Juergen64
Da fällt uns kein Titel mehr ein
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- 14 Jul 2012
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Hallo Leute,
in der Vergangenheit wurde ich schon ein paar Mal gefragt nach Anleitungen für die Blaue-Stunde-Fotografie. Ich weiß zwar nicht warum ausgerechnet ich? Schließlich haben wir hier in jüngster Zeit einige Beispiele anderer Nutzer gesehen die das meines Ermessens besser können als ich.
Dennoch, gestern Abend war es wieder mal so weit: ich war in Saarbrücken unterwegs, hatte beim letzten Kunden etwas länger gebraucht als geplant, und wollte dennoch schnell etwas von der blauen Stunde mit dem Sensor einfangen. Es war eigentlich schon zu spät, ich war schon mitten in der blauen Stunde als ich beim Kunden rauskam, und die Kamera lag noch im Auto. Also blieb mir leider nur, vom üblichen Plan abzuweichen und relativ spontan ab in die Stadt, Kamera mit 16-35 um den Hals und Stativ geschultert, und schauen was sich noch machen lässt? Umso mehr habe ich mir Gedanken über meine übliche Vorgehensweise gemacht und beschlossen, die mal für Interessierte hier niederzuschreiben:
Wenn jetzt einigen von Euch noch etwas fehlt, seien es Fragen weil ich was übersehen habe niederzuschreiben, oder eigene Anregungen wie Ihr es anders macht, dann nur zu!!!
Gruß
Jürgen
in der Vergangenheit wurde ich schon ein paar Mal gefragt nach Anleitungen für die Blaue-Stunde-Fotografie. Ich weiß zwar nicht warum ausgerechnet ich? Schließlich haben wir hier in jüngster Zeit einige Beispiele anderer Nutzer gesehen die das meines Ermessens besser können als ich.
Dennoch, gestern Abend war es wieder mal so weit: ich war in Saarbrücken unterwegs, hatte beim letzten Kunden etwas länger gebraucht als geplant, und wollte dennoch schnell etwas von der blauen Stunde mit dem Sensor einfangen. Es war eigentlich schon zu spät, ich war schon mitten in der blauen Stunde als ich beim Kunden rauskam, und die Kamera lag noch im Auto. Also blieb mir leider nur, vom üblichen Plan abzuweichen und relativ spontan ab in die Stadt, Kamera mit 16-35 um den Hals und Stativ geschultert, und schauen was sich noch machen lässt? Umso mehr habe ich mir Gedanken über meine übliche Vorgehensweise gemacht und beschlossen, die mal für Interessierte hier niederzuschreiben:
- Motivsuche in der fremden Stadt
Zuerst einmal schaue ich in Google Bildersuche, Wikipedia und ähnlichen Quellen, was andere schon fotografiert haben. Auch Hinweisschilder auf Sehenswürdigkeiten sollte man nicht außer Acht lassen, und manche Städte protzen auch gerne auf ihrer eigenen Website mit ihren Highlights. Gerne willkommen sind Motive, von denen ich nur Handyaufnahmen bei Tag finde! Aus dieser Liste filtere ich zuerst die heraus, von denen ich feststellen kann dass sie bei Nacht beleuchtet sind. Dann schaue ich mit Google Maps, aus welcher Himmelsrichtung ich die fotografieren kann, denn das tiefste Blau finde ich gegenüber der untergehenden Sonne. Ergo fotografiere ich meist von West nach Ost. Die meisten Kirchen scheiden daher aus, da Kirchen genau andersrum gebaut werden (Turm im Osten, Altar im Westen). Habe ich dann mein Motiv gefunden, schaue ich noch mithilfe der Satellitenaufnahmen wo ich fotografieren kann und wenn es zeitlich knapp wird noch ob ich da auch in der Nähe parken kann. Dann nix wie hin.
- Am Motiv
Mit der Kamera immer wieder vor's Auge gehalten, gehe ich erst einmal eine Runde von Süd über West nach Nord, schaue nach dem idealen Blickwinkel. Wenn ich zeitig genug da bin, also noch deutlich vor Sonnenuntergang, nehme ich mir dafür auch viel Zeit, merke mir mehrere Positionen. Bei Tageslicht dort einzutreffen hat auch den Vorteil Testaufnahmen machen zu können und gleich zu beurteilen ob da noch irgendetwas Störendes ins Bild ragt. Für die Testaufnahmen habe ich mein Moduswählrad auf U2 stehen. Dort lasse ich der ISO freien Lauf, Blende steht auf 8, Verschlusszeit auf 1/40; alles andere lasse ich die sehr gute Automatik machen was sie will. Die Testaufnahmen lösche ich übrigens wieder, denn bei Tageslicht sieht man zu viel Unschönes in den Städten. Bei Nacht wird halt wirklich nur das Sehenswerte beleuchtet!
- Die Entspannung
Habe ich dann mal so ein knappes Dutzend auf den ersten Blick interessanter Standpunkte gefunden, entspanne ich bei einer Tasse Kaffee (an den meisten Sehenswürdigkeiten findet sich Gastronomie), warte auf den richtigen Zeitpunkt, und schaue mir dabei nochmal die Testaufnahmen ganz genau an. Da fällt dann nochmal das Eine oder Andere raus. Mehr als 2-3 gute Aufnahmen lassen sich in der kurzen blauen Zeit eh nicht realisieren, eher weniger! Beim Kaffee überprüfe ich nochmal meine Einstellungen auf U1: ISO 100, Blende 8, Belichtung -0,7, Farbtemperatur 4000K (vergesse ich manchmal, ist aber bei RAW nicht schlimm), elektronische Helferlein wie Rauschunterdrückung und so alle aus, Spiegelvorauslösung 2 Sekunden, Stabi aus, ...
- Die Aufnahme
Rechtzeitig bevor es soweit ist ziehe ich mit meinem Geräppel zum ersten Standort. Dort baue ich Stativ und Kamera auf, probiere eventuell nochmal verschiedene Blickwinkel. Dann wird erst mal das Stativ möglichst präzise ausgerichtet, anschließend die Kamera genau in die Waage gebracht. Tja, und dann warten aufs richtige Licht und Knöpfchen drücken. Das war's!
Wenn jetzt einigen von Euch noch etwas fehlt, seien es Fragen weil ich was übersehen habe niederzuschreiben, oder eigene Anregungen wie Ihr es anders macht, dann nur zu!!!
Gruß
Jürgen




