CI-Fotocommunity

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Handhabung Einbeinstative

petzi99

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
22 Jan 2009
Beiträge
295
Hier mal eine praktische Frage an alle, die schon Erfahrungen mit Einbeinstativen haben :

Macht es überhaupt Sinn, auf ein Einbeinstativ noch einen Kugelkopf oder Neiger zu schrauben ? Ohne es je ausprobiert zu haben stelle ich mir zumindest vor, dass es sinnlos ist und die Ausrichtung noch erschwert. Das Einbeinstativ steht ja eh nicht fest, und wenn ich die Kamera nach links, rechts, vorne oder hinten kippen muss, mach ich das gleich mit dem Stativ. Wozu brauche ich da noch einen separaten Kopf, der ja auch noch mehr Gewicht bedeutet ?

Und noch etwas : Bringt ein Einbeinstativ bei dem Bildstabi überhaupt etwas ? Muss ich den dann auch ausschalten ?

Gruß, Dirk
 
ja macht Sinn

Hallo Dirk

ja, ich finde es macht durchaus Sinn einen Neiger oder einen Kugelkopf auf dem Einbeinstativ zu montieren, erst einmal für Fotos im Hochformat.

Ich setze das Einbeinstativ oft ein, wenn kein Platz für ein Dreibein da ist oder ganz einfach zu wenig Zeit für einen Aufbau vorhanden ist. Drei Situationen, die ich so erlebt habe:
• Fasnachtsumzug (Fasching): es ist dunkel und die Szenerie ändert sich sehr schnell, also lehne ich mich an eine Hausmauer und bilde zusammen mit dem Einbeinstativ ein stabile Plattform; das Stativ steht nicht senkrecht am Boden
• Flug-Show: ohne Kugelkopf müsste ich das Einbeinstativ 45° nach hinten kippen um nach oben zu fotografieren
• Menschenmenge vor Bühne: ich hebe die Kamera am Einbeinstativ über die Leute und löse mit Fernauslöser aus; da bin ich sehr froh, den Winkel mit dem Kugelkopf und nicht mit dem Stativ einstellen zu können

Mit dem Verwackelungsschutz [Shake Reduction] habe ich noch keine praktische Erfahrung. In der Anleitung zur K-7 steht, dass man ihn auf dem Stativ abschalten soll…

Beste Grüsse
Beat
 
Moin,

da trete ich Beat voll in die Seite. ;)
ähh, natürlich zur Seite. :D

Ein Kugelköpfchen macht absolut Sinn, ständig das lange Geschütz hin- und herschwenken zu müssen würde tierisch nerven.

Auf dem Einbein macht der Wackeldackel durchaus Sinn, da dieses Stativ ja nicht absolut wackelfrei ist, und vorrangig vertikale Bewegungen reduziert.

C'Ya
Ralf
 
Vielen Dank für Eure Antworten. Sie sind für mich etwas überraschend, aber gerade deswegen auch hilfreich. Dann werde ich mir evtl. ein Einbein + Actiongrip besorgen. Oder ist beim Actiongrip die Neigung auch stärker begrenzt ?

Ich bin ein "fauler Sa..." und bin meistens ohne Stativ unterwegs. Nach dem letzten Urlaub (Allgäu) war ich dann doch etwas enttäuscht von den Ergebnissen und schon so weit, mir im nächsten Urlaub das Mitschleppen der Ausrüstung zu sparen. Mittlerweile habe ich mich aber wieder gefangen und entschlossen, zukünftig wenn möglich ein Stativ mitzunehmen. Dabei geht es mir nicht unbedingt nur um die klassichen Situationen wie Aufnahmen in der Dämmerung oder Feuerwerk etc, sondern auch darum, mir endlich mehr Zeit für die Bildgestaltung zu nehmen. Meine K100d hat keine elektr. Wasserwaage, und mir ist es häufiger passiert, wenn wir am Berg gewandert sind, dass die Fotos dann schief waren. Man kann zwar fast alles am PC korrigieren, aber eigentlich will ich gleich so fotografieren, dass eine aufwändige Nachbearbeitung nicht nötig ist.

Lange Rede kurzer Sinn : Ich werde mir ein stabiles 3-Bein und ein Einbeinstativ kaufen (mein vorhandenes Stativ ist instabil).

Nochmals danke,

Dirk
 
Moin,

hier möchte ich mich mal einhaken mit einer Frage:

Mein Einbein hatte ich bisher immer an der K-5 direkt oder am Sigma APO 70-200 F2.8 HSM II (Stativschelle) mit dem Manfrotto Joystik 237RC2 kombiniert, das war allerdings dann teilweise ungünstig am Einbein, die Praxis hat mir eigentlich gezeigt, dass ich einen anderen Kopf brauche.

