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3-Wege-Neiger

Juergen64

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Mitglied seit
14 Jul 2012
Beiträge
12,289
Hallo Leute,

soeben wurde ich per PN nach meinen Erfahrungen mit diesem Bauteil gefragt. Ich denke, dass das auch andere interessieren könnte und kopiere meine Antwort mal einfach hierher:

Grundsätzlich hat der 3-Wege-Neiger gegenüber dem Kugelkopf den Vorteil dass Du die Achsen einzeln justieren und fixieren kannst. Damit ist ein präziseres Ausrichten möglich, verlangt aber auch Zeit - Übungssache, ich glaube nicht dass andere mit Kugelkopf schneller sind. (Ergänzung: ich arbeite seit 1989 mit einem solchen, einen Kugelkopf hatte ich nie!) Noch präziser und langsamer ist der Getriebeneiger (Manfrotto 410 oder Arca Swiss Cube).

Der von mir gekaufte Vanguard Ph-32 hat eine Besonderheit: die Panoramaachse ist statt mit einer Feststellschraube mit einem Drehknopf versehen, der wahlweise fixiert oder ein mehr oder weniger ruckfreies Schwenken ermöglicht - sehr gewöhnungsbedürftig.

Kaufen aber würde ich ihn aus einem anderen Grund nicht wieder: Arca Swiss Kompatibilität! Meine nächsten Investitionen nach einem UWW werde daher der Novoflex MagicBalance plus einer Novoflex Panorama-Q und Kirk L-Winkel sein; eventuell fehlt noch eine zusätzliche 90-Grad-Schwenkmöglichkeit (oder mehr), um die Variabilität der schwenkbaren Mittelsäule meines Stativs voll ausnutzen zu können.

Gruß
Jürgen
 
Danke Ludwig,

den kannte ich noch nicht,

Gruß
Jürgen
 
Nachtrag: den Burzynski kann ich nur in diversen Foren finden, nicht aber als käuflich zu erwerbendes Produkt. Hast Du einen Link oder eine Bezugsquelle?

Gruß
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

die Produkte von Herrn Burzynski findest Du selten im WWW

Falls Du Interesse hast kann ich Dir heute Abend seine Kontaktdaten zukommen lassen

Bei ihm kannst Du auch Sonderanfertigungen bestellen, die sehr gute Handarbeit hat zwar ihren Preis, aber dafür hast Du sehr lange Freude daran

Viele Grüsse

Ludwig
 
Hallo Jürgen,

die Produkte von Herrn Burzynski findest Du selten im WWW

Falls Du Interesse hast kann ich Dir heute Abend seine Kontaktdaten zukommen lassen

Bei ihm kannst Du auch Sonderanfertigungen bestellen, die sehr gute Handarbeit hat zwar ihren Preis, aber dafür hast Du sehr lange Freude daran

Viele Grüsse

Ludwig

Das wäre nett, Ludwig! Da ich per PN angefragt wurde vielleicht auch für andere interessant.

Gruß
Jürgen

p.s.: für mich eilt es nicht, dieses Jahr kaufe ich das eher nicht mehr.
 
So, die private Unterhaltung ging weiter, deswegen für alle Interessierten erstmal ein paar Eckpunkte:

Der Anfragende kritisierte an seinem vorhandenen Kugelkopf ein Absacken vor allem bei Makros. In weiteren Posts stellte sich dann heraus, dass er nach einem Minitreffen einen anderen User wegen der erreichbaren Höhe seines Stativs beneidete. Während er sich erhöhte Standpunkte für sein kompaktes Reisestativ suchen musste, konnte der andere einfach so ... also zwei Baustellen, Stativ und Kopf!

Daher nachfolgend ein paar Zitate aus dem was ich ihm schrieb:

Also, beim Stativ gilt es neben der größtmöglichen Höhe auch die tiefste Position zu beachten, und wie einfach oder umständlich die zu erreichen ist. Da gibt es Stative mit teilbarer Mittelsäule, welche mit separater kurzer Mittelsäule (die dann nicht nur zusätzlich mitgeschleppt werden muss, sondern entweder schleppst Du auch noch einen zweiten Kopf mit oder montierst vor Ort um), es gibt welche ganz ohne Mittelsäule (für den Einsatz extrem schwerer Objektive) und welche mit schwenkbarer Mittelsäule.

