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acieleid

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12 Okt 2026
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10
Liebe Gemeinde, ich bin neuer Benutzer Eures Forums und das hat seinen Grund. Ich bin seit 3 Tagen Besitzer einer alten Contax. Meine Recherchen ergaben, daß es sich um eine Black Face handeln soll. Glaube ich aber nicht. Woran kann ich das erkennen?
 
Sorry, habe mich nicht vorgestellt...Ich bin Jens, 67 Jahre jung, fotografiere gern, meine Hauptkamera ist die X100 F von Fuji. Früher habe ich mal Analogkameras gesammelt - jetzt nur noch sporadisch, wenn sich mal was anbietet, wie in diesem obigen Fall...
 
Ich bin ja kein Sammler aber kann man nicht über die Seriennummer die richtige Modellbezeichnung herausfinden?
Vielleicht gibt es ein Contaxsammlerforum

Viele Grüße

Ludwig
 
Ich habe mal KI gefragt und folgende Antwort erhalten:

Ja, anhand der beiden Fotos lässt sich die Kamera recht gut eingrenzen. Mein erster Verdacht ist eine Zeiss Ikon Contax IIIa, allerdings gibt es einen wichtigen Vorbehalt: Eine äußerlich ähnliche Contax oder eine sowjetische Kiev kann ebenfalls infrage kommen.

Was sich auf deinen Fotos erkennen lässt​

  • Kameramarke: Contax
  • Objektiv: Carl Zeiss Jena Sonnar 1:2, f = 50 mm
  • Kameratyp: analoge Kleinbild-Messsucherkamera für 35-mm-Film
  • Belichtungsmesser: Auf der Oberseite ist eine Skala mit Einstellknopf zu sehen, die zu einem integrierten Belichtungsmesser passt.
Diese Kombination erinnert stark an die Contax IIIa, die von 1951 bis 1962 in Stuttgart hergestellt wurde. Sie unterscheidet sich von der Contax IIa vor allem durch den eingebauten Belichtungsmesser.

Ein wichtiger Punkt zur genauen Identifikation​

Die Aufschrift „Carl Zeiss Jena“ am Objektiv beweist nicht, dass auch das Kameragehäuse in Jena hergestellt wurde. Außerdem wurden sowjetische Kiev-Kameras nach dem Contax-System gebaut und können äußerlich sehr ähnlich aussehen.

Kannst du mir noch ein Foto der Unterseite der Kamera schicken, auf dem alle Gravuren und Seriennummern zu sehen sind? Falls möglich, wäre zusätzlich ein Foto des Verschlusses bei abgenommener Rückwand hilfreich.

Damit kann ich die Modellbestimmung deutlich besser absichern und gegebenenfalls auch das ungefähre Baujahr eingrenzen.


Dann habe ich gefragt, ob es eine Black Face sein könnte:

Ja, das könnte durchaus eine „Contax Black Dial“ bzw. „Black Face“ sein – und bei deiner Kamera ist diese Möglichkeit interessant. Allerdings muss man zwischen der schwarzen Frontgestaltung und dem konkreten Kameramodell unterscheiden.

Auf deinen Fotos fallen drei Dinge auf:

  • Die schwarze Frontplatte mit silberner Einfassung und dem hellen Contax-Schriftzug.
  • Das Carl-Zeiss-Jena-Sonnar 50 mm f/2.
  • Der Belichtungsmesser auf der Oberseite, der für die genaue Modellbestimmung besonders wichtig ist.
Die schwarze Front allein reicht nicht aus, um eine seltene Sonderausführung sicher zu identifizieren.

Ein wichtiger Unterschied: Bei den Contax-IIa- und IIIa-Modellen bezeichnet „Black Dial“ die Farbe der Zahlen auf dem Verschlusszeitenrad, nicht die schwarze Frontplatte. Die frühen Black-Dial-Versionen hatten außerdem eine spezielle mechanische Blitzsynchronisation.

Da deine Kamera einen Belichtungsmesser besitzt, wäre sie bei Bestätigung dieser Merkmale eine Contax IIIa Black Dial.

Am besten schickst du mir bitte noch eine Nahaufnahme des Verschlusszeitenrads von oben. Dann können wir die Variante gezielter bestimmen.


Vielleicht hilft das ein wenig.
Gruss, Robi
 
Ich habe auch die KI bemüht zu den besonderen Merkmalen einer Contax IIIa Black Dial. Die Antwort war:
Im Vergleich zur späteren „Color Dial“-Version zeichnet sich die „Black Dial“ durch folgende Merkmale aus:
  • Durchgehend schwarze Beschriftung: Alle Zahlen auf dem Verschlusszeitenrad sind in schlichtem Schwarz eingraviert.
  • Verschlusszeiten-Einteilung: Die Skala nutzt die traditionellen Vorkriegs-Zeitschritte (z. B. 1/25, 1/50, 1/100, 1/250, 1/500, 1/1250 Sekunde).
  • Blitzelektrisierungs-System: Die „Black Dial“ benötigt für die Blitzsynchronisation ein spezielles, proprietäres Zeiss-Ikon-Kabel (oft als „F-Kabel“ bezeichnet). Sie besitzt keinen Standard-PC-Synchronanschluss. Die korrekte Synchronisation für verschiedene Blitztypen musste mühsam über eine Tabelle ermittelt werden.
Das sollte hoffentlich reichen, um zu erkennen, ob es eine (seltene) Black Dial ist.

