CI-Fotocommunity

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Digitale M mit neuen Weitwinklen zur PMA

Hallo,

Ende Dezember hatte mein Fotohändler seinen Leica Tag. Dabei kam auch die digitale M zur Sprache. Sie soll einen modifizierten R9-Verschluss haben und weitestgehend "fertig" sein, also bis Photokina vertriebsreif. Vielleicht hilft Euch diese Information über den Verschluß bei weiteren Spekulationen. Außerdem scheint sich Leica im Beamerbereich mit JVC auseinanderzusetzen, was vielleicht das Thema Pradovit erhellt. Für mich stellt sich die Frage, wie mit dem R9-Verschluss die Belichtungsmessung künftig bei der M realisiert werden soll. Der helle Fleck auf Gummituch hat etwas genial einfaches, das kaum zu übertrefen sein wird.

Gruß Uwe
 
Hallo auch,
das klingt doch alles recht spannend, aber warum sollte es nicht möglich sein, einen entsprechend hellen Fleck auf den Schlitzverschluss aufzubringen, bei Anpassung des Belichtungsmessung durch entsprechende Justage? Oder habe ich da was Entscheidendes vergessen?
Viele Grüße,
Nils
 
Es stellt sich doch letztendlich die Frage, was bei einer digitalen M eigentlich noch "M" ist, was ueberhaupt von der M-Technik beibehalten werden sollte, und was gegenueber einer analogen M den Vorteil ausmachen soll.

Fuer mich ist die leica M deshalb etwas besonderes, weil die Messsuchertechnik fuer mich einiges an Vorteilen bringt, die ich bei einer SLR (die andere Vorteile hat) nicht finde (geringe Ausloeseverzoegerung, kein Spiegel etc.). Welcher Belichtungsmesser verwendet wird, ist dabei erst einmal zweitrangig.
Bei der digitalen M muss ich zunaechst davon ueberzeugt werden, dass das Speichermedium "Chip" gegenueber dem "Film" Vorteile bringt. Photographisch ist es dasselbe.


Gruesse, stefan
 
Hallo Stefan,

eine Digitalkammera hat den großen Vorteil, dass man sein Bildgestaltung über den Display kontrollieren und sehr schnell die Bilder im Computer sehen kann. Hinzu kommt, dass eine Digitalkamera langfristig billiger ist, da man ja keinen Film und keine Filmentwicklung braucht.

Der Nachteil ist, dass man tendentiell darauf los knipst, ohne sich Gedanken über Gestaltung usw. zu machen. Ich selbst habe bei der Digitalfotografie die Befürchtung, dass ich eine Flut von Bildern mache, die ich nicht alle bewältigen kann. Ich hatte schon einmal das Problem bei einer Videokamera, bei der ich mir nicht mehr alle meine Aufnahmen angeschaut hatte. Dadurch hatte ich die Lust am Filmen schnell verloren.

Als ich noch Mittelformatfotograf war, habe ich mit Mittelformat im Schnitt bessere Aufnahmen gemacht als mit Kleinbild, da ich mir beim Mittelformat viel mehr Gedanken um das Bild gemacht hatte, weil jeder Schuss Geld kostet.

Mittel- und langfristig glaube ich, dass der Chip ein genau so gutes (allerdings nicht so dauerhaftes) Medium darstellt wie der Film.

Gruß Jochen
 
Hallo,
es ist noch viel mehr - es ist der grundsätzlich ganz andere Bildcharakter von Digital. Pixel ist nicht Korn! Digital hat - wenn wir den unglücklichen Schärfeverlauf mal außen vor lassen - vor allem einen "unterkühlten" Charakter, der meiner Ansicht nach mit der Gleichmäßigkeit der Pixel und aller anderen Werte (0-1) zu tun hat.
Ich vergleiche dies gern mit LP und CD im Audiobereich.
Damit ist Digital nicht schlechter als Analog, aber eben anders: es entspricht nicht dem Lebendigen, sondern ist konstruiert. Und das ist erfahrbar.
Für mich ist Analog noch immer das Bildmittel der Wahl.

