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Kaufempfehlung, Beratung, Hilfen für Kollegen und Freunde.

Balou

Gold CI-Pate
CI-Pate
Mitglied seit
11 Jan 2008
Beiträge
4,616
Hallo Freunde des Lichts.

Zu mir kommen immer öfter Kollegen und Freunde und fragen mich nach einer Kaufempfehlung für eine Kamera. Meist haben sie bestimmte Vorstellungen was den Preis angeht und die MP-Anzahl im Kopf
die sie haben wollen. Nun sind wir nicht alle Kenner aller aktueller Knipsen dieser Welt, wollen aber auch
das wenige an Wissen weiter geben.

Wie geht ihr grundsätzlich vor? Seid ihr mehr dabei ein bestimmtes Modell zu empfehlen oder eine Marke?
Gebt ihr nur die Grundsatzinfos weiter die das Licht physikalisch benötigt oder verweist ihr auf Tests im Netz
und in Zeitschriften?

Ich muss irgendwie kein guter Nikon-Berater sein, weil 2 von den Kollegen eine Canon erworben haben,
einer eine Sony a6000 und ein weiterer eine Fuji Kleinbildkamera. Vielleicht ist aber auch meine Vorgehensweise sehr frei von der Marke, die ich selber habe. Am Ende waren die 4 Kollegen aber immer zufrieden mit dem was sie für ihr Geld erwerben konnten.

Wie läuft das bei euch ab? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Danke für Infos zu dem Thema. :)
 
Hallo Micha,
das ist ein schwieriges Thema, da es wesentlich davon abhängt, was der zu beratende fotigrafieren will und wie. Ich empfehle in solchen Fällen keine Kameramarke, sonder der Betroffene sollte verschiedene Kameratypen ansehen und vor allem anfassen. Man muss verschiedene Geräte in der Hand gehalten haben um ein Gefühl dafür zu entwickeln, lesen im Netz bringt nix. Vor einigerZeit wollte ein Freund von mir eine neue Kamera kaufen um den neuen Hund in Bewegung zu fotografieren, die Bilder mit seine Bridge-Kamera waren unscharf (wegen zu langer Belichtungszeiten im Automatik Modus). Ich hatte ihm empfohlen, sich Spiegelreflexen im Vergleich zu Spiegellosen anzusehen. Vom Händler kam er mit einer Canon 70D zurück, das einzige, was der Verkäufer ihm gezeigt hatte.Nichts gegen die Kamera, aber inzwischen hat er sich noch eine Kompakte von Sony gekauft, weil die leichter ist und auch tolle Bilder macht.Die Qualität meiner Beratung ist wohl noch ausbaufähig.
 
Moin Micha,
wenn mich jemand danach fragt, stelle ich ihm immer erstmal die Frage, was er damit machen will und wieviel er ausgeben möchte. Dann kommt der Tip, so viele Modelle wie möglich in die Hand zu nehmen und sich ausführlich durch die Menüs zu fummeln um festzustellen, wie schnell man die Struktur kapiert. Testberichte halte ich für groß, grau und unwichtig ("Irrelefant").
Wenn sich die Gelegenheit ergibt, stelle ich meine Kamera zum Ausprobieren zur Verfügung und erkläre die wichtigsten Funktionen - je nach Vorwissen des Gegenübers. Ich sage aber immer auch dazu, dass die Bilder hinter der Kamera entstehen und dass alle heutigen Kameras in der Lage sind, bei passender Bedienung technisch gute Bilder zu liefern, die Motivklingel aber leider immer noch nicht entwickelt ist.
Bisher habe ich nur einmal explizit eine Marke empfohlen, und zwar jemandem, der viel in Schottland ist. Da fand ich die Abdichtung der Pentaxen eine sehr lohnende Angelegenheit. Der Bekannte ist sehr zufrieden.
 
