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Leica M6 Korrosion

gor

Läuft öfters hier vorbei
Mitglied seit
14 Jan 2008
Beiträge
385
Hallo zusammen,

habe mir gestern einen Traum erfüllt und eine gebrauchte M6, frisch vom Leica Service, gekauft. Die Kamera sieht eigentlich top aus, nur eine Sache stört mich ein wenig: an der ausklappbaren Rückwand sind aussen einige kleine Bläschen, die ein wenig nach Korrosion aussehen - wie Rostblasen bei einem alten Auto, nur eben viel kleiner. Meine Frage(n): Kommt das öfter bei M-Leicas vor? Kann man etwas dagegen tun, dass sich diese Bläschen weiter ausbreiten? Was kostet ggf. eine neue Rückwand?
Beste Grüße aus dem verschneiten Siegerland

Georg
 
..Was kostet ggf. eine neue Rückwand?..
das weiß allein der Service in Solms.
beeinträchtigen die Blasen das Fotografieren? wenn nein, dient ein Austausch wohl nur der Schönheit.
Vielleicht schlug sich der Verkaufspreis deswegen auch im Preis nieder?
Und warum Blasen? weil die Klappe aus Stahlblech ist und der Lack mal brüchig wird. Kann sein, daß meine M sowas auch hat, ich achte da aber nicht drauf. Außerdem ist sowas der beste Diebstahlschutz, wer klaut schon ne rottige M?
Gruß Jörg
 
Hallo Georg,

ich habe meine M6 1993 gekauft und hatte 2001 (glaube ich) auf dem Kameradeckel Bläschen. Ich bin dann zum Leica-Service nach Solms gefahren und habe das reklamiert. Ich habe darauf hingewiesen, dass das ein schwerer Produktionsfehler (Fehler in der Galvanik) sei und ich auch nach der Garantiezeit eine unentgeltliche Reparatur verlangen würde. Dies hat man eingesehen und mir eine neue Deckkappe in Aussicht gestellt. Ich sollte allerdings die Umbaukosten bezahlen (200 €). Dann habe ich darauf hingewiesen, dass ich das nicht einsehen würde, weil man mir nicht den Fehler anlasten könne. Darauf hat der Leica-Service das gesamte Kostenpaket übernommen.

Gruß Jochen
 
Den Effekt von korrodierendem Zinkdruckguss habe ich immer wieder bei alten Mercedes-Fahrzeugen gesehen, die Chromteile bekommen häufig Pickelchen. Wie Zink korrodiert (wird ja schließlich bei Stahlblech als Korrosionschutz eingesetzt), ob es überhaupt Korrosion ist und wie es hervorgerufen (selbst bei Verchromung?) wird, kann ich leider nicht sagen.
Allerdings verwendet man bei den neuen Ms (ich glaube seit der M6TTL) aus massivem Messing gefräste Deckkappen, Rückwände und Böden - da gammelt nix!
 
Hallo, Georg Rademacher! Ich bin ebenfalls langjähriger M6/M6TTL Nutzer. Solange du nicht die von Jochen beschriebenen Schäden hast, würde ich nichts weiter tun. Wirklich einschränkend wirken die beschriebenen Stellen nicht. Allerdings kannst du durchaus mal beim L-Service nachfragen und reklamieren.Andererseits kann dass bei einer älteren Kamera durchaus als übliche Abnutzung gewertet werden. Übrigens Georg Lamshöft, die deutlichen Abriebstellen an meiner schwarzen M6TTL schimmern hellgrau. Ist wohl nix mit Messing. Messing gab es erst wieder ab der M7 glaube ich. Tschö, uwe
 
Deckkappe und Klappdeckel sind 2 Paar Schuhe.
Der Klappdeckel ist wie das Gehäuse, zumindest bei meiner M 6 von 1988, aus Stahlblech.

Die Deckkappe früher aus Guß heute aus dem Vollen gefräst, verchromt, lackiert oder einfach nur geschminkt
Gruß J.
 
Die erscheinung von kleinen Pickelchen unter dem ansonsten intakten Lack habe ich auch an meiner ersten Leica, einer R5.
Der Zustand hat sich allerdings im Laufe der Zeit weder verschlechtert noch verbessert, so daß er mich nicht wirklich stört. Ob es sich dabei um eine Korrosion oder eine andere kristalline Veränderung handelt, ist wohl offen.