Grüße, Astrid
 
Wieder mitten in der Diskussion pro und kontra Digital ?
Und ich dachte, das wäre bereits abgehakt
talker.gif

Um das Thema wirklich beurteilen zu können, muß man tatsächlich selbst eine Weile mit hochwertigen DSLRs und entsprechender Analogware gearbeitet haben. Das soll gar nicht besserwisserisch gemeint sein, aber nachdem ich seit ca. einem Jahr neben meinen Leica-R und M-Systemen eine sehr gute DSLR_Ausrüstung nutze, kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zwischen analog und digital entstandenen Aufnahmen auf meinen selbst angefertigten DIN A 3+ Ausdrucken sehen.
Natürlich muß man mit den digitalen Werkzeugen Kamera, Bildbearbeitung und Drucker vernünftig umgehen und keine zusätzlichen Artefakte erzeugen.

Der Vergleich, liebe Astrid, mit dem Audiobereich LP und CD hinkt beträchtlich. Hier vergleichst Du ein rein mechanisches (LP) Aufzeichnungs- und Wiedergabesystem mit einem rein elektronischen (CD). Natürlich klingen beide anders, aber beim heutigen Stand der Technik verfälscht das elektronische das Klangereignis am wenigsten. Wie man die Klangveränderung gegenüber dem Original empfindet, ist rein subjektiv. Hierzu gibt es einschlägige wissenschaftliche Untersuchungen. Diese Erkenntnisse kann ich aus meiner beruflichen Tätigkeit, wo ich u.a. auch für professionelle Audioaufnahme- und Wiedergabe verantwortlich war, nur bestätigen.

Grüße, Wolfram
 
Hallo Wolfram,
wenn du mal in Wien bist, können wir gerne einen Blindversuch starten - gleiche Aufnahmen, hochwertiges Equipment. ;) Du wirst überrascht sein, auch und gerade was das "Verfälschen" angeht - und da sage ich nicht zuviel. Wir haben den Vergleich oft durchgeführt - auch mit Profis. ;) Bin übrigens auch kein Amateur...
Bezüglich Digital kann ich zu DSLR nichts sagen, aber das steht ja hier auch nicht zur Debatte - aber zu Sucherkameras durchaus.
Grüße,
Astrid
 
Würde Dich gerne mal besuchen, wenn sich`s anläßt
kiss.gif

Aber überraschen könntest Du mich auf dem Audiosektor mit Sicherheit nicht, dafür ist mir die Materie (leider) viel zu vertraut.
smile.gif


Grüße, Wolfram
 
da bin ich mir gar nicht sicher, lieber Wolfram - und ich habe meine Gründe, warum ich das sage.
proud.gif

Aber ich will nicht abschweifen .....
lieben Gruß,
Astrid
 
sind wir hier bei Audio ?

dann muss ich mich gleich anschließen : ich bevorzuge nach wie vor das Klangerlebnis einer Vinylplatte guter Prägung iVglm CD ;
interessanterweise swingen meine noch nicht mit Vorurteilen belasteten Kinder viel lieber bei aufgelegten LP's als bei CD's - liegt aber vielleicht nur an der fürs Ohr angenehmen Klangverfälschung der analogen Platte ;-)

Grüsse , Norbert
 
Hey Leute,
wollt Ihr mit der Digital-M eine Vinyl-Platte abspielen?
Ich kenne einige Freaks, die auf analoge Musikabspieler stehen, auch unser guter alter Dual-Plattenspieler muss immer mal wieder ran, aber ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich bei meinen liebsten Musikstücken, quer durch die Musikwelt (Opernarien, Rock, Klassikkonzerte) die CD-Qualität mindestens ebenso genießen kann. Wenn ichs etwas "authentisch/ schrabbelig" haben will, hör ich eine Live-Aufnahme...
Viele Grüße,
Nils
der auf die Digi-M gespannt ist, obwohl er sie sich nicht leisten kann
 
