CI-Fotocommunity

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Akku Adapter Rolleiflex 6000

klong

Rookie
Mitglied seit
11 Jan 2008
Beiträge
1
Hallo,
ich habe vor einiger Zeit in einem Beitrag (weiß nicht mehr wo) gelesen, dass ein Rolleiflex 6002-Nutzer den Akku der Kamera mit einem Ansmann 410 auflädt. Hintergrund dabei ist die vollständige Entladung sowie Schnellladung usw. Falls dies so möglich ist, wie verbindet man den Akku mit dem Anschluss des Ladegerätes.
Sorry, ich bin noch Anfänger.

Grüße
Reinhard
 
Vom Ansmann ACS 410 muß ich hier dringendst abraten. Ich habe das Ding durchgetestet und schnell wieder weggelegt. Die Akkupack-Erkennungsautomatik ist unzuverlässig und erkennt nicht immer die korrekte Zellenzahl. Außerdem werden die Zellen zum Ende hin richtig heiß, also auch unzuverlässige Endabschaltung, welche die Akkus zerstört.

Empfehlen kann ich das Akkupack-Ladegerät (mit Entladefunktion) von Conrad für rund 15 Euro Artikel-Nr. 232622 (bei eBay auch unter der Bezeichnung MW 6168 für 13 Euro + Versand zu finden). Da stellt man die Zellenzahl (2 bis 10) von Hand an einem Umschalter ein, bei Rollei sind es 8 Zellen. Das Gerät arbeitet sehr gut und schonend mit Pulsladung und schaltet sehr zuverlässig ab und die Akkus werden dabei nur leicht handwarm. Der Ladestrom kann auch in 2 Stufen eingestellt werden, sollte für Rollei-Akkus auf 500 mA stehen.

Schaut man auf die Pinseite des Akku (mit der Sicherung) und die Anschlußleiste ist unten (die Sicherung darüber), so ist die Belegung von links nach rechts folgend:

1: (Plus) +10 V abgesichert (über die Sicherung des Akkus)
2 und 3: Masse = (Minus) -10 V
4: (Plus) +10 V ungesichert (direkt vom + des Akkus)
5 und 6: PTC-Widerstand zur Temperaturüberwachung (nur bei Ladung mit dem Rollei-Ladegerät relevant)

Zum Laden steckt man in die Kontakte 1 (Plus abgesichert) und 3 (Minus) je ein 2 cm langes Stückchen starren Kupferdraht um ca. 1,5 mm Durchmesser - z.B. aus Elektro-Installationskabel (Büroklammern sind zu dünn!). Daran schließt man dann den Lader über 2 Krokodilklemmen an (Achtung! Kein Kurzschluß verursachan!!!). Und immer daran denken: "Rot ist Schwarz" und "Plus ist Minus" ;~)

Grüße - Bernhard
 
also nehmt mir das bitte nicht übel, aber man hat generell 3 Möglichkeiten:
- man läßt die Finger von den Sachen, die Budgetmäßig für Profis gedacht sind und/oder waren
- man kennt sich in E-Technik & mit Akkus aus, dann tut es eine Bastelschaltung (Stromquelle für NiHM, Spannungsquelle für NiCd)
- man kauft ein neues Ladegerät oder lässt ein kaputtes instandsetzen
- oder man greift halt zu den Klassikern ohne oder mit sehr wenig Elektronik (SL66 mit oder ohne E, TLR ....)

Tilman

PS: ok, das waren 4 ;o)
 
Ich habe schon öfter geschrieben, dass die am weitesten werbreitete Rollei-Schnelladegeräte vom Typ N mangelhaft sind und bleibe dabei. Keine Entladefunktion, schlecht eingestellte Abschaltspannung, für Akkus zu hohe Wärmeentwicklung der Station in und um den Ladeschacht, unzuverlässige Tempereturüberwachung, das sind die Merkmale. Wenn der Lader N verwendet werden soll, dann kann ich diesen nur für die Langsamladung über 12 V empfehlen. Für Schnelladung ist dieser "Akkukiller" wenig geeignet.

Das Ende 2005 vorgestellte Ladegerät Typ C ist bei fotopartner.de für 143 Euro zu bekommen:

http://www.fotopartner.de/cgi-bin/fotopartner?HTML=show/standard.htm&VS_TAB_NAME=W_ROL_6000_ZUB&VS_PARENT_ID=11310543578362&VS_INDEX=11314503366020&VS _PROD_POS=19&ID=9gX0w5LJlG1AfCgG.0.1208434251

Es soll eine Entladefunktion bekommen haben, mir ist allerdings unklar, wie diese gestartet wird (wo ist der Entlade-Knopf?). Außerdem hat man bei diesem Lader auch noch nicht geschafft, den Akku aus der Station räumlich zu verlegen. Viellicht wird aber mindestens dadurch, dass das Netzteil jetzt nach außen gelegt wurde, die Station (inkl. Akku) nicht mehr so heiß. Genaueres weiß ich nicht, da ich den Lader nicht mehr angeschafft habe. Ob dieser Lader erheblich besser als der alte Typ N ist, weiß ich deswegen nicht.

Jan, hast Du einen Lader Typ C? Wenn ja, kannst Du dazu etwas sagen?

@ Tilman:

Am Laden des Rollei-Akkus an einem vernünftigen Akkupack-Ladegerät ist (im Gegensatz zu Deinen 4 Möglichkeiten) überhaupt nichts verwerfliches dabei. Es muß nicht immer der überteuerte original Rollei-Lader sein. Nur muß dieser halt vernünftig sein, und das von mir oben empfohlene Conrad Voltcraft Akkupack-Ladegerät ist für seinen Preis richtig okay.

