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Kastell Saalburg

La Douce

CI-Pate
Mitglied seit
23 Jan 2012
Beiträge
17,869
Liebe Freunde des Lichts,
heute nehme ich Euch mit auf eine Reise zu den Römern im Limeskastell Saalburg bei Bad Homburg. Wir waren gestern dort und haben uns zunächst führen lassen (die Kinder getrennt in einer eigens für Schulkinder konzipierten Führung, von der sie sehr begeistert zurückkehrten) und sind dann noch alleine durch die riesige Anlage gelaufen, allerdings begleitet vom Wissen meines Mannes, der Latein und Geschichte studiert hat.
Die Saalburg ist insofern etwas besonderes, als sie auf Betreiben Wilhelms II. großflächig ausgegraben und in weiten Teilen rekonstruiert wurde. Bei den Ausgrabungen sind etwa 7,5 Millionen Gegenstände gefunden worden, von denen heute einige im ehemaligen Getreidespeicher ausgestellt sind.

#1
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Das Haupttor (Porta Praetoria) mit einem Standbild Kaiser Hadrians.


#2
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In der Basilika der Principia (Kommandantur), wo die gesamte Kastellbesatzung (eine Kohorte, 500 Mann) versammelt werden konnte.


#3
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Das Fahnenheiligtum (Aedes). Hier wurden die Standarten und Feldzeichen aufbewahrt, sofern sie sich nicht auf einem Feldzug befanden. In und vor der Aedes übten die Soldaten den offiziellen Kaiserkult aus.


#4
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Rekonstruktion eines Tricliniums, eines römischen Speisezimmers. Die Bruchstücke der Wand- und Deckenbemalung wurden 1965 bei Ausgrabungen in Echzell gefunden und auf der Saalburg in diese Rekonstruktion eingefügt. Dieses Speisezimmer befand sich ursprünglich in der Wohnung eines Decurio, also eines Offiziers - einfache Soldaten speisten weniger elegant...


#5
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Nochmals das Triclinium


Fortsetzung folgt...
 
Weiter gehts:

#6
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In einem Contubernium, einer Stube, auf der acht Fußsoldaten wohnten. Diese Stuben waren zweigeteilt. Im vorderen Teil wurde die Ausrüstung aufbewahrt. Neben den hier zu sehenden auch Signalhörner, Schuhe, Helme, Schwerter etc. und ein Mühlstein. Die Soldaten bekamen eine Getreideration, mahlten es selbst und buken daraus ihr "Militärbrot". Im hinteren Teil befanden sich die Betten und ein kleiner aufgemauerter Herd, auf dem die Soldaten ihre Mahlzeiten zubereiteten, allerdings ohne Kamin, der Rauch mußte durch die Fenster abziehen. Die Centuriae (Mannschaftsbaracken) hatten allerdings alle einen überdachten Vorplatz.


#7
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Das Standbild Kaiser Hadrians vor dem Haupttor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch weiter:


#8
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Ein Teil der umlaufenden Befestigungsmauer.


#9
IMGP9081 - Arbeitskopie 2 (1).webp


Eines der Seitentore. Links und rechts sind die Aufgänge zu den Wällen zu sehen, auf denen die Befestigungsmauer steht. Diese Wälle sind sehr steil, sodass ein Sturm von außen mehr als schwierig ist (habs ausprobiert :D )


#10
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Ein römischer Soldat mit Ausrüstung. Volles Marschgepäck wog etwa 40 Kg, wenn es notwendig war, wurden etwa 30km in sechs Stunden marschiert, auf Schuhen, deren Sohlen sich nicht biegen konnten, weil sie mit Nägeln verstärkt waren. Unkaputtbar, aber unbequem! Allein der Klang von Tausenden dieser Schuhe auf den befestigten Straßen (das römische Straßennetz umfaßte etwa 80.000km!) muss viele Gegner in die Flucht geschlagen haben.
 
Schön, daß du uns mitnimmst. Die Saalburg ist bei mir ne Bildungslücke. Ich war nur als Kind mal beim Limes auf der Schwäbischen Alb, bei Gomadingen. Wir wollen mehr (Fotos)...

Gruß Andreas
 
Gemach!
 
Noch ein paar:

#11
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In römischer Zeit waren die Außenmauern verputzt und mit roter Farbe bemalt, sodass sie aussahen, als wären sie aus regemäßigen Quadern gemauert, was viel stabiler gewesen wäre, als die Bruchsteinmauern. Tarnen und täuschen...


#12
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Im Innenhof der Principia (Kommandantur).
Auf dem ganzen Gelände hat man 99 Brunnen gefunden. Fiel ein Brunnen trocken, wurde er als Mülldeponie benutzt. Bei den Ausgrabungen traten daher sehr aufschlussreiche und teilweise erstaunliche Dinge zutage.
 
Hallo Fritzi,
das ist eine sehr interessante Anlage. Deine Fotos vermitteln sehr schön einen ersten Eindruck.
 
Moin Sylvia,
wenn man dort ist, erschlägt einen das erstmal ein wenig, weil die Anlage so riesig ist und man so viele Informationen bekommt. Mehr als einen ersten Eindruck kann man mit Bildern wirklich nicht erzeugen. Hinfahren lohnt!
Nett ist, dass es eine Taberna (Museumscafé) gibt, in dem man einige römische Speisen und Getränke probieren kann.
 
Sehr interessant, Fritzi, danke für's Mitnehmen. Schön festgehalten!

Gruß
Jürgen
 
Vielen Dank fürs Zeigen! :daumenhoch_smilie::daumenhoch_smilie:

Hier am Niederrhein ist ja in Xanten der römische Park zu sehen, in dem Ausgrabungen stattfinden, Rekonstruktionen zu bestaunen sind und ein wirklich tolles Römermuseum auf den Grundmauern eines Badehauses errichtet wurde.

Ein fotografischer Besuch lohnt sich allemal.
 
... aus Xanten stammt doch auch Siegfried der Drachentöter? Sehe ich das eigentlich richtig, daß die Rheinländer hier im Forum die stärkste Fraktion bilden (wenn man die Ruhr noch dazu nimmt)?

Gruß Andreas
 
Die Leute von Rhein und Ruhr bilden immer die stärkste Fraktion, ganz gleich wie viel sie sind.

Siegfried wird doch eher nach Worms eingeordnet, oder?
 
Moin Fritzi,

auch für mich ist die Saalburg eine wahre Bildungslücke. Deine Bilder verschaffen schöne Eindrücke dieses offensichtlich monumentalen Bauwerks und wecken die Lust, sich dort selber mal umzuschauen.

Danke für's mitnehmen auf diese interessante Entdeckungstour.


Gruß, Jan
 
Hallo Andreas,

Siegfried stammt aus Xanten

Die Rheinländer einschließlich Ruhri sind schon stark vertreten

Jetzt ist natürlich die Frage wieviele User sich auf unserer Landkarte verewigt haben

Viele Grüsse

Ludwig
 
hab eben noch mal nachgeschaut: Also der Sage nach stammt Siegfried aus Xanten, Sohn von Siegmund und Sieglinde, dem Königspaar. In Worms wohnte Kriemhild mit ihren Brüdern...
 
Jetzt ist natürlich die Frage wieviele User sich auf unserer Landkarte verewigt haben

die habe ich gerade entdeckt! Interessant. Meine Nachbarn sind allerdings zZt passiv, sind auch nur ganz wenige.
 
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