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Bilder vom Negativ oder von JPEG Unterschiede

lebbawfs

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
9 Jan 2008
Beiträge
441
Hallo miteinander,
ich habe nun schon mehrfach festgestellt, daß Fotos die vom Negativ
gemacht werden korrekter in den Farben sind, als Fotos die von einer Datei (z.B.JPEG) auf Fotopapier ausgedruckt werden.
Ich habe bisher alle möglichen Bilderdienste für meine Urlaubsbilder
ausprobiert einschließlich den örtlichen Fotoladen mit seiner Maschine.
Kann es sein, daß Fotos von einer Datei von den Maschinen weder
bezüglich Farbsättigung noch Weißabgleich korregiert werden, sondern
so ausgedruckt werden wie sie als Datei vorliegen?
Habe zur Probe extra ein wenig gelbstichige Datein abgeliefert und bekam prompt genau so gelbstichige Ausdrucke zurück. Und zwar bei allen Dienstleistern nicht korregiert!
Vom Negativ ausgedruckte Fotos sind m.E. schon korregiert. Sieht
jedenfalls für mich so aus.
Wer kennt sich da ein wenig aus?
Gruß
Hans Walter
 
Hallo Hans Walter

Welchen Farbraum hast Du eingestellt? Die meisten (alle?) Consumer-Labors schaffen nur sRGB. Kann man in der M8 einstellen oder im RAW Converter.
's Grüessli

Till
 
Hallo Till,
an der M8 und RAW Converter sind sRGB eingestellt.
Damit müßten die Consumer-Labors zurecht kommen.
Gruß
Hans Walter
 
Wenn der Farbraum stimmt und die Farben der Prints anders sind als die auf dem Monitor, dann geht es mit der Kalibrierung weiter. Aber das ist eine längere Geschicht. Da du wenig Einfluss auf das Labor hast, ist der Ansatz zunächst einmal der Monitor. Beim Mac als minimale Variante die interne Montorkalibrierung (Systemeinstellungen
triangle_right.gif
Monitore kalibrieren
triangle_right.gif
Experten-Modus
triangle_right.gif
Anweisungen befolgen
triangle_right.gif
Weisspunkt D65 6500 Kelvin oder unkorrigiert
triangle_right.gif
gamma 2.2 (Mac gamma ist eigentlich 1.8, mir gefällt 2.2 besser)
triangle_right.gif
Profil mit Monitorname und Datum abspeichern. Das ist besser als gar keine Profilierung. Wenn man es genauer haben möchte, braucht man Hardware-Hilfe wie eye-one, Gretag Macbeth oder ähnliches. Dem Aufwand den man da treiben will setzt nur noch der Geldbeutel die Grenzen. Ohne Kalibrierung und Profilierung zu arbeiten ist Glückssache.
's Grüessli

Till
 
Hans W.Wabbel schrieb am 19. Oktober 2007 - 14:28 Uhr:

'Kann es sein, daß Fotos von einer Datei von den Maschinen weder
bezüglich Farbsättigung noch Weißabgleich korregiert werden, sondern
so ausgedruckt werden wie sie als Datei vorliegen?
Habe zur Probe extra ein wenig gelbstichige Datein abgeliefert und bekam prompt genau so gelbstichige Ausdrucke zurück. Und zwar bei allen Dienstleistern nicht korregiert! '


Hallo Hans Walter et alii,

ich hoffe, daß es so ist, denn sonst wäre eine Bearbeitung ja unberechenbar.
Habe mich früher in Labors öfter geärgert, daß beispielsweise bei Sonnenuntergängen häufig die ganze Lichtstimmung wegkorrigiert war.

