Ich habe das DMR seit September 2005 und setze es seitdem wesentlich mehr ein als meine bisherige Kompaktkamera. Bei Auftragsarbeiten verwende ich nur noch das DMR.
Ausschließliche Einstellungen: ISO 100, Höchste Auflösung, -0.3 EV, RAW (DNG), AdobeRGB.
Fotos ausschließlich ab Stativ, meist Einbein. Da relativiert sich das Kameragewicht. Nur bei Brennweiten ab 280 mm verwende ich ein Berlebach-Dreibein der UNI-Serie und dann nur mit Spiegelvorauslösung und elektrischem Fernauslöser.
Mit 5 Stück Metz 54 MZ-4i und entsprechenden Adaptern lässt sichs auch gut drahtlos am DMR arbeiten und selbst größere Räume recht gut ausleuchten. Sowohl im Blitz-Automatikmodus mit dem Sensor des Blitzgerätes als auch im Kameramodus F mit Vorblitzmessung erzielt man beim drahtlosen Betrieb einwandfrei belichtete Fotos. Einzelpersonen habe ich draußen auch mit nur einem einzigen Master auf der Kamera im HSS-Modus sehr gut aufhellen können.
Besonders begeistert bin ich von der sehr neutralen Farbwiedergabe im RAW-Modus, so dass ich NIE an den Farben rumschrauben muss. Selbst ganz kritische Textilien-Repros für einen sehr kritischen Kunden gelangen ohne Farb-Korrekturen. Und Moirè spielt bisher keine Rolle, weil nicht sichtbar...
Rauschen ist bei ISO 100 beim DMR kein Thema mehr! Mein bisheriges NeatImage ruht in Frieden...
Mit 3 Akkus bin ich auch bei längeren Ganztages-Shootings fernab von Steckdosen bisher nie an den Rand gekommen. Als SD-Karten nehme ich immer 4 Stück SanDisk Extreme III 1 GB mit und zur Sicherheit noch 2 Stück SanDisk Ultra II 2 GB. Allerdings sind die Ultra II nur HALB so schnell wie die Extreme III. Das hat bisher pro Tag gereicht.
Bei der Bearbeitung bin ich mit Photoshop CS2 zufrieden. Andere RAW-Konverter brachten mir keine sichtbaren Vorteile. Zudem müsste ich nach der Konversion mit fremden Konvertern ja das Programm wechseln. Das wäre mir im Workflow zu umständlich und zeitraubend. Und die Software von Imacon ist mir viel zu umständlich...
Sichern tue ich nur die Original in RAW/DNG auf zwei externe, nur sporadisch eingeschaltete Festplatten. Die bearbeiteten Dateien gehen als 16 bit TIFFs an die Abnehmer auf CD/DVD, auf Wunsch zusätzlich in JPEG zur Schnellansicht.
Von der Gesamtqualität des DMR zusammen mit der R9 und Leica-R-Festbrennweiten (Zooms kamen und kommen mir nie ins Haus...) bin ich voll begeistert. Dagegen verblassen sogar sorgfältig mit dem Nikon Super Coolscan 5000 ED eingescannte Fuji-Velvia 50 Dias. Vergleichbare Motive mit den gleichen Optiken erscheinen mir mit dem DMR deutlich knackiger, sauberer, farbreiner als mit dem Velvia.
Vergleiche mit einer im letzten Winter gemieteten Canon 1Ds Mark II brachten mir keine deutlich sichtbar besseren Ergebnisse, so dass ich den Wunsch, auf Canon umzusteigen, inzwischen wieder aufgab. Die verschiedenen publizierten Direktvergleiche Canon 1Ds Mark II versus Leica DMR (LFI und Luminous Landscape) haben mich hierin bestätigt.
Da ich nur bis A3+ drucke, reicht mir die Auflösung des DMR derzeit vollauf. Der Crop-Faktor 1.37 gegenüber Vollformat stört mich höchstens beim Super-Elmarit-R 2.8/15, das leider zu einem 20.55 mm degradiert wird.
Fotos mit der R9 + DMR habe ich in anderen Foren unter meinem Usernamen bereits gepostet (u.a.
http://www.minolta-forum.de/4homepages/ und digitalkamera.de)