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Dias mit R8 oder wie man richtig damit belichtet

kinabalu

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
14 Jan 2008
Beiträge
374
Hallo ihr Lieben,

sooo, nach über einem halben Jahr mit meiner R8 finde ich das "Ding" einfach klasse! Superfeeling, superstabil und robust!
Anyway, letzendlich ist das schließlich Nebensache, denn am Schluß zählen ja nur die Bilder.

Und hier nun mein Problem oder besser gesagt Unwohlbefinden.
Ich fotografiere mit der R8 vorwiegend Dias, nach 2-3 Dias lege ich auch schon mal einen normalen Film rein. Aus Nikonzeiten weiß ich, dass man ja Dias immer einen Tick unterbelichten sollte. Jedoch waren die meisten meiner Dias doch mehr als 0,5-1 Stufe überbelichtet. Auf dem Leica-Projektor waren die Farben doch recht schwach bedingt durch Überbelichtung.

Ich muss eingestehen, dass die Bilder von denen ich rede, vorwiegend
in Malaysia/Brunei entstanden sind, wo ich zuletzt mein Kurzurlaub verbracht habe. Sprich klassiche Strandbilder, sonnig und starke Kontraste bedingt durch Schatten und Sonneschein.

Ich muss weiter eingestehen, dass ich noch immer nach meinem altem Nikongefühl (FM2) fotografiere. Bei der R8 kam vorwiegend Matrix- und Integralmessung zum Zuge. Habe ich mich da wohl mit der Belichtung ein wenig verschätzt? Wie sehen denn dir R8 Fotografen die
Belichtungsmessung der R8?

Gruß L.
 
Hallo Lodowing,

ich habe zwar nur die R5, aber ich mache überwiegend Dias. Bei so schwierigen und oft sehr hellen Aufnahmesituationen wie am Strand oder in südlichen Gefilden ist vielleicht die Spotmessung geeigneter, dann einfach immer schnell eine geeignete Stelle anmessen und halten, ehe man abdrückt. Notfalls geht auch die Handinnenfläche, damit habe ich durchweg gute Erfahrungen. Und bei Dias eben meist eher auf die hellen Lichter messen, also etwas knapper. Wenns dann immer noch nicht klappt, ist vielleicht ja der Beli dejustiert?
LG
Nils
 
Also Innenaufnahmen waren alle Top. Keine Probleme, jedoch waren diese auch mit normalen Film gemacht, noch keine mit Dias.

Beli dejustiert?,..hmm,..geht das so einfach?

Gruß L.
---------
 
Hallo,
das Proplem kenne ich, aber nur mit der Filmsorte Fuji Sensia 200.
Ich stelle dafür die Belichtungskorrektur um 1,5 Blenden nach minus.
Diese Einstellung verändert sich auch nicht beim Ausschalten oder Filmwechsel, man muss es selbst tun.
Bei anderen Filmsorten, Sensia 100, Ektachrome 100 + 200, geht es normal.
Werner
 
Ich fotografiere seit November 2001 mit der R8 und habe noch nie Probleme mit der Belichtung gehabt. Allerdings verwende ich ausschließlich den KODAK E100 VS (für Landschaft und Reise), den E100S (für Studio) und habe einmal den neuen Velvia 100 probiert. Überwiegend benutze ich die Integralmessung und die Spotmessung. Die R8 ist ja bekanntlich als prädistinierte Kamera für die DIA - Fotografie vom Werk aus generell mit einer 1/3 Blende auf Unterbelichtung geeicht.

Manchmal bei den Lichtverhältnissen, wie sie in Südspanien vorherrschen, mache ich eine 1/2 bzw. 1 Blende Unterbelichtung -bei schrägem Gegenlichteinfall- - aber nur aus einem "blödem Bauchgefühl" heraus; weil ich dann den Lichtverhältnissen nicht ganz traue. Bei einer 1/2 Blende Unterbel. ist das DIA in der Projektion nur geringfügig besser, weil der E100 eine ganze Blendenstufe ohne weiteres verkraftet. Das ganze funktioniert in gleicher Art und Weise bei (überwiegend) manueller Einstellung, wie auch bei allen Automatikstprogrammen. Vielleicht hat bei einigen R8 der Belichtungsmesser einen Fehler, dies kommt bei einigen R8 - Made in Portugal - vor.

