Ich habe schon öfter geschrieben, dass die am weitesten werbreitete Rollei-Schnelladegeräte vom Typ N mangelhaft sind und bleibe dabei. Keine Entladefunktion, schlecht eingestellte Abschaltspannung, für Akkus zu hohe Wärmeentwicklung der Station in und um den Ladeschacht, unzuverlässige Tempereturüberwachung, das sind die Merkmale. Wenn der Lader N verwendet werden soll, dann kann ich diesen nur für die Langsamladung über 12 V empfehlen. Für Schnelladung ist dieser "Akkukiller" wenig geeignet.
Das Ende 2005 vorgestellte Ladegerät Typ C ist bei fotopartner.de für 143 Euro zu bekommen:
http://www.fotopartner.de/cgi-bin/fotopartner?HTML=show/standard.htm&VS_TAB_NAME=W_ROL_6000_ZUB&VS_PARENT_ID=11310543578362&VS_INDEX=11314503366020&VS _PROD_POS=19&ID=9gX0w5LJlG1AfCgG.0.1208434251
Es soll eine Entladefunktion bekommen haben, mir ist allerdings unklar, wie diese gestartet wird (wo ist der Entlade-Knopf?). Außerdem hat man bei diesem Lader auch noch nicht geschafft, den Akku aus der Station räumlich zu verlegen. Viellicht wird aber mindestens dadurch, dass das Netzteil jetzt nach außen gelegt wurde, die Station (inkl. Akku) nicht mehr so heiß. Genaueres weiß ich nicht, da ich den Lader nicht mehr angeschafft habe. Ob dieser Lader erheblich besser als der alte Typ N ist, weiß ich deswegen nicht.
Jan, hast Du einen Lader Typ C? Wenn ja, kannst Du dazu etwas sagen?
@ Tilman:
Am Laden des Rollei-Akkus an einem vernünftigen Akkupack-Ladegerät ist (im Gegensatz zu Deinen 4 Möglichkeiten) überhaupt nichts verwerfliches dabei. Es muß nicht immer der überteuerte original Rollei-Lader sein. Nur muß dieser halt vernünftig sein, und das von mir oben empfohlene Conrad Voltcraft Akkupack-Ladegerät ist für seinen Preis richtig okay.
Wenn man sich mit Akkus ein wenig auskennt, dann kann man ein 8 Zellen NiCd-Akkupack sogar an einem stabilisierten und strombegrenzten Labornetzteil prima laden. Spannung auf genau 8 x 1,45 V = 11,6 V und Strombegrenzung auf 500 mA einstellen und gut ist. Wenn der Akku voll ist, fällt der Ladestrom der Rollei-Akkus (acht 500-600 mAh Sanyo-Sinterzellen) auf etwa 10...15 mA. Es steckt also keine besondere Philosophie dahinter. Solange man nicht gerade einen dauerhaften dicken Akkukurzschluß produziert, geht alles gut.
Grüße - Bernhard