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digitale Gestaltungsansätze

Dicki

Da fällt uns kein Titel mehr ein
Mitglied seit
6 Jan 2010
Beiträge
12,900
habe das Thema mal so benannt. Regeln wäre zu weit hergeholt und die Diskussion wollte ich uns auch ersparen. Nun, worum soll es bei diesem Thread gehen.

Die Unterschiede der modernen digitalen Kameras, insbesondere in Verbindung mit den entsprechenden Bildbearbeitungsprogrammen, sind unverkennbar und in groben Zügen auch jedem Newcomer bekannt. Aber was ist der Knackpunkt an der Sache?

Ich erzähle nix Neues, wenn ich sage das man sein Arbeitsgerät beherrschen muß. Die alte Weisheit seine Kamera quasi blind bedienen zu können ist auch dem Mehr an Knöpfen nicht gewichen. Zudem gilt es die verschiedenen Einstellungen der DSLR zu kennen um sie auch im richtigen Moment zu nutzen. Aber es geht meiner Meinung nach noch viel weiter. Insbesondere dann, wenn man z.B. in der Bearbeitung gewisse Aussagen, Wirkungen erzielen will. Hierzu muß ich mir auch schon bei der Aufnahme über das spätere Bild in etwa bewußt sein. Und am besten auch die Bearbeitungsschritte bzw. das Verhalten meines Bildbearbeitungsprogrammes kennen.

Das war früher sicher nicht anders, da wußte der Herr Feininger ganz genau wie er was im Labor Umgestalten, Positionieren und Belichten muß. Es soll in diesem Thread also nicht um die mehr oder weniger bekannten "Gestaltungsregeln" sondern um Tipps, Ansätze, Ideen aus der Praxis gehen um ein Bild schon so aufzunehmen das am Ende der Prozedur auch das erwünschte Ergebnis heraus kommt. Sicher hat jeder ein Fotobuch zu Hause, auch darin gelesen. Was steht da drin? Schieben Sie diesen oder jenen Regler etc. Aber der eigentliche Kick den ein Bild ausmacht, der entscheidet sich meines Erachtens bei der Aufnahme.

Und solche Tipps hat bestimmt jeder auf Lager, kleine und auch große.
 
ich fange mal mit einem kleinen, einfachen Tipp an.
Den habe ich von Andreas "laß etwas Luft um dein Moitiv"
Soll heißen: Wenn ich um das eigentliche Motiv etwas Raum lasse habe ich nicht nur Platz den der Bilderrahmen gerne Abdecken kann, ich kann das Bild dann auch in der Bildbearbeitung noch etwas zurecht rücken. Schneiden, drehen etc.
 
Schwarz-Weiß ja oder nein?
Es bringt nix und ist auch nicht nötig sich von vornherein auf ein Format festzulegen. Das sind die Annehmlichkeiten der DSLR. Ist doch Klasse, sehe ich ein SW Motiv, schwups schalte ich um. Oder nehm es als SW in Farbe auf und mach es zu Hause.
Die Entscheidung SW ja oder nein stellt sich von vornherein somit nicht. Oder nicht mehr. Deshalb ist die Frage wie hier gestellt überflüssig. Die Frage als solches in der Bearbeitung aufzuwerfen ist indes immer Sinnvoll und voll und ganz von Motiv und der eigenen Wahrnehmung bzw. Gestaltung abhängig.
Doch auch hier ist es innvoll bzw. sogar notwendig sich dem SW-Bild schon bei der Aufnahme bewußt zu werden. Die Gestaltung und Ausgestaltung des Bildes bringt es mit sich, daß ich schon vor dem Auslösen mir das SW-Bild vor Augen führe und so den Bildausschnitt, Lichter, Schatten etc. mit einplane.
Als Beispiel zeige ich mal dieses Bild. Hier hatte ich ein SW Bild im Kopf und kam zu dem Schluß das mir dies zu eintönig wird. Kurzerhand habe ich beschlossen das Spitzlicht mit ihn die Aufnahme mit einzubeziehen.
sw-aufnahme
IMGP0014sw.webp


das seitwärts einfallende Licht sollte die Aufnahme mitgestalten. In einem Farbbild ist dies ein absoluter "Bildkiller" wie das RAW-Bild verdeutlicht.

RAW-Original
IMGP0014.webp


unter anderem produziert das Seitenlicht die häßlichen lila Ränder, die aber im SW-Bild keinerlei Bedeutung haben.
Die Schatten und der metallische Glanz kann im SW-Bild genutzt werden.
 
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