Nun zur Kernfrage - als Kopf brauche ich etwas, was ich beweglich so einstellen kann, dass eine gewisse Trägheit dabei Stabilität bringt und ich gleichzeitig Kamera bzw. Stativ hoch- und runterneigen kann ohne jedesmal eine Schraube zu lockern etc. - ganz banal erklärt - der Kugelkopf müsste "schwergängig" sein.

Optimal wäre es auch wenn ich da von Hochformat zum Querformat und zurück schwenken kann. Gibt es da was spezielles oder muss ich irgendeinen Kugelkopf halt irgendwie halbwegs fest justieren.

Bisher hatte Googelchen mir keine detaillierten Ergebnisse gebracht :)

:z04_bier01:
 
Moin Dirk,

also eigentlich suchst Du einen KK mit Friktionseinstellung.
Leider sind die meist schon etwas teurer.

Andererseits hat mein BBH ja auch keine getrennte Friktionsregelung, sondern lässt sich sehr feinfühlig regeln von locker bis "hält" - und ist dann trotzdem noch mit etwas Kraft verstellbar.
Wenn die kleinen SBH zumindest halbwegs das auch können, wäre z.B. der SBH-20 vielleicht eine Lösung. Soweit ich das sehen kann, ist der auch durch Kunststofflager gebremst, könnte also durchaus so funktionieren, wie gewünscht. Wenn auch in der Preisklasse sicher nicht ganz so, wie beim BBH. Zudem hat der auf beiden Seiten eine Hochformatkerbe, geht also von +90 bis -90.

C'Ya
Ralf
 
Moin Ralf,

Insoweit ist es tatsächlich wohl so, wie ich das auch festgestellt habe, Kugelkopf mit Friktionseinstellung. Gibt's von einigen Herstellern für unter 200 Ocken, ist also wenn die gut sind nicht sooo teuer. Dann muss ich mich mal heute Abend durchlesen und schauen welcher zwei Hochformatkerben seitlich ausgerichtet hat und zusätzlich die ca. 45 Grad Neigung hoch bzw. runter im Winkel von 90 Grad zu den Kerben kann. Denke die Manfrottos sind dazu geeignet, dann habe ich gleich was passendes zur Platte...

:)
 
Ich nutze auf meinem Einbein den Giotto MH 7002. Er ist ohne Friktionseinstellung, läßt sich aber sehr feinfühlig einstellen. Auch der Wechsel von Quer- auf Hochformat ist damit problemlos möglich.
 
Moin Dirk,

Kugelkopf mit Friktionseinstellung. Gibt's von einigen Herstellern für unter 200 Ocken

die Sirui-Köppe sollen ziemlich gut sein. Such in der Bucht mal nach dem K20X, der trägt angeblich bis 25kg; gut, das ist die Herstellerangabe. Ich glaube z.B. auch nicht, dass ein Alpina B5 mit V8, 540PS und 730Nm Drehmoment sich tatsächlich mit 10,5 Litern auf 100km begnügt; auf jeden Fall nicht, wenn ich so eine Kiste mal fahren dürfte. Dürfte aber OT sein.

Wie dem auch sei, Deine Kombi wird er sicher halten und mittels Friktion sollte er sich auch feinfühlig genug einstellen lassen. Wenn Du das Teil also in der Bucht suchst, stößt Du auf den Anbieter "MeinF...".

Der will ca. 113,- €uro für das Teil, soll aber angeblich auf Preisvorschläge um die 80-85 € eingehen. Und auch 90 wären wohl noch ein guter Preis.

Mit noch relativ schmalen 400g Eigengewicht dürfte der ganz gut zu einem Einbein passen.

Eine "Kippmulde" für Hochformat hat er auch.

Ich glaube ja, dass 2-Wege-Neiger das richtige Gerät für Einbeine sind, für Hochformat gibt's L-Winkel :z04_Flucht:


VG Jan
 
Moin Dirk,

öha, unter 200 Taler passt noch für ein KK am Einbein...?
Ja, dann hätte ich auch gleich den BBH-100 oder den einen oder anderen Sirui - oder auch einen Feisol genannt.
Naja, ich bin da wohl von mir ausgegangen - mit dem Einbein werde ich nicht richtig warm.
In der Preisklasse aber einen mit zwei Kippmulden - wenn ich Ehrlich bin: ist mir noch nicht aufgefallen - könnte es aber durchaus geben.

