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90er Elmarit oder Summicron

Also wenn ich noch mal fragen dürfte, weil so ganz verstanden hab ich es nicht. was sind die Vorteile beim elmarit? Das mit dem schmelz vom summicron hab ich verstanden, aber das elmarit muß auch vorteile haben, oder? Und was empfehlt ihr 135 iger oder 90iger? gibts da in der Bildqualität große Unterschiede? Von der Brennweite wäre mir das 135iger lieber.
dankeschön
kai
 
Hallo Harald,

für mich ist der Filterdurchmesser kein Problem mehr, seitdem ich mich entschlossen habe, Riesenfilter zu verwenden, die ich einfach vor ein Objektiv halte (unabhängig vom Objektivgewinde).

Hallo Kai,

hier einmal die Aufzählung der Objektive, um die es hier geht:

Summilux-R 1,4/80mm (zunächst Canada)(1980 bis heute), 670 g
Elmarit-R 2,8/90mm (Canada)(1964-83)trotz des hohen Alters sehr gutes Objektiv, 515 g
Elmarit-R 2,8/90mm (Wetzlar erste Objektive aus Portugal)(1983-98) noch etwas besser, 475 g
Summicron-R 2/90mm (Canada)(1970-99)nach meinen Unterlagen nicht so gut, 560 g
Apo-Summicron-R 2/90mm ASPH (Solms)(2002-heute) eins der besten Leica-Objektive, 520 g
Apo-Macro-Elmarit-R 2,8/100mm (Wetzlar)(1987-heute) Superuniversalobjektiv, 760 g
Elmarit-R 2,8/135mm (II) (Canada) 1968-98, 730 g, ganz gut aber sehr preisgünstig.

Gruß Jochen
 
Hallo Kai,
hier mal meine Überlegungen dazu, die Dir vielleicht bei der Entscheidung helfen:
Da ich vor allem Portrait- und Aktfotografie damit machen möchte, und außerdem mit einem Extender die Brennweite verdoppeln könnte, werde ich mir als nächstes Objektiv (hoffentlich bald) das Summicron 90 zulegen. (Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich allerdings das 80er Summilux nehmen, mit dem man bei Available-Light -Aufnahmen noch besser ausgerüstet wäre).
Für Streetfotografie und gerade auch das weitgehend unbemerkte Photographieren aus der Distanz will ich aber später auch das 135er kaufen, hierfür spielt die geringere Lichtstärke keine so große Rolle.
Viele Grüße,
Nils
 
hat denn jemand nen Link, wo für nichtphysiker verständlich der unterschied zwischen summicron und und elmarit?
@jochen sind riesenfilter nicht extrem teuer?
wärs da nicht besser fürn 54 nen filteradapter auf 55 zu kaufen? Und was ist mit dem schutzeffekt?ich hab auf meinen pentax-linsen, und die sind alle über 20 j immer filter und die linsen sehen aus wie top, aber die filter mußte ich schon ein oder zwei mal wechseln, ist doch mal schnell ein kratzer drin, wäre doch tragisch, wenn das bei nem 1000Euro objektiv passiert? (außer natürlich geld spielt gar keine rolle...)
Danke kai
 
Hallo Kai,

ich habe in meinem 54. Beitrag in "Leica M-System" -> "M-Objektive" -> "Was bedeuten eigentlich die Namen (z.B. Elmar)?" bereits erläutert, was die Namen Elmar, Elmarit, Summicron, Summilux und Noctilux bei Leica-Objektiven bedeuten.

Ich habe früher auch die Filter eingeschraubt, war damit aber überfordert, da ich mir viele gleichartige Filter mit unterschiedlichen Gewinden hätte zulegen müssen und da das auch eine teure Angelegenheit war (so habe ich nur bei bestimmten Objektiven Filter benutzt). Leica-Objektive sind in dieser Hinsicht keineswegs nutzerfreundlich.

Bei Ebay oder auf einer Fotobörse bekommst du große Filter auch für relativ wenig Geld (15-20 €).

Gruß Jochen
 
Hallo Kai,
auch ich habe vor allem als Regen-, Staub- und Kratzerschutz einen relativ billigen (Hama) Skylight-Filter auf meinem Summicron, schraube ihn aber, außer bei Nässe, vorm Fotografieren ab, denn er verbessert das Bild nicht, man riskiert blöde Reflexe und einen UV-Filter braucht man auf Leica-Objektiven nicht, da diese seit vielen Jahren bereits selbst das UV-Licht rausfiltern.