Rat an Georg: zunächst beobachten und wenn keine Veränderungen auftreten dabei belassen. Fotografieren kann man doch auch so wunderbar mit dem Schätzchen, oder ?
wink.gif


Grüsse, Wolfram
 
Solange die Pickelchen nicht auf dem Film sind, ist alles bestens. :-)
 
Und bei Verwendung eines SW-Films könnte man dann noch mit Gelbfilter die Pickelchen unterdrücken
rofl.gif


Grüsse, Wolfram
 
Guten Tag alle zusammen!

Die beschriebenen Bläschen hab' ich auch bei meiner R4, stört mich eigentlich gar nicht, schließe mich an, daß Du mal bei Leica nachfragen solltest, und wenn's Geld kostet, dann würde ich gar nichts machen, da die Funktion nicht eingeschränkt ist dadurch.

Grüße
 
Bei der M ist heute fast alles (bis z.B. auf das Druckguss-Innengehäuse) aus dem Vollen gefräst - teurer und besser gehts kaum noch.
Bei der R9 ist es ein stärkerer Materialmix, aber bis auf Innengehäuse und Mg-Deckkappe sind auch hier fast alle Metallteile aus dem Vollen gefräst.
Ich habe einfach mal ein Bild einer unfertigen M6TTL-Deckkappe, einer M-Rückwand, einm Schnellspannhebel (stellvertretend für fast alle Bedienelemente) und den festen Teil (unterhalb Beli-Rad) des R8/9-"Beli-Verstellers" angehängt.

Generell kann man gefräste Deckkappen auch an ihren "schärferen" Kanten erkennen. Vielleicht wurde mitten in der TTL-Produktion umgestellt (man fertigt extra Gussformen für eine neue Deckkappe und wirft sie kurze Zeit später weg?)?
17744.jpg
 
Hallo zusammen, und vielen Dank für Eure Antworten!

Habe mich beim Leica-Service nach dem Preis für eine neue Rückwand erkundigt, hier die Antwort:

"das Ausbreiten der Bläschen kann man nicht verhindern. Eine neue Rückwand würde 220,-- € kosten. Hinzu kommen noch Versandkosten in Höhe von 3,50 €"

Wenn sich dieser Preis auf die komplette Rückwand bezieht - und davon gehe ich aus - bin ich positiv überrascht, weiss aber noch nicht, ob ein Austausch tatsächlich lohnt, so schlimm ist es ja noch nicht. Andererseits sieht der Rest der Kamera wirklich super aus, mal seh'n ...

Im Moment habe ich allerdings andere Probleme mit meiner gerade gekauften M6: mein 2,8/50er stösst beim Versenken und Herausziehen irgendwo gegen, vermutlich gegen den Hebel für den Parallaxenausgleich. So sind Kamera und Objektiv nun wieder auf dem Weg nach Solms, und ich habe immer noch kein Photo damit gemacht, seufz....

Beste Grüße

Georg
 
Hallo Georg,

ich halte die angeforderten 220 € für deutlich zu hoch für den anschließenden Mehrnutzen. Dieser tendiert gegen null. Solltest Du Dich also nicht zu sehr über die Bläschen ärgern, die Deine ansonsten sehr gut erhaltene Kamera etwas "verunstalten", so würde ich persönlich von einem Service in Solms bezüglich eines Tausches der Rückwand Abstand nehmen.

Dein neu angesprochenes Problem solltest Du allerdings noch etwas genauer beschreiben, damit (vielleicht nicht nur) ich mir darunter etwas genaueres vorstellen kann.

Viele Grüße und trotz allem weiterhin viel Spaß mit Deinen Errungenschaften

Constantin
 
Hallo Constantin,

wahrscheinlich hast Du Recht, was den tatsächlichen Mehrnutzen einer neuen Rückwand angeht. Trotzdem: Ich habe nicht nur Spass am Fotografieren, sondern auch an einem hochwertigen, schönen optisch-mechanischen Werkzeug. Normale Abnutzungen sind mir egal, diese Bläschen sind aber Zeichen einer schlechten Verarbeitung, und gerade bei einer Leica stört mich das (ein wenig).

Noch viel mehr stört mich aber mein bereits angesprochenes Problem mit dem versenkbaren 2,8/50er: Das Objektiv stösst beim Einschieben und Herausziehen heftig irgendwo gegen, wahrscheinlich gegen den Hebel zur Parallaxeneinstellung, der vielleicht etwas zu tief hängt(?). Wenn das Objektiv nicht an der Kamera sitzt, geht der Schiebemechanismus butterweich.

Spass hatte ich mit meinen Errungenschaften demnach bisher nicht, schliesslich bin ich ja nicht mal bis zum Filmeinlegen gekommen, weil die Kamera direkt wieder zum Leica-Service geschickt werden musste...

Beste Grüße

Georg
 
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