Hallo Martin,
ich bin kein Experte, sondern ein um Optimierung bemühter Fotoamateur - meine Meinung ist weder objektiv noch fundiert. Wenn Du willst, kannst Du meine Aussage aber selber erwägen und prüfen. Den Eindruck von Irene, dass in dem Bild nichts ins Auge springt, teile ich.
Ich persönlich hätte versucht, nicht die Mitte des Flußlaufs in die Mitte des Bildes zu bringen, sondern den Flußlauf mehr diagonal in das Bild zu setzen. Wenn man fließendes Wasser aufnimmt, erhält ein Bild oft mehr interessante Details, wenn man stromaufwärts fotografiert. Das an dem Wehr herunterlaufende Wasser wirkt stromaufwärts betrachtet eindrucksvoller.
Die Farben gefallen mir, die Kiesbänke lassen etwas darüber hinwegsehen, dass es sich bei der (Natur-) Aufnahme des Flusses um einen Kanal handelt, was aber nicht für jeden Aufnahmezweck von Bedeutung ist. (Vor allem dann nicht, wenn man genau das zeigen will.)
Wenn es möglich ist und wenn Du Lust hast, kannst Du ja mal unterhalb der Brücke am Wehr Bilder in Richtung stromaufwärts machen. Da Du dann am Ufer stehst, zieht sich das Wasser zwangsläufig diagonal durch das Bild und das stürzende Wasser bildet einen zusätzlichen Schwerpunkt.
Auch etwas mehr Schärfe täte dem Bild gut, die wohl aus der Hand nicht ereichbar ist. Im Gegensatz dazu wäre es schön, wenn der Vordergund
schon ab einigen Schritten Entfernung von der Kamera etwas ins Auge Fallendes aufwiese, womit aber der wünschenswerte Schärfentiefenbereich noch größer wird.
Längere Belichtungszeiten wiederum ließen das stürzende Wasser am Wehr zu einem weißen Brei zusammenlaufen.
Experimentieren! Danach wird man sehen, ob das gewählte Motiv überhaupt genug hergibt.
Aber auch, wenn es niemandem gefiele außer Dir selbst, hat es seinen Sinn und stellt eine Zwischenstation, eine Erfahrung in Deiner fotografischen Vervollkommnung dar, die Du nach einiger Zeit auch selbst mit anderen Augen sehen wirst.
Viel Erfolg!
Heinz