Wie Klaus u.a. schon andeuteten, ist der Streit um digital und analog inzwischen ein Streit um Kaisers Bart geworden. Die digitale Bildaufzeichnung ist aus ihren Kinderschuhen herausgewachsen und ist zu einem nicht mehr wegzudenkenden Element der Fotgrafie geworden. Wäre ich ein junger Mensch, der sich für Fotografie interessieren würde, ich würde mir eine Digitalkamera kaufen. Dass ich jetzt noch so sehr an der Analogfotografie klebe, liegt einfach daran, dass ich mit der analogen Fotografie groß geworden bin und sie daher nicht mehr missen möchte. Bei mir kommt auch die Angst zum Neuen hinzu. Daher halte ich es für meine Person für sinnlos, bei der Diskussion digitale oder anaologe Fotografie weiter mit zu machen, da mir bewusst ist, dass meine Meinung nicht rational zu sondern nur aus meiner eigenen Person heraus - also subjektiv - zu begründen ist.

Gruß Jochen
 
Hallo Jochen,

ich halte es alles andere als sinnlos, um Kaisers Bart zu diskutieren. So stellst Du wagemutig die These auf, dass die digitale Fotografie ihren Kinderschuhen entwachsen sei. Dem halte ich meine Meinung gegenüber, dass sie gerade mal erst gehen gelernt hat. Noch besteht viel zu viel Unsicherheit bei den verschiedenen, parallel existierenden Konzepten. (4/3, Vollformat oder Crop etc.) Dazu die anscheinende Notwendigkeit, digitale Bilder mit unausgereifter Software nachbearbeiten zu müssen. Um jetzt allen Kommentaren vorzubeugen: wäre z.B. PS ausgereift, dass würde es wohl kaum alle paar Monate eine neue Version brauchen.

Ich halte eine kontinuierliche, aus subjektiven Standpunkten aufgebaute Diskussion für sehr hilfreich.
Wie ich andernorts schon schrieb, befinden wir uns im Paläolithikum des Informationszeitalters. Nachdem die sog. Aufklärung als Epoche in meinen Augen nichts als warme Luft war, scheinen wir jetzt ernsthaft an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, dem ersten seit dem Mittelalter, zu stehen.
Alleine die Vielfalt an Betriebssystemen für Computer und die darauf verschwendete Energie, jedes als das Beste darzustellen... Wären wir in der Mechanik auf diesem Niveau, so gäbe es rechts- und linksdrehende Schrauben in wilder Durchmischung und wir würden in Werkstätten tageweise in Diskussionen über Ring- oder Gabelschlüssel versinken.

Jochen, eigentlich will ich ja nur sagen, dass die Zeit der Polemiken analog-digital jetzt zu einem Ende kommt, dafür entsteht jetzt Raum für ernsthafte und rationale Diskussionen, wie welche Technik anzuwenden sein könnte.
Von dieser Diskussion profitiert mit Sicherheit auch die analoge Fotografie.
Interessant beispielsweise, wieviel Augenmerk dem Thema Bildqualität geschenkt wird. Laufend liest man Diskussionen zur Frage, ob digital jetzt höher auflöse als analog. Aber noch nicht einmal habe ich die Frage gesehen, ob sich digital auch Bilder wie mit einem Tmax3200 erzeugen lassen. (Noch ein Grund, der für die einzige Digitalkamera mit Rückspulkurbel spricht....)

Soviel zu meinem Wort zum Sonntag. Ich denke, ich werde diese Diskussion mal gelegentlich in einem eigenen Thread aufs Tapet bringen.

Gruss,
Tante I.
 
Schrauben ist ein heißes Thema - von wegen einheitlich, Spax, Schlitz, Inbus, Torx, Metrisch, Zoll...

Eine gewisse Vielfalt muß ja nichts schlechtes sein - im Gegentum! Genießt doch einfach mal die Möglichkeiten und seid froh, daß Ihr sie habt.

