da Ihre Brechkraft keine Farbabberation verursacht.
Aber zurück zum Thema: Gegen jedes Zoom kommt das Ding sicher an, welcher DSLR-Fotograf hat denn ein langes Tele als Festbrennweite?
Die Edeltüten der zwei großen Japaner sind ebensowenig bezahlbar wie handlich ...

und nun Ihr ;o)

Tilman
 
Tilman Schwertner schrieb am 29. November 2008 - 23:07 Uhr:

'Diese Abberation ist steht in festem Zusammenhang mit der Brennweite (kleine Bildwandler wie KB oder gar 4/3 dann also klar im Vorteil ;o) - ich meine 0,2µm pro mm Brennweite.'

Zu dieser Aussage wäre vielleicht die Unterscheidung zwischen relativ und absolut interessant,
oder anders gesagt, warum sind Planfilmfotos in der Regel besser als die von einer Minox obwohl die optischen Fehler bei einer Fachkamera doch absolut gemessen größer sind?

Und zu dem "auch Asphären schaden sicher nicht" kann ich nur hinzufügen,
sie nützen aber auch nichts.

Gruß

Jörg
 
" Und zu dem "auch Asphären schaden sicher nicht" kann ich nur hinzufügen,
sie nützen aber auch nichts. "

das mußt du mir erklären - man kann damit ganz massiv optisches Material sparen, wenn das nix ist?

Die Auflösung des Wandlers (analog oder digital) läßt sich nicht oder nur geringfügig steigern, optisch ist da noch einiges drin (schau mal was ZEISS an Lithoptiken baut).
OK, das ist eine akademische Diskussion (eine Tonne Stahl & Glas sind etwas sehr unhandlich ;o)

Will sagen: Wenn man mit dem Wandlerformat in Grenzen bleibt (13x18cm oder 80x80mm beim Chip) wird man die optischen Probleme los, die des Wandlers eher nicht. Warum haben Luftaufklärungskameras 20cm breite Negative?
 
Hallo Andi,
dieses Tele ist absolut rar. Nur leider sind die Fotografen die so ein Tele an der SL 66 benutzen könnten noch rarer. Das Tele ist faktisch nur für Wildlife-Aufnahmen entweder vom Jeep mit Bohnensack aus oder vom Tarnzelt aus mit Stativ benutzbar.
Wenn Du dir heute Wildlife-Aufnahmen anschaust, da ist alles digital mit Brennweiten bis 600mm für den Halbformat-Chip. Die Bildwirkung ist dann halt wie ein 1500mm für 6*6.
Ich bin mir sicher, wenn Du nicht einen Sammler findest, wirst Du kaum einen Fotografen finden, der das Tele heute noch will.

Das größte Problem für dieses 1000mm Tele von alter Bauart ist, wenn es bei 35°C in der Sonne steht, dann dehnt sich das Rohr und die unendlich Einstellung ist verschoben. Macht aber nix, man versucht ja die Tiere auf 20 bis 50m Entfernung scharf zu bekommen. Die eingebaute Achromat-Linse hat gar nicht so viel Bildfehler wie hier diskutiert wird. Um Schnurrbarthaare eines Leoparden scharf auf den Film zubekommen reicht es allemal. Ich kenne keinen der mit dem 1000mm Tele Reproaufnahmen machen will.

Zum Marktwert: im letzten halben Jahr ging mal ein neues 1000mm (mit Koffer) für die SLX/6006 durch eBay. Das fing mit 12000 Euro an, nach der Wiedereinstellung ging es dann für ca. 8000 Euro an einen neuen Besitzer. 24000 Euro für solch ein Teil sind halt norwegische Illusionen (Unbenutzt, vielleicht mit Goldauflagen und Sondergravur / Jubiläums-Tele?). Ohne Koffer mit Gebrauchsspuren aber einwandfreier Funktion würde ich höchstens 4000 Euro geben wollen.

Für Hodelfried sei bemerkt die Qualität eines Objektives ändert sich nicht wenn man aus Mitte des Bildes einen 24*36mm Auschnitt herausnimmt, das ist der Bereich der besten Abbildung.

Und zu Tilman sei bemerkt: Die Luftbildkameras die ich kenne, haben das Format 10*10Zoll=254*254 bzw.12*12Zoll=306*306mm. In den Aufklärungs-Tornados der Bundeswehr sind sie immer noch in Verwendung. Und mit 3200dpi Auflösung kann man aus 500m Höhe bei 25° Bildwinkel sauber 5mm Objekte trennen.

Viel Grüße
Johannes
 
johannes, klar wird die qualität absolut nicht schlechter, aber wenn du ausbelichtest wird sie relativ schlechter.

du kannst damit auch minox kleinstfilm belichten, dann hast du den absolut mittigsten Berich der feinsten abbildung, aber wenn du a4 abzüge vom 6*6 und vom Minoxfilm, beide mit dem gleichen mittelformat objektiv belichtet ansiehst, siehst du, was ich meine.

