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Langzeitbelichtung und Makrofotografie

Moritz919596

Mitglied
Mitglied seit
8 Aug 2013
Beiträge
5
Hallo Zusammen,

ich lege einfach mal direkt los:

Ich beschäftige mich seit ca. 2 Monaten rel. intensiv mit Fotografie und habe mir dazu auch eine neue Kamera zugelegt (Lumix G3) Die hat meine Anfänger-Ansprüche bisher auch vollkommen befriedigt.

Was mich zu Zeit reizt ist, Makro-Fotografie und Aufnahmen mit langen Belichtungszeiten auch speziell bei Tag - also z.B. fließende Gewässer, oder, was mir heute speziell in den Sinn gekommen ist, vielleicht mal ein WIndrad bei Tag mit einer langen Belichtungszeit. Bei den langen belichtungszeiten < 10 sek. brauche ich allerdings einen Graufilter.

Was mir auch beim Durchstöbern von Zeitschriften und Fotoalben aufgefallen ist, sind die Fotoaufnahmen, bei denen mit verschiedenen Filterfarben gearbeitet wird (Blau, Rot), um z.B. Sonnenuntergänge intensiver abbilden zu können.

Meine Kamera hat en Lumix-Objektiv "G-Vario"; 1:3,5 - 5,6/ 14-42 mm. Diese Info ist vielleicht wichtig, wenn ihr mir aussagekräftige Tipps geben wollt.

Ich habe mir bei amazon mal einige Filter angeschaut und möchte aber nicht nur auf die Kundenrezensionen vertrauen, sonder auch noch einmal hier fragen. Ich kann hier leider noch keine Links posten. Deswegen frage ich einfach ganz direkt, ob ihr konkrete Ideen habt, welches ein interessantes Produkt sein könnte?

Ähnliches gilt für die Makrofotografie. Dazu habe ich mir das Produkt "
Polaroid 52mm Close-Up Makrolinsen Nahlinsen 4-Stück-Filterset für Makrofotografie - Inklusive +1 +2 +4 +10 - und Filtertasche" angeschaut. Ich will mich erst einmal nur mit den Möglichkeiten auseinander und beginnen, diese Tools zu nutzen, ohne gleich super teures Equipment zu kaufen. Was meint ihr? Ist das ein interessantes Set oder sagt ihr gleich, dass das Ramsch ist?

Ich freue mich über Eure Meinungen und Vorschläge!!!! :-)



Gruß

Mo
 
Was mich zu Zeit reizt ist, Makro-Fotografie und Aufnahmen mit langen Belichtungszeiten auch speziell bei Tag - also z.B. fließende Gewässer, oder, was mir heute speziell in den Sinn gekommen ist, vielleicht mal ein WIndrad bei Tag mit einer langen Belichtungszeit. Bei den langen belichtungszeiten < 10 sek. brauche ich allerdings einen Graufilter.
Irgendwas zwischen einem 64-fach und 1000-fach Graufilter paßt für diesen Zweck gewöhnlich. Hängt aber natürlich vom Umgebungslicht ab. Allerdings ist dieser Wisch-Effekt schon reichlich überstrapaziert und ausgelutscht. Für Wasser finde ich ihn ohnehin gruselig. Er macht aus frischem Wasser dumpfe Watte. Eine leichte Verwischung wirkt meistens viel angenehmer und läßt fließendem Wasser seine Lebendigkeit. Ich bleibe gewöhnlich zwischen 1/2 und 1/15 Sekunde je nach Fließgeschwindigkeit.

