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Filmscanner Empfehlung

oliver_g

Aktives Mitglied
Mitglied seit
8 Jan 2008
Beiträge
89
nach prüfung des archives fiel mir auf, dass viele ihre dias bzw negative mittels filmscanner archivieren. welcher filmscanner wäre derzeit ausreichend?

weitere frage wäre die des druckens der fotos zuhause, welcher drucker würdet ihr empfehlen?

stellt häusliches scannen und ausdrucken eine gute oder bessere alternative zum konventionellen labor (um die ecke) dar??
 
Hallo Oliver,

ich nutze einen Minolta Dimage Scan Elie 5400 für Einzelbilder. Die Ergebnisse sind tadellos, aber eben nur Scans und kein Ersatz für ein projiziertes Velvia Dia :-))
Zum Thema Drucker: Die kleinen (A6) Thermosub-Drucker (Hiti etc) bieten mittelmäßige Laborqualität zum höheren Stückpreis. Eine Ausbelichtung in einem guten Labor ist für 40Cent im Format 10X15 erhältlich. Die Ergebnisse meiner Digilux 2 Bilder sind traumhaft in Kontrast, Schärfe und Farbtreue.
Bei Formaten A4 und A3 nutze ich HP Photodrucker. Sie sind im Verbrauch richtig teuer, aber oft kann ich nicht widerstehen und möchte sofort von einem Digitalfoto einen Ausdruck. Die Qualität der Prints ist schon beeindruckend, aber auch hier ist eine professionelle Ausbelichtung noch besser.

Wenn es nicht das Labor "um die Ecke" ist, sondern eines der wenigen verbliebenen privaten Fachlabors, dann ist die ganze Heimarbeit teuer und schlechter als das Labor. Hinzu kommen die schnellen Innovationszyklen für PC-Peripherie, die Dich ständig mit dem Drucker, Scanner etc. unzufrieden sein lassen.
Abschließend ein Beispiel. In der Galerie findest Du eine Analogaufnahme von mir. Sie heißt "Kamel". Das Negativ wurde mit dem Minolta Scanner gescannt, auf dem Scan mit PS die Farben anhand des Papierabzugs wieder kalibriert. Das Format gewandelt und die Größe reduziert. Ich finde, das Bild hat an Schärfe und Brillanz deutlich verloren.

Gruß Uwe
 
ich würde nie meine analogen Filme digital archivieren, eher ein Verzeichnis anlegen um einen schnelleren Zugriff zu haben.
Es gibt kein besseres Archiv, als ein analoges. Aus diesem Grund habe ich mir für die Internetpräsents einen billigen Scanner mit guter Software gekauft. Reicht mir völlig und ich bin mit meinen Bildergebnissen sehr zufrieden (siehe Galerie)

Beim Drucker scheiden sich auch die Geister. Würde ich mir eine digitale Dunkelkammer zulegen (was ich ja nun doch nicht mehr machen werden, ich schwimme gegen den Strom ins heilige Land der Analogverarbeitung :-)) wär für mich der Epson 2100 erst Wahl. An den kann ich externe Tintentanks anschließen und bin nicht auf die kleinen integrierten Patronen angewiesen. Bei anderen Druckern geht dies vielleicht auch aber ich kenne da nur den Epson.
Gruß
Jörg
 
mal unabhängig von der archivierung...wäre denn überhaupt die digitale dunkelkammer mit gutem scanner und drucker, zB epson 2100 überhaupt eine alternative zum regulären-konventionellen labor, ich lasse derzeit meine noch "anfänger" bilder im günstigen grosslabor anfertigen.

so stellt sich für mich die frage, ob ich vielleicht lieber auf dias umstellen soll und vom gelungenen ein Abzug herstellen lasse,

oder ...dass ich die negative bzw. dias scanne und gutes ausdrucke....?

was würdet ihr empfehlen (derzeit "schiesse" ich sehr viel, um meine m3 / gossen variosix f kennenzulernen)

umso mehr man sich mit dem thema beschäftigt und wenig erfahrung hat, wird es verwirrender.....