Wenn man sich mit Akkus ein wenig auskennt, dann kann man ein 8 Zellen NiCd-Akkupack sogar an einem stabilisierten und strombegrenzten Labornetzteil prima laden. Spannung auf genau 8 x 1,45 V = 11,6 V und Strombegrenzung auf 500 mA einstellen und gut ist. Wenn der Akku voll ist, fällt der Ladestrom der Rollei-Akkus (acht 500-600 mAh Sanyo-Sinterzellen) auf etwa 10...15 mA. Es steckt also keine besondere Philosophie dahinter. Solange man nicht gerade einen dauerhaften dicken Akkukurzschluß produziert, geht alles gut.

Grüße - Bernhard
 
Mein Charger C (wenn ich mich recht entsinne hat der ein Knöpfchen) liegt irgendwo auf dem Dachboden.

Ich benutzte einfach den alten Charger G (L&en und Filterscheiben) oder den halbneuen Lader N(?) (LEDs). Der neue ist leichter, das ist besser auf Touren.

Ob die Akkus von der Wärme kaputgehen, oder warm werden, wenn sie kaput sind?

Jedenfalls gehen meine Beobachtungen dahin, daß bislang kein Akku eine unbegrenzte Lebensdauer hat, egal, wie schonend oder brutalstmöglich geladen. Aber unter 10 Jahre ist vermutlch auch noch kein Rollei-SLX/6000-Akku bei mir gekommen (moderne Li-Ionen Akkus aus China scheinen in den DigiCams aber mitunter auf eine in Wochen meßbare Lebensdauer zu kommen).

Eine gute Chance einen Akku zu töten ist wohl, wenn man ihn nicht lädt, sobald er "leer" ist (laut Kamera-Auskunft), sondern ihn danach noch in einer Kamera mit hohem Reststrom (z.B. in einer naß gewordenen SLX) drinläßt.

Grüße
Jan
 
Am schädlichsten für NiCd-Akkus sind:

- Tiefentladung (z.B. wie Jan beschieben hat in einer defekten Kamera), weil einzelne schwache Zellen dabei umgepolt werden und dann defekt sind
- Hohe Temperaturen bei Überladung

Normal entleerte NiCd-Akkus können dagegen recht lange leer und ungeladen gelagert werden, ohne dass sie einen Schaden nehmen.

Man muß zugeben, dass die von Rollei verbauten Sanyo Zellen erstklassig sind, daher recht schwer kaputtzukriegen. Aber auch das habe ich schon geschafft ;~)

Jan, der alte Charger G ist gar kein Schnellader, oder?

Ich lade (schnell) meine Akkus ab und zu aus Not mit dem Charger N, aber dann nur vom Lader räumlich entkoppelt durch einen leicht modifizierten externen Akkuanschluß (Akku-Verlängerungskabel).

Grüße - Bernhard
 
Boah, wer weiß, wie schnell der (alte Lader) wirklich ist ... (ich guck' dem ja nicht permanent zu)jedenfalls ist es ein "SLX charger 1h" (Typenschild: Charger G - sekundär 15,8V 650mA) der ist recht fix.

Es gab auch einen ohne rote L&e (zur 6002, und ich denke, streckenweise auch zur SLX), der braucht natürlich recht lang.

Grüße
Jan
 
Danke Jan! Alles klar, ich habe die beiden die Du hier nennst verwechselt. Der G ist natürlich der schwere (Trafo statt Schaltnetzteil) Schnellader zu SLX.

Die Schnellader G und N an 230V brauchen alle um ca. 1h. Über den 12V-Anschluß dauert es einen halben Tag, ist aber auf jeden Fall schonender. Der Lader ohne L&e ist mit dieser 12V-Ladung vergleichbar.

Grüße - Bernhard
 
Wenn ich mal Zeit habe, werde ich den "C" rauskramen (Bild vom Knöpfchen machen), und auch den Langsamlader (den für das Typenschild, spez. Sekundärstrom).

Andernorts ist mitunter zu lesen, die Schnell-Lader würde nix regeln ... wenn das wirklich so ist, frage ich mich, warum die rote L&e beim Laden eines Akkus mal kurz, und mal lang leuchtet (scheinbar in Abhängikeit vom vorherigen Ladezustand (leerer Akku lange rot, nicht so leerer Akku kurz rot) und vom Gesamtzustand des Akkus (toter Akku = keine rote L&e)).

"Warme Akkus"
Ich habe keine echte Statistik oder sowas, aber den Eindruck: Die werden warm, wenn sie sich ihrem Lebensende nähern. Relativ neue Akkus werden scheinbar nicht so warm beim Laden (kann aber auch sein, daß och das noch mal richtig wissenschaftlich untersuchen müßte :-9

Grüße
Jan
 
Natürlich regeln die Schnell-Lader, nur manchmal nicht richtig. Oft ist die Schwelle der Abschaltspannung so tief eingestellt, dass der Akku gar nicht richtig voll ist (sogar unter der halben Kapazität bleibt) und die Ladung wird beendet. So bei mehreren meiner N Lader. Ich habe aber welche, die tatsächlich einen leeren Akku über eine ganze Stunde "vollfüttern" können ohne vorzeitig abzubrechen. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, die Abschaltelektronik der mangelhaften Geräte genauer zu untersuchen und nachzustellen.

Nochmal zu "Temperatur". Mir ging es eigentlich gar nicht um die Wärmeentwicklung am Akku selber, sondern im Lader, d.h. das Ladegerät wärmt den Ladeschacht und den Akku unnötig an. Am meisten "heitzt" der N. Das alte schwere Trafo-Gerät ist da kühler. Der Ladeschacht ist außerdem sehr schlecht belüftet, deswegen lagere ich die Akkus aus dem Schacht der Rollei-Lader hinaus.

Grüße - Bernhard
 
Zurück
Oben