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Analogobjektive an Digital SLR

@an alle, die mir hier schon viel weitergeholfen haben

Hallo allerseits,
macht es praktisch überhaupt Sinn, wenn man ein 18-35D, 28-70D und 70-300D hat und die F80s weiterhin nutzen will, über die Anschaffung des 18-70DX (im Kit mit dem Body) nachzudenken?

Ich würde bei dieser Überlegung mal die eventuellen Nachteile der analogen Objektive hinsichtlich der Randbereiche, Strahlengänge etc. außer acht lassen - oder vielleicht sinds ja sogar Vorteile, wie Volker vermutete!

Was meint ihr?

Viele Grüße, Gerd
 
Hallo Gerd,

an deiner Stelle wuerde ich das 18-70Dx nicht dazukaufen. Ich habe Fotos davon gesehen und sie waren gut, aber nicht ueberragend. Leider habe ich das 18-35 mm nicht, nur das 28-105 mm und das ist gleichwertig. Sind die WW-Verzerrungen des 18-35 mm sehr stark? oder geht es dir nur darum, nicht so oft das Objektiv wechseln zu muessen?

Ciao banty

PS: Mit der Perspektive geb ich euch recht, die Perspektive ist schliesslich der Standpunkt und hat mit der Ausruestung nix zu tun. Aber mit der Bildwirkung durch die Brennweite - das muss ich mal ausprobieren... Vielleicht habe ich das falsch verstanden...
 
Hallo allerseits,
um mal die Begriffe zu klären: "Verzeichnung" ist ein Abbildungfehler des Objektivs, der bedeutet, dass gerade Linien am Bildrand nach außen (tonnenförmig) oder innen (kissenförmig) gebogen dargestellt werden. Dieser Fehler ist typisch für kurze Brennweiten, besonders bei Zooms. Wenn Andre-Nam das meint, hat er recht: diese Abbildungsfehler wandern in Bereiche, wo wir sie nicht gewöhnt sind (50er sind normalerweise perfekt korrigiert). Etwas ganz anderes sind die perspektivischen Verzerrungen, die entstehen, wenn man z.B. an ein Gesicht sehr nahe herangeht (überdimensionale Nase etc.) Die hängen, wie oben erklärt, NUR von der Entfernung zur Nase ab und nicht von der Brennweite! Allerdings wird man mit längeren Brennweiten gar nicht so nahe rankommen, weil man 1. nicht mehr scharfstellen kann (Naheinstellungs-Grenze) und 2. außer besagter Nase nix mehr sieht und damit auch die perspektivischen Verzerrungen nicht mehr so deutlich zu sehen sind. Aber sie hängen trotzdem NUR von der Entfernung ab!
Und wenn ich schon dabei bin, gleich noch was zum Thema "Weitwinkel-Perspektive": Da gibt es 2 Möglichkeiten.
1. Wir gehen aufgrund der kurzen Brennweite näher ans Motiv, damit ändern wir den Standort und damit die Perspektive: Sag ich ja.
2. Wir gehen nicht so nahe ran und haben einfach mehr drauf. Das wirkt als Bild "unnatürlich" weil wir mit einem Blick eine Szenerie überblicken, für die wir in natura den Kopf drehen müßten. Dass das nur eine Täuschung ist, läßt sich einfach(?) demonstrieren: Vergrößert eine WW-Aufnahme auf Postergröße (70x100) und betrachtet sie aus 15 cm Entfernung (!). Jetzt hat man vor dem Bild den gleichen Effekt wie in natura, und die "Weitwinkel-Perspektive" ist verschwunden. Noch effektvoller ist dieser Versuch am Ort der Aufnahme, wenn man das Poster so hält, daß es sich nahtlos in die Realität einfügt. (Sehr verblüffend, einfach mal probieren)!
Hans K.
 
Hallo Hans,

danke fuer deine anschaulichen Erklaerungen! Das hoert sich logisch an, ich werde das heute mal ausprobieren. Wahrscheinlich habe ich mich da tatsaechlich taeuschen lassen :-(

Ich ziehe meine Aussage zunaechst zurueck und muss das nochmal pruefen *schaem* Sorry fuer die falsche Info!

Ciao banty
 
Hallo Hans,

also was ich gemeint habe ich folgendes (Ausschnitt aus dem National Geographic Foto-Guide):
7231.jpg


Das ist bei dem ersten Bild ja schon recht extrem und wirkt etwas unnatürlich.
 
Hallo, Andre-Nam,
diese Bildserie ist das genaue Beispiel für das, was ich oben unter 1. beschrieben habe: Der Fotograf geht aufgrund der kurzen Brennweite näher ans Motiv, damit ändert er die Perspektive. Hätte er das 24er Bild aus der gleichen Entfernung gemacht wie das 105er und eine Ausschnitt-Vergrößerung gemacht, würde das Bild trotz 24er genauso aussehen wie das 105er.
Wenn Du unter die Bilder jetzt schreibst: 16mm - 33mm - 70mm dann hast Du genau die Bildwirkung mit D70/D100. Um das auf die ursprüngliche Frage zurückzubringen: Das 18/70 an der D70/D100 verhält sich von der Bildwirkung genauso wie das 28/105 an einer analogen Nikon.
Hans K.
 