freue mich auf eure empfehlungen

grüsse, oliver
 
Hallo Oliver,
ich behaupte mal: Ja
Wenn alle Komponente stimmen und angepaßt sind, wenn Du Kurse zur Bildbearbeitung belegst und danach regelmäßig Deine Freizeit vor dem Rechner verbringst, der möglichst schnell sein sollte und besser 1Gb als nur 512 Mb RAM haben sollte, wenn Du Deine Zeit vor dem Rechner verbringst um all die Handgriffe nicht zu verlernen um eine Bildbearbeitung oder neue Bildkompositionen zu erstellen, dann ist/kann dieser Weg der richtige Weg für Dich sein. Viele sind schon diesen Weg gegangen und weitere werden ihnen folgen.
Mit den richtigen Tinten im Tank bekommst Du auch gute SW-Ausdrucke.
All das wollte ich auch, nur jetzt nicht mehr.
Ich habe mich entschieden meine Bilder auf Papier zu belichten auch wenn ich nicht diese tollen Filter und sonstige Werkzeuge, wie in PS, habe.
Ich möchte etwas mit meinen Händen schaffen, auch wenn es nicht perfeckt ist, ich möchte sehen wie das Bild auf dem Papier im Entwickler erscheint. Ich möchte dickes Barytpapier mit satten Schwärzen und leuchtendem Weiß in meinen Händen halten. Vielleicht verfluche ich mich eines Tages dafür. Vielleicht muß ich auch erst durch die Dunkelkammerhölle gehen um im digitalen Paradies zu frohlocken und hosianna zu rufen.

Frage 5 Leute zu diesem Thema und Du bekommst 7 Meinungen. Mach Dir Deine eigenen Gedanken und beantworte Deine Frage damit, was Du selbst willst. Du kannst mit der digitalen Dunkelkammer alles und noch mehr machen als in der analogen Dunkelkammer. Es gibt tolle Papiere zum Bedrucken, tolle Tinten in bunten und schwarzen Tönen. Nur Du allein entscheidest.
Den Weg, den Du zur Zeit beschreitest, gehe ich auch noch, nur lasse ich meine Bilder im kleinen Fachlabor ausbelichten, aber nicht mehr lange.
Gruß
jörg
 
@Uwe,
...das Kamel finde ich gar nicht so schlecht!
leider kenne ich nicht das original (kamel kenne ich bestimmt, bzw. meine söhne wie den rest des opelzoos ;-)....meine das Originalbild,

grüsse nach offebach,
oliver
 
Hallo Oliver,
in einem Punkt hat Jörg auf jeden Fall Recht: 5 Leute befragen, 7 Meinungen einholen. Denn ich gehe gerade den genau umgekehrten Weg. Ich mag nicht gern im Dunkeln sitzen und auch nicht mein Badezimmer zum Labor umfunktionieren. Anders als Jörg glaube ich auch nicht, dass man den Megacomputer und das Superknowhow braucht, um Fotos digital zu bearbeiten. 5-6 Arbeitsschritte im Programm Photoshop intensiv gelernt und beherrscht, reichen aus, um Tonwerte, Retuschen, Schärfe, Helligkeit, Tönung und Ausgabegröße so gut einzustellen, dass man sich in einer herkömmlichen Duka schon sehr anstrengen muss, um diese Ergebnisse zu erzielen. - Aber um es klar und deutlich zu sagen: Für Bilderfluten ist diese Methode nicht geeignet. Viel zu teuer und auch viel zu schade, so viel Zeit in kleine Bildchen zu investieren. Bis 13/18 einschließlich gebe ich alles in ein gutes Fachlabor. Billiglabor niemals! Abzüge im DinA4-Format oder größer werden bestens auf meinem Canon 6-Farbendrucker 9100i, der Papier bis A3-Überformat bedrucken kann. Da kann ich in Ruhe ausprobieren und fummeln, bis es mir gefällt. (Das geht bei Auftragsvergabe an ein Labor natürlich nicht so einfach.) Und Spaß macht es ausserdem noch. Die Qualität ist dann auch Top. - Ach noch was, Basis für gute Ergebnisse sind exzellente Scans. Der hier erwähnte Minolta Dimage Scan 5400 ist wirklich sehr gut.
Gruß aus Berlin, Peter
 
Ich habe den Super Coolscan 4000 Scanner. Interessant ist aber etwas anderes.