Grüße
Andreas
 
Erstmal - Vielen Dank für Eure Bemühungen!
Die KI habe ich natürlich auch bemüht und alles spricht für eine echte BFace. Ich habe auch Fotos zuum Leica Auctionshaus gesendet (Laut KI erster Anlaufspunkt), habe aber noch keine Rückmeldung erhalten. Ein Kiew Nachbau ist es nicht, da Logo im Blitzschuh ist und nicht auf der Rück oder Frontseite. Eine Blitzbuchse wäre auch ein Merkmal für keine BFace. Laut KI sprechen die Seriennummern im Objektiv und auf der Kamera, sowie im Innenbereich für eine BFace.
Hier mal der link vom Auctionshaus
 

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Hallo liebe Gemeinde, heute kam die Anfrage aus Wien. Sie wollen die Kamera in die Auktion geben.
Vorher soll ich sie aber noch einschicken, um sie auf Echtheit zu untersuchen.
Dann habe ich Gewissheit.
Vielen Dank für Eure Teilnahme und weiterhin gute Fotos wünscht:
Jens
 
Jens, bleibst Du uns hier im Forum als aktives Mitglied erhalten?
 
Ich bin ja kein Sammler aber kann man nicht über die Seriennummer die richtige Modellbezeichnung herausfinden?
Vielleicht gibt es ein Contaxsammlerforum

Viele Grüße

Ludwig

Das weltweit grösste Contax Forum ist unser altes Contaxinfo.com community Forum (nur Englisch), das ich vor Jahren in das aktuelle DPRforum integriert habe. Vielleicht findet sich dort ein Wissender.

Alle KI Programme nutzen ja illegalerweise den Content dieser und anderer Foren ;)

www.dprforum.com
 
Vorher soll ich sie aber noch einschicken, um sie auf Echtheit zu untersuchen.
Man sollte der Kamera schon genau auf den Zahn fühlen. Es gab (leider) zeitweise seit den 90ern das, was der verstorbene Contax-Reparateur Henry Scherer als camera butchers bezeichnete, die auf der Basis von Kiev-Kameras die eine oder andere Pseudo-Contax zusammenbauten und teuer verkauften.

Vorab: Die KI liegt stellenweise herbizid daneben. Die Kamera ist weder eine Contax "III" noch eine "a", denn letztere kam nach dem II. Weltkrieg aus Stuttgart und sieht anders aus; und erstere besaß einen aufs Gehäuse aufgepflanzten Selen-Belichtungsmesser. Der ist hier definitiv nicht vorhanden. Es ist eine Version der Contax II.

Bei Hans-Jürgen Kuc, Auf den Spuren der Contax Bd. II, Hückelhoven 1997, S. 123 f. finden sich ein paar Angaben zur Jenaer Contax. Unter anderem: "Im Gegensatz zur Contax II war die Kameranummer nur noch im Sucherschuh graviert, also nicht mehr auf der Innenseite der Kamerarückwand." Das macht mich hier etwas stutzig.

Henry Scherer selbst (über dessen Werkstatttisch viele Contax-Kameras gegangen sind) geht auf seinem ausführlichen Meßsucher-Contax-Portal, das hier noch archiviert zu sehen ist, auf die Jenaer Contax ein. Demnach sind die Kameras äußerst selten, und es sind leider Fälschungen unterwegs - auch mit schwarzer Frontplatte.
Auffallend übrigens, daß das "Zeiss Ikon"-Signet in der Belederung auf der Rückwand fehlt. Das ähnelt einer bei Scherer abgebildeten Fälschung.

Allerdings wundert mich bei Scherer, daß er Kameras mit dem "Carl Zeiss Jena" Signet im Zubehörschuh für Fälschungen erklärt, denn das Signet sei erst 1957 entwickelt worden. Möglicherweise bringt er da was durcheinander mit dem Signet "VEB Carl Zeiss Jena". Zumal Kuc auf S. 124 auf einem Bild eine Jenaer Contax zeigt, die das Signet im Schuh hat.

Das Sonnar dürfte der Nummer nach aus den ersten Nachkriegsjahren stammen, auf jeden Fall vor 1949 gebaut.
 
Man merkt wirklich, daß Ihr Kennerwissen habt. Ich bin auch verwirrt. Selbst als Wertanlage nutzt sie mir nix, wenn ich keine schriftliche Expertise besitze. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich sie nach Wien schicken soll. Ich versuche es in Berlin, um erstmal Unsicherheiten auszuschließen.
Das mit dem VEB Logo kann nicht hinhauen. Hier ein Bild aus der Auction in Wien:
 
Wenn man nach Mr Scherer geht - der sich natürlich irren kann -, läßt sich die Identität einer Jenaer Contax anhand des Auslösers feststellen. Über Details hat Scherer sich aus naheliegenden Gründen ausgeschwiegen, um Fälschern keine Handreichung zum Vertuschen zu liefern. Ich vermute mal, daß man zur Überprüfung ins Innere des Kameragehäuses tauchen muß.

Wenn du aber wirklich rauskriegen willst, was Sache ist, könnte sich's evtl. lohnen, mal bei dem bekannten Kiev- und Contax-Reparateur Oleg Khaliavin in der Slowakei nachzufragen.
Vielleicht kennt der die Unterschiede auch und kann dein Gehäuse daraufhin checken. Zumal er mit deutschen und sowjetischen Kameras gleichermaßen vertraut ist.
 
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