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Einsatznachbetrachtung

Harry Dietrich

Kennt den Türsteher
Mitglied seit
16 Sep 2009
Beiträge
906
Hallo,
ich bin gerade dabei Bilder zu sortieren und da erinnerte ich mich auch, wie neugierig ich die Bilder "Fern der Heimat" von Andreas angesehen habe.
Da habe ich mir gedacht, vielleicht interessieren ja auch diese Bilder.

Ich war von November 2000 bis Juni 2009 an sechs Einsätzen der Bundeswehr im Kosovo beteiligt. Von 2000 bis 2004 fotografierte ich mit analogen SLR-Kameras. 2004 kam eine dienstliche Bridge-Kamera von Olympus dazu. Zuhause stieß ich dannmeine analoge Kamera ab und legte mir eine Sony DSCF-828 zu. Während der folgenden Einsätze fotografierte ich zusätzlich mit den DSLR Canon EOS 10, 20 und 30. Während meines letzten Einsatzes 2009 verstärkte sich bei mir der Wunsch nach einer eigenen DSLR. Ich durchforstete regelrecht den Markt. Da fiel mir insbesondere die Präsentation der K7 von Pentax auf. Ich glaube, alles gelesen zu haben, was darüber geschrieben wurde. Insbesondere die Erfahrungsberichte der Fotografen, die die Kamera im Vorfeld testen durften. Und ich entschied mich für sie. Jetzt würde ich (Phantasie) eigentlich alle Einsätze mit der neuen Kamera wiederholen. Zu welchen Ergebnissen ich da wohl bei meinen 18.500 Aufnahmen kommen würde?
Gruß
Harry
 

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hier der Teil 2 aus Impressionen aus meinen Einsätzen
Harry
 

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Menschen gibt es natürlich auch im Kosovo. Sie dürfte die jüngste Bevölkerung mit im Durchschnitt 25 Jahren in Europa sein.

Harry
 

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Hallo Harry.

Das sind außergewöhnliche Fotos, ganz hervorragend aufgenommen :daumenhoch_smilie:
Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass man das Elend der Leute dort vergessen sollte.
Mir gefallen deine Menschenfotos sehr gut, die Bilder sind aus dem Leben. Ganz besonders lange habe ich mir aber das 3. Foto im 2. Beitrag angesehen. Es spiegelt so viel wider, was man mit Worten nicht fassen kann.

Hier findet der Spruch "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte" unbedingt seine Bestätigung.
 
Hallo Harry,

ich bin tief beeindruckt und auch eine wenig nachdenklich.

Die Gesichter der Menschen, ob jung oder alt - Ausdrücke von Sehnsucht, Schmerz, Unverständnis - aber auch von Hoffnung.

Die Darstellung einer sehr imposanten und äußerst eindrucksvollen Landschaft - mir fremd und doch irgenwie nah. (...denke unweigerlich an Kara Ben Nemsi und den Schut)

Das Leben in seiner für uns Mitteleuropäer so einfachen und erschreckend Art - die Zerstörung durch die Kriegswirren.

Harry - eine sehenswerte und für mein empfinden sehr ehrlich dargestellte Bilddokumentation - vielen Dank fürs erleben dürfen.
 
Hallo Harry
Ich kann mich Dario und rogedori nur anschließen.
Schade nur das Dich der Krieg dorthin geführt hat und nicht ein einfacher Urlaub. Ich glaube dann sieht man das mit anderen Augen.
Danke für's zeigen.
 
Hallo Harry,

gelegentlich bin ich beruflich im Kosovo unterwegs. Inzwischen liegt der Krieg einige Jahre zurück und der Wiederaufbau hat begonnen bzw. ist in weiten Teilen sehr vorangeschritten. Unterstützt durch die EU uns USA. Ich vermute der reichen Bodenschätzen wegen. Sonst würde sich vermutlich niemnd für das Land interessieren.
ABER die Armut die in deinen Bildern zu sehen ist, ist immer noch vorhanden und unter der Oberfläche brodelt es noch immer.
Jedesmal wenn ich dort oder in den Balkanländern unterwegs bin, lernt man das "Deutsche Paradis" neu schätzen.
 
Hallo Dirk,
Du hast recht, der Wiederaufbau hat begonnen und man sieht ihn auch. Aber Nutznießer ist nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Ich war in meiner Funktion im ganzen Land unterwegs, habe mit vielen gesprochen und dabei erstaunliches festgestellt. Man vertraut nicht der eigenen Obrigkeit, hat auch nicht der UN vertraut und vertraut auch nicht der EU-Mission.

Eigentlich vertraut man nur dem Militär, den KFOR-Truppen. Die sind es, die den Menschen in abgelegenen Regionen, den Kranken und Behinderten helfen. Ein Büro der Deutschen KFOR-Truppe wird von den Einheimischen als ihr Sozialamt betrachtet. Das kann eigentlich nicht der richtige Weg sein.
Vier Milliarden Euro sind nach dem Krieg ins Land geflossen, der kleine Mann hat davon nichts abbekommen. Wenn Du das Kosovo bereist, Dirk, dann hast Du sicherlich festgestellt, dass ganze Regionen beim Aufbau vergessen wurden, Bsp die Region Dragas.
Gruß

Harry
 
Hallo Harry,

ja es ist erstaunlich, dass die Deutsche KFOR und Deutschland an sich ein hohes Ansehen im Kosovo genießt.
Das die Bevölkerung eigentlich sonst niemanden traut ist auch verständlich. Die Menschen sind dort schon immer verschiedenen Interessen (politisch und wirtschaftlich) wehrlos ausgeliefert gewesen und damit unterdrückt worden. Von den Reichtümern die das Land durchaus hat, hat die einfache Bevölkerung bisher noch nicht profitiert. LEIDER !!!
Zudem herrscht dort eine hohe Korruption. Somit bezweifel ich, dass sie Gelder (zumindest ein Teil davon) die bisher von außerhalb ins Land geflossen auch tatsächlich dort angekommen sind, wofür sie bestimmt waren. Auch das erklärt, warum die Bevölkerung ihren eigenen Politikern nicht traut.
Und wenn man Pristina verlässt, offenbart sich einem die Armut und das damit verbundene Elend. Die Landbevökerung scheint vergessen worden zu sein.
 
Hoi Harry
Sehr eindrückliche Bilder die sehr zum Nachdenken anregen. Mir fehlen im Moment ein bisschen die Worte um auszudrücken was mir alles durch den Kopf geht. Danke fürs zeigen.

LG Jogi
 
Hallo Harry,
Deine Bilder beeindrucken mich sehr. Sie zeigen ein fremdes Land, fremde Menschen, fremdes Leid und Zerstörung. Aber sie zeigen auch ein wenig Hoffnung für die Menschen im Kosovo. Gerade die Bilder mit den Menschen als Hauptmotiv berühren mich.
Vielen Dank für die sehr sehenswerten Bilder.

Grüße
Andreas
 
Hallo Harry ,

danke für diese doch bemerkenswerten Aufnahmen aus einem Land , welches doch eigentlich nicht so weit von uns entfernt ist.
Deine Serie von Menschen und dort besonders das letzte Bild machen mich doch etwas sprachlos und betroffen.

Danke für diesen Bildbericht.
 
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