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Erfahrungsbericht Pentax 2,8/35mm Makro

ricochet

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
3 Okt 2006
Beiträge
308
Erfahrungsbericht Pentax 2,8/35mm Ltd:

Ich habe bewußt den Begriff "Erfahrungsbericht" statt "Test" gewählt,weil es meine subjektive Meinung ist und ich nicht mit lustigen,bunten Grafiken und abfotografierten Siemenssternen dienen kann. Im Grunde müßte man auch mehrere Objektive testen,um Serienstreuungen auszuschließen.

Verarbeitung:Exzellent.Das Objektiv ist kompett aus Metall gefertigt (selbst der Objektivdeckel) und ich wüßte nicht was man verbessern könnte.Objektivbeutel wird mitgeliefert.Die Gegenlichtblende ist eingebaut (ausziehbar).

Autofokus:Schnell,aber nicht immer ganz treffsicher.Liegt möglicherweise an meiner K20D.Das Objektiv läßt sich dank seiner Haptik sehr gut manuell fokussieren.

Bildqualität:Vom Makrobereich bis etwa 3m liefert es an der K20D sehr gute Ergebnisse.Ab 3m bis unendlich fällt die Bildqualität ab.Eigentlich nicht verwunderlich,es handelt sich ja um ein Makroobjektiv.
Die Farben werden natürlich wiedergegeben.Chromatische Aberrationen oder Verzeichnungen konnte ich nicht feststellen.

Fazit: Das 2,8/35mm ist ein sehr gutes Objektiv,aber nicht so herausragend wie ich das von einem Limited Objektiv bzw von einer Makro-Festbrennweite,die speziell für 1,5 Crop Kameras gerechnet ist, erwartet hätte.Die schon etwas betagten Pentax Festbrennweiten 1,4/50mm und 2,0/35mm können da locker mithalten.Im Unendlich-Bereich können da gute Zoomobjektive (z.B.Tamron 2,8/28-75mm) mithalten.Wie bereits erwähnt,ist es ein Makroobjektiv und deswegen für den Nahbereich optimiert.
Bei einem Makroobjektiv mit dieser Brennweite (KB=52mm) ist es im 1:1 Bereich leider so,dass man oft das Objekt mit seinem Körper abschattet.Selbst mit Stativ (das im 1:1 Bereich ohnehin Pflicht ist) wirft die Kamera Schatten auf das Motiv.Es ist eine zusätzliche (seitliche) Lichtquelle oder ein Ringblitz notwendig.Eigentlich ein ideales Objektiv für Reproaufnahmen bzw um Münz-,Briefmarken-,o.ä Sammlungen zu fotografieren oder für Makroaufnahmen im Studio mit zusätzlicher Lichtquelle.
Ich wollte ein Universalobjektiv d.h.eine dem Kleinbild entsprechende Normalbrennweite mit Makrofunktion und Spitzenleistung in allen Entfernungsbereichen.Vielleicht eine etwas zu naive Vorstellung.Eine eierlegende Wollmilchsau im Objektivbau gibt es (noch?) nicht.
Wer eine Normalbrennweite sucht,sollte sich mal das Pentax 2,0/35mm anschauen.Sigma bietet zwei lichtstarke Normalbrennweiten (1,8/28mm und 1,4/30mm) an.Die beiden Sigma Objektive habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.
Als Makrobrennweite würde ich eher eine Kleinbild äquivalente Brennweite ab 100mm empfehlen (z.B.Sigma 2,8/70mm = 105mm KB).
Mein Fazit klingt viel schlechter als das Objektiv wirklich ist.Das Pentax 2,8/35mm Ltd ist ein sehr gutes, empfehlenswertes Objektiv.Man sollte sich allerdings im Klaren sein für welchen Einsatzzweck man das Objektiv hauptsächlich verwenden will.

P.S.Dank Neanderthal-56k-Modem ist das Einstellen verwertbarer Testaufnahmen schier unmöglich.
 
Danke für Deinen Erfahrungsbericht.

Ist wohl dann für Blüten Makros durch den nicht vorhandenen Abstand nur bedingt- bzw. für Lebende Insekent überhaupt nicht tauglich.
Der Preis ist ja auch ganz schön in die Höhe gegangen, war ja mal bei 370€.


Gruß,
Der Neuzeitmensch (DSL) :z04_Flucht:
Sven
 
Zunächst danke für Deinen Erfahrungsbericht, Ricochet.

Auch ich hatte mir das Objektiv aus dem von Dir erwähnten Grund angeschafft:
Ich wollte ein Universalobjektiv d.h.eine dem Kleinbild entsprechende Normalbrennweite mit Makrofunktion und Spitzenleistung in allen Entfernungsbereichen.Vielleicht eine etwas zu naive Vorstellung.Eine eierlegende Wollmilchsau im Objektivbau gibt es (noch?) nicht.
Und leider musste ich auch subjektiv feststellen, dass die Abbildungsleistung im Bereich über ca. 3 m etwas nachzulassen scheint. Sie ist zwar immer noch sehr gut, aber irgendwie will man mehr...

Zwei Probleme waren bzw. sind aber ganz handfest:
1. Ein Fehlfokus, der inzwischen durch Pentax behoben wurde
2. eine deutliche Neigung zur Unterbelichtung ca. 1/2 Blende

Beim ersten Punkt bin ich immer noch nicht 100% zufrieden; besonders was den Bereich >3m angeht.

Wenn ich da ein meine erste Pentax ME Super mit dem M1.7 50mm denke (Für 50 DM gebraucht gekauft) wird man schon etwas wehmütig.

Dafür weist die digitale Fotografie natürlich andere Vorteile auf.

Vielleicht gibt es jemanden hier der wenigstens mal Licht in folgenden Punkt bringen kann:
Bildqualität:Vom Makrobereich bis etwa 3m liefert es an der K20D sehr gute Ergebnisse.Ab 3m bis unendlich fällt die Bildqualität ab.Eigentlich nicht verwunderlich,es handelt sich ja um ein Makroobjektiv.
Die Farben werden natürlich wiedergegeben.Chromatische Aberrationen oder Verzeichnungen konnte ich nicht feststellen.

Man liest da viel Widersprüchliches:

Ist ein solches Makroobjektiv jetzt im Bereich >2m zwangsläufig wirklich schlechter, da es für den Bereich <0,5m optimiert ist oder nicht ?

Auf eure Berichte zum DA35 makro oder die Antworten auf die oben gestellte Frage bin ich schon gespannt.

Eine gute Woche wünscht

Johannes
 
Hallo,

"Ist ein solches Makroobjektiv jetzt im Bereich >2m zwangsläufig wirklich schlechter, da es für den Bereich <0,5m optimiert ist oder nicht ?"

Das muss nicht zwangsläufig so sein.Aber in der Regel sind Makroobjektive für den Nahbereich optimiert.Rein subjektiv habe ich den Eindruck,dass dies mit längeren Brennweiten besser ist.Das Canon EF-S 60mm Makro (=96mm KB) oder das Tamron 90mm Makro (=135mm KB bei Pentax Kameras) erscheinen mir im Bereich + 3m deutlich besser.
Gruß ricochet
 
Ich habe mit dem 35er Makro auch schon klasse Portraitaufnahmen gemacht, es ist universeller als man denkt und Blütenaufnahmen gehen
auch vorzüglich damit. Unter gewissen Umständen (Fotomotive) kann man
es auch mal als immerdrauf-Objektiv bezeichnen und wenn es nur mal an
einem Tag so ist.
 
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