Was mir auch beim Durchstöbern von Zeitschriften und Fotoalben aufgefallen ist, sind die Fotoaufnahmen, bei denen mit verschiedenen Filterfarben gearbeitet wird (Blau, Rot), um z.B. Sonnenuntergänge intensiver abbilden zu können.
Auch ein Effektfilter, bei dem es mir die Ohrläppchen im Genick zusammenzieht. Die typisch goldene Farbe mancher Sonnenuntergänge hängt sehr stark von den atmosphärischen Bedingungen ab. Wenn man Sonnenuntergänge, die vom Licht her absolut nichts hergeben, künstlich aufpeppt, fällt das auf, weil Wetter und Licht nicht zueinander passen. Wenn Du's aber unbedingt willst, geht das in jedem EBV-Programm einfacher und billiger.

Meine Kamera hat en Lumix-Objektiv "G-Vario"; 1:3,5 - 5,6/ 14-42 mm. Diese Info ist vielleicht wichtig, wenn ihr mir aussagekräftige Tipps geben wollt.
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Ähnliches gilt für die Makrofotografie. Dazu habe ich mir das Produkt
"Polaroid 52mm Close-Up Makrolinsen Nahlinsen 4-Stück-Filterset für Makrofotografie - Inklusive +1 +2 +4 +10 - und Filtertasche" angeschaut. Ich will mich erst einmal nur mit den Möglichkeiten auseinander und beginnen, diese Tools zu nutzen, ohne gleich super teures Equipment zu kaufen. Was meint ihr? Ist das ein interessantes Set oder sagt ihr gleich, dass das Ramsch ist?
Das alles auch noch für 20 Ocken? Ramsch für die Tonne! Da kannst Du auch den Boden einer Essigflasche vor's Objektiv halten.
Gutes Nahzubehör ist teuer. Lieber einen erstklassigen Vorsatzachromaten aus gutem Hause als so ein Billigset, das nichts taugt. Im Idealfall sollte so ein Vorsatzachromat dediziert auf das Grundobjektiv gerechnet sein, was Dir vielleicht eine Vorstellung gibt, welche Abstimmungspräzision da nötig ist. Ein 4 dpt. Achromat von Canon in 52 mm kostet nicht die Welt und reicht für die ersten Versuche. Außerdem gelten die als exzellent.

Hol Dir aber natürlich noch weitere Meinungen ein. Ich stelle ziemlich hohe Ansprüche und bin möglicherweise nicht repräsentativ.

Gruß
Wolf
 
Hallo Wolf,

billig muss nicht unbedingt schlecht sein, man kann auch schon mal echte Schnäppchen machen: ich war Dienstag dienstlich in Mainz, gehe nach dem letzten Kundentermin nochmal bei Besier + Oehling vorbei, und sehe eine Grabbelkiste mit B+W-Filtern zu 10 Euro das Stück ... konnte nicht widerstehen und habe mir eine 5 Dioptrien-Nahlinse mit 72er Gewinde mitgenommen. Bislang ist Makro zwar noch nicht so mein Gebiet, aber zum Spielen wird es wohl erstmal reichen?

Gruß
Jürgen
 
billig muss nicht unbedingt schlecht sein, man kann auch schon mal echte Schnäppchen machen: ich war Dienstag dienstlich in Mainz, gehe nach dem letzten Kundentermin nochmal bei Besier + Oehling vorbei, und sehe eine Grabbelkiste mit B+W-Filtern zu 10 Euro das Stück ... konnte nicht widerstehen und habe mir eine 5 Dioptrien-Nahlinse mit 72er Gewinde mitgenommen. Bislang ist Makro zwar noch nicht so mein Gebiet, aber zum Spielen wird es wohl erstmal reichen?
B&W fertigt sehr sorgfältig und hat auch sehr gute Fassungen (eine B&W Nahlinse 4 dpt. in 52 mm kostet ~ 30 Euro, mehr als das komplette Polaroid Set). Trotzdem bin ich kein Freund von Nahlinsen, weil einfach zu stark abgeblendet werden muß, um die nötige Qualität zu erreichen (Selbst B&W empfiehlt f/11!). Bei einem genau passenden VA kann man mit Offenblende arbeiten, was ich schon oft getan habe.
Es stellt sich aber natürlich tatsächlich die Frage, ob einfache Linsen nicht möglicherweise zum "Spielen" reichen. Es stellt sich aber ebenfalls die Frage, ob schlechte Ergebnisse einem Anfänger in diesem Genre nicht vielleicht die Freude daran nehmen, weiterzuexperimentieren.
Muß jeder für sich selber entscheiden... ;)