Hallo Hans,

> Hätte er das 24er Bild aus der gleichen Entfernung gemacht wie das 105er und eine
> Ausschnitt-Vergrößerung gemacht, würde das Bild trotz 24er genauso aussehen wie das 105er.

Das ist mal interessant, danke für die Info. :-)
 
Guten Abend Leute,

danke das ihr nicht müde werdet immer wieder nachzuhaken bei dieser wichtigen, aber offensichtlich doch nicht so einfach zu verstehenden Problematik. Ich glaube aber, bei mir hats jetzt doch endlich geklickt, wenn ich auch meinen eigentlichen Traum von den Möglichkeiten des 18-70DX begraben mußte.

@hans
Danke für Deine plastische Beschreibung der Beschreibung - das war das I-Tüpfelchen.

Beste Grüße, Gerd
 
Hallo banty,
genau zu dem Schluß war ich nach der ganzen Diskussion eigentlich auch gekommen, wollte aber noch mal pro und kontra hören.
Durch meine falschen Vorstellungen war ich eigentlich überzeugt, daß das 18-70-er an der Dxxx ebenfalls den Weitwinkelbereich bis 18mm wie analog abdecken würde. Das fand ich toll, weil ich dann meine analogen Objektive unter Berücksichtigung Crop nahtlos an diesen Bereich hätte anschließen können. Da das ja nunmal nicht so ist, hat sich für mich die Sache damit erledigt, denn mit dem 18-35D bin ich super zufrieden.
Ich finde die Verzeichnungen verhältnismäßig gering und für meine Belange vernachlässigbar. Sie sind nach meinem Dafürhalten sogar nur im Bereich 18..22 überhaupt erkennbar. Ich werde es jetzt einfach mal an einer Digi testen müssen, bin mir aber eigentlich jetzt schon ziemlich sicher, daß die Probleme in den Randbereichen und mit schrägen Strahlengängen meßtechnisch vielleicht nachweisbar sind, aber für meine Zwecke toleriert werden können. Vielleicht hat ja jemand aus der D100-Gilde da schon Erfahrungen gemacht?

Meiner Entscheidung für die 3 Zoomobjektive ging die Überlegung voraus, daß für mich die Vorteile der variablen Ausschnittwahl die Nachteile der Zooms hinsichtlich Schärfe, Lichtstärke usw. aufwiegen.

Na denn erstmal Gute Nacht, gerd
 
Hallo ich bin neu hier
und habe eine Frage bzgl. D70.
Ich könnte billig an ein Nikon ED Nikor
AF 70 - 300 1:4-5.5D kommen.
Kann ich das Objektiv an einer D70 verwenden.
Danke für Eure Antwort.
Gruß Schorschi
 
Servus Schorschi und Grüß Gott,
ober freilich, dees mocht überhaupt gar konne Schwierigkeiten, fei echt nett, jo gaons im Gegenteil, des macht mega Spaß und fei echt guaote Bilder! Schau zu dees Dir schwingst und es Dir holst! ;-)
Mit den besten Grüßen aus Franken an einen weiteren Bayern hier im Forum!
Dein kulmi
 
Griass eich,

i muass amoi wos frogn: wia guat is denn des 70-300 D ED 4-5,6 übahaupt? Kaun ma mit dem nu in da Dämmerung fotografiern oda muaß do imma tog-hell sein?
Ich könnt mir nämlich eins kaufen und bräuchte fringend ein paar tipps zur Abbildungsleitstung (Mechanik ist glaub ich eh net so wichtig?).

Pfürt Ecuh derweil,

Josef aus Austria
 
Mei, jetz gehts aber rund hier, Servus Josef, das kommt natürlich darauf an mit was Du fotografierst: Digital (D70 oder D100) fast gar kein Problem (Da ISO 1600 möglich), analog brauchst schon einen 400ér oder 800ér Film, da die Anfangsöffnung von 5,6 bei 300 mm sonst schon arch zum Verwackeln einlädt, außer Du hast ein Stativ ;-), aber als kleines leichtes "Reisezoom" ist es echt super! Ich hatte davor ein Sigma Apo 70-300 D, und war damit gar nicht zufrieden!
Das einzigste was wirklich am Nikon nervt ist, das beim Scharfstellen der vordere Objektivtubus und damit auch die Frontlinse sich mitdreht! Beim Einsatz eines Polfilters kann das schon mal zu akrobatischen Verrenkungen führen ;-)))
So long Dein kulmi
 
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