PS Hat von Euch noch keiner Tierfotografie gemacht? Man braucht sehr, sehr viele Aufnahmen, um etwas verwendbares zu haben, deshalb ist da eine schnelle Speicherkarte meilenweit überlegen.
 
Also, ich bekenne offen: Ich habe das Tele-Tessar 8/1000 noch nicht, somit "fehlt" es mir.

Mein 5,6/500 zur SL 66 ist manchmal "etwas kurz" (der Mond wird recht klein abgebildet) ... den 2x Konverter habe ich erst "kürzlich" erstanden, der ist bislang nicht ausprobiert ... (Qualität der Ergebnisse somit ungewiß).

Vor 'ner Weile hatte ich eine modifizierte Russentonne 11/1000 an der SL 66 E, das hat mich nicht glücklich gemacht.

D-SLR? Kann ich nicht wirklich mitreden (Rollei d530flex zählt in meinen Augen nicht wirklich), wie werden denn die Dias damit so einer Knipse im allgemeinen?

Bei Formel1 Rennen konnte ich bislang feststellen, daß Mittelformat etwas unhandlich ist. Eine SL 35 E mit Motordrive ist besser. "Andere Leute", die wohl 4/600 oder dergl. und Canon EOS mitnehmen, und soetwas scheinbar zwecks Broterwerb betreiben bringen nicht nur aufgrund der besseren Standorte oft noch besser Bilder mit heim (oder in die Zeitschriften) ... aber ich habe eh schon lange die Lust an der Formel1 verloren (was für ein "Sport" ist das, wenn einem am übernächsten Mittwoch in Paris Rechtsanwälte erklären, wer das Rennen eben gewonnen hat? Als (kräftig!) zahlender Zuschauer wird man eher als Störfaktor denn als "Gast" behandelt, da muß ich nicht mehr hin und die Leute stören).

Was die "Kosten" von Mittelformat anbelangt? So what? Ob ich 7000,- für eine EOS 1 Dxyz ausgebe oder 7000,- für ein 8/1000 wenn ich dann bei Penny die 4GB SD-Karte für 8,99 schieße statt bei eBay überlagerten Rollfilm zu kaufen (6x6 Projektor und oversized PC für die Bildbearbeitung und den Beamer on top) und dann xyz Euro für die Reise in irgendeine entlegene Region mit den tollen Motiven ... näh, da kann ich auch mir auch den frischen Film per Fahrradkurier anliefern lassen. Und bei 6x6 ohne Automatik und Autofokus hätte ich wenigstens hinterher noch das Gefühl, daß ich das Foto "gemacht" habe, bei 40 Bilder pro Sekunde mit Programmautomatik, Face Detection und Autofokus?
 
Leute, es ist ja in der Tat eine richtig lebhafte Diskussion enstanden. ;-) Ja, den Alu-Koffer gibt es natürlich auch noch. Mal sehen, ich werde es leider einem Händler anbieten, da ich das Tele nicht an meine Nikon adaptieren kann. :-( Von dem Geld hole ich mir dann lieber ein AF-S 4/200-400mm.

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Andi, ich würde an Deiner Stelle schon mal ehrenhalber bevor ich es weggebe, mir eine SL66 für billiges Geld besorgen (welche Du dann eventuell wieder weiter veräußern kannst) und würde mit dem Tessar mindestens ein Dutzend schöne 6x6 Aufnahmen machen... Wie gesagt, mindestens ehrenhalber...

Das Objektiv ist auch irgendwie zu schade, um es "nur" an eine Kleinbild-Nikon zu hängen. Nur so meine bescheidene Meinung...

Grüße - Bernhard
 
Bernhard, ich bin zwar kein "Mittelformatler" mehr (habe zwar noch die Six TL), jedoch ist deine Überlegung auch interessant, sich eine SL66 kurzzeitig zuzulegen. Ich weiß gar nicht, ob mein altes Manfrotto (55er) diese Last überhaupt tragen kann. Das Tele wiegt so um die 20 Pfund, das ist schon ein Wahnsinn. Ich erinnere mich an ein Nikkor, 1200-1700mm, das ist allerdings nochmal ein Stück gewaltiger, wurde auch nur auf Bestellung gebaut und kostete so um die 100.000,00 Dm (1993). Die Mengen an Glas und Metall sind gigantisch und verantwortlich für das hohe Gewicht.

Eigentlich verdammt schade, dass dieses Tele-Tessar es nicht an andere Kameras (KB-Kameras) zu adaptieren ist. :-( Ich bin jetzt im 5. Jahr digital unterwegs und möchte auch sehr gern dabei bleiben. Ein digitales Rückteil für eine 6x6 ist mir persönlich einfach zu teuer und ich betreibe die Fotografie ja nur hobbymäßig - verdiene quasi kein Geld damit.

Freilich, ein 6x6 Dia an die Wand projeziert haut einen schon um!! Das Format ist und bleibt natürlich klasse.
 
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