Zu den Objektiven: Ganz allgemein kann man sicher sagen, dass das Elmarit den Vorteil hat, kleiner und leichter zu sein, sowie bei offeneren Blenden (2,8; 4) wahrscheinlich auch etwas mehr Schärfe und Kontrast liefert als ein lichtstärkeres Objektiv der gleichen Brennweite vom gleichen Hersteller. Wenn das Summicron (1:2,0) aber deutlich jünger ist als das Elmarit, oder gar mit asphärischen Linsenelementen und apochromatischer Korrektur, dann stimmt diese Binsenweisheit natürlich nicht unbedingt, weil der "technische Fortschritt" die optischen Nachteile der größeren Anfangsöffnung ausgleicht. Dafür muss man dann aber auch entsprechend tief in Portemonnaie greifen. Ich hoffe, das war unphysikalisch genug. Reichlich Infos dazu gibt´s auf Erwin Puts Homepage, wenn auch etwas optisch-physikalisch, aber sprachlich ein Genuss.
Gruß,
Nils
 
Hallo Kai,

als M-Fotgraf bin ich nicht so richtig kompetent in dieser Gruppe.Trotzdem gebe ich meinen Senf dazu.

Ich muss zugeben, dass ich mit meinem Summilux-M 1,4/75mm doch relativ selten fotografiere, weil es einfach so schwer ist. Obwohl ich zugeben muss, dass ich hochlichtstarke Objektive sehr schätze. Wenn ich die Wahl habe, fotografiere ich aber lieber mit dem lichtschwächeren Objektiv.

In der Tendenz gilt bei Leica das, was auch in Nils Posting angeklungen ist, je neuer eine Objektivrechnung ist, desto besser ist das entsprechende Objektiv.

Gruß Jochen
 
Hallo Jochen.

Jetzt hast Du mich aber kalt erwischt. Ich mußte erst einmal nachlesen auf was sich Dein Beitrag bezieht. Verd& lang her. :-))
Dein Tipp mit den großen Filtern ist eigentlich ganz plietsch. Nur glaube ich öfter herausgehört zu haben, daß du fast ausschließlich mit Stativ arbeitest. Dafür ist es natürlich sehr praktikabel. Ich hingegen ignoriere mein schönes Stativ zu häufig. Ich weiß es ist ein Fehler aber ich stehe dazu. Die Verfeinerung Deiner Idee ist ja das Cokin System.
Einen echten Nachteil hat diese Methode meines erachtens jedoch; der auf die Brennweite zugeschnittene Sonnenblende. Wie machst Du das? Schirmst Du mit der Hand ab?

Gruß aus HH, Harald.
 
Hallo Harald,

in Bezug auf die verwendung eines Stativs habe ich meine Einstellung geändert. Ich hatte bis vor einem Jahr fast ausschließlich Architektur- und Landschaftsaufnehmen gemacht. Angeregt durch unsere Galerie verlagert sich mein fotografisches Interesse gegenwärtig immer mehr in Richtung Personen/Street, wobei ich auf ein Stativ verzichte. Landschaft und Archikektur mache ich nach wie vor mit Stativ. Filter verwende ich im wesentlichen nur für Landschafts- und Architekturfotografie (also mit Stativ). Wenn die Filter groß genug sind, hann man sie auch vor die Gegnelichtblende halten (gelingt aber nicht immer).

Meinen Klapppolfilter (für die M) habe ich verkauft, da ich dieses Aufklappen ziemlich fummelieg fand. Ich habe mir auch hier einen großen Polfilter zugelegt, den ich zunächst ohne Kamera einstelle. Ich merke mir die Einstellung und schiebe ihn dann vor das Objektiv, funktioniert prima.

Gruß Jochen
 
billige Scherben (Filter) vor die Leicalinsen zu schrauben, ist für mich ein Anachronismus.
Wenn, dann nur Heliopan oder B+W.
Habe alle UV-und Skylightfilter verbannt.
Bei Billigmarken besteht wirklich die gefahr das Bildergebnis zu verschlechtern, hatte selbst bei Hoya und Hama immer ein schlechtes Gefühl. Also lasse ich es ganz und nehme nur bei Bedarf ein Polfilter nach Käsemann (für die R) oder Farbfilter von B+W wenn ich daran denke für SW.
Gruß
Jörg, dessen Frontlinsen selbst nach intensiver Nutzung kratzfrei sind
 
Sorry, Jochen.
Vor die Sonnenblende? Dann ist doch die Wirkung der Sonnenblende aufgehoben.
Gruß Harald.
 
