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Fernbereich: Lichtstarkes Objektiv oder Makro gleicher Brennweite?

KonstantinT

Aktives Mitglied
Mitglied seit
12 Feb 2009
Beiträge
73
Hallo,
zur Zeit bin ich im Besitz zweier SMC Pentax-A 50mm-Objektive, eines lichtstarken 1:1,4 und eines Makroobjektivs, von welchen ich eines verkaufen will. Beide wirken an einer DSLR wie Kurzteles.
Da ich kaum echte Makroaufnahmen tätige und das SMC A 50mm Makro sowieso "nur" bis zum Maßstab 1:2 geht, kann ich in den meisten Fällen auch mit dem 1,4er und meinen vorhandenen achromatischen Nahlinsen auskommen, zumal eine Ausschnittsvergrößerung digitaler Bilder problemlos möglich ist.
Heute habe ich mehrere Vergleichsbilder mit der K-r aufgenommen, um zu entscheiden, welches ich behalte.
Im Fernbereich (in diesem Fall ca. 400m) sind die Fotos mit Blende 2,8 aufgenommen worden. Eigentlich ein unfairer Vergleich. Das 1,4er war hier in seinem optimalen Entfernungsbereich und noch dazu um zwei Stufen abgeblendet, während das Makro außerhalb seines Spezialbereichs und voll aufgeblendet arbeitete.
Überraschenderweise (und leider) hat der Vergleich (mit etwa vierfacher Ausschnittsvergrößerung am Computer-Bildschirm) jedoch das SMC Pentax-A 1:2,8 50mm Macro als klaren Sieger auch unter diesen vermeintlich ungünstigen Einsatzbedingungen hervorgebracht.
Ich frage mich, ob dies bloß Zufall ist und werde natürlich bei besserem Wetter noch mehr Vergleiche anstellen.
Konstantin
 
zur Zeit bin ich im Besitz zweier SMC Pentax-A 50mm-Objektive, eines lichtstarken 1:1,4 und eines Makroobjektivs, von welchen ich eines verkaufen will.
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Überraschenderweise (und leider) hat der Vergleich (mit etwa vierfacher Ausschnittsvergrößerung am Computer-Bildschirm) jedoch das SMC Pentax-A 1:2,8 50mm Macro als klaren Sieger auch unter diesen vermeintlich ungünstigen Einsatzbedingungen hervorgebracht.
Ich frage mich, ob dies bloß Zufall ist und werde natürlich bei besserem Wetter noch mehr Vergleiche anstellen.
Die Vergleiche kannst Du Dir sparen, es sei denn, Du machst gerne Testaufnahmen. Makro-Objektive sind schon bei Offenblende brutal scharf und oft genug abgeblendeten lichtstarken Versionen überlegen oder ziehen zumindest gleich. Bei Nikon übrigens das gleiche Bild (das komplett neu gerechnete 50/1.4 AF-S ist bei 2.8 in praxi nicht besser als das alte 60er AF-D bei Offenblende) und bei meinen Minolta-Objektiven ist es auch nicht anders. Wenn Du nicht die hohe Lichtstärke brauchst und unbedingt eines abstoßen willst, dann gib das 1.4er weg und behalt das universellere Makro.
Andererseits, warum nicht das 1.4er für schlechtes Licht als Spezialobjektiv behalten? Der Gebrauchtwert am Markt dürfte relativ gering ausfallen.

Gruß
Wolf
 
Moin Konstantin,

Schärfe ist nicht alles - wenn ich diese Entscheidung treffen müsste würde ich weniger "Pixelpeepen" und mehr auf zwei andere Sachen achten - einmal den Charakter des Glases, also wie es insgesamt abbildet und einmal würde ich die Schärfe insgesamt zum Bokeh beurteilen.
Was die Lichtstärke betrifft, viele erklären immer das FA31/1.8 Ltd. zum non plus ultra und ich habe festgestellt, dass mir das DA35/F2.8 Ltd. vom Ergebnis besser gefällt und das sogar schon im Laden - wenn man das allerdings so schreibt wird man immer wieder belächelt.
Vertraue auf Deinen Bauch, so manches Glas liegt einem eher als das andere.

:z04_bier01:
 
Danke, Wolf, für die eindeutige Aussage!
Zum Gebrauchtwert: Beide Objektive habe ich auf Ebay gekauft, das 1,4er vor ein paar Jahren für 140 Euro und das 2,8er Makro kürzlich für 200 Euro.
Dirk, nach Bauchgefühl habe ich gehofft, dass das 1,4er im Fernbereich siegt, einerseits, weil dasObjektiv für mich einen indirekten Erinnerungswert hat und andererseits, weil meine zwei Minolta Vorsatzachromaten nicht nutzlos bleiben dürfen.
Vergleiche zum Bokeh bleiben noch aus. Das Makro hat nur sechs Blendenlamellen, während ich mir von den acht des 1,4er schönere Unschärfekreise erhoffe.
Konstantin
 
Hallo,
das 2,8 Macro ist ein hervorragendes Reproobjektiv. Im Randbereich prima korrigiert. Habe damit in meiner "DIA-Zeit" sämtliche TitelDIAs und DIAmasken auf Orthofilm reproduziert. Das hat mich immer wieder begeistert. Heute braucht man das halt eher nicht mehr.
Als Schmankerl hat das kurze Makro noch Floating Elements, zur besseren Korrektur der Abbildungsfehler.
Ich würde das Makro dem 1,4 vorziehen. Es sei denn, du fotografierst gerne mit großen Offenblenden. Lichtstärke 1,4 wegen schlechter Lichtverhältnisse ist bei den heutigen guten Ergebnissen bei höheren ISO-Werten eher weniger das schlagende Argument.
Gruß
 
Danke allen und gutes neues Jahr!
Inzwischen habe ich das Macro 50er verkauft. Nach langer Suche nach einem für mich bezahlbaren DA 2,8/35mm Macro, das das A 1,4/50mm nicht überflüssig machen, sondern eher ergänzen würde, habe ich mich (vorläufig) mit dem billigen aber optisch guten DA 2,4/35mm und einem Raynox-Nahvorsatz begnügt.
Gruß!
Konstantin
 
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