Volzotan
Hat seine Zahnbürste bei uns
- Mitglied seit
- 13 Jan 2009
- Beiträge
- 2,926
Hallo Leute,
ich habe mir auch so einen Adapter zugelegt, mit dem sich M42-Linsen an das EF-Bajonett ankoppeln lassen. Klar, ich bin bekannt dafür, daß ich von solcherlei Experimenten eigentlich wenig halte und lieber den Systemgedanken verfolge, aber wenn die Russentonne auch an der EOS 1Ds (II) zeigen soll, was sie kann, dann muß so ein Adapter eben her.
Die im Vorfeld zu recherchierenden Informationen waren von der Menge her recht übersichtlich:
- es sind vorrangig 3 Typen am Markt verfügbar (mit AF-Chip und Blendenknopkragen, ohne AF-Chip entweder mit oder ohne den Blendenknopfkragen)
- von Canon gibt es keine Adapter
- evtl. kann es zu Problemen mit einem Pin im Bajonett kommen
- unter den ganzen Herstellern dieser Adapter gibt es nur einen namentlich Bekannten. Der Rest bleibt anonym.
- Preisspanne von spottbillig bis schweineteuer.
Mit dem Wissen gerüstet, begann ich meine virtuelle Produktangel in der Bucht auszuwerfen, Ziel: ein Adapter mit AF-Chip. Juhu, ich erwischte einen Adapter mittleren Preises mit AF-Adpter von einem deutschen Händler, der das Zeug auch noch lagernd hat und so schnell versenden konnte. So habe ich heute schon einen kurzen Test durchführen können und möchte Euch die Ergebnisse nicht vorenthalten.
Verarbeitung:
- verchromtes Messing
- kleinere Kratzer (sieht aus wie schonmal benutzt)
- Gewinde im unteren Auslauf nicht ganz fehlerfrei, funktioniert aber
- eine anscheinend unnütze Bohrung im Adapterkragen
Sitz im Gehäuse, Verbindung zum Objektiv:
- sieht gut aus, da wackelt nichts und zieht auch kein Nebenlicht.
- Objektiv läßt sich gut einschrauben
- der Blendenknopfkragen erwischt den kleinen Knopf zum Aktivieren der Blende sicher und vollständig
AF-Chip:
- simuliert ein 1.4/50mm-Objektiv
- sichere Aktivierung des AF-Meßfeldes (nur das mittlere bei der EOS 1Ds (II) und EOS 3)
Handhabung:
- Adapter erst an Objektiv schrauben, danach die Adapter-Objektivkombi wie ein EF-Objektiv an die Kamera setzen
- Abnehmen in um gekehrter Reihenfolge
- der Adapter läßt sich alleine nur schwer an die Kamera ansetzen und wieder abnehmen. Das liegt an den Haltekräften des EF-Bajonettes und dem nur schlecht zu greifenden Adapterkragen von lediglich 1,46mm Dicke (Stichwort Auflagemaß).
- die schon erwähnte Bohrung könnte als Schlüsselansatz dienen, um den Adapter auch ohne Objektiv an die Kamera zu setzen und zu lösen
Fehlermeldungen der Kamera:
- EOS 1DS (II) und EOS 3 --> keine Probleme
- EOS 30 --> wild flackerndes Display im Sucher, keine sichere Meßwertspeicherung (trotz * im Display), normales Auslösen
- EOS 50E --> das altbekannte Batteriefehler-Problem
Fazit: Ja, für 30 EUR bekommt man einen brauchbaren Adapter für M42-Objektive an Canon-EOS-Kameras. Aber mein kurzer Test bestätigt auch meine Meinung, daß die Adaption systemfremder Objektive nicht praxistauglich ist und eben nur für Spezialfälle angewendet werden sollte.
Grüße
Volzotan
ich habe mir auch so einen Adapter zugelegt, mit dem sich M42-Linsen an das EF-Bajonett ankoppeln lassen. Klar, ich bin bekannt dafür, daß ich von solcherlei Experimenten eigentlich wenig halte und lieber den Systemgedanken verfolge, aber wenn die Russentonne auch an der EOS 1Ds (II) zeigen soll, was sie kann, dann muß so ein Adapter eben her.
Die im Vorfeld zu recherchierenden Informationen waren von der Menge her recht übersichtlich:
- es sind vorrangig 3 Typen am Markt verfügbar (mit AF-Chip und Blendenknopkragen, ohne AF-Chip entweder mit oder ohne den Blendenknopfkragen)
- von Canon gibt es keine Adapter
- evtl. kann es zu Problemen mit einem Pin im Bajonett kommen
- unter den ganzen Herstellern dieser Adapter gibt es nur einen namentlich Bekannten. Der Rest bleibt anonym.
- Preisspanne von spottbillig bis schweineteuer.
Mit dem Wissen gerüstet, begann ich meine virtuelle Produktangel in der Bucht auszuwerfen, Ziel: ein Adapter mit AF-Chip. Juhu, ich erwischte einen Adapter mittleren Preises mit AF-Adpter von einem deutschen Händler, der das Zeug auch noch lagernd hat und so schnell versenden konnte. So habe ich heute schon einen kurzen Test durchführen können und möchte Euch die Ergebnisse nicht vorenthalten.
Verarbeitung:
- verchromtes Messing
- kleinere Kratzer (sieht aus wie schonmal benutzt)
- Gewinde im unteren Auslauf nicht ganz fehlerfrei, funktioniert aber
- eine anscheinend unnütze Bohrung im Adapterkragen
Sitz im Gehäuse, Verbindung zum Objektiv:
- sieht gut aus, da wackelt nichts und zieht auch kein Nebenlicht.
- Objektiv läßt sich gut einschrauben
- der Blendenknopfkragen erwischt den kleinen Knopf zum Aktivieren der Blende sicher und vollständig
AF-Chip:
- simuliert ein 1.4/50mm-Objektiv
- sichere Aktivierung des AF-Meßfeldes (nur das mittlere bei der EOS 1Ds (II) und EOS 3)
Handhabung:
- Adapter erst an Objektiv schrauben, danach die Adapter-Objektivkombi wie ein EF-Objektiv an die Kamera setzen
- Abnehmen in um gekehrter Reihenfolge
- der Adapter läßt sich alleine nur schwer an die Kamera ansetzen und wieder abnehmen. Das liegt an den Haltekräften des EF-Bajonettes und dem nur schlecht zu greifenden Adapterkragen von lediglich 1,46mm Dicke (Stichwort Auflagemaß).
- die schon erwähnte Bohrung könnte als Schlüsselansatz dienen, um den Adapter auch ohne Objektiv an die Kamera zu setzen und zu lösen
Fehlermeldungen der Kamera:
- EOS 1DS (II) und EOS 3 --> keine Probleme
- EOS 30 --> wild flackerndes Display im Sucher, keine sichere Meßwertspeicherung (trotz * im Display), normales Auslösen
- EOS 50E --> das altbekannte Batteriefehler-Problem
Fazit: Ja, für 30 EUR bekommt man einen brauchbaren Adapter für M42-Objektive an Canon-EOS-Kameras. Aber mein kurzer Test bestätigt auch meine Meinung, daß die Adaption systemfremder Objektive nicht praxistauglich ist und eben nur für Spezialfälle angewendet werden sollte.
Grüße
Volzotan