Ich hoffe somit ein wenig zur Aufklärung beigetragen zu haben.

Viele Grüße vom Rand des Taunus Wolfgang Gerhold
 
Wolfgang Gerhold schrieb am 22. Mai 2007 - 21:48 Uhr:

' dies kommt bei einigen R8 - Made in Portugal - vor. '

sorry, aber das ist totaler Quatsch!

Man kann in Solms die Belichtung der r8 nach seinen Wünschen und Vorstellungen einstellen lassen - und das haben auch einige 8ter auf dem Gebrauchtmarkt hinter sich.

Gruß vom See

Klaus
 
Hallo,

das spricht doch dafür, die Kamera mal checken und ggf justieren zu lassen. Im Rahmen des Durch-Check-Paketes mit Reinigung und Justierung des Verschlusses soll auch die Messung des Belis enthalten sein, vielleicht ist das genau die Kur, die die Kamera braucht.

LG
Nils

(Meine R5 ist auch aus Portugal, aber außer, dass sie nach Fisch riecht und etwas unscharfe Bilder liefert, kann ich nicht meckern)
 
Hallo,
also bevor die Kamera eingeschickt wird, würde ich doch noch ein wenig mehr testen.
1. Ist auf die E-6 Entwicklung Verlaß?
2. Wirklich keine Belicht.Korr. an der Kamera aktiv?
3. Verschiedene Belichtungsautomatiken (Zeit, Blende, Programm) probieren. (Muß bei der R8 bei Blenden/Programmauto die Blende geschlossen sein?)
3. Blendenmechanik der Objektive ok?

Udo
 
Da hat Udo natürlich Recht, all diese Punkte muss man erstmal durchgehen und als Fehlerquelle ausschließen.
LG
Nils
 
Nils Opitz-Leifheit schrieb am 23. Mai 2007 - 9:12 Uhr:

'Meine R5 ist auch aus Portugal, aber außer, dass sie nach Fisch riecht und etwas unscharfe Bilder liefert, kann ich nicht meckern'
z04_kaputtlachen.gif
 
Hallo Harald,

danke, ich dachte schon, es merkt keiner....

Schönen Tag,
Nils
 
ok..Ich habe heute noch 2 Dias von meinem letzten Düsseldorf/Bonn Aufenthalt abgeholt, vor 3 Wochen erst gemacht, also wo es noch recht heiß/sonnig war.

Die Bilder sind alle Top und mit Kodak Elite Chrome, 100.
Momentan gehe ich davon aus, dass ich einfach schlecht belichtet habe, also mit Matrix belichtet und nur um einen halben Wert korrigiert.

Ich muss es mal besser aufschreiben, jedoch kann es auch daran liegen, dass ich damal mit der Nikon ja immer Integral gemessen habe und entsprechend andere Werte hatte.

Hat jemand mal ganz unterschiedliceh Erfahrung mit Matrixmessung von Lecia und anderen Kameras gemacht? Ab der R8 hat Leica ja zum ersten mal Matrix eingesetzt, kann ja sein, dass denen hier noch ein bisschen Erfahrung fehlt? oder?

Gruß L.
 
Ja,
ich meine, daß die Intergralmessung der Nikon Fm-2 "weniger" emofindlich auf helle Motivbereiche reagiert, als die R5. Folglich musste die FM-2 deutlicher unterbelichtet werden.
Das kann natürlich auch individueller Zufall sein.

Udo
 
Lodowing schrieb am 24. Mai 2007 - 10:13 Uhr:

'Ab der R8 hat Leica ja zum ersten mal Matrix eingesetzt, kann ja sein, dass denen hier noch ein bisschen Erfahrung fehlt? oder? '

die meisten Fehler werden hinter der Kamera gemacht...