Gruß
Wolf
 
Ich freue mich über Eure Meinungen und Vorschläge!!!! :)

Moin Moritz :)

mit der Lumix hast Du schon mal ein gutes System an der Hand, das 14-42mm Glas ist nicht das Beste (habe das auch), aber es ist recht gut für die meisten Vorhaben.

Grundsätzlich geht Makro damit gut, allerdings nicht mit klassischen Nahlinsen, denn das habe ich auch versucht, die Ergebnisse waren ernüchternd.
Da die Lumix einen etwas kleineren Sensor hat bringt das leichte Vorteile bei der Benutzung von einem Achromaten und die Teile von Raynox sind mittlerweile in fast jeder µFT-System-Fototasche zu finden. Selbst benutze ich den DCR150 von Raynox, der passt per Schnapphalter in das Filtergewinde des Kitobjektiv und der bringt am langen Ende bei 42mm schon etwas und man ist mit guten 50 Euro fertig. Will das Teil nicht mehr missen

Für die Langzeitbelichtung empfehle ich Dir ausdrücklich die recht günstigen Schraubfilter von Haida, gibt es für das 14-42er - glaube es hat 52mm Gewinde - schon extrem günstig. Einem Unterschied zu den deutlich teureren Filtern habe ich nicht festgestellt bis auf die Farbgebung, korrigieren muss man jedoch bei allen Graufiltern. Ein Haida Slim ND1000 in 52mm bei der Amazone schon für unter 25 Euro.

Somit wärst Du bei guten 70 Euro an Investitionen und kannst Dir noch Gedanken für ein Stativ machen um die Graufiilter einzusetzen, für die G3 reicht da schon eine sehr leichte Ausführung.

:z04_bier01:
 
die Teile von Raynox sind mittlerweile in fast jeder µFT-System-Fototasche zu finden.

Den Tipp kann ich nur unterstützen. Ich habe die Dinger zwar nicht selbst, habe aber schon viele wirklich gute Bilder gesehen, die damit gemacht wurden. An Kompakt- und Bridgekameras mit kleineren Sensoren erzielt man einen größeren Tiefenschärfe-Eindruck als bei den DSLRs, zumindest mit deutlich geringerem Aufwand.
 
Hey, sorry, dass ich nicht eher antworten konnte...

Danke Euch für die ausführlichen Tipps und Antworten! Ich hab mir bei den Nahlinsen ja schon gedacht, dass das eigentlich kein wirklich gutes Produkt sein kann^^ Dirks Tipp bzgl. der Teile von Raynox find ich gut. Ich werde mich mal in die Richtung weiter umschauen ;)
@ Wolf, ich weiss, das dieser Effekt reichlich ausgelutscht ist und so gut wie in jedem Bildband vorkommt, ich mag diesen Effekt aber sehr gerne und möchte einfach mal ein paar eigene Fotos in diesem Stil machen. :)
 
@ Wolf, ich weiss, das dieser Effekt reichlich ausgelutscht ist und so gut wie in jedem Bildband vorkommt, ich mag diesen Effekt aber sehr gerne und möchte einfach mal ein paar eigene Fotos in diesem Stil machen. :)
Ich werd' Dich nicht davon abhalten. Aber versteif Dich nicht zu sehr auf die extralangen Zeiten, sondern experimentier auch mit den mittleren. Kostet ja keinen Film! Vielleicht kommst Du dann wie ich zu dem Schluß, daß nur leicht verwischtes Wasser spritziger, lebendiger, frischer wirkt... ;)

Gruß
Wolf
 
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