Ich habe mich für die letzte Variante entschieden und bin zufrieden damit, auch wenn ich für viel mehr Geld (Gitzo) da noch besseres bekommen hätte: noch besser durchdachter Schwenkmechanismus und dank Kohlefaser auch noch leichter. Da ich aber die amerikanische Art zu fotografieren bevorzuge (mit dem Auto so nah ran wie möglich) und diesem die 300 Gramm Mehrgewicht nicht so viel ausmachen, habe ich da mal eben ein paar Hundert Euro gespart. Die schwenkbare Mittelsäule hat einige Vorteile: extrem tiefe Aufnahmepositionen bis hin zu Kamera kopfüber 2mm über dem Boden sind ebenso realisierbar wie Kamera ran an den Zaun oder über die Brüstung. Auch senkrecht nach oben fotografieren mit dem Display 2mm über dem Boden geht. Einzig etwas instabil wird es bei schwerer Kamera an weit ausgezogener Mittelsäule, da muss man dann aufpassen.


Nächstes Thema, der Kopf:

Achso, hab gerade nochmal Deinen Beitrag durchgelesen. Ganz wichtig: das Absacken der Kamera ist nicht eine Frage des Systems, sondern der Qualität und der Anpassung an das Gewicht der Kamera - Objektiv - Kombination. Ob Kugelkopf, 3-Wege-Neiger, Getriebeneiger oder einer Pano-Kombi wie ich sie anstrebe, das ist nur eine Frage wie Du arbeitest und was Du fotografierst?

Beim Kugelkopf löst Du alle Achsen gleichzeitig. Dadurch bist Du schnell, aber nur so lange wie es auf Präzision nicht ankommt, also mehr Nacharbeit am PC.

Der Getriebeneiger erlaubt höchste Präzision bei der Aufnahme, verlangt dafür aber auch entsprechenden (Zeit-) Einsatz bei eben dieser.

Der 3-Wege-Neiger liegt irgendwo dazwischen: Du kannst mit zwei Händen gleichzeitig ziemlich schnell, aber auch ganz gemütlich und präzise Achse für Achse.

Die von mir angestrebte Lösung ist im Prinzip eine Pano-Lösung mit einfachster Form eines Nodalpunktadapters (naja, Pseudo zumindest), nur der Makroschlitten muss dann noch dazwischen.


Ob ich die mir von Ludwig gemailten Kontaktdaten hier so einfach für alle veröffentlichen darf weiß ich nicht ... im Zweifel per PN.

Gruß
Jürgen
 
Achso, noch ein Nachtrag: ich habe an mir selber festgestellt, dass je mehr Zeit ich mir für eine Aufnahme nehme, desto besser werden die Ergebnisse. Da ich aber zu schnell und husch-husch neige, setze ich bewusst langsame Technik wie zB das Stativ ein, auch wenn es für die Aufnahme gar nicht nötig wäre, um mich in dieser Zeit zwangsweise und damit länger mit dem Motiv zu befassen. Mir hilft das, denn dann wird hier nochmal der Standpunkt verändert, dort fällt mir noch was auf, ... . Wenn andere anders gestrickt sind, prima. Ich jedenfalls lerne daraus, dass ich besser zum aufwändigen System greife. Alleine schon aus diesem Aspekt, mal ganz abgesehen von den technischen Möglichkeiten, reizt mich ein System auf optischer Bank und ganz ohne Automatiken. Wenn da nur nicht der Großformat - bedingte Preis wäre. Das Format nämlich brauche ich nicht wirklich.

Gruß
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Erledigt
 
Beim Kugelkopf löst Du alle Achsen gleichzeitig. Dadurch bist Du schnell, aber nur so lange wie es auf Präzision nicht ankommt, also mehr Nacharbeit am PC.

Ein klares "JaNee" :)

Wenn man einen guten Kugelgriff klassisch, oder in Form der üblichen Joystick- bzw. Pistolengriff-Technik verwendet kann man sehr genau ausrichten mit Friktion und hat beim Loslassen alles fixiert ohne irgendwelche Schräubchen festzudrehen ;)

Gibbet von Manfrotto (Joystick) oder Vanguard (Pistolengriff) und mein Manfrotto Joystick ist sowas von schnell und bequem, den möchte ich nicht mehr missen.

Was die Nacharbeit betrifft auch mit Kugelkopf oder Joystick, die habe ich fast nie wenn es um den Bildausschnitt bzw. Ausrichtung geht.

:z04_bier01:
 
Moin,

muss auch nicht zwingend ein Joystick sein. Bei meinem Kopf von Gitzo habe ich eine riesige Schraube, mit der ich sehr präzise und schnell einstellen kann. Klemmversatz ist genauso ein Fremdwort, wie Geraderücken...


Gruß Jan
 
Sorry, aber deswegen schrieb ich ausdrücklich:

... Ergänzung: ich arbeite seit 1989 mit einem solchen, einen Kugelkopf hatte ich nie!

Man möge mir meine Vorurteile verzeihen:z04_2171:

Gruß
Jürgen
 
Alles gut, Jürgen. Wir merken ja nur für die Nachwelt an ;)

Gute Nacht!
 
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