Gruß zurück, Arne
 
Hallo noch einmal,

hier ein paar nützliche Tools für den Abgliech PC <-> Labor:

Bedienungsanleitung:
http://www.photoindustrie-verband.de/pdf/dqt/DQ-Tool_Info.pdf
Kontrasteinstellung:
http://www.photoindustrie-verband.de/img/dq/DQ-Tool_Kontrast.jpg
Monitorsheet:
http://www.photoindustrie-verband.de/img/dq/DQ-Tool_Monitor.jpg
Printsheet:
http://www.photoindustrie-verband.de/img/dq/DQ-Tool_Print_13x18cm.jpg

Zweckmäßig ist es von dem Printsheet einen Abzug im Labor der Wahl machen zu lassen, dann mit dem Monitorsheet ein Profil zu erstellen, daß die Monitoreinstellung von Farben und Tonwerten dem Abzug entspricht.
Das erstetzt zwar keine richtige Kalbibrierung, da man aber das Labor eh nicht kalibrieren kann, ist es sozusagen der Weg des geringsten Wiederstandes.
Läßt sich auch zum Abgleich mit dem heimischen Drucker verwenden.

VG, Arne
 
Hallo Till und Arne,
wenn ich Eure Antworten richtig interpretiere, wird in den Maschinen der Labors ohne jegliche Korrektur ausgedruckt.
Wie Du,Arne, richtig sagst,wäre eine Korrektur von bereits bearbeiteten Fotos ja unberechenbar.
D.h. auf ein bestimmtes Labor mit der eigenen Bearbeitung so
einschießen, daß man optimale Fotos bekommt. Wenn ich das richtig
verstehe, arbeiten u.U. die verschiedenen Maschinen in den verschiedenen Labors unterschiedlich.
Das optimale wäre, die Kalibrierung der eigenen Technik, nicht wahr Till?
Gut, dann werde ich mich mal auf die lokale Maschine vor Ort einschießen.

Und wie ist es beim Negativ? Findet da bei der Umwandlung vom Negativ auf das Papier eine Korrektur statt?

Ich danke Euch für die Aufklärung.
Gruß
Hans Walter
 
Hallo Hans Walter

Mit den Korrekturen ist das so eine Sache. Für mich wäre es wünschenswert, wenn die gar nix mehr machen würden und so ein Labor würde ich auch suchen. Bei vielen Labors werden digitale Daten grundsätzlich noch einmal nachgeschärft und die Belichtung wird auch manchmal angegelichen, damit nicht zuviel reines weiss odere tiefes schwarz vorhanden ist, sondern ein grauer Kompromiss.
Auf Negativen habe ich ausschliesslich schwarz-weiss fotografiert und alles selber verarbeitet. Ich hatte immer Sorgen, dass mir ein Labor meine schönen Negative zerkrazt. Auch jetzt sind Farb-Ausdrucke bei mir eher die Ausnahme. Die Brillianz und Schärfe der Prints von digitalen Daten aus Grosslabors ist aber nach meinem Empfinden um Welten besser als das, was ich vom analogen Film aus solchen Labors erinnere.
's Grüessli

Till
 
Hallo Till,
ich glaube, ich werde mich mal etwas intensiver mit meinen Foto-Druckern beschäftigen. Der Pixma IP 4200 und der Selphy, beide von Canon. Mit Canon-Papier.
Auch wenn die Fotos doppelt so teuer sind, so hat man doch u.U. den Prozess selber in der Hand.
Werde sie mal heute abend beide ausprobieren und den Laborfotos gegenüber stellen.
Gruß
Hans Walter
 
Ich drucke sehr gerne auf Hahnemühle (gleiches gilt sicherlich für manche andere Kunstdruckpapiere auch) - es ist dann kein klassisches Photo wie aus dem Labor sondern ein richtiger "Druck". Material/Oberfläche nicht synthetisch sondern in verschiedensten Ausführungen "richtiges". Trotzdem satte, brilliante Farben - das kam meinen Vorstellungen von einem hochwertigen Bild in physischer Form immer näher als diese Labor-Abzüge!? Sicherlich absolut subjektiv.

Was ich damit sagen will: vielleicht ist der Selbstdruck ja keine Notlösung, sondern eine Chance! Ich habe sogar meine besten Dias prof. scannen lassen und diese anschließend auf gleichem Wege ausgedruckt und dabei jedes Ilfochrome gerne liegen gelassen!

Zugegebenermaßen hat mich Farbtreue bisher noch nicht extrem interessiert, da ich selten Personen abbilde (die Hauttöne zeigen es dann ja deutlich) und ich daher auf einen guten Farbeindruck beim Endresultat und nicht Realitätsnähe gesetzt habe. Ein guter Weißabgleich, das UV-IR-Profil in C1 und die Canon-Profile für die hauseigenen Kunstdruckpapiere (welche ja von Hahnemühle hergestellt werden und deshalb auch für diese einwandfrei arbeiten) reichten mir bisher immer - ich denke mit minimalem Feintuning werden auch kritischere Naturen zufrieden gestellt.

