Hallo,
hier mal etwas aus meiner Heimatstadt.
Die Zeche Consolidation, Schacht 3/4/9 dominierte fast ein Jahrhundert lang den Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck.
Zu Hochzeiten arbeiteten mehrere Tausend Menschen auf der Zeche, bis im Jahre 1993 die Kohleförderung hier eingestellt und nachfolgend das gesamte Gelände zu einem Naherholungsgebiet umgestaltet wurde.
Die meisten Bauten, darunter der ehemals Europa-weit höchste (95m), aber schmucklose Förderturm, wurden zurückgebaut bzw. abgerissen.
Die 3 noch stehenden Gebäude wurden zum "Kulturgebiet Consol".
Im Maschinenhaus von Schacht4 etablierte sich ein Probenraumzentrum mit 38 schallisolierten Räumen, das zu
dem Musik-Zentrum im mittleren Ruhrgebiet wurde ("C4").
Im ehemaligen Lüfterhaus ist heute ein freies Theater beheimatet, das sich intensiv der Jugendarbeit widmet ("Consol-Theater").
Das zentrale Bauwerk, der markante Förderturm von Schacht9 mit den beiden Maschinenhäusern, beherbergt eine Bergbau-historische Ausstellung samt Dampf-Fördermaschine und den imposanten Nachlass eines Ruhrgebiet-Künstlers ("Sammlung Werner Thiel").
In der Dämmerung erstrahlen auch hier, wie an vielen anderen Punkten im Revier, die Gebäude in einem neuen Licht:
1.
Schacht9 mit den gelben, extrem hellen Neonröhren (von Ruhrpott-Fotografen liebevoll "Killerlampen" genannt

).
Das diffuse oberhalb des Turms sind übrigens keine Reflexe auf der Linse, sondern Dampfschwaden, entstanden durch die starke Wärmeentwicklung der Lampen und die niedergeschlagene Feuchtigkeit.
2.
Maschinenhaus Süd, leider ohne Innenbeleuchtung
3.
Lüfterhaus, Heimat des Consol-Theaters
4.
Lufttrichter
Nicht so vielfältig und spektakulär wie an anderen Orten, aber für mich "besonders wertvoll"

.
Gruß
Uwe aus GE