Gruß vom See

Klaus
 
Hallo Tante, hallo Klaus,
ich wollte mich eigentlich zu diesem Thema jetzt nicht mehr zu Wort melden. Sicher gibt es noch in der Digitaltechnik viel zu tun, ohne Frage. Trotzdem ist es meiner Ansicht schon jetzt möglich, mit manchen Digitalkameras Bilder zu bekommen, die den analogen in nichts nachstehen. Ich bin auch der Meinung, dass eine Auflösung von 10 MPixels durchaus ausreichend ist, auch wenn die Grenzwerte im Laufe der Zeit noch höher geschraubt werden sollten. Von Spielereien und neuen technischen Finessen halte ich eigentlch nichts.

Ich halte das Leica-M-System (für mich!) in der analogen Technik für aus- und hinreichend, da es nur eine Belichtungsmessmethode hat, deren Stärken und Schwächen ich genau kenne und alle Aufgaben damit lösen kann. Die vielfältigen Belichtungsmessprogramme, die bei den unterschiedlichen Spiegelreflexsystemen in den 80er und 90er Jahren entwickelt wurden, brauche ich nicht. Ich gebe zu, dass der gescheite Zeitautomat der M7 die Arbeit deutlich erleichtert.

Ich habe in der letzten Zeit (für mich!) festgestellt, dass die Beschränkung einer Ausrüstung zum besseren Bild führt. Seitdem ich fast ausschließlich mit 50er- und 35er-Objektiven Aufnahmen mache, mache ich bessere Bilder. Daher möchte ich nicht verschiedene Systeme haben, die alle wieder unterschiedlich zu bedienen sind. Für mich führt die Beschränkung der Systeme zum besseren Bild. (Dies gilt nur für mich, bei anderen mag das anders sein!).

Gruß Jochen
 
Hallo @ All,

jetzt wollte ich mich hier auch mal zu Wort melden.

Ich hab in meinem letzten Urlaub mit der M6 und meiner Digiknipse (Minolta F300 5 Megapixel) parallel fotografiert, von der technischen Qualität sind die Bilder praktisch gleichwertig, auch noch bei 20x30. Dennoch sind mit der Leica die besseren Fotos entstanden.
Das führe ich darauf zurück, daß man die Schärfe mit der Leica besser legen kann, auf die Möglichkeit gezielt Unschärfen in die Hintergründe zu bringen (durch die offenen Blenden der lichtstarken Objektive) und vielleicht auch durch die Beschränkung auf das Wesentliche. Manuelle Einstellmöglichkeiten bietet die kleine Digi gottseidank auch, genauso wie ein gutes haptisches Feeling, beides seinerzeit u.a. kaufentscheidend.
Wenn Leica jetzt die Digi-M bringt, erwarte ich sie mit Spannung.

Toll wäre:
- ans Objektiv gekoppelte Laserentfernungsmessung aus den Geovid-Ferngläsern (das Wäre mal ein Zeichen gg.über anderen Herstellern)
- brauchbarer optischer Sucher vergleichbar den bisherigen M's inklusive Sucherrahmen, der nur einzustellende Entfernung, Blende/Zeit (u.a. bei vorgegebener Zeit) anzeigt, da praktisch alle Displays bei direktem Sonnenlicht doch versagen
- Zeitautomatik wie bei M7
- die meiner Ansicht nach korrektere Bezeichnung DM 1 oder M8 Digital
- Verzicht auf Firlefanz und Motivprogramme, die keiner von uns braucht
- brauchbare Akkulaufzeiten mit Mignon-Akkus
- SD-Karten als Medium (scheint ja so zu sein, gut daß ich seinerzeit für die Minolta eine SanDisk ExtremeIII 1GB Karte gekauft hab)

Der Crop-Faktor würde mich sogar ein wenig freuen, dadurch würde aus meinem Noctilux ein Weltklasse-Porträtobjektiv.
Und wenn ich an mein Summilux 1:1,4/75 denke, welches 100er hatte bisher eine 1,4er Lichtstärke?

Gruß aus Wü, Arne
 
Noch ein kleiner Nachtrag:

Außerdem erwarte ich einen äußerst rauscharmen Chip, ist eigentlich wichtiger als die Pixelzahl, der in Verbindung mit den lichtstarken M-Objektiven völlig neue fotografische Möglichkeiten eröffnen würde....

Arne
 
Zurück
Oben