Ich habe zum Canon Pro9000 gegriffen, nachdem frühere Epson-Drucker arg schnell krepierten und die aktuell ebenfalls erbärmlich verarbeiteten Modelle selbst in der A3+-Klasse "Made in China" sind. Der Canon ist "Made in Japan" und besser verarbeitet - die Druckqualität meines Erachtens den Epsons mindestens ebenbürtig - bisher absolut zufrieden!
 
Hallo Miteinander,
wie gesagt habe ich mal selber ausgedruckt.
Ergebnis: Die Ausdrucke mit dem Canon IP 4200 sind einen winzigen Tick
rötlicher als die aus dem Selphy. Beide sind besser als die Laborausdrucke. Und mit den eigenen Druckern ist es auch möglich
eine farbliche Soll-Einstellung im CS2 zu finden.
Ich gehe davon aus, daß die Drucker ihre Charakteristik nicht
wesentlich verändern.
Kostenmäßig ist der 10x15 Ausdruck mit dem Selphy bei 30Cent und
der vom IP 4200 bei ca 40-60Cent, also beide wesentlich teurer als
bei Dienstleistern.
Werde mal versuchsweise diesen Weg beschreiten.
Gruß
Hans Walter
 
Hallo zusammen,

ich drucke auf einem Canon Pixma iP4300 aus. Die Druckosten lassen sich übrigens bei 10x15cm deutlich senken (fast halbieren), wenn man auf DinA4 Papier ausdruckt und selbst schneidet.

@ Georg: Ich teile deine Epson Erfahrungen, nach 3 krepierten Epson in Folge bin ich jetzt auch bei Canon. Der ist deutlich schneller und die Qualität läßt mE keine Wünsche offen.

VG, Arne
 
georg lamshöft schrieb am 20. Oktober 2007 - 2:02 Uhr:

'Was ich damit sagen will: vielleicht ist der Selbstdruck ja keine Notlösung, sondern eine Chance!'

Genau so ist es, Georg!
Was ich in meiner digitalen Dunkelkammer produziere ist in vielen Fällen besser, als das, was ich analog in nächtelanger Arbeit zustande gebracht habe. Und das ohne die fiesen Dunkelkammergerüche. Ich arbeite privat noch immer fast ausschliesslich schwarz-weiss. Die einzige Umstellung war die Notwendigkeit von glänzenden Baryt-Oberflächen auf mattes Photo-Rag. Das fiel mir erst schwer, wenn die Bilder aber einmal unter glänzendem Glas sind, fällt es sowieso nicht mehr auf. Und inzwischen mag ich auch das Gefühl des matten Papiers an den Fingern. An die neueren, barytähnlicheren Papiere habe ich mich mit meinem alten 2100 noch nicht getraut. Für schwarz-weiss sehe ich leider immer noch keine Alternative zu Epson, auch wenn die Verarbeitung wirklich grausam ist. Für den "Hausgebrauch" empfehlenswert und völlig unproblematisch im Handling ist die Kombination Originaltinte und Quadtone Rip. Richtig sensationell werden die Ergebnisse mit den Monochrom Carboprint-Tinten. Das lohnt aber m.E. nur, wenn man wirklich praktisch täglich druckt. Auf längere Pausen reagieren diese Tinten (zumindest bei mir) mit einem recht zickigem Verhalten und der Notwendigkeit vieler Düsentests & -Reinigungen.
's Grüessli

Till
 
goehring schrieb am 22. Oktober 2007 - 15:49 Uhr:

'Auf längere Pausen reagieren diese Tinten (zumindest bei mir) mit einem recht zickigem Verhalten und der Notwendigkeit vieler Düsentests & -Reinigungen. '

Das kenne ich von Epson auch mit Farbtinten, zumindest, wenn man nur einmal im Monat nen Schub druckt... und dann Reinigungsdurchgänge bis die Patrone leer ist...

, Arne
 
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