Ich möchte es mal so sagen - böse Zungen sagen, das die R8 der Blichtungsmesser mit den meisten Möglichkeiten ist...

Also wenn Deine nicht richtig misst, empfehle ich Dir unbedingt, die Kamera bei Leica neu einstellen zu lassen.

Gruß vom See

Klaus
 
Nils Opitz-Leifheit schrieb am 24. Mai 2007 - 9:08 Uhr:

'danke, ich dachte schon, es merkt keiner.... '

so gut war der auch nicht
happy.gif


meine beiden made in Germany R8ten waren übrigens nach der Überholung Made in Portugal, nur so nebenbei
z04_photos.gif


Gruß vom See

Klaus
 
Wie die Vorredner schon andeuteten, müssen ein paar Faktoren beachtet werden:
1. Tatsächliche Filmempfindlichkeit herausfinden (bzw. die, die eine persönlich ansprechende Belichtung hervorruft)
2. Entwickeln im Fachlabor - zumindest bei mir wurde damit die Konstanz praktisch perfekt, von den verschwundenen Telegrafdendrähten mal ganz abgesehen...

"Dejustieren" kann sich der Beli der R8/9 (gilt auch für Leica M ab M7/MP) nicht mehr, da er digital gesteuert wird, also keine Potis o.ä. mehr zur Kalibrierung benutzt werden

Wie schön erwähnt, gibt es aber natürlich persönlichen Spielraum seiner favorisierten Film/Entwickler-Kombo, deshalb ja auch die Möglichkeit der Feineinstellung bei der R9.

Ich kann mich noch an einen Vortrag im kleinen Kreis von Reiner Harscher erinnern, er zeigte u.a. ein paar Winter-Bilder, welche er mit der R8 gemacht hatte - ein älterer Zuschauer (R7-Nutzer und Minolta oder Nikon-Nutzer - ich weiß es nicht mehr genau) fragte, wie er denn die Belichtung korrigiere, um die Dias so hinzubekommen. Seine Antwort:
In 99% der Fälle gar nicht, trotz der "nur" sechs Messfelder - ein raunen ging durch die Gruppe, augenscheinlich von den Leuten, welche KEINE R8 um den Hals baumeln hatten... ;-)

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, in 99% der Fälle arbeitet die Mehrfeldmessung perfekt, nach 10 Jahren R8-Erfahrung vergeige ich beim manuellen "Nachbessern" eher noch die Aufnahme...
Ich habe zu meinen Hassi-Zeiten sogar schnell meinen Gossen in der Tasche verschwinden lassen und ganze Photoserien mit der R8 + Mehrfeld als "Beli" geschossen - hat immer besser funktioniert :-)
Gilt auch für die M8, welche bauartbedingt keine Mehrfeldmessung haben kann. Ich vergesse immer wieder mein Hirn einzuschalten - man ist mit der R8 zu verwöhnt... ;-)

Nach 10 Jahren R8 kann ich den Beli nur verteidigen, mehr Felder und Gedöns gibt es überall - bessere Belichtung nicht.
Zwei Sachen ragen übrigens heraus:
1. Die Mehrfeldmessung von Leica arbeitet anders als bei den Japanern (Matrix und Co) mit einem Algorithmus und nicht mit vorher einprogrammierten Szenerien - das mag ein anderes Verhalten hervorrufen.
2. Der Beli ist immer noch der empfindlichste Kamera-Beli der Welt - hat mir bei Aufnahmen in schwärzester Nacht schon einige Male geholfen.

Je nach Kapazität verschiebt Leica die Endmontage von Deutschland nach Portugal (R8 späterer Baujahre) und wieder zurück (R9 bis M8-Einführung). Hat mit der tatsächlichen Wertschöpfung wenig zu tun, laut Leica ist die R8/9 zu über 70% "Made in Germany" - die Fertigungstiefe von Leica ist sehr gering, deshalb hat auch Portugal außerhalb des Zubehörs wenig Anteil.
 
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