Auf Anraten meines Sohnes (,der Informatik studiert,) habe ich seit drei Monaten einen neuen sehr schnellen Comuter (,dessen neue Festplatte leider schon kürzlich den Geist aufgegeben hat, wobei ich alle meine Emails verloren habe. Daher habe ich übrigens, lieber Oliver, auch bisher dein persönliches Mail noch nicht beantwortet!). Mit meinem alten langsamen Computer hat es ca. 20 Minuten gedauert, bis ich ein Bild (mit Staub- und Kratzfunktion) in höchster Auflösung (4000 dpi) eingescant habe. Mit dem neuen wesentlich schnelleren Computer dauert die ganze Aktion nur noch 4 Minuten.

Daher ist es beim Einscannen schon sehr wichtig, wie schnell ein Computer ist. Da ich selbst aber kein Computerfreak bin, kann ich euch die Leistungsdaten meines neuen Computers leider nicht sagen.

Gruß Jochen
 
Hallo Peter,
den Supercomputer hatte ich nicht im Vesier. Und mit den von Dir genannten Werkzeugen komme ich momentan auch klar. Gezwungenermaßen weil ich eben noch nicht weiter bin.
Mein PC hat 128 Mb RAM und ist damit bei einigen Schritten in PS überfordert. Darum mein Hinweis auf mindestens 512 Mb RAM.
Im KB-Sektor ist der Minoltascanner mindestens bis zur nächsten Fotokina der König und auch danach, wenn er denn für das neue Modell verschleudert werden sollte, bestimmt noch erste Wahl.
Bei den Druckern macht man mit Deinem Drucker oder dem Epson 2100 bestimmt nichts falsch. Vielleicht tut es auch ein neueres Modell, das nur A4 drucken kann. Das hängt dann wieder von den eigenen Ansprüchen ab.
Als ich mir '95 meinen ersten PC kaufte, dachte ich noch: dies, das und jenes benötige ich nicht.
Heute würde ich auch für Sachen geld ausgeben , von denen ich meine sie nicht zu benötigen, später wird es meist teurer, denn der Preisverfall ist nicht mehr so groß wie noch vor einigen Jahren. Hinzu kommt, daß Ansprüche steigen, weil weitere Erfahhrungen dazu kommen und man merkt was alles gehen könnte, nur es fehlt an den Möglichkeiten.
Wer klein anfangen will um später vielleicht doppelt oder dreifach aufzurüsten, begnügt sich und steigert sich, immer entlang der eigenen Ansprüche und Erfahrungen.

Mein Badezimmer werde ich nicht zur Duka umbauen, das hatte ich mal, war nervig und hat mir den Spaß verdorben. Nur was fest installiertes, wo man auch mal was liegen lassen kann, ist OK.

Gruß
Jörg
 
noch ein kurzer nachtrag....

beim dia kann ich mir den scanvorgang vorstellen, aber wie das scannen von negativen? werden diese direkt umgewandelt??

Grüsse, oliver
 
Hallo Oliver,
ein Negativ scannen kann man auf zweierlei Art machen:
A) als Positiv scannen, dann landet auf dem PC das Negativ und erst dann wird mit dem Bildbearbeitungsprogramm ein Positiv daraus gemacht (ist die bessere Lösung)
B) man kann sich auch gleich das Bild als Positiv von der Scannsoftware wandeln lassen (ist die weniger gute Lösung)
Selbst verfahre ich nach A, für Farbe und SW. Auch SW sanne ich wie ein Farbbild mit allen 3 Farbkanälen.
Gruß
Jörg
 
Hallo Oliver,

Jörg beschreibt unter A)auch mein Vorgehen, das ist einfacher zu kalibrieren. Wenn man in B) die Wandlung Negativ/Positiv der Scannersoftware überlässt, muss man häufig noch das Positiv nachbearbeiten.
Ich habe mir experimentell für Weg A) für Fuji und Kodak entsprechende Farbprofile erstellt, mit denen ich eine, meinem Geschmack entsprechende, Wandlung in Photoshop nun reproduzierbar durchführen kann. Als Referenzmedium habe ich meinen Drucker gewählt, da auch zwischen Bildschirmansicht und Druckausgabe noch erhebliche Unterschiede liegen können.