Manfrotto hat tatsächlich zwei verschiedene Köpfe mit einem einheitlichen Schnellanschluß im Angebot? Für mich sieht das immer so aus, als wenn die 12 Schnellanschlüsse für 10 Köpfe haben... :z04_Flucht:

C'Ya
Ralf
 
Moin Benno, Jan und Ralf

danke für die Tipps :)

Zu Sirui - die habe ich mir angesehen im Web, haben den Nachteil, dass ich aufdoppeln muss um mein Schnellwechselsystem zu nutzen, welches ich bereits überall nutze oder eben umbauen.

Manfrotto hat bereits fertige Köpfe mit dem Anschluss für meine Wechselplatte 200PL - jedoch sind die mit zwei Horizontalkerben nicht so "tief" neigbar. Der eindeutige Vorteil bei Manfrotto ist der Umstand, dass meistens alle drei (?) Wechselplattensysteme verfügbar sind und für Fremdanbauten hat man einen Teller mit UNC-Gewinde.

Giotto wäre auch eine Idee, gibt welche mit Friktionseinstellung für recht wenig Geld - in etwa wie die Manfrottos...

Benro und Cullmann habe ich mir auch angesehen, bibt es mit Teller und ist preislich ebenso wie Manfrotto.

Vanguard - speziell der SBH-100 - ist auch ein sehr guter Kopf, denn den habe ich ja hier noch rumliegen. Hat keine Friktionsverstellung und ich müsste dann wieder aufdoppeln oder umbauen.

Fazit (bisher):

Wenn ich die Kosten für eine Manfrotto Schnellwechseleinheit 323 rechne ( 30 Euro ) um auf meine Wechselplatten zu passen und den Nutzen daraus wenn ich aufdopple oder mit UNC-Lang-Gewindebolzen umbauen soll, dann könnte ich auch auf die beiden Modelle von Manfrotto schwenken.
Die Kugelköpfe 054 für 200PL (eine Horizontalkerbe) für 140 Ocken und 496RC2 für 200PL (zwei Horizontalkerben) für 55 Ocken kämen dann in Frage, da der 054er schon recht happige 610 Gramm wiegt und der 496er nur 400 Gramm muss ich mir beide echt mal anschauen - denn mein Carbon Sirui Monopod wiegt ja grade mal 440 Gramm ...

;)

:z04_bier01:
 
Moin Dirk,

das Umbauen des Sirui sollte nicht das große Problem sein, schau die mal die Bilder bei ebäh an, man scheint einen recht einfachen "Zugriff" auf die Kameraplatte zu haben; dann kannst Du auch nochmal 10 Taler vom Kaufpreis abziehen, gegen eine zusätzliche Schnellwechseleinheit hab ich nichts einzuwenden. Ist verhandelbar ;)


VG Jan
 
Moin Jan,

die Wechseleinheiten sind ja eh alle mit den üblichen 3/8" UNC Inbusschrauben versehen und am Kugelkopf verschraubt, der Knackpunkt ist da jedoch der Umstand, dass man besser aufdoppelt als umbaut, denn die Wechseleinheiten passen nicht verdrehsicher auf die Kugelköpfe. Hier mal ein Bild vom Vanguard Kopf ohne Wechselsystem:

kopfsalat.webp


Wie man sieht habe hier die Hersteller ihre Kerben hinterlassen, in die die jeweiligen Wechselsysteme passen, und Sirui hat einen kleinen Dorn, der hervorsteht am Kugelkopfgewinde. Also wäre es nur mit Bohren oder Kleben eine Lösung fremdes auzufügen. Lohnt sich vermutlich vom Aufwand nicht - 30-35 Euro für die Wechseleinheit und noch ein Kugelkopf dazu mit Bohren oder Kleben - nee, das ist mir zu viel ...

:z04_bier01:
 
der AMrkus hat das fette Benro Einbein und schießt dasmit die Fotots beim Tennis. Er ist zufrieden mit dem Teil. Wenn ich nicht das Velbon schon hätte würde ich mir auch das Benro kaufen.
 
Frage eines interessierten Laien: Kann man ein Dreibein-Stativ nicht immer auch auch Einbeiner benutzen? Man braucht dazu doch eigentlich nur die Beine zusammenzulegen, und fertich, oder? Mal vom Gewicht abgesehen.

Gruß, QN
 
Hallo,
hier ein Tip für Bastler und Nordgänger:
IMGP1926.webp


Ist zwar etwas länger als gekaufte Einbeinstative hat aber Spaß gemacht es zu bauen.
Ich habe den Gummigriff oben geöffnet und heruntergeschoben. Der alte Kopf von Cullmann hat ein etwas größeres Gewinde unten.
Eine dazu passende Schraube habe ich mit Heißkleber in den Stock eingepasst. Epoxidharz wäre auch denkbar.

Gruß
Egbert
 
Zurück
Oben