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Zeiss Biogon 2.8/25 Filmtest

stadtfoto

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Mitglied seit
8 Jan 2008
Beiträge
15
Hat jemand von euch Erfahrung mit diesem Objektiv an der M ?
Auf der Zeiss Website wurde mit diesem Objektiv eine herausragende
Auflösung auf Filmmaterial erzielt.
Ich bin R - Benutzer aber ab jetzt daran interessiert auf die
Messsucherkamera umzusteigen.
Hans
 
Beim R-System herrscht das Problem, dass die meisten <90mm-Optiken veraltet sind. Sie sind nicht schlecht, aber fallen angesichts ihres Preises und im Vergleich zu den aktuelleren M-Rechnungen zurück. Im Weitwinkel-Bereich bestehen zusätzliche Probleme aufgrund des hohen Auflagemaßes.
Unter diesem Gesichtspunkt kann tatsächlich ein Wechsel auf M interessant sein, falls man solche hochauflösenden Aufnahmen machen möchte.
Allerdings ist dafür kein Ikon-Objektiv notwendig, ganz im Gegenteil, die aktuellen Leica-M-Optiken sind praktisch durchgängig die besten Vertreter ihrer jeweiligen Klasse und spätestens mechanisch rechtfertigen Sie ihren Mehrpreis.
Ich würde allerdings ersteinmal mit Stativ und den vorhandenen R-Optiken (Blendenreihen: zu offen = zu viele Abbildungsfehler, zu kleine Blende = Beugungseffekte) einen Dokumentenfilm ausprobieren und sich selbst von den Möglichkeiten /Notwendigkeiten solcher "Erbsenzählerei" überzeugen.

Ich arbeite häufiger mit diesen niedriegempfindlichen Dokumentenfilmen (früher Technical Pan, jetzt Imagelink + Spur), welche diese irrsinnigen Auflösungen erreichen sollen. Selbst bei sorgfältigstem Arbeiten auf Stativ, ist bei den aktuellen M-Optiken auflösungstechnisch die Grenze der Photograph oder sonstige Einflüsse - meines Erachtens ist da nichts mehr zu holen. Obwohl ich natürlich nicht mit verheißungsvollen Messwerten wie 100lp/mm oder 1000lp/mm aufwarten kann.

Hier ein 4000dpi-Trommelscan (~20MPixel) eines fürchterlichen Gigabitnegativs (1/500s, Hand, 1,4/35Asph ~f2,8, roter Kasten zeigt Ausschnitt):
gigabitgesamt.JPG


Und der 100% Ausschnitt:
gigabitzoom.JPG


Nun gut, viel hat das Forum nicht übriggelassen, aber ich denke an den Ästen kann man schon erahnen, dass dort teilweise pixelgenau getrennt wird.

Ich persönlich bin davon begeistert, was eine solche Kombo an meinem alten Focomat V35 auf 40x60cm zaubert - muss aber jeder letztlich für sich entscheiden, 25ASA sind quälend unempfindlich.

P.S.
Leider muss ich der Marketing-Abteilung eine bisher Zeiss-untypisch polemisch/reißerische Aufmachung unterstellen. Man sollte zumindest die Angaben aus Cosina-Sektion nicht ernster nehmen, als eine Microsoft-Anzeige.
Hohle Sprüche wie "einzigartige" Bildqualität der Cosina-Ikon-Optiken, welche natürlich eine Neukonstruktion eines Gehäuses erforderlich macht, hatte Zeiss eigentlich nie nötig...
 
Danke für Deine Antwort,

ich experimentiere zur Zeit mit Repro Film und Gigabit Entwickler und
es geht vor allen darum die Grenzen der Möglichkeiten auszuloten.
Ich habe in Errinnerung vor 30 Jahren mit einem Beroflex 21 mm
Weitwinkel Mikrofilm Aufnahmen von Buchseiten gemacht zu haben.
Beim abfotografieren von Din A4 Schriftstücken konnte mit
dem Lesegerät oder Mikroskop die Schrift klar erkannt werden.
(Negativ etwa 6 * 8 mm).
Nur bei diesen Aufnahmen gab es keinen Verschluss welcher
Erschütterugen einbringen konnte. Es wurde geblitzt.
Gibt es einen Unterschied in der Bildschärfe wenn man mit der
M Kamera mit 1/125 oder mit kurzleuchtendem Elektronenblitz
das gleiche Motiv fotografiert (womöglich abgedunkelter Raum,
B Einstellung bis Kamera ruhig, dann Blitz)?

Hans
 
Auf stabilem Stativ hatte ich keine Probleme mit Erschütterungen vom Verschluss - weder bei M noch bei R.

Wenn es auf wirkliche Randschärfe unter Dokumentenfilm-Kriterien geht, dann sehe ich die M im WW-Bereich allerdings klar im Vorteil - wenn es allerdings wirklich eine digitale R zur Photokina geben sollte (die Chancen stehen nicht schlecht), dann wird garantiert auch im WW-Bereich auf höchstem Qualitätsniveau nachgebessert.
 
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