Gruß aus Offe(n)bach
Uwe
 
@Jörg. Eine Frage zu Deinen getonten Bildern in der Galerie.
Bekommst Du beim scannen immer annähernd die selben Tonungen. Ich selbst habe den Minolta 5400. Meiner tönt (komischer Weise) nach Grad der über- bzw. Unterbelichtung. Ich habe gerade Landschaften mit Wolken eingescannt. Unterbelichtungen gehen ins Rot. Überbelichtungen ins Gelb und korrekt belichtete Bilder werden fast perfekt S/W.

Zufall oder System.

Gruß in den Norden von der Ostalb
opo
 
Hallo Oliver,
ich scanne, wie gesagt, das Negativ als Positiv und wandle somit erst in der Bildbearbeitung ins Positiv.
Ich passe vor dem Scann den Weiß- und Schwarzpunkt an, das Gleiche mache ich bei den Farbkanälen. Je nach Einfärbung des Films ergeben sich hier schon Anpassungen.
Je nach Film und restlicher Einfärbung des Filmträgers oder auch Standardgrundschleier des Films ergeben sich abweichende Farben. Welche Farben sich ergeben haben, wenn auch schwächer, weil das gewandelte Negativ relativ hell ist, kannst Du an meinen Bildern sehen. Beim Bild -Nach dem Sturm- bekam ich ein leichtes Blaugrüngrau ohne Stich ins Rote :-))
Den von Dir beschriebenen Umstand habe ich noch nicht festgestellt.
Andere Farben ergeben sich vielleicht auch durch die Lichtquelle im Scanner oder von ACDsee, meinem ersten Bearbeitungsschritt mit einer Bildbearbeitungssoftware. Hilft es Dir ein wenig weiter? ich glaube nicht.
Gruß in den Süden
Jörg
 
@Jörg.
Nicht wirklich. Ich teste noch ein wenig. Wir sollten uns in vier Wochen aber bitte noch einmal persöhnlich darüber unterhalten. Natürlich nur wenn Du möchtest. Das Glas Rotwein und die Zigarre dafür gehen auf mich.:-)

Gruß
Oliver
 
@Jörg
ich nehme alles wieder zurück und behaupte nahezu das Gegenteil. Ich habe es verstanden. Habe gerade nocheinmal gelesen und innerlich nachvollzogen. Ich bin halt beim Scannen ein fauler Sack und habe deswegen gleich innerlich abgewunken als ich die vielen Schritte sah. In unserer Bildbearbeitung in der Firma arbeiten manche Kollegen nach selben Prinzip, wandeln dann aber natürlich komplett in Grau um. Der Leser würde sonst wohl morgens seine Brille merhmals putzen und den Augenarzt anrufen.

Das mit Unterhalten, Wein und Zigarre gilt aber auch weiterhin.

Gruß
opo
 
wenn man ein farbbild in Graustufen wandelt kann man z. B. nicht mehr nachschärfen, ich meinte auch leichte Qualitätsverluste auszumachen. Deswegen lasse ich auch meine SW-Bilder im RGB-Modus.
Bis auf die Zigarre nehme ich dankend an, habe noch nie und werde auch nie (rauchen)
Sonnige RGB-Grüße an die Ostalb
Jörg
 
Den Zigarrengenuß entnahm ich einem Deiner Selbstportraits. Ohne passt mir auch besser, da ich vor über 1 1/2 Jahren von dem Zeug weggekommen bis.

Einfach nette Grüße in die Hansestadt
opo
 
Hallo Jörg,

du kannst mir ja eine Zigarre mitbringen. Ich schnorre nämlich gerne.

Gruß Jochen
 
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