Ich weiß auch nicht, was es so an vermeintlichen Problemchen alles gibt. Wenn ihr von Kratzern erzählt, von runtergefallenen oder von angeblich knarzenden Objektiven, kann ich das nur ungläubig lesen. Ich benutze meine Ausrüstung wirklich seit vielen Jahren intensiv, aber dabei ist noch wie was kaputt gegangen. Kratzer auf der Linse sind z.B. nur bei gröbster Mißachtung jeglicher Vorsichtsmaßnahmen und sehr unpfleglicher Behandlung möglich. Wir sind doch alle Amateure! Bei einem Profi könnte ich soetwas ja noch verstehen. Aber so!? - Leica Objektive brauchen keine Filter, sondern nur eine ausgefahrene Gegenlichtblende oder/einen Objektivdeckel.
Ausnahmen von dieser Regel sind Zirkular-Polflter, Grauverlauf- und SW-Filter. Natürlich nur vom Feinsten. So, das musste mal gesagt werden! ;-)
Besten Gruß vom Leicaflüsterer
 
> Hallo Leicaflüsterer. In Bezug der Filterauswahl gebe ich Dir recht. Nur sind dies ja auch Filter.

Bist du eine Leicaheiler? Könnten einige hier bestimmt brauchen. :-))

Gruß Harald.
 
(Betr.: Aufhebung der Sonnenblendenwirkung)
Hallo Harald,

vom physikalischen Standpunkt gebe ich dir Recht. Ich tu´s aber trotzdem manchmal.

Gruß Jochen

P.S: Obwohl ich gern Filter verwende, halte ich von "Schutzfiltern" auch nichts.
 
Halo Jochen,
ich bin froh, dass du den Unfug mit den sogenannten Schutzfiltern ebenfalls nicht unterstützt.

@Fotoharry
Die Filter, die ich unter "Ausnahme" subsummiert habe, sind auch tatsächlich nur unter ganz wenigen, bestimmten Situationen auf dem Objektiv. - Heilen kann ich die Leica-Linsen leider nicht, aber verstehen, was resp. welche Behandlung ihnen gut tut, sehr wohl. Allerdimgs leide ich auch nicht unter motorischen Handicaps - daher habe ich natürlich gut reden. ;-)
P.S.: Selbstverständlich vermute ich derartige Handicaps auch nicht bei meinen Forumsfreunden!
 
Hallo Peter,

ich halte von den Schutzfiltern schon ein wenig, und ich kann Dir auch eine Leitz-Linse zeigen, bei der ein Schutzfilter echt gut gewesen wäre :-)

Gruß vom sonnigen Bodensee

Klaus
 
Hallo Nils,
um noch einmal auf die Frage zurueck zu kommen, ob es ein Summicron oder ein Elmarit sein soll:

Wie bekannt habe ich neulich waehrend unseres Beisammenseins im FRUEH-Bierkeller waehrend eines kleinen Ausflugs mit Peter und Opo ein R 2,8/90 fuer nur EUR 100,- erstanden, sprich fast geschenkt!
Meine Erfahrungen mit diesem Objektiv sind nach den ersten drei Filmen nur positiv. Das Ding liegt super in der Hand, sieht gut aus, der Nahbereich haut mich als M-Photograph immer noch aus den Socken, und nicht zuletzt spielt die Lichtstaerke bei der Verwendung von chromogenen s/w-Filmen mit 400 ASA nicht mehr eine so grosse Rolle. Bei solchen Filmen kommt dir der staerkere Kontrast des Elmarits sogar ganz entgegen, gerade bei Portraits und Aktaufnahmen.
Natuerlich ist das Summicron "sexier". Aber eben auch teurer!
Die Resultate meines Elmarits wirst Du bald in der Galerie sehen. Das Bild "HK IFC" ist auch mit ihm gemacht.

Gruesse aus Shanghai, stefan
 
Hallo Nils, hallo Stefan,

ich habe das sehr schwere Summilux-M 1,4/75mm und ein leichtes (leider aber älteres) Elmarit 2,8/90mm. Ich lasse das schwere Summilux häufig zu Hause und nehme es nur dann mit, wenn ich es unbedigt brauche (z.B. wenn ich weiß, dass ich Porträts in geschlossenen Räumen mache).
Quintessenz: Auf Dauer fotografiert man lieber mit einem lichtschwächeren (d.h. leichteren) Objktiv, auch wenn das lichtstärkere sexier ist!

Gruß Jochen
 
Hallo Stefan,
es ist ein M-Elmarit 90? Oder für deine R6?
Ich habe auch lange überlegt, ob Elmarit oder Summicron, habe mich aber u.a. für das Summicron entschieden, weil ich ohnehin irgendwann noch das 135er Elmarit anschaffen will, dass ja dann neben der einen Blende Verkürzung auch kürzere Zeiten verlangt und ich gerne viel available-Light und Portrait/ Akt damit fotografieren möchte. Werde heute abdend vielleicht die ersten Bilder sehen, die ich mit dem 90er Summicron gemacht habe.
Wäre mir ein schönes und günstiges Elmarit zuvor über den Weg gelaufen, wär ich wahrscheinlich schwach geworden...
Gruß quer durch die Erde (weil´s kürzer ist)
Nils
 
Hallo Jochen

Deine Quintessenz sollte man auf jeden Fotoprospekt drucken müssen.

Gruss Hans Villars
 
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