Mich hat zwar schon lange niemand mehr nach Tipps in der Richtung gefragt, aber ich würde wohl auch zuerst wissen wollen, was denn so die Motive sein sollen, die fotografiert werden und wie viel Budget zur Verfügung steht. Vielleicht hilft ja auch zu erzählen, wie und warum man die eigene Kamera ausgewählt hat.

Grüße
Andreas
 
Doch, ich werde auch gefragt - und frage grundsätzlich zurück: wofür brauchst Du Megapixel? Was vorne nicht reinkommt, kommt hinten nicht raus. Also zählt nicht die Zahl der Pixel, da die wenigsten ausdrucken wollen: Full HD ist derzeit die Ansage, zukunftsorientiert geht man auf UHD. Also 8 statt 2 Megapixel, da können wir alle nur drüber lachen.

Die Elektronik hinter der Linse ist ein kleiner Computer. Der ist jetzt toll, und wenn Du ihn vom Laden nach Hause getragen hast veraltet! Ergo lege darauf keinen Wert!

Meine Empfehlung lautet daher: Hobby-Dokumentierer (das sind mit Abstand die meisten), da tut es jede Kompaktknipse, Hauptsache Du kommst damit klar. Also probieren, im Laden, und möglichst auch vor der Tür!

Für (angehende) Hobbyfotografen empfehle ich den Schwerpunkt auf die Linsen zu legen! Da gibt es für mich keine Diskussion! Wer gerne experimentiert und Adapter schleppt, der darf bei einer beliebigen DSLM zuschlagen.Wer gerne Top-Ergebnisse für relativ kleines Geld hat, kauft sich eine DSLR von Nikon oder Pentax - aber schaut vorher nach günstigen gebrauchten Linsen! Wer gerne Sport, Bühne oder Action fotografiert, dem empfehle ich aus dem Bauch heraus Canon. Das aber sind die wenigsten - nein, nicht weil das nicht gefragt ist, sondern weil ich von denen seltener gefragt werde! Da gibt es einfach andere.

Ok, Bühne und Sport fotografiere ich auch, und meine Bilder erscheinen regelmäßig in der regionalen Presse wenn mein Sohn oder der Verein mal wieder Erfolge gefeiert haben. Aber da verweise ich nur auf "Pflicht", mein Sohn ist schließlich schon qualifiziert zur deutschen Junioren-Meisterschaft im Gerätturnen. Damit bin ich schließlich gezwungen zu filmen und zu fotografieren - filmen habe ich an meine Tochter übertragen, mit der P7100, Foto mache ich dann mit der Dicken und in der Halle bevorzugt mit dem 1,8/85, manchmal auch mit dem 1,8/50. Das 85er hat zwar nur einen Stangen-AF, aber der interessiert nicht: vorfokussieren ist die optimale Lösung! Gerät und die vorgegebenen Übungen sind schleßlich bekannt.

Dennoch, mein Schwerpunkt liegt eindeutig auf Langzeitbelichtungen, und da ist das Stativ und die Auswahl von Location und Zeit das Wichtigste! 90 % der getätigten Aufnahmen hätte ich bei der Präsentation auch mit der kleinen P7100 machen können! Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, das ist viel wichtiger als die Hardware! Wen interessiert bei einem tollen Bild noch Bildrauschen? Nur due fehlende Wechselmöglichkeit der Objektive zwingt ich zur DSLR!
 
eigentlich erzähle ich wie es bei mir war. Zudem rate ich immer zum Fachhändler zu gehen. Was in Mainz zwischenzeitlich ein Problem ist.
Letzt verweise ich darauf das andere Mütter auch schöne Töchter haben und man die Kamera in die Hand nehmen und ausprobieren soll.
 
Zusammengefasst ist das in groben Zügen auch das was ich meist mache.
Für was will man die Kam einsetzen?
Soll es ein Hobby werden, hat er schon Erfahrung mit Kleinbild?
Was will er ausgeben?
Wenn sie schon eine Lieblingsmarke haben, warum auch immer, rede ich die auch nicht aus, sondern versuche dort auf die Objektive
oder eine bestimmte Klasse aufmerksam zu machen und sie zu testen wo immer es auch geht. Also in die Hand damit und loslegen.

50% der Kollegen die fragen, haben auch noch wenig Zeit und wollen auch nicht so tief ins Detail einsteigen. Bei denen
kann es dann schon mal vorkommen, dass ich die Sony RX100 oder die a6000 vorschlage, weil sie für diese Kollegen vollkommen
ausreicht.

Was mir auffällt ist aber, dass fast alle Leihen immer mit MPixel ankommen oder mit 4K Video Qualität.
Diese Oberflächlichkeit bekommt man aus den Menschen auch nicht mehr raus, da sie so erzogen wurden.
Deshalb verweise ich in diesen Fällen oft auf ein Modell das ich kenne wie die Sony z.B.

Interessant sind eure fast identischen Fragen, die ihr stellen würdet. Genau diese stellen sich die Kollegen immer erst, wenn
ich ihnen das gesagt habe. Ich würde doch zuerst auch darüber nachdenken, wofür brauche ich das Gerät und was habe
ich vor zu investieren. Komisch ist das schon.

Danke schon mal bis dahin, vielleicht kommt noch der eine oder andere Beitrag dazu, bin gespannt.

:)
 
Wieso komisch? Dein Arbeitgeber machts doch mit seinen Kunden auch nicht anders... VW, da weiß man, was man hat... muss da genügen, auf die Bedürfnisse des Kunden kommts weniger an.

Gruß Andreas
 
Ich gebe keine Kaufempfehlungen mehr. Wenn ich mit einer Kamera zufrieden bin, müssen das andere noch lange nicht sein. Ich animiere die Leute, sich vorher zu überlgen, was sie damit anstellen wollen und wieviel Geld sie ausgeben wollen. Meistens reicht dann schon eine Handyknipse.
 
Ich gebe keine Kaufempfehlungen mehr. .
ist bei mir genauso - wenn ich anfange von digitalem Vollformat zu rezitieren ernte ich meist nur verständnislose Gesichter und dann und wann ein Ahhh und Ohhhh wenn ich auf lichtstarke Objektive zu sprechen komme......
 
Hin und wieder werde ich mal gefragt.
Ich frage zu erst nach dem zur Verfügung stehenden Budget, Objektivwechsel Ja / Nein, viel Zoom nötig usw.
Den meisten reichte bisher eine Kompakte oder eine Bridge aus.
 
@ Andreas,.... da weiß man, was man hat... muss da genügen, auf die Bedürfnisse des Kunden kommts weniger an.
Auf die Frage, was soll ich kaufen, sage ich jedem: Nikon, und wenn es die nicht mehr gibt, dann was anderes
Mein Interessent hat sich dann bei der 2. Frage die empfohlene D90 gekauft. Die konnte mehr, als er brauchte. So soll es sein.

PS: Hat jemand von Euch Erfahrung, wie die Qualität ist bei einer D800/D810mit Ausschnitt 50 % also 1:2 und einem Druck mit 60x80 bzw 80x100cm ?
Ich glaube, mit einem 70/200 und D810 hat man zufiel Pixelverlust für ein scharfen Ausdruck ??
Praxis ist Foto auf ca 100mtr, ev 80mtr Entfernung.
Ich habe dann noch das 150-600 Sport, ist Klasse !! jedoch die Kilos
War gerade gestern im Wald, habe ich das 70/200 mit, kommt nichts bis plötzlich über den Weg, meist durch meinen Hund aufgescheucht-
Habe ich das 150-600 mit, dann ohne Hund !! kommt nichts
Da ich von Hochsitzen wenig halte, habe halt wenig Geduld, mache ich fast nur Pirsch. Hier kommen immer einige KM zusammen.
Deshalb die Überlegung, mit einer D810 und meinem 70-200

Gruss ins Forum
 
Ich glaube ich habe verstanden was du willst. Du kommt nicht nah genug ran um mit dem 70-200er das Motiv dicht ran zu holen und
darum möchtest du den Ausschnitt später zoomen und auf Papier bringen.

Ich habe die D800 aber leider nur auf ein DIN A3 Format gebracht wegen Fotobuch. Durch die Bearbeitung dort wird das Foto ja
nochmal etwas schlechter bzw beeinflusst. Also kann ich dir nur sagen wir die Fotos im Fotobuch werden. Einzelne Fotos
auf dein Format ausgedruckt habe ich auch noch nicht vorgenommen. :)
 
Erst einmal Danke für die Antwort. Die meisten Bilder habe ich in 13x18, Etliche in 30x40 ( von 30/45 selbst beschnitten). Diese kommen in mein selbstgebautes Album aus Holz.
Die Wandbilder kommen mit 30/45, meist in 40x60 oder in 50x75. Hier war bisher mit der D300 Schluß. Nun mit der D500 möchte ich gerne in 60x80 oder in 80x100
Aber nur, wenn es ein gutes Motiv ist und scharf! Große machen sich sehr gut über dem Sofa...
Bei den schönen Pilzen ist es keine Problem, bei dem scheuen Rotwild schon. Daher die Überlegung mit mehr Pixel...Denn Tiere im Zoo kann jeder, aber in der Wildnis, das gibt ja erst den Reiz. Man muß eben auch Glück haben, um näher heranzukommen. Klappt jedoch selten.
 
Denn Tiere im Zoo kann jeder, aber in der Wildnis, das gibt ja erst den Reiz. Man muß eben auch Glück haben, um näher heranzukommen. Klappt jedoch selten.
Schnapp Dir ein unbeschlagenes Pferd und reite morgens oder abends durch den Wald - Du wirst erstaunt sein, wie viel Wild Du zu Gesicht bekommst. Und zieh Jägerklamotten an (die rascheln nicht bei jeder Bewegung).
 
An La Douce,
Du hast ja Recht, jedoch hier bei uns im Harz haben sie im Herbst 3x nacheinander Treibjagd veranstaltet, sodaß der Wildbestand deutlich dezimiert worden ist. Den Förstern hier ist jedes Stück eins zufiel, da die Bäume leider wichtiger sind. Denn Holz bringt ja Geld...
Tiere sehe ich wohl, aber immer so nah rankommen, das ein gutes Foto entsteht ist was anderes.....
Habe vorgestern im Hang eine kl Herde aufgescheucht und bin denen dann gefolgt. immer quer durch, bis ich alle war. Ich war schon leise, jedoch hören die ja jede Feder, je nach Wind.....Als ich sie wieder hatte kam auch keine keine ruhige Hand mehr zu Stande, trotz Einbeinstativ, leider.

PS: mit dem Pferd reiten ist hier f a s t überall verboten !!
 
PS: mit dem Pferd reiten ist hier f a s t überall verboten !!
Wieso das denn? Im Nationalpark, oder wo?
Ich kenne das aus den Ferien in Schleswig-Holstein, da waren unbeschlagene Ponies. Vor dem Geräusch egal auf welchem Untergrund hat das Wild einfach keine Angst. Wenn dann nicht gerade Klamotten rascheln oder der Wind aus der falschen Richtung bläst, kann man sehr dicht an die Tiere herankommen, ohne dass sie nervös werden.
Aber wenn die Möglichkeit wegen Verbots ohnehin ausfällt, ist das ja nur Theorie.

Also bleibt nur noch der stundenlange Ansitz im Tarnzelt... Und dann kein Zoom, sondern eine lichtstarke Festbrennweite um die 300mm, nachdem viele Wildtiere ja dämmerungsaktiv sind.
hier bei uns im Harz
Wo denn? Ich